Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Selbstverletzendes Verhalten im Kontext weiblicher Adoleszenz

Titel: Selbstverletzendes Verhalten im Kontext weiblicher Adoleszenz

Hausarbeit , 2012 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marie-C. Most (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In einigen Kulturkreisen gilt selbstverletzendes Verhalten ( kurz:SVV) beispielsweise als Ausdruck von Trauer, als Mutprobe oder Zeichen der Ekstase.In Deutschland jedoch wurden psychische Krankheiten wie Depression und Schizophrenie in den psychiatrischen Kliniken statistisch längst von Patientinnen , die sich selbst verletzen, abgelöst. Häufig sieht man junge Menschen mit vernarbten oder verkratzen Unterarmen. Bei den Betroffenen handelt es sich meist um Jugendliche zwischen dem 13. und 18. Lebensjahr und zu ca. ¾ ( Angaben dazu variieren) um Frauen bzw. adoleszente Mädchen. Diese besonders erschreckend hohe Zahl der weiblichen Betroffenen hat mich dazu bewegt in meiner Hausarbeit nicht nur auf selbstverletzendes Verhalten im Allgemeinen einzugehen. Auch die Adoleszenz der jungen Frau und die weibliche Körperlichkeit , sowie ihre Empfindungen und Ängste sind ebenfalls Themen, mit denen ich mich beschäftigt habe und welche zum Schwerpunkt meiner Arbeit geworden sind. Das die Wunden der Betroffenen oft noch viel tiefer sitzen, als die Narben zeigen, kann man nur mutmaßen.Da dieses Thema auch für uns als zukünftige Sozialarbeiter von Relevanz ist,werde ich in meiner Hausarbeit auf die Ätiologie und die interpersonellen Gründe für selbstverletzendes Verhalten eingehen. Dies scheint mir wichtig um Zusammenhänge zu verstehen und beispielsweise bei beratenden Tätigkeiten die richtigen Ansätze zu finden.Die Gründe für SVV haben ihren Ursprung meist in der Kindheit oder Adoleszenz und sind oft verursacht durch unterschiedliche Traumata.Ein Abschnitt meiner Hausarbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen von selbstverletzendem Verhalten.Es ist nicht immer nur das allgemein bekannte „sich Ritzen“ was der Kategorie von SVV zugeordnet wird. Einige Formen wie Essstörungen mögen äußerlich weniger sichtbar sein, aber dennoch sitzen die Wunden nicht weniger tief. Menschen die sich selbst verletzen erleben während dieses Akts positive, euphorische Gefühle. Für Betroffene ist der Körper allerdings oftmals nicht zugehörig zu dem übrigen Menschen. Traumata und Missbrauch verleihen den Betroffenen häufig die Fähigkeit den eigenen Körper vom Selbst abzuspalten. Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit SVV spielt die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Diese weißt eine ungemein hohe Prävalenz an selbstverletzendem Verhalten auf. Dennoch ist die Diagnosevergabe von Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter umstritten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Selbstverletzendes Verhalten: Begriff und Definition

2.1. Der eigene Körper als Objekt

3. Ätiologie selbstverletzenden Verhaltens

3.1. Das Trauma

4. Erscheinungsformen selbstverletzenden Verhaltens

4.1. Artefaktbegriff: Das Münchhausen- und Münchhausen- by proxy- Syndrom

4.2. Essstörungen: Anorexia nervosa und Bulimia nervosa

4.3. Selbstverletzendes Verhalten und Komorbidität

4.4. Die Borderline- Persönlichkeitsstörung

4.4.1. Zur Abgrenzung der BPS von schweren Adoleszenzkrisen

5. Differenzierungen: Jugend, Pubertät und Adoleszenz

6. Weibliche Körperlichkeit

6.1. Frauen und selbstverletzendes Verhalten

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die Ursachen, Erscheinungsformen und psychodynamischen Hintergründe von selbstverletzendem Verhalten (SVV) bei weiblichen Jugendlichen, um ein tieferes Verständnis für diese Problematik in der sozialen Arbeit zu entwickeln.

  • Phänomenologie und Begriffsdefinition von selbstverletzendem Verhalten
  • Ätiologische Faktoren wie Traumata und deren Einfluss auf die Körperwahrnehmung
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Erscheinungsformen und Komorbiditäten (z.B. BPS, Essstörungen)
  • Die spezifische Bedeutung der weiblichen Adoleszenz und Körperentwicklung für die Entstehung von SVV

Auszug aus dem Buch

2.1. Der eigene Körper als Objekt

Der eigene Körper ist für uns ein stiller, unaufdringlicher Begleiter, den man bei sportlichen Aktivitäten, der Körperpflege oder bei Übungen wie z.B. Yoga oder autogenem Training in angenehmer Weise auch seelisch spürt. Er ist für uns aber immer ein Teil unseres Ganzen und wird nicht gesondert betrachtet. Erst wenn zum Beispiel Schmerz auftritt, oder unsere Haut beginnt zu jucken, macht er sich als etwas Unangenehmes bemerkbar und scheint nicht mehr diese selbstverständliche Zugehörigkeit zu uns zu haben. Traumatisierte Menschen, sind in der Lage ihren Körper von sich abzuspalten und dadurch wie ein Gegenüber oder äußeres Objekt wahrzunehmen und auch dementsprechend zu agieren. Viele Betroffene schilderten während der Selbstverletzung „neben sich gestanden zu haben“ oder den „Körper verlassen zu haben“ (Zitat:Hirsch 2000,S.7.).

Ein Beispiel für das Betrachten des Körpers als Objekt möchte ich anhand der Essstörungen verdeutlichen. Bulimische Anfälle sind meist ausgelöst durch Einsamkeit und Trennungen. Auch das Gefühl von nahestehenden Menschen, häufig auch den Eltern, „bevormundet, bedrängt und behindert“ (Zitat:Hirsch 2000,S. 221) zu werden, können Auslöser sein. Der bulimische Mensch wechselt zwischen äußerem Objekt und Körper, bzw. der Nahrung als Objekt. „Die äußere Nahrung verwandelt sich in ein fremdes Objekt im inneren Selbst“ (Boris, 1984, zit. nach Hirsch 2000, S. 221). Die Bedrohung durch ein äußeres Objekt wird nach dem Fressanfall also von der Gefahr abgelöst, die von dem durch die einverleibte Nahrung veränderten Körper ausgeht. Die Anorexie im Gegensatz zur Bulimie ist eine Reaktion auf ein traumatisches Ereignis oder ein Gefühl von Angst, Leere und Spannung, welche konstant durchgehalten wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation und der Relevanz des Themas selbstverletzendes Verhalten bei weiblichen Jugendlichen für die soziale Arbeit.

2. Selbstverletzendes Verhalten: Begriff und Definition: Definition von SVV als Ventil für inneren Druck und als eine Form der Autoaggression.

2.1. Der eigene Körper als Objekt: Theoretische Auseinandersetzung mit der psychischen Abspaltung des eigenen Körpers, insbesondere bei Essstörungen.

3. Ätiologie selbstverletzenden Verhaltens: Analyse der Ursachen, wobei Missbrauchserfahrungen und der Umgang mit unkontrollierbaren Affekten eine zentrale Rolle spielen.

3.1. Das Trauma: Erläuterung des Zusammenhangs zwischen traumatischen Ereignissen (sexueller Missbrauch) und der späteren Neigung zur Dissoziation.

4. Erscheinungsformen selbstverletzenden Verhaltens: Überblick über verschiedene Ausprägungen von SVV, vom Ritzen bis zu versteckten Formen.

4.1. Artefaktbegriff: Das Münchhausen- und Münchhausen- by proxy- Syndrom: Untersuchung dieser speziellen Krankheitsbilder, bei denen Symptome täuschend echt simuliert oder manipuliert werden.

4.2. Essstörungen: Anorexia nervosa und Bulimia nervosa: Beschreibung von Essstörungen als Form der Selbstverletzung im Zusammenhang mit gestörter Wahrnehmung von Nahrung und Körper.

4.3. Selbstverletzendes Verhalten und Komorbidität: Betrachtung häufig auftretender Begleiterkrankungen wie Suchtproblematiken oder Phobien.

4.4. Die Borderline- Persönlichkeitsstörung: Diskussion der Borderline-Diagnose und deren enger, aber nicht notwendiger Verknüpfung mit SVV.

4.4.1. Zur Abgrenzung der BPS von schweren Adoleszenzkrisen: Problematisierung der Diagnosestellung bei Jugendlichen aufgrund der zeitweisen Instabilität in dieser Entwicklungsphase.

5. Differenzierungen: Jugend, Pubertät und Adoleszenz: Terminologische Abgrenzung der Begriffe zur präzisen wissenschaftlichen Einordnung.

6. Weibliche Körperlichkeit: Analyse des Einflusses der körperlichen Veränderung während der Adoleszenz auf das Selbstbild junger Frauen.

6.1. Frauen und selbstverletzendes Verhalten: Statistische Betrachtung der Geschlechterverteilung und der spezifischen sozialen Anforderungen an weibliche Jugendliche.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflektion der Erkenntnisse und der Bedeutung für die zukünftige berufliche Praxis in der sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Selbstverletzendes Verhalten, SVV, Adoleszenz, Weiblichkeit, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Trauma, Essstörungen, Dissoziation, Psychodynamik, Körperbild, Autoaggression, soziale Arbeit, Identitätsfindung, Pubertät, Missbrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von selbstverletzendem Verhalten bei Mädchen und jungen Frauen im Kontext der Adoleszenz, wobei sowohl Ursachen als auch Erscheinungsformen untersucht werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von SVV, den Einfluss von Traumata, die Bedeutung der körperlichen Entwicklung, die Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie die Abgrenzung zu anderen Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Hintergründe von Selbstverletzung zu entwickeln, um in der sozialen Arbeit kompetenter und einfühlsamer mit Betroffenen umgehen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Publikationen zur Psychodynamik und Psychologie der Adoleszenz.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Ätiologie (Trauma), verschiedene Erscheinungsformen (Münchhausen-Syndrom, Essstörungen, BPS) und die besondere Relevanz der weiblichen Körperlichkeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Adoleszenz, SVV, Trauma, Psychodynamik, Borderline und weibliche Identität charakterisieren.

Wie grenzt die Autorin Adoleszenzkrisen von der Borderline-Persönlichkeitsstörung ab?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine vorschnelle Diagnose der BPS bei Jugendlichen problematisch ist, da die für die Adoleszenz typischen Identitätskrisen oft ähnliche Symptome hervorrufen können.

Warum wird die Rolle der Eltern im Fazit besonders hervorgehoben?

Die Autorin betont, dass eine offene Kommunikation und ein sensibler Umgang der Eltern mit den körperlichen Veränderungen ihrer Kinder helfen können, den Leidensdruck zu mindern und somit SVV präventiv entgegenzuwirken.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbstverletzendes Verhalten im Kontext weiblicher Adoleszenz
Hochschule
Universität Kassel  (Humanwissenschaften)
Note
1,7
Autor
Marie-C. Most (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V209715
ISBN (eBook)
9783656374251
ISBN (Buch)
9783656375029
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Borderline SVV Adoleszens Adoleszenz Selbstverletzendes Verhalten Trauma Traumata weibliche Adoleszenz Ritzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie-C. Most (Autor:in), 2012, Selbstverletzendes Verhalten im Kontext weiblicher Adoleszenz , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/209715
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum
  • Vertrag widerrufen