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Das Verhältnis zwischen Pfarrei und Kirchgemeinde in der Schweiz aus konzilstheologischer Sicht

Title: Das Verhältnis zwischen Pfarrei und Kirchgemeinde in der Schweiz aus konzilstheologischer Sicht

Seminar Paper , 2013 , 42 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Dr.iur. Andrea G. Röllin (Author)

Law - Public Law / Constitutional Law / Basic Rights

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Summary Excerpt Details

Die Schweizer Kirchgemeinden sind einer in der Schweiz verbreiteten Ansicht zufolge Teil der ortskirchlichen Umsetzung der Volk-Gottes-Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils. Zudem verstehen viele Schweizer Katholiken die Pfarrgemeinde als eigentliche ‚Ortskirche‘, wo die Kirche an der ‚Basis‘ lebt und sich von dorther aufbaut. Die demokratische Mitgestaltung des Pfarreilebens mittels der Kirchgemeinde wird als theologisch legitime Ausübung des vom Konzil betonten Priestertums aller Gläubigen begriffen. Doch gibt es aus Sicht des 2. Vatikanischen Konzils eine theologische Dimension der Kirchgemeinde? Ist die Kirchgemeinde Teil der Kirche wie die Pfarrei? Welche Stellung kommt der Pfarrei in der Kirche zu? Wie unterscheiden sich Pfarrei und Kirchgemeinde aus konzilstheologischer Sicht? Um diese und weitere derartige Fragen beantworten zu können, ist eine Auseinandersetzung mit den konzilstheologischen Grundlagen der Pfarrei und den allenfalls vorhandenen der Kirchgemeinde erforderlich. Die vorliegende Seminararbeit setzt sich deshalb mit der Frage, ob die Pfarrgemeinde eine örtliche Kirche ist, der kirchlichen Stellung der Kirchgemeinde, der ekklesiologisch begründeten Zuordnung der Kirchgemeinde zur Pfarrei, den definitorischen Spannungsverhältnissen und strukturell bedingten Spannungsfeldern sowie dem Auseinanderdriften des Pfarrei- und Kirchgemeindeselbstverständnisses auseinander und wagt abschliessend einen Ausblick.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pfarrgemeinde als Pfarreikirche?

2.1 Ekklesiologische Stellung der Pfarrei

2.2 In der Welt verfasste Pfarrgemeinde als Volk Gottes und Leib Christi in synodaler Gestalt

3. Kirchliche Stellung der Kirchgemeinde

4. Ekklesiologisch begründete Zuordnung der Kirchgemeinde zur Pfarrei

5. Definitorische Spannungsverhältnisse

5.1 Zweierlei Mitgliedschaft

5.2 Kirchgemeindliche Ausgrenzung von Pfarreimitgliedern

5.3 Zweierlei Ende der Mitgliedschaft

5.4 Nichtidentische territoriale Abgrenzung

5.5 Nichtidentischer Wohnsitzbegriff

5.6 Divergierender Errichtungs-,Veränderungs- und Aufhebungsgrund

6. Strukturbedingte Spannungsfelder

6.1 Mitverantwortung der Gläubigen an der Pfarreiseelsorge via Kirchgemeinde?

6.2 Demokratisches Selbstverständnis der Kirchgemeinde und Kirchgemeindeautonomie

a) Kirchgemeinde als demokratische Ergänzung der hierarchisch verfassten Pfarrei

b) Folgt aus der Kirchgemeindeautonomie kongregationalistische Pfarreiautonomie?

6.3 Kirchgemeindliche Bestellung und Abberufung der Pfarreiseelsorger

a) Bestellung

b) Abberufung

6.4 Gemeindeseelsorge im Spannungsfeld

6.5 Einschränkung der bischöflichen Entscheidungsfreiheit

7. Auseinanderdriften des Selbstverständnisses von Pfarrei und Kirchgemeinde

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Pfarrei, als kirchlich-kanonischer Einheit, und der Kirchgemeinde, als staatskirchenrechtlich organisierte Körperschaft in der Schweiz, vor dem Hintergrund der konzilstheologischen Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ziel ist es, die strukturellen und definititorischen Spannungsfelder zwischen diesen beiden Organisationsebenen aufzuzeigen und Lösungsansätze für eine bessere ekklesiologische Harmonisierung zu identifizieren.

  • Ekklesiologische Analyse des Pfarreibegriffs und der Rolle der Kirchgemeinde
  • Untersuchung der Spannungsverhältnisse bei Mitgliedschaft, territorialer Abgrenzung und Errichtungsgründen
  • Herausarbeitung der strukturbedingten Konfliktfelder in der Seelsorge und Verwaltung
  • Reflexion des demokratischen Selbstverständnisses der Kirchgemeinde gegenüber der hierarchisch verfassten Pfarrei
  • Diskussion über die Autonomiebestrebungen und die bischöfliche Leitungsbefugnis

Auszug aus dem Buch

6. Strukturbedingte Spannungsfelder

Das Vaticanum II wünschte, dass die Laien und die Priester in der Pfarrei – in allem, also insbesondere der Pfarreiseelsorge – aufs engste zusammenarbeiten und empfahl hierfür die Schaffung von beratenden Gremien. Die Pfarrei hat gemäss dem CIC/83 zwar eine körperschaftliche Struktur, doch die Gläubigen sind in sie ohne eigene Entscheidungsmacht integriert. Diese obliegt entsprechend dem ekklesiologischen Pfarreikonzept des Vaticanum II allein dem Pfarrer. Allein schon daher ist es den Kirchgemeinden, die sich als demokratische Selbstverwaltungskörperschaften verstehen, nicht möglich, sich institutionell mit der kanonischen Pfarrei zu decken. Trotzdem läge es nahe, die vom Vaticanum II den Laien eingeräumte Mitsprache und Mitverantwortung im Rahmen der Kirchgemeinde, verstanden als Körperschaft der Angehörigen der betreffenden Pfarrei(en), zu verwirklichen.

Wie also ist und wäre dies im Bereich der Pfarreiseelsorge möglich?

Während dem pfarreilichen Vermögensverwaltungsrat, der ein synodales Organ ist und in der Deutschschweiz der Kirchgemeinde (Kirchgemeinderat) zugeordnet wird, keine Seelsorgeaufgaben obliegen, sollen Gläubige im pfarreilichen Pastoralrat (consilium pastorale), dem der Pfarrer vorsteht, zusammen mit denen, die kraft ihres Amtes an der pfarreilichen Seelsorge Anteil haben, zur Förderung der Seelsorgetätigkeit mithelfen. Dieser von der synodalen Struktur der Kirche geforderte pfarreiliche Pastoralrat repräsentiert die Gläubigen und kann wie ein Parlament arbeiten, hat aber dem Pfarrer gegenüber nur beratendes Stimmrecht. Laut von Felten wurden die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil zuerst in der Schweiz theologisch geforderten, daraufhin entsprechend errichteten Pfarreiräte vom Vaticanum II bestätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik, dass Kirchgemeinden oft als Basis-Kirche verstanden werden, was im Konflikt mit der kirchenrechtlichen Einordnung der Pfarrei steht, und führt in die zentralen Forschungsfragen ein.

2. Pfarrgemeinde als Pfarreikirche?: Dieses Kapitel beleuchtet die ekklesiologische Stellung der Pfarrei als unterste Organisationsstruktur der Kirche und ihre Einbindung in das Gottesvolk-Konzept des Zweiten Vatikanischen Konzils.

3. Kirchliche Stellung der Kirchgemeinde: Das Kapitel arbeitet heraus, dass Kirchgemeinden staatskirchenrechtliche Gebilde sind, die weder als Ortskirche noch als Bestandteil der ekklesiologisch-kanonischen Kirchenverfassung vorgesehen sind.

4. Ekklesiologisch begründete Zuordnung der Kirchgemeinde zur Pfarrei: Hier wird das notwendige Subordinationsverhältnis erläutert, in dem die Kirchgemeinde als subsidiäre Beitragsgemeinschaft für die materiellen Bedürfnisse der Pfarrei zu sorgen hat.

5. Definitorische Spannungsverhältnisse: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanzen in der Mitgliedschaft, bei der territorialen Abgrenzung sowie bei den Errichtungs- und Auflösungsgründen beider Organisationen.

6. Strukturbedingte Spannungsfelder: Hier werden die Mitverantwortung der Laien, das demokratische Selbstverständnis, die Bestellung von Seelsorgern und die bischöfliche Entscheidungsfreiheit als kritische Punkte im aktuellen dualen System diskutiert.

7. Auseinanderdriften des Selbstverständnisses von Pfarrei und Kirchgemeinde: Die Untersuchung zeigt die theoretische Unvereinbarkeit der demokratischen Kirchgemeinde-Autonomie mit der konziliaren Ekklesiologie auf und fordert eine strukturelle Entflechtung.

8. Ausblick: Der Ausblick formuliert die Notwendigkeit einer Anpassung sowohl des Staatskirchenrechts als auch des kirchlichen Rechts, um eine bessere Zuordnung der Kirchgemeinden zu den Pfarreien im Sinne des Konzils zu erreichen.

Schlüsselwörter

Pfarrei, Kirchgemeinde, Zweites Vatikanisches Konzil, Staatskirchenrecht, Kirchenrecht, CIC/83, Seelsorge, Ekklesiologie, Demokratie, Partikularrecht, Gemeindeautonomie, Kirchensteuer, Priestertum aller Gläubigen, Bischof, Kirchgemeinderat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen der kanonisch verfassten Pfarrei und der staatskirchenrechtlich organisierten Kirchgemeinde im schweizerischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ekklesiologische Einordnung der beiden Strukturen, das demokratische Selbstverständnis der Kirchgemeinden, die Finanzierungsmodelle und die daraus resultierenden Mitspracherechte bei der Seelsorge.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie die Kirchgemeinde ekklesiologisch und kanonisch zur Pfarrei zugeordnet werden kann, insbesondere im Hinblick auf die konzilstheologischen Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und theologische Analyse, basierend auf kirchenrechtlichen Dokumenten (CIC/83), Konzilstexten, Fachliteratur und staatskirchenrechtlichen Grundlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die strukturellen und definitorischen Unterschiede, das Problem der Mitgliedschaft, die demokratischen Spannungsfelder in der Seelsorge und die Einschränkung der bischöflichen Leitungsgewalt durch die materielle Abhängigkeit von Kirchgemeinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pfarrei, Kirchgemeinde, Ekklesiologie, Staatskirchenrecht und das Zweite Vatikanische Konzil charakterisieren.

Ist die Kirchgemeinde aus theologischer Sicht eine Pfarrei?

Nein, die Kirchgemeinde ist ein staatskirchenrechtliches Gebilde. Sie ist keine Ortskirche und nicht Bestandteil der ekklesiologisch-kanonischen Kirchenverfassung.

Welche Rolle spielt die Kirchensteuer für das Verhältnis der beiden Organisationen?

Die Kirchensteuer begründet eine starke finanzielle Machtposition der Kirchgemeinden, die faktisch Einfluss auf pastorale Entscheidungen nehmen können, was das Subordinationsverhältnis zur Pfarrei in der Praxis oft verzerrt.

Wie könnte das Nebeneinander von Pfarrei- und Kirchgemeinderäten gelöst werden?

Die Arbeit schlägt vor, die Pfarreiräte beispielsweise als Fachausschuss für pastorale Fragen in die Kirchgemeindestruktur zu integrieren, sofern dies die Repräsentation der Pfarrei gewährleistet und eine klare Trennung der Kompetenzen erfolgt.

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Details

Title
Das Verhältnis zwischen Pfarrei und Kirchgemeinde in der Schweiz aus konzilstheologischer Sicht
College
University of Luzern
Grade
sehr gut
Author
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Author)
Publication Year
2013
Pages
42
Catalog Number
V208892
ISBN (eBook)
9783656362692
ISBN (Book)
9783656363101
Language
German
Tags
Pfarrei Kirchgemeinde Zweites Vatikanisches Konzil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Author), 2013, Das Verhältnis zwischen Pfarrei und Kirchgemeinde in der Schweiz aus konzilstheologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208892
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