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Die Darstellung des Schauers und des Wiedergängermotivs in der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff

Titel: Die Darstellung des Schauers und des Wiedergängermotivs in der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff

Bachelorarbeit , 2013 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katja Strauß (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Forschung findet die Ballade „Der Graue“ kaum Beachtung,
trotzdem stellt sie den Höhepunkt der drostschen totenmagischen
Balladen dar. „Der Graue“, deren Entstehung in das Jahr 1840 fällt, soll
mit dieser Arbeit mehr ins Zentrum der literarischen Untersuchungen der
drostschen Balladen gerückt werden.
Die Ballade wurde erstmals in dem Buch „Das malerische und
romantische Westphalen“, 1841 veröffentlicht. Das Jahrhundert der
Entstehung und Veröffentlichung der Ballade ist geprägt von gewaltigen
Veränderungen. Begonnen haben sie mit der Französischen Revolution.
Aus dem rasanten industriellen Fortschritt, der Forschung und Entwicklung
entstehen Zukunfts- und Verlustängste. Die Bibel kann nun nicht mehr als
allgemeingültige Interpretation der Welt gelten, weil sie der Forschung
entgegensteht. Das Individuum ist von der Kirche entlassen worden und
sieht sich nunmehr einer sozialen Isolation ausgesetzt. Durch die neue
Auseinandersetzung mit der Welt und der veränderten Weltanschauung
stellen sich Fragen nach den Folgen und der moralischen Bewertung,
was den Nährboden für schaurige Erzählungen, Gedichte, Romane und
Balladen bietet.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung

II.) Eine formale Analyse der Ballade „Der Graue“

III.) Eine stilistische Analyse der Ballade „Der Graue“

IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“

V.) Die Betrachtung der Vokale

VI.) Die Betrachtung des Erzählers

VII.) Die Dramaturgie der Ballade

VIII.) Das Wiedergängermotiv

IX.) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Arbeit analysiert die Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff mit dem Ziel, die Darstellung des Schauers und die spezifische Funktion des Wiedergängermotivs innerhalb des Werkes umfassend zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, durch welche formalen, stilistischen, sprachlichen und dramaturgischen Mittel die Autorin ein Schauergefühl beim Rezipienten evoziert und wie das Motiv des Wiedergängers in den Kontext der Zeit sowie die Interpretation der Ballade eingebettet ist.

  • Analyse formaler, stilistischer und sprachlicher Mittel zur Schauererzeugung
  • Untersuchung der psychologischen und dramaturgischen Rolle des Erzählers
  • Interpretation des Wiedergängermotivs im historischen und literarischen Kontext
  • Deutung der Farbsymbolik (Grau vs. Rot) und Vokalverteilung
  • Untersuchung der Ballade als Reflexion über Industrialisierung und Verdrängung der Vergangenheit

Auszug aus dem Buch

IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“

Bevor das Wiedergängermotiv in die Ballade eingeführt wird, nutzt Annette von Droste-Hülshoff verschiedene sprachliche Mittel, um den Schauer und die Angst beim Leser zu provozieren, damit dann der Fokus auf das Auftreten des Wiedergängers gelegt werden kann.

Widersprüche und Spannungen werden auch durch die Wahl der Worte und deren Zugehörigkeit zu bestimmten Wortfeldern erzeugt.

Annette von Droste-Hülshoff bedient sich verschiedener Wortfelder, die Substantive aus den Bereichen Burg, Natur, Industrie, Mensch, Unbewusstheit und Kriegsmittel enthalten. Für das Wortfeld Burg finden sich unter anderem die Beispiele: Burg, Stein, Turm, Ziegeldach, Wappenschild, Bette, Zimmer, Kamin.

Beispiele für das Wortfeld Natur sind unter anderem: Walde, Teiche, Sturm, Land, Luft.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Dieses Kapitel verortet „Der Graue“ als Höhepunkt der drostschen totenmagischen Balladen und erläutert den methodischen Ansatz der Analyse vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Wandels.

II.) Eine formale Analyse der Ballade „Der Graue“: Hier wird der Aufbau der Ballade als vierhebiger Jambus untersucht und aufgezeigt, wie durch die Verwendung unterschiedlicher Reimarten die vermeintlich starre Struktur aufgebrochen wird.

III.) Eine stilistische Analyse der Ballade „Der Graue“: Der Fokus liegt auf der Nutzung von Enjambements und wortbildenden Onomatopoetika, die zur Erzeugung von Unruhe und emotionaler Anspannung beitragen.

IV.) Eine sprachliche Analyse der Ballade „Der Graue“: Es wird die Verwendung spezifischer Wortfelder sowie die Wirkung von Diminutiva und des vorgestellten Genitivs analysiert, um zu verdeutlichen, wie die Wahrnehmung des Rezipienten relativiert wird.

V.) Die Betrachtung der Vokale: Dieses Kapitel weist durch eine detaillierte Verteilung der Vokale nach, dass die bewusste Wahl von hellen und dunklen Vokalen maßgeblich zur schaurigen Stimmung des Textes beiträgt.

VI.) Die Betrachtung des Erzählers: Die Analyse der wechselnden Erzählperspektiven verdeutlicht, wie durch eine bewusste Verunsicherung des Lesers ein Schwebezustand zwischen Realität und Traum erzeugt wird.

VII.) Die Dramaturgie der Ballade: Hier wird eine spezifische Dramenkonstruktion entworfen, um zu zeigen, dass die Ballade primär auf die Steigerung des Schauererlebnisses ausgerichtet ist.

VIII.) Das Wiedergängermotiv: Dieses Kapitel beleuchtet die historische und religiöse Herkunft des Wiedergängers und dessen Funktion als Bindeglied sowie Sinnbild menschlicher Ängste innerhalb der Ballade.

IX.) Zusammenfassung: Abschließend werden die Interpretationsansätze – etwa die Kritik an der Industrialisierung oder die Verdrängung der Vergangenheit – zusammengeführt und der Stellenwert der Ballade reflektiert.

Schlüsselwörter

Annette von Droste-Hülshoff, Der Graue, Schauerliteratur, Wiedergängermotiv, Ballade, Sprachanalyse, Vokalverteilung, Erzählperspektive, Dramaturgie, Industrialisierung, Romantik, Angst, Interpretation, Literaturwissenschaft, Epik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff mit besonderem Fokus auf die Mittel der Schauererzeugung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die formale Struktur, die sprachliche Gestaltung, die Rolle des Erzählers, die dramaturgische Konzeption sowie die Interpretation des Wiedergängermotivs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, mit welchen spezifischen literarischen Mitteln die Autorin ein Schauergefühl beim Leser provoziert und welche symbolische Bedeutung der Wiedergänger im Text einnimmt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine formale Analyse, eine wortfeldorientierte Untersuchung, eine statistische Betrachtung der Vokalverteilung sowie eine dramaturgische Strukturanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen von Reimschemata, Lautmalerei, Wortfeldern, Erzählperspektiven und eine Untersuchung der balladesken Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Droste-Hülshoff, Schauerliteratur, Wiedergängermotiv, Sprachanalyse und Balladentheorie charakterisieren.

Warum ist die Analyse der Vokale für die Arbeit wichtig?

Die Vokalanalyse ist zentral, da sie belegt, dass die Autorin durch die bewusste Setzung von hellen und dunklen Vokalen die emotionale Wirkung der Ballade gezielt steuert.

Welche Rolle spielt der Wiedergänger in der Ballade?

Der Wiedergänger dient als Bindeglied zwischen Autorin und Rezipient und fungiert als Sinnbild menschlicher Ängste, das sich rationalen Erklärungen entzieht.

Wie deutet die Autorin den Titel „Der Graue“?

Der Titel wird als vielschichtige Verschmelzung interpretiert, die gleichermaßen das Wetter, den Wiedergänger, den Ort oder einen Gemütszustand bezeichnen kann.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Schauers und des Wiedergängermotivs in der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Katja Strauß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
33
Katalognummer
V209727
ISBN (eBook)
9783656376514
ISBN (Buch)
9783656377177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
annette von droste-hülshoff wiedergängermotiv der graue ballade
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katja Strauß (Autor:in), 2013, Die Darstellung des Schauers und des Wiedergängermotivs in der Ballade „Der Graue“ von Annette von Droste-Hülshoff, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209727
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Leseprobe aus  33  Seiten
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