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Wie spielen Onlinepokerspieler_innen Theater?

Title: Wie spielen Onlinepokerspieler_innen Theater?

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Leckel (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations

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Seit etlichen Jahren gibt es in Deutschland einen regelrechten Poker-Boom mit z.T. großer medialer Aufmerksamkeit. Poker wird inzwischen von mehrere kleinere Fernsehsender live übertragen und mit Pro7 nahm auch ein großer Sender den Trend auf. Im Gegensatz zu der 2011 ausgestrahlte Casting-Show „das PokerStars.de Ass“, welche nur mäßige Einschaltquoten erreichte, ist das Format „TV Total PokerStars.de Nacht“ von und mit Stefan Raab sehr erfolgreich. Schätzungen über die Anzahl meist männlichen Deutscher Pokerspieler_innen schwanken zwischen einer (Schätzung des Deutschen Poker Bund) und zwei Millionen Menschen (Schätzung der German Poker Players Association, vgl. Hayer/Meyer 2008, S. 154). So verwundert es nicht, das es in Deutschland einen umfangreichen Markt an Pokerratgebern, Pokermagazinen und Videospielen gibt. Im Internetzeitalter ist Pokern nicht auf das „real life“ beschränkt, sondern auch das Onlinepoker erlebt seit Jahren ein gesteigertes Interesse. Poker ist jedoch ein Spiel, bei dem nicht ausschließlich die besseren Karten entscheiden, sondern auch die Möglichkeit eröffnet, durch Bluffen auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Deshalb ist es für Pokerspieler_innen wichtig, das Verhalten seines_r Gegenspieler_innen zu beobachten und daraus Rückschlüsse auf die Bewertung seiner Karten zu ziehen. Während Erwin Goffman in „Wir alle spiele Theater“ an verblüffenden Beispielen erst das „Theater des Alltags“ aufzeigen muss, so ist es beim face to face Poker offensichtlich, dass die Spieler_innen ihren Gegner_innen versuchen zu täuschen, ihnen etwas vorspielen. Beim Onlinepoker ist es in der Regel nicht möglich die Körpersprache der Mitspieler_innen zu erfassen. Ziel der qualitaiven Forschungsarbeit, welche im Rahmen eines Forschungspraktikums entstand, ist es zu untersuchen ob und wenn wie Onlinepokerspieler_innen Theater spielen und wie sie diese zu erkennen versuchen. Es soll Theorieskizze über die Formen des Imressionmanagemts bei Onlinepokerspieler_innen entstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Phanomen Poker

2.1 Vom Goldgräberspiel zum Poker-Boom

2.2 Online-Poker

2.3. Viel (Sucht)-Forschung, aber wenig zu Imressionmanagement

2.4 Imressionmanagement beim Poker

3. Theorie und Methodik

3.1 „Wir alle spielen nur Theater“

3.2 Methode

3.3 Datenerhebung

3.4. Datenauswertung

4. Wie Onlinepokerspieler_innen Theater spielen

4.1 Fassade

4.2 Vorder- und Hinterbühne

5. Fazit: Auch Onlinepokerspieler_innen spielen Theater

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage der qualitativen Sozialforschung, ob und wie Onlinepokerspieler_innen im virtuellen Raum „Theater“ spielen. Ziel ist es, in Anlehnung an die Theorie von Erving Goffman eine Theorieskizze über die Formen des Impression Managements bei Online-Pokerspieler_innen zu entwickeln.

  • Analyse der Selbstdarstellung durch Avatare und Pseudonyme
  • Untersuchung von Impression Management unter den Bedingungen digitaler Anonymität
  • Vergleich von Vorderbühne (Spielplattform/Chat) und Hinterbühne (Austausch/Analyse)
  • Die Rolle der Körpersprache im Vergleich zum Face-to-Face-Poker
  • Einfluss von statistischen Tools und zwischenmenschlicher Kommunikation

Auszug aus dem Buch

4.1 Fassade

Bei der Theatervorstellung Onlinepoker ist das Bühnenbild, also die jeweilige Pokerplattform relativ starr vorgegeben. Aber neben dem Bühnenbild, welches nach Goffman auch zur Fassade eines_r Darsteller_in gehört, verfügt er_sie auch noch über die persönliche Fassade, welche im „echten Leben“ etwa durch die Kleidung, das Geschlecht oder das Alter bestimmt wird. Zu jeder Rolle gibt es eine Fassade, wobei Fassaden bei der Rollenübernahme von der_dem Darsteller_in nicht neu erfunden werden, sondern meist aus vorhanden Optionen auswählen kann. Diese Goffmanische Fassadenbeschreibung findet sich beim Onlinepoker wieder und zwar schon fast in übertrieber Art und Weiße. Je nach Onlineplattform können die Onlinepokerspieler_innen sich einen selbstgewählten Nutzer_innennamen (in der Regel ein Pseudonym) geben und oftmals auch einem Geschlecht und/oder einer Nation zuorden.

Während es im Alltag relativ schwer bis fast unmöglich ist, die Fassade in diesen Bereichen frei zu wählen, ist dies beim Onlinepoker oftmals mit wenigen Klicks möglich. Auch wenn in den Online-Spielräumen diese Angaben meist nicht überprüft werden können, so können diese dennoch einen Einfluss auf deren Spielverhalten von manchen Spieler_innen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Poker-Boom in Deutschland und führt in die Thematik der Täuschung beim Pokern sowie die Relevanz von Goffmans Theatertheorie ein.

2. Zum Phanomen Poker: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über Poker, den Aufstieg von Online-Poker und den Forschungsstand zum Impression Management.

3. Theorie und Methodik: Es werden die theoretischen Grundlagen nach Goffman dargelegt und die Anwendung der Grounded Theory als qualitative Methode für die vorliegenden Experteninterviews beschrieben.

4. Wie Onlinepokerspieler_innen Theater spielen: Der Hauptteil analysiert, wie Spieler_innen ihre Fassade mittels Avataren gestalten und wie sie zwischen Vorder- und Hinterbühne agieren.

5. Fazit: Auch Onlinepokerspieler_innen spielen Theater: Das Fazit fasst zusammen, dass auch im Online-Kontext eine dramaturgische Selbstdarstellung stattfindet, wenngleich die Mittel im Vergleich zum realen Spiel reduziert sind.

Schlüsselwörter

Online-Poker, Erving Goffman, Impression Management, Grounded Theory, Selbstdarstellung, Fassade, Vorderbühne, Hinterbühne, Poker-Boom, Qualitative Forschung, Tell, Spielerverhalten, Avatar, Internetglücksspiel, Täuschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhalten von Online-Pokerspieler_innen unter soziologischen Gesichtspunkten, spezifisch basierend auf Erving Goffmans „Wir alle spielen Theater“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Selbstdarstellung in virtuellen Räumen, das Management von Informationen (Impression Management) und die Auswirkungen von Anonymität auf das Spielverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung einer Theorieskizze über die Formen des Impression Managements, die bei Online-Pokerspieler_innen bei der Interaktion an virtuellen Spieltischen beobachtbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Forschungsmethode angewandt, orientiert an der Grounded Theory nach Glaser und Strauss, basierend auf Leitfadeninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird analysiert, wie Online-Pokerspieler_innen mittels Avataren und Pseudonymen eine „Fassade“ aufbauen und wie sie das Konzept von Vorder- und Hinterbühne nutzen, um sich auf das Spiel vorzubereiten oder Gegner zu täuschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Impression Management, Selbstdarstellung, Goffmans Theatertheorie, Online-Poker, Grounded Theory und qualitative Analyse.

Warum spielt die Unterscheidung von Vorder- und Hinterbühne beim Online-Poker eine so große Rolle?

Da beim Online-Poker die physische Körpersprache fehlt, wird die Hinterbühne (z. B. Foren, Absprachen, Analyse-Tools) essenziell, um die Performance auf der Vorderbühne (dem Spieltisch) zu optimieren und Wissensvorsprünge zu generieren.

Wie beeinflussen Avatare das Verhalten der Spieler?

Avatare dienen als Teil der Fassade dazu, Gegner in die Irre zu führen – beispielsweise indem bewusst schwache Profile erstellt werden, um „Fische“ (unerfahrene Spieler) anzulocken, oder um das Spielverhalten indirekt zu beeinflussen.

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Details

Title
Wie spielen Onlinepokerspieler_innen Theater?
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie )
Course
Forschungspraktikum qualitativ: Glücksspiel
Grade
1,3
Author
Florian Leckel (Author)
Publication Year
2012
Pages
23
Catalog Number
V208249
ISBN (eBook)
9783656355588
ISBN (Book)
9783656357292
Language
German
Tags
onlinepokerspieler_innen theater
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Leckel (Author), 2012, Wie spielen Onlinepokerspieler_innen Theater?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/208249
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