In unserer Hausarbeit "Risikomanagement in KMU – wie sichere ich Erfolg und
Wachstum?" wollen wir Ihnen zunächst einmal den Begriff "Risiko" näher bringen.
Risiko ist ein Bestandteil des alltäglichen Lebens. Ständig stehen wir vor
risikobehafteten Entscheidungen. Diesen sollte man logisch und uneingenommen
entgegen sehen um nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln und dadurch
Verbesserungen im Leben zu erzielen. Aber um auf ein solches Ergebnis, also ein
zufriedenstellendes, zu kommen muss man Entscheidungen fällen. Ob diese dann
richtig sind, wird sich früher oder später heraus stellen. Aber egal welche Wahl man
trifft, ein kleines Restrisiko bleibt immer bestehen.
Ein weiterer Punkt ist die Angst, die bei wichtigen Entscheidung eine große Rolle
spielt. SIe vermittelt uns das Gefühl, unsere Entscheidung nochmals zu überdenken
und alle Aspekte gegeneinander abzuwägen. Dies ist in der Regel normal, denn wer
macht schon gerne Fehler.
Risikomanagement ist somit ein Instrument für Unternehmen um risikobehaftete
Entscheidungen zu optimieren.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Entwicklung des Risikomanagements
Ziele und Aufgaben des Risikomanagement
Risikoarten
Interne Risiken
Externe Risiken
Risikoidentifikation
Analyse und Bewertung von Risiken
Risikohandhabung
Risikovermeidung
Risikoverminderung und Risikobegrenzung
Risikocontrolling
Exkurs Basel II
Exkurs KonTraG
Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Verrichtungorientierte Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Objektorientierte Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation
Eingliederung des Risikomanagement in eine Matrixorganisation
Risikomanagement in einer Stab-Linien-Organisation
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff Risiko im Kontext von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu analysieren und ein Verständnis für die Notwendigkeit sowie die Umsetzung von Risikomanagement-Systemen zur Sicherung von Erfolg und Wachstum zu schaffen.
- Definition und Bedeutung von Risiko und Risikomanagement
- Systematische Identifikation und Analyse von internen und externen Risiken
- Methoden der Risikohandhabung und des Risikocontrollings
- Einfluss regulatorischer Rahmenbedingungen wie Basel II und KonTraG
- Organisatorische Eingliederungsmöglichkeiten für KMU
Auszug aus dem Buch
Risikoverminderung und Risikobegrenzung
Wie die Bezeichnungen Verminderung und Begrenzung schon sagen geht es bei dieser Methode der Risikohandhabung nicht darum ein Risiko völlig auszuschließen oder zu verhindern, sondern so gut wie möglich darauf vorbereitet zu sein, sollte ein solches Ereignis eintreten.
Für KMU ist diese Art mit Risiken umzugehen sehr empfehlenswert. Maßnahmen zur völligen Vermeidung von Risiken sind für Unternehmen dieser Größenordnung oftmals schlicht weg zu teuer oder weisen erst gar keine Erfolgschancen auf.
Ziel muss es also sein entweder bereits direkt nach der Risikoanalyse und Bewertung einen Plan B anzufertigen um so im Eintrittsfall eines Risikos sofort reagieren zu können oder auf Frühwarnsysteme zurückzugreifen.
Frühwarnsysteme gelten als recht zuverlässig und ermöglichen ebenfalls die Chance rechtzeitig auf die neue Situation eingehen zu können.
Um Ihnen dieses Vorgehen verständlicher zu machen möchten wir an dieser Stelle ein sehr simples Beispiel aus dem amerikanischen Gerichtswesen zeigen.
Vor jedem Geschworenenprozess werden eine Reihe von Ersatzgeschworen ernannt, die im Falle einer Erkrankung oder einem sonstigen Ausfall eines Geschworenen sofort einsatzbereit und auch bestens mit dem Prozess vertraut sind. Dieser Art von Risiko wurde also vorgebeugt und die damit verbunden Folgen verhindert.
Risiken können durch verschiedene Frühwarnsysteme oder -methoden erkannt werden. Geläufig sind hierbei Frühwarnungen durch Kennzahlen (regelmäßige Analyse und Bewertung von Kennzahlen), Ergebnisplanung (Entwicklung von Aufwänden und Erträgen kontrollieren) sowie die kurzfristige Liquiditätsplanung (Liquiditätsplan aufstellen und regelmäßig anpassen). Weitere System sind zum Beispiel die Balanced Scorecard, die GAP-Analyse und die Produktlebenszyklusanalyse.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in den Risikobegriff und Erläuterung, warum Risikomanagement als Optimierungsinstrument für unternehmerische Entscheidungen dient.
Entwicklung des Risikomanagements: Darstellung der historischen Entstehung aus dem Versicherungswesen hin zu modernen, unternehmensweiten Risikomanagement-Funktionen.
Ziele und Aufgaben des Risikomanagement: Erläuterung der Zielsetzung, Risiken zur Existenzsicherung und Erfolgsmaximierung frühzeitig zu erkennen und zu bewerten.
Risikoarten: Klassifizierung in interne Risiken (Leistungserbringung, Finanzen, Organisation) und externe Risiken, die durch die Unternehmensumwelt entstehen.
Risikoidentifikation: Beschreibung der Notwendigkeit einer kontinuierlichen und aktuellen Datenerfassung zur rechtzeitigen Erkennung von Risikopotenzialen.
Analyse und Bewertung von Risiken: Prozess der Untersuchung und Kategorisierung von Risiken mittels Eintrittswahrscheinlichkeits-Matrizen.
Risikohandhabung: Strategien im Umgang mit analysierten Risiken, unterteilt in ursachenbezogene und wirkungsbezogene Maßnahmen.
Risikovermeidung: Vorstellung der radikalsten Methode zur Risikoeliminierung durch Unterlassung risikobehafteter Vorhaben.
Risikoverminderung und Risikobegrenzung: Erläuterung von Methoden zur Vorbereitung auf den Ernstfall durch Plan B und Frühwarnsysteme.
Risikocontrolling: Definition der planenden, kontrollierenden und informierenden Rolle des Controllings zur Unterstützung der Unternehmensführung.
Exkurs Basel II: Analyse des Abkommens zur Bankenregulierung und dessen Auswirkungen auf die Kreditvergabe für KMU.
Exkurs KonTraG: Einordnung der gesetzlichen Anforderungen an Transparenz und Risikomanagement für börsennotierte Unternehmen.
Eingliederung des Risikomanagement in die Organisation: Untersuchung verschiedener struktureller Integrationsmöglichkeiten von der Aufbau- bis zur Matrixorganisation.
Zusammenfassung: Fazit über die steigende Relevanz des Risikomanagements für KMU und die Notwendigkeit einer abgewogenen Implementierung.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, KMU, Risikokontrolle, Risikoanalyse, Unternehmensführung, Liquidität, Frühwarnsysteme, Basel II, KonTraG, Organisation, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Unternehmenserfolg, Risikovermeidung, Controlling
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Bedeutung von Risikomanagement-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen, um deren Erfolg und Wachstum langfristig zu sichern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Identifikation und Bewertung von Risiken, die verschiedenen Strategien der Risikohandhabung, die Rolle des Risikocontrollings sowie die organisatorische Eingliederung in KMU.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Begriff Risiko zu definieren und aufzuzeigen, wie KMU durch gezieltes Risikomanagement ihre Existenz sichern und Fehlentscheidungen minimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Risikomanagement-Modellen und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Schritte des Risikomanagement-Prozesses (Identifikation, Analyse, Handhabung) sowie deren organisatorische Einbettung in verschiedene Unternehmensstrukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Risikomanagement, KMU, Risikohandhabung, Frühwarnsysteme, Basel II und KonTraG.
Warum ist eine Risikovermeidung für KMU oft schwierig?
Die vollständige Vermeidung von Risiken ist für KMU oft zu kostspielig oder verhindert unternehmerische Chancen, weshalb Risikoverminderung und Risikobegrenzung meist die pragmatischere Lösung darstellen.
Welchen Einfluss hat Basel II auf die Risikopolitik in KMU?
Basel II führt zu einem erhöhten Druck auf KMU, formale Abläufe im Risikocontrolling zu implementieren, da ein gutes Rating für die Kreditwürdigkeit bei Banken entscheidend ist.
Wie unterscheidet sich die Stab-Linien-Organisation in Bezug auf Risikomanagement?
In der Stab-Linien-Organisation übernimmt der Stab zwar eine unterstützende und beratende Rolle mit Informationsvorsprung, trägt jedoch keine direkte Entscheidungsverantwortung für das umgesetzte Risikomanagement.
Gibt es eine allgemeingültige Empfehlung für Risikomanagement?
Nein, die Autoren kommen zu dem Schluss, dass keine universelle Empfehlung möglich ist, da der Nutzen des Risikomanagements stets gegen die damit verbundenen Kosten abgewogen werden muss.
- Quote paper
- Michael Butter (Author), Jan-Henric von Garrel (Author), Yilmaz Bedel (Author), 2009, Risikomanagement in KMU, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210403