Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Sociology - Medicine and Health

Multimorbidität und Polypharmazie im höheren Lebensalter

Title: Multimorbidität und Polypharmazie im höheren Lebensalter

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Riebandt (Author)

Sociology - Medicine and Health

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In einer Gesellschaft des Demografischen Wandels entstehen zunehmend neue Herausforderungen.
Neben ökonomischen Herausforderungen, die bedingt sind durch die wachsende Zahl älterer Menschen und die sinkende Zahl der Menschen im mittleren Lebensalter, die einen aktiven Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats leisten, stehen die Versorgungsherausforderungen im Gesundheitssektor (Bäcker, Naegele, Bispinck, Hofemann, & Neubauer, 2010:163).
Ein Teilbereich des Gesundheitssektors, der von diesen Herausforderungen in zunehmendem Maße betroffen ist, ist der Bereich der gesundheitlichen Versorgung von älteren und hochaltrigen Menschen. Besondere Versorgungsrisiken, die in diesem Zusammenhang genannt werden können, sind Multimorbidität und Polypharmazie. Besonders schwerwiegend und belastend für die Betroffenen, ist zudem die Versorgung mit Potenziell Inadäquater Medikation (PIM) im höheren Lebensalter. In meiner Ausarbeitung stelle untersuche wie Multimorbidität und die Versorgung mit komplexen Medikamentenregimes bewältigt werden können und welche Strategien und Ansätze zu einer geringeren Verord- nung von PIM existieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Multimorbidität

2.1 Prävalenz und Inzidenz der Multimorbidität

3. Polypharmazie

3.1 Probleme und Gefahren der Polypharmazie

3.2 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

3.3 Verordnung Potenziell Inadäquater Medikation

4. Strategien zur Vermeidung von Polypharmazie

4.1 Negativlisten

4.1.1 Beers Kriterien

4.1.2 PRISCUS Liste

4.2 Screening-Instrumente und Algorithmen

4.2.1 Medication appropriateness index

4.2.2 Good-Palliative-Geriatric-Practice-Algorithmus

4.2.3 Naranjo Qestionaire

4.2.4 Pflegerische Überwachung der Arzneimittelwirkung-Skala

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen durch Multimorbidität und Polypharmazie im höheren Lebensalter. Das primäre Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen chronischer Mehrfacherkrankung und komplexen Medikationsregimes zu analysieren sowie Ansätze und Strategien zur Vermeidung von potenziell inadäquater Medikation (PIM) aufzuzeigen.

  • Multimorbidität als geriatrisches Phänomen
  • Risiken und Folgen der Polypharmazie
  • Umgang mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW)
  • Kriterien und Listen zur Identifikation von PIM
  • Einsatz von Screening-Instrumenten in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.2 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind in besonderem Maße Patienten mit einem Alter von über 80 Jahren betroffen. Häufig ist dies einer der Gründe für eine Krankenhauseinweisung (Kralovec, 2007:43).

Edwards und Aronson definieren UAW wie folgt: „We define an adverse drug reaction as an appreciably harmful or unpleasant reaction, resulting from an intervention related to the use of a medicinal product, which predicts hazard from future administration and warrants prevention or specific treatment, or alteration of the dosage regimen, or withdrawal of the product“ (Edwards & Aronson, 2000:1255).

Anhand dieser Definition wird deutlich, dass UAW nicht nur auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen ist, sondern dass deren Entstehung multifaktoriell bedingt sein kann.

Dies zeigt auch die Studie von Chang und Kollegen aus dem Jahr 2001 in der eine Analyse der Einweisungsgründe von 240 Patienten durchgeführt wurde, ließen sich bei 37 Patienten UAW als Einweisungsgrund feststellen. Bei 46% der UAW ließ sich diese Wirkung auf ein Medikament zurückführen, bei 25% der UAW auf die Einnahme mehrerer Medikamente. Bei 26% der Patienten hingegen war der Grund für UAW das vorzeitige Absetzen oder Auslassen der Medikation. 53,4% der UAW bedingten Einweisungen ins Krankenhaus wurden als vermeidbar eingestuft. Die meisten Einweisungen wurden auf die Behandlung mit Herzkreislaufmedikamenten zurückgeführt (48,4%) welche sich durch Stürze, haltungsbedingte Hypotension (24,1%), Herzinsuffizienz (16,9%) oder ein aufgetretenes Delirium (14,5%) manifestierten (Chan, Nicklason, & Vial, 2001:199).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitspolitischen Herausforderungen im Kontext des demografischen Wandels und führt in die Problematik der Versorgung hochaltriger Patienten bei Multimorbidität ein.

2. Multimorbidität: Dieses Kapitel definiert Multimorbidität als klinisches Phänomen und diskutiert epidemiologische Daten zur Prävalenz und Inzidenz in Deutschland.

3. Polypharmazie: Hier werden die physiologischen Grundlagen der veränderten Pharmakokinetik im Alter sowie die daraus resultierenden klinischen Risiken und unerwünschten Wirkungen erläutert.

4. Strategien zur Vermeidung von Polypharmazie: Das Kapitel stellt verschiedene Negativlisten wie die Beers- und PRISCUS-Liste sowie spezifische Screening-Instrumente zur Optimierung der Medikation vor.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer flächendeckenden Implementierung von Validierungsinstrumenten in der geriatrischen Praxis.

Schlüsselwörter

Multimorbidität, Polypharmazie, Demografischer Wandel, Altersmedizin, Potenziell Inadäquate Medikation, PIM, Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Beers Kriterien, PRISCUS Liste, Medication appropriateness index, Versorgungsrisiko, Geriatrie, Arzneimitteltherapie, Pharmakokinetik, Gesundheitsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den medizinischen und versorgungsrelevanten Herausforderungen, die sich aus der Kombination von Multimorbidität und einer umfangreichen Arzneimitteltherapie bei älteren Menschen ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition und epidemiologische Einordnung von Multimorbidität, die Risiken der Medikamenteneinnahme im Alter sowie praktische Strategien zur Medikationsoptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Multimorbidität und komplexe Medikationsregimes die Gesundheit älterer Menschen beeinflussen und welche Lösungsansätze existieren, um potenziell inadäquate Verordnungen zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien zu epidemiologischen Daten, Medikationssicherheit und klinischen Screening-Verfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Multimorbidität und Polypharmazie sowie die detaillierte Vorstellung von Negativlisten und Bewertungsinstrumenten wie dem Naranjo-Fragebogen oder der PüdA-Skala.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Multimorbidität, Polypharmazie, Potenziell Inadäquate Medikation (PIM), Geriatrie und Arzneimittelsicherheit charakterisiert.

Warum ist das Thema für die heutige Gesellschaft so relevant?

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der damit einhergehenden Zunahme chronischer Erkrankungen wächst die Herausforderung, die Arzneimitteltherapie so zu gestalten, dass sie bei hochaltrigen Menschen nicht mehr schadet als nützt.

Was unterscheidet die Beers-Kriterien von der PRISCUS-Liste?

Während die Beers-Kriterien ursprünglich für den US-amerikanischen Raum entwickelt wurden, zeichnet sich die PRISCUS-Liste durch die Berücksichtigung landestypischer Medikamente in Deutschland aus.

Welche Rolle spielt die pflegerische Überwachung der Arzneimittelwirkung?

Die pflegerische Überwachung ist entscheidend, da Pflegefachpersonen durch den täglichen Kontakt zu den Patienten unerwünschte Arzneimittelwirkungen häufig früher bemerken und dokumentieren können als Ärzte.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Multimorbidität und Polypharmazie im höheren Lebensalter
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Course
Gesundheit im Alter: Epidemiologische, sozialwissenschaftliche und verhaltenswissenschaftliche Grundlagen
Grade
2,0
Author
Sebastian Riebandt (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V210231
ISBN (eBook)
9783656384557
ISBN (Book)
9783656385585
Language
German
Tags
Evidence-based Nursing Gerontologie Polypharmazie Multimorbidität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Riebandt (Author), 2012, Multimorbidität und Polypharmazie im höheren Lebensalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210231
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint