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Das Bild des Tiberius in der Kaiserbiografie Suetons

Title: Das Bild des Tiberius in der Kaiserbiografie Suetons

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Henriette Schwarz (Author)

World History - Antiquity

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Summary Excerpt Details

Das negative Urteil, das Sueton und andere antike Autoren über den Princeps Tiberius fällten, prägte die Wahrnehmung seiner Persönlichkeit und Regierung bis in die heutige Zeit. Noch im 19. Jahrhundert herrschte eine überwiegend kritische Betrachtung des Kaisers in der Wissenschaft vor.
Obwohl das Tiberiusbild in der Forschung nach wie vor umstritten ist, brachten die vergangenen Jahrzehnte einen Wandel in der Diskussion über den Claudier. So erschien mit der Tiberius-Biografie des Historikers Ernst Kornemann im Jahr 1960 ein engagierter Versuch der Rehabilitation des verrufenen Herrschers. Auch diese einseitig positive Darstellung fand jedoch nicht von allen Seiten Zuspruch; die neuere Forschung ist um eine ausgewogenere Sichtweise bemüht.
Damit einher geht die kritische Betrachtung der Tiberius-Vita Suetons als Quelle für das Leben des Princeps. Insbesondere die Historizität der darin geschilderten Gegebenheiten wirft bis in die Gegenwart Fragen auf; auf Kritik stößt jedoch auch die Darstellungsweise des Schriftstellers, die zu inhaltlichen Lücken und Widersprüchen im Textverlauf führt.
Unzweifelhaft schuf Sueton mit seiner Biografie jedoch ein schon beim ersten Lesen zwar wenig schmeichelhaftes, aber nicht minder eindrucksvolles Bild des Kaisers Tiberius, das im Zentrum dieser Arbeit stehen soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Suetons Tiberius-Biografie

2.1) Allgemeines

2.2) Aufbau der Biografie

2.2.1) Die frühen Jahre

2.2.2.) Die ersten Jahre als Princeps

2.2.3) Die Zeit auf Capri

2.3) vitia

2.3.1) libidines

2.3.2) avaritia

2.3.3) dissimulatio

2.3.4) saevitia

2.4) Das Tiberiusbild bei Tacitus und Cassius Dio

3.) Problematiken der Herrschaft

3.1.) Nachfolge des Augustus

3.2) Kommunikation mit dem Senat

3.3) Anhänger der Republik?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Tiberiusbild in der Kaiserbiografie Suetons und analysiert, inwiefern die negative Darstellung des Kaisers durch literarische Topoi geprägt ist oder auf realen politischen Schwierigkeiten seiner Herrschaft basiert.

  • Analyse des formellen Aufbaus und der Charakterentwicklung in Suetons Tiberius-Vita.
  • Untersuchung zentraler negativer Vorwürfe (libidines, avaritia, dissimulatio, saevitia).
  • Vergleichende Betrachtung der Darstellung bei Tacitus und Cassius Dio.
  • Erforschung der politischen Hintergründe, insbesondere des Verhältnisses zum Senat und zu Augustus.

Auszug aus dem Buch

2.3.1) libidines

Den Vorwurf der sexuellen Ausschweifungen auf Capri behandelt Sueton in den Kapiteln 42 bis 44 relativ ausführlich und ins Detail gehend. So schildert der Autor beispielsweise, dass der Kaiser „Knaben im zartesten Alter, die er „Fischlein“ nannte, abgerichtet [habe], sie sollten sich beim Schwimmen zwischen seinen Schenkeln tummeln und ihn im Spiel mit Zunge und Biss sanft berühren.“32. Sueton räumt den Beschreibungen dieser „geheime[n] Lüste“33 zwar einen verhältnismäßig großen Platz in seiner Tiberius-Biografie ein, in der Wissenschaft ist man sich jedoch mittlerweile einig, dass diese Darstellungen ihre Historizität betreffend zu vernachlässigen sind.34

Vermutlich bot die lange Abwesenheit des Princeps aus Rom Raum für Spekulationen. Zudem lebte Tiberius geschieden und mag sich so der einen oder anderen Aktivität hingegeben haben, die der Öffentlichkeit nicht gefiel. Seine wachsende Unbeliebtheit verstärkte möglicherweise den kritischen Umgang mit ihm und seinem Handeln, dies bot den Nährboden für weitere Gerüchte. Auch denkbar ist es, dass sich Leute in der näheren Umgebung des Kaisers die Zeit auf Capri mit solcherlei Ausschweifungen vertrieben und dies ein schlechtes Licht auf Tiberius warf.35

Für die Geschichtswissenschaft sind diese Anekdoten trotz ihres offenbar geringen Wahrheitsgehalts von Bedeutung. Sie veranschaulichen die Formung eines literarischen Topos in Suetons Werk, das den Herrscher Tiberius nach und nach als Tyrannen entlarven soll.36

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in das negative Bild des Kaisers Tiberius in der antiken Literatur ein und skizziert den Wandel in der modernen Forschung.

2.) Suetons Tiberius-Biografie: Dieses Kapitel analysiert Suetons Aufbau der Vita, insbesondere die charakterliche Wende vom Positiven zum Negativen nach dem Rückzug auf die Insel Capri.

2.1) Allgemeines: Hier wird Suetons gattungstechnische Einordnung zwischen Biografie und Geschichtsschreibung und seine methodische Vorgehensweise erläutert.

2.2) Aufbau der Biografie: Dieser Abschnitt beschreibt die zweigeteilte Struktur der Vita, die von einer positiven Frühphase zu einer negativen Darstellung nach dem Weggang auf die Insel Capri führt.

2.2.1) Die frühen Jahre: Dieser Teil behandelt Kindheit und Jugend des Kaisers bis zur Übernahme des Principats, wobei Sueton hier noch ein überwiegend positives Bild zeichnet.

2.2.2.) Die ersten Jahre als Princeps: Hier wird der Beginn der Regierungszeit des Kaisers analysiert, in dem Sueton sowohl positive Eigenschaften als auch erste Anzeichen von Verstellung hervorhebt.

2.2.3) Die Zeit auf Capri: Dieser Abschnitt thematisiert den Wendepunkt im Leben des Tiberius und die systematische Offenbarung seiner Laster aus Suetons Perspektive.

2.3) vitia: In diesem Kapitel werden die zentralen Laster, die Sueton Tiberius zuschreibt, motivisch untersucht.

2.3.1) libidines: Die Analyse der Vorwürfe bezüglich sexueller Ausschweifungen auf Capri und deren Einordnung als literarischer Topos erfolgt hier.

2.3.2) avaritia: Dieses Unterkapitel beleuchtet den Vorwurf des Geizes, der im Kontrast zu Tiberius' anfänglicher Sparsamkeit steht.

2.3.3) dissimulatio: Hier wird die Rolle der Verstellung als zentrales Motiv der Heuchelei in Suetons Darstellung des Kaisers untersucht.

2.3.4) saevitia: Dieser Abschnitt analysiert den schwerwiegenden Vorwurf der Grausamkeit, insbesondere im Kontext der Majestätsprozesse.

2.4) Das Tiberiusbild bei Tacitus und Cassius Dio: Diese vergleichende Untersuchung zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der negativen Darstellung des Tiberius bei den drei antiken Autoren auf.

3.) Problematiken der Herrschaft: Dieses Kapitel analysiert politische Hintergründe, die das negative Bild von Tiberius' Regierung erklären können.

3.1.) Nachfolge des Augustus: Hier werden die schwierigen Rahmenbedingungen des Herrschaftsantritts unter dem Schatten des Augustus beleuchtet.

3.2) Kommunikation mit dem Senat: Dieser Abschnitt untersucht Tiberius' Versagen in der für das Principat essenziellen Kommunikation mit den Senatoren.

3.3) Anhänger der Republik?: Hier wird die Frage erörtert, ob Tiberius' familiärer Hintergrund und seine Haltung zu republikanischen Grundsätzen sein Handeln beeinflussten.

Schlüsselwörter

Tiberius, Sueton, Kaiserbiografie, Princeps, Augustus, Senat, Antike, Herrschaft, Majestätsprozesse, Tyrannentopos, Grausamkeit, Verstellung, Tacitus, Cassius Dio, Historizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild des Kaisers Tiberius in der Biografie des Sueton und analysiert, wie antike Autoren den Herrscher charakterisierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur der Biografie, den typischen Vorwürfen wie Grausamkeit und Heuchelei sowie den politischen Problemen des Tiberius-Principats.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die negative Darstellung des Kaisers durch Sueton zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit diese auf historischer Realität oder literarischer Tradition basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine quellenkritische Analyse der Sueton-Vita im Vergleich mit anderen antiken Autoren wie Tacitus und Cassius Dio unter Berücksichtigung moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Suetons Struktur, die Analyse der zentralen Charakter-Vorwürfe (vitia) und eine Erörterung der politischen Spannungsfelder zwischen Kaiser und Senat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Tiberius, Sueton, Kaiserbiografie, Princeps, Tyrannentopos, Majestätsprozesse und Herrschaftskommunikation sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielt der Rückzug nach Capri bei Sueton?

Sueton stilisierte den Aufenthalt auf Capri zum zentralen Wendepunkt, ab dem Tiberius seine angeblich verborgenen Laster offen zur Schau stellte.

Warum wird Tiberius in der Forschung oft als "heuchlerisch" bezeichnet?

Die Bezeichnung resultiert aus Suetons Vorwurf der dissimulatio, wobei Tiberius einerseits republikanische Ideale zu wahren suchte, andererseits aber in einem autokratischen System regierte.

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Details

Title
Das Bild des Tiberius in der Kaiserbiografie Suetons
College
Humboldt-University of Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Henriette Schwarz (Author)
Publication Year
2012
Pages
26
Catalog Number
V209838
ISBN (eBook)
9783656376064
ISBN (Book)
9783656376163
Language
German
Tags
Tiberius Kaiser Kaiserzeit Rom Sueton
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henriette Schwarz (Author), 2012, Das Bild des Tiberius in der Kaiserbiografie Suetons, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209838
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