Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Bewertung von Unternehmen, im Besonderem unter den Einfluss des Zertifikatehandels. Es werden die Rahmenbedingungen des weltweiten Zertifikatehandels sowie die Unternehmensbewertung unter Darstellung der verschiedenen Verfahren erläutert, im zweiten Teil der Arbeit wird die Unternehmensbewertung an Hand eines konkreten Beispieles dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel
1.3. Danksagung
2. Das Kyoto-Protokoll
2.1. Historische Entwicklung des Kyoto-Protokolles
2.2. Zuteilung der Zertifikate
2.3. Betroffene Tätigkeiten
2.3.1 Allgemeine Informationen
2.3.2. Exkurs: Tätigkeiten im nationalen Kontext am Beispiel VOEST
2.4. Mechanismen
2.4.1. Allgemeine Informationen
2.4.2. Joint Implementation
2.4.3. Clean Development Prozess
2.4.4 Emissionshandel
2.4.5. Exkurs: Ausgleichs- und Glockenpolitik
2.5. Umsetzung des Kyoto Protokolls in Österreich
2.5.1. Allgemeine Informationen
2.5.2. Verwendete Mechanismen
2.5.3. Klimastrategie 2008
3. Unternehmensbewertung Theorieteil
3.1. Vorgaben und Empfehlungen
3.1.1. KFS BW 1 - Fachgutachten zur Unternehmensbewertung
3.1.2. Weitere Empfehlungen
3.2. Anlässe für Unternehmensbewertungen
3.3. Zweck von Unternehmensbewertungen
3.3.1. Allgemeine Informationen
3.3.2. Ermittlung von subjektiven Unternehmenswerten
3.3.3. Ermittlung von objektivierten Unternehmenswerten
3.3.4. Ermittlung von Schiedswerten
3.4. Berücksichtigung von Risiken
3.4.1. Allgemeine Informationen
3.4.2. Subjektive Berücksichtigung von Risiken
3.4.3. Objektivierte Berücksichtigung von Risiken
3.5. Bewertungsverfahren
3.5.1. Allgemeine Informationen
3.5.2. Ertragswertverfahren
3.5.3. Discounted Cash-Flow Verfahren – Entity Ansatz
3.5.4. Discounted Cash-Flow Verfahren – Equity Ansatz
3.5.5. Discounted Cash-Flow Verfahren – Adjusted Present Value
3.5.6. Substanzwertverfahren
3.5.7. Mischverfahren
4. Unternehmensbewertung Praxisteil
4.1. Allgemeine Informationen
4.2. Prämissen
4.2.1. Allgemeine Informationen
4.2.2. Exkurs Besteuerung von Kapitalgesellschaften
4.2.3. Exkurs Umsatzkostenverfahren vs. Gesamtkostenverfahren
4.3. Gewinn- und Verlustrechnung
4.3.1. Allgemeine Informationen
4.3.2. GuV-Rechnung mit CO2 Zertifikateaufwendungen
4.3.3. GuV-Rechnung ohne CO2 Zertifikateaufwendungen
4.4. Working Capital (Nettoumlaufvermögen)
4.5. Bewertungen
4.5.1. Allgemeine Informationen
4.5.2. Bewertung mit Einfluss nach Ertragswertverfahren
4.5.3. Bewertung mit Einfluss nach DCF-Verfahren, Entity Ansatz
4.5.4. Bewertung ohne Einfluss nach Ertragswertverfahren
4.5.5. Bewertung ohne Einfluss nach DCF-Verfahren, Entity Ansatz
4.5.6. Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
4.6. Plausibilitätsüberprüfung
4.7. Resumé und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des CO2-Zertifikatehandels auf die Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, mittels fiktiver Szenarien und unterschiedlicher Bewertungsverfahren die Auswirkungen dieser klimapolitischen Maßnahme auf den Unternehmenswert aufzuzeigen und als Basis für eine Plausibilitätsprüfung zu nutzen.
- Grundlagen des Kyoto-Protokolls und der Zertifikatemechanismen
- Theoretische Verfahren der Unternehmensbewertung
- Analyse des Einflusses von CO2-Zertifikaten auf die Gewinn- und Verlustrechnung
- Vergleichende Bewertung eines Stahlproduzenten
- Gegenüberstellung von Ertragswertverfahren und Discounted-Cash-Flow-Verfahren
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemstellung
Mit Beginn des neuen Jahrtausends wurde man sich bewusst, dass es, sofern nicht ehest möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, zu einem radikalen Klimawandel infolge der Treibhausgasemissionen kommt. Die Menschheit war anno dazumal bestrebt, Maßnahmen zu setzen, um in eine bessere Zukunft zu starten. Eine solche weltweite Maßnahme stellt das Kyoto-Protokoll dar. Dieses im April 2002 abgeschlossene Protokoll regelt die Maßnahmen, die zur Reduktion von Treibhausgasen ergriffen werden sollten [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG (4)]. Eine EU-weite Richtlinie zu diesem Themenkomplex wurde 2003 herausgegeben [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG]. Diese Richtlinie, 2003/87/EG, ist die maßgebliche Vorschrift für die Emissionreduktion innerhalb der Europäischen Union. Unter anderem werden in der Richtlinie sowie im Kyoto-Protokoll auch die Mechanismen erwähnt, durch deren Einsatz die Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden sollte. Dabei haben Unternehmen folgende Möglichkeiten: Zertifikatehandel, Joint Implementation, Clean Development Mechanism oder eine Abgabe in Form von Steuern, sofern Anlagen kurzfristig ausgenommen werden [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG (18f)]. Genau diese Mechanismen lösen Zahlungsströme aus, die einen Einfluss auf den berechneten Unternehmenswert aufweisen. Da diese Zahlungsströme sehr unsicher sind, besteht in jeder durchgeführten Unternehmensbewertung ein gewisses Restrisiko, ob die angenommenen Fakten auch tatsächlich so eintreffen. Und mit diesem Zusammenhang beziehungsweise mit diesem Einfluss in der Bewertung von Unternehmen setzt sich diese Diplomarbeit auseinandersetzen. Da zur Bewertung von Unternehmen mehrere Verfahren möglich sind, so hängt das Ergebnis der Bewertung (= Unternehmenswert) stark vom gewählten Bewertungsverfahren ab, wie wir später noch sehen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Klimawandels und des Kyoto-Protokolls ein und definiert das Ziel der Diplomarbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Das Kyoto-Protokoll: Es werden die historischen Entwicklungen, Zuteilungsmechanismen von Zertifikaten, betroffene Tätigkeiten sowie die verschiedenen Kyoto-Mechanismen (Joint Implementation, Clean Development, Emissionshandel) erläutert.
3. Unternehmensbewertung Theorieteil: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, inklusive einschlägiger Fachgutachten, Anlässe, Zwecke, Risikoberücksichtigungen und gängiger Bewertungsverfahren.
4. Unternehmensbewertung Praxisteil: Der praktische Teil wendet die theoretischen Modelle auf ein fiktives Stahlunternehmen an, um den quantitativen Einfluss des CO2-Zertifikatehandels auf den Unternehmenswert mittels verschiedener Szenarien darzustellen.
Schlüsselwörter
Kyoto-Protokoll, CO2-Zertifikatehandel, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted-Cash-Flow-Verfahren, Emissionsreduktion, Klimaschutz, Risikobewertung, Treibhausgasemissionen, Unternehmenswert, Free Cash-Flow, Kapitalkosten, Finanzanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich der durch das Kyoto-Protokoll eingeführte CO2-Zertifikatehandel auf die Bewertung von Unternehmen auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die regulatorischen Rahmenbedingungen des Zertifikatehandels, die Methoden der Unternehmensbewertung (insb. Ertragswert- und DCF-Verfahren) und deren praktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Zertifikatekosten auf Zahlungsströme auswirken und wie diese Differenzen den berechneten Unternehmenswert beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine Literaturanalyse zu den rechtlichen Grundlagen sowie eine simulationsbasierte Fallstudie mit fiktiven Unternehmenszahlen nach gängigen Bewertungsstandards durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Bewertungsmethodik und einen Praxisteil, der Szenarien mit und ohne Zertifikatebelastung vergleicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie CO2-Zertifikatehandel, Unternehmensbewertung, Kyoto-Protokoll und Discounted-Cash-Flow charakterisieren.
Welche Rolle spielen die untersuchten Bewertungsverfahren?
Die Verfahren zeigen, dass die Wahl zwischen subjektiven (Ertragswert) und objektiven (DCF) Methoden sowie die Berücksichtigung von Zertifikatekosten zu signifikant unterschiedlichen Unternehmenswerten führen kann.
Wie stark beeinflusst der Zertifikatehandel das Bewertungsergebnis?
Die Arbeit demonstriert an einem fiktiven Beispiel eines Stahlproduzenten eine sehr hohe Sensitivität des Unternehmenswertes gegenüber den Zertifikatekosten, was zu Wertminderungen von über 90 % führen kann.
- Quote paper
- Mag. Gerhard Distler (Author), 2010, Der Einfluss des CO2 Zertifikatehandels in der Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/206963