Chinas rasanter Aufstieg als eine der führenden globalen Wirtschaftsmächte ist begleitet von einem rasanten Handelswachstum Chinas mit verschiedenen Märkten. Einer dieser Märkte ist das ehemals verfeindete Südkorea. Betrachtet man die jüngste Geschichte der beiden Staaten wird deutlich das die Beziehungen zwischen China und Südkorea noch immer kritisch sind. Grund dafür ist die heikle Situation bezüglich Nordkoreas, einem ehemals engen Verbündeten Chinas. Trotzdem haben sich zwischen China und Südkorea enge Wirtschaftsbeziehungen entwickelt. Doch welchen Charakter haben diese Wirtschaftsbeziehungen? Was prägt den Handel der beiden Länder und welche Probleme ergeben sich? Die Beantwortung dieser Fragestellung soll das Ziel der folgenden Hausarbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
1.3 Forschungsstand
2. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Motive
2.3 Vergleich zu den Wirtschaftsbeziehungen Nordkoreas und Chinas
3. Probleme in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea
4. Schlussbetrachtung
5. Literaturangabe
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht den Charakter und die spezifischen Herausforderungen der Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea vor dem Hintergrund ihrer komplexen politischen Geschichte und der regionalen Sicherheitslage.
- Historische Entwicklung der ökonomischen Zusammenarbeit seit den 1990er Jahren
- Analyse der wirtschaftlichen und politischen Motive beider Staaten
- Vergleichende Betrachtung der chinesischen Wirtschaftsbeziehungen zu Nord- und Südkorea
- Untersuchung von Handelsdisputen, Produktqualität und Handelsabhängigkeiten
- Bewertung des Einflusses der globalen Wirtschaftskrise 2008 auf das bilaterale Handelsvolumen
Auszug aus dem Buch
3. Probleme in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea
Nach Beginn der Aufnahme von offiziellen Handelsbeziehungen zwischen China und Südkorea konnten die Unterschiede zwischen Chinas und Südkoreas Exportprodukten nicht größer sein. China exportierte vor allem arbeitsintensive aber einfache Produkte. Textilien, Gemüse und Mineralstoffe machten 1993 ungefähr 61% der chinesischen Exporte aus. Maschinen und elektrische Produkte machten im gleichen Jahr nur 6% aus. Weitere Exporte waren Leder, Metalle und zubereitete Lebensmittel. 1993 exportierte Südkorea im Kontrast dazu bereits zu ungefähr 20% Maschinen und elektronische Produkte, auffallend ist also das Technologie-Produkte in Südkoreas Export eine weit größere Rolle gespielt haben als in China.
Betrachtet man nun die Verteilung der Exportprodukte im Jahre 2008, so fällt auf dass Chinas nunmehr wichtigste Exportprodukte Maschinen und elektronische Produkte sind. Die Verteilung der südkoreanischen Exportprodukte ist dabei in etwa gleich geblieben. Chinas wichtigste Exportprodukte im Jahre 2008 sind neben den bereits erwähnten elektrischen Produkten/Maschinen: Metalle, Textilien, Mineralprodukte, Chemieprodukte und optische oder medizinische Instrumente. Die wichtigsten Exportprodukte Südkoreas sind: Maschinen und elektrische Produkte, optische/medizinische Instrumente, Chemieprodukte, Mineralprodukte und Metalle. Fest zu halten ist also das im Jahre 2008 die Exportprodukte beider Länder relativ ähnlich sind.
Durch die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ist der Handel beider Länder somit weniger profitabel geworden, da der Vorteil der Produktvielfalt verschwindet bzw. bereits verschwunden ist. Dennoch ist im Jahre 2010 China für Südkorea der größte Import-Partner, so kommen 17,4% aller Importe aus China. Auch ist China mit einem Anteil von 25,8% das größte Exportziel Südkoreas.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die kritische Ausgangslage der Beziehungen zwischen China und Südkorea dar und definiert das Ziel der Arbeit, den Charakter und die auftretenden Probleme des bilateralen Handels zu analysieren.
2. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung seit den 1990er Jahren, analysiert die beiderseitigen ökonomischen und politischen Motive und vergleicht diese mit den Beziehungen Chinas zu Nordkorea.
3. Probleme in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea: Hier werden spezifische Herausforderungen wie die zunehmende Produktähnlichkeit, Qualitätsbedenken, Handelskonflikte wie der „Kimchi-War“ sowie die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise untersucht.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die gestiegene gegenseitige Abhängigkeit trotz vorhandener politischer Spannungen und wirtschaftlicher Reibungspunkte.
5. Literaturangabe: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Statistiken und Zeitungsbeiträge.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsbeziehungen, China, Südkorea, Nordkorea, Handelsvolumen, Export, Import, Kimchi-War, Garlic-War, Investitionen, Handelsabhängigkeit, Welthandel, Wirtschaftskrise, Außenpolitik, Handelsdispute
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, den Charakteristika und den Spannungsfeldern der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Südkorea nach der Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Handels, den gegenseitigen strategischen Motiven, dem Vergleich zum Nordkorea-Handel sowie den spezifischen handelspolitischen Problemen zwischen China und Südkorea.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich trotz einer ehemals verfeindeten Geschichte enge Wirtschaftsbeziehungen entwickelt haben und welche spezifischen Probleme (z.B. Produktkonkurrenz, Qualitätsstreitigkeiten) dabei auftreten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die wissenschaftliche Aufsätze, Handelsstatistiken der jeweiligen Staaten sowie aktuelle Zeitungsbeiträge und Analysen internationaler Institutionen auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die politische und wirtschaftliche Motivation beider Staaten für die Zusammenarbeit, einen Vergleich zur chinesischen Politik gegenüber Nordkorea und eine detaillierte Untersuchung von Handelskonflikten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind hierbei Außenpolitik, Handelsdispute, regionale Sicherheitslage, Handelsabhängigkeit und die wirtschaftliche Transformation Chinas und Südkoreas.
Was hat es mit dem „Kimchi-War“ auf sich?
Der Begriff beschreibt Handelsspannungen aufgrund von Vorwürfen über verseuchte Lebensmittel aus China, die in Südkorea zu großem öffentlichen Aufsehen und regulatorischen Gegenmaßnahmen führten.
Wie beeinflusste die Wirtschaftskrise 2008 die Beziehungen?
Die Krise führte zu einem kurzzeitigen, massiven Rückgang des Handelsvolumens, was wiederum die Notwendigkeit für beide Staaten unterstrich, die bilaterale Zusammenarbeit und den Informationsaustausch in Krisenzeiten zu intensivieren.
Warum ist die Beziehung zu Nordkorea ein Faktor in diesem Kontext?
Südkorea nutzt die wirtschaftliche Verbindung zu China als Kanal, um Informationen über Nordkorea zu gewinnen, während China sein wirtschaftliches Engagement in Nordkorea als Mittel zur Stabilitätssicherung in der Region versteht.
- Arbeit zitieren
- Martin Mehner (Autor:in), 2012, Probleme in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Südkorea, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205493