Was ist mit dem demokratischen Gedanken passiert, der sich schon seit der Antike langsam und unaufhörlich seinen Weg bahnt?
Geht in der EU verloren, wofür so viele kämpften, ihr Leben ließen und das auch heute noch, wie ein Blick auf die Website von „Amnesty International“ beweist?
Dabei stellt sich die Frage nach den Grundgedanken der Demokratie.
In dieser Hausarbeit wird auf einen kleinen Ausschnitt in der Entstehung der Demokratie geschaut, bzw. auf die Schrift „Was ist der Dritte Stand?“ von
Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836)
Wahlrecht, Souveränität des Volkes, Gewaltenteilung, Partizipation, das alles sind Begriffe, die heutzutage selbstverständlich scheinen, aber zu Zeiten der französischen Revolution unerreichbar anmuteten.
Formuliert Sieyès in besagter Schrift Kerngedanken, die auch heute noch die Kernelemente der Demokratie darstellen?
Um den Einfluss seines Werkes einschätzen zu können, ist es nötig die Person Sieyès dem Umfang der Arbeit entsprechend in die Zeit einzuordnen, allerdings wird keine Biografie Sieyès’ nötig sein.
Genaue Kenntnisse hinsichtlich der französischen Revolution setze ich voraus.
Die Zitate der Schrift: „Was ist der Dritte Stand“ sind Band 3, „Emmanuel Joseph Sieyès Was ist der Dritte Stand?“ herausgegeben von W. Lembcke und F. Weber im Akademie Verlag 2010 entnommen.
„Demokratie“ wird genauer reflektiert, bzw. festgestellt, dass man sie durch ganz unterschiedliche Ansätze und Ausprägungen bedingt, nicht einfach definieren kann.
Im Politiklexikon sind jedoch Kriterien benannt, die Kernelemente aller Demokratien sind. Diese werden für die Bewertung Sieyès und der Europäischen Union hinsichtlich des enthaltenen Demokratieguts genutzt.
Um zu erkennen, ob die entsprechenden Kriterien auch in einer bestehenden Demokratieform Bestand haben, wird das Deutsche Grundgesetz, sowie der EU Vertag genutzt.
Genaue Kenntnisse über die Entstehung und Beschaffenheit der EU werden vorausgesetzt.
Im letzten Kapitel wird reflektiert, was Soziale Arbeit mit Demokratie zu tun hat, bzw. warum es für mich wichtig ist, mich mit Demokratie auseinander zu setzten und wie ich Demokratie heute und in Zukunft sehe und bewerte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Eine Abgrenzung – Sieyès, die EU und die Demokratie
1.2 Definition der Demokratie als zentraler Begriff
1.3 Zeitliche und gesellschaftspolitische Einordnung Sieyès’?
1.4 „Was ist der Dritte Stand?“ allgemeinen Aspekten der Demokratie betrachtet
1.5 Die Europäische Union unter allgemeinen Aspekten der Demokratie betrachtet
2 Refelxion – Was hat Soziale Arbeit mit Demokratie zu tun?
2.1 Abkürzungen
3 Literaturverzeichnis
4 Anhang
4.1 Kategorien und Prüffragen „Freedom House“
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Kernelemente der Demokratie basierend auf der Schrift „Was ist der Dritte Stand?“ von Emmanuel Joseph Sieyès und vergleicht diese theoretischen Grundlagen mit der demokratischen Struktur der heutigen Europäischen Union, um das Ausmaß an gelebter Demokratie innerhalb der EU zu bewerten.
- Demokratietheoretische Grundlagen nach Emmanuel Joseph Sieyès
- Analyse demokratischer Kernelemente wie Volkssouveränität und Gewaltenteilung
- Untersuchung der demokratischen Legitimation innerhalb der Europäischen Union
- Kritische Reflexion über die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext demokratischer Teilhabe
Auszug aus dem Buch
1.1 Eine Abgrenzung – Sieyès, die EU und die Demokratie
„Normalerweise schützt eine Verfassung die Bürger vor den Politikern. Sie schränkt ein, was Politiker zwischen Wahlen beschließen könnten. Die EU Verfassung und der Vertrag von Lissabon sind anders. Da werden die Politiker vor dem Einfluss der Wähler geschützt.“
(Jens-Peter Bonde, Mitglied des Europäischen Paralments)
Was ist mit dem demokratischen Gedanken passiert, der sich schon seit der Antike langsam und unaufhörlich seinen Weg bahnt? Geht in der EU verloren, wofür so viele kämpften, ihr Leben ließen und das auch heute noch, wie ein Blick auf die Website von „Amnesty International“ beweist? Dabei stellt sich die Frage nach den Grundgedanken der Demokratie.
In dieser Hausarbeit wird auf einen kleinen Ausschnitt in der Entstehung der Demokratie geschaut, bzw. auf die Schrift „Was ist der Dritte Stand?“ von Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836) Wahlrecht, Souveränität des Volkes, Gewaltenteilung, Partizipation, das alles sind Begriffe, die heutzutage selbstverständlich scheinen, aber zu Zeiten der französischen Revolution unerreichbar anmuteten.
Formuliert Sieyès in besagter Schrift Kerngedanken, die auch heute noch die Kernelemente der Demokratie darstellen? Um den Einfluss seines Werkes einschätzen zu können, ist es nötig die Person Sieyès dem Umfang der Arbeit entsprechend in die Zeit einzuordnen, allerdings wird keine Biografie Sieyès’ nötig sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die heutige EU die demokratischen Grundgedanken, wie sie von Sieyès formuliert wurden, ausreichend widerspiegelt.
1.1 Eine Abgrenzung – Sieyès, die EU und die Demokratie: Dieses Kapitel motiviert die Themenstellung durch die kritische Gegenüberstellung von Politikverständnis und Demokratieanspruch.
1.2 Definition der Demokratie als zentraler Begriff: Es wird erörtert, dass der Begriff der Demokratie vielfältig ausgelegt wird und keine einheitliche Definition existiert, weshalb zentrale Kriterien herangezogen werden.
1.3 Zeitliche und gesellschaftspolitische Einordnung Sieyès’?: Dieser Abschnitt beleuchtet den historischen Kontext der französischen Revolution und die Entstehung der Schrift „Was ist der Dritte Stand?“.
1.4 „Was ist der Dritte Stand?“ allgemeinen Aspekten der Demokratie betrachtet: Die theoretischen Ansätze von Sieyès werden anhand von Demokratiekriterien wie Volkssouveränität und Rechtsstaatlichkeit analysiert.
1.5 Die Europäische Union unter allgemeinen Aspekten der Demokratie betrachtet: Die Struktur der EU wird auf Basis der zuvor definierten demokratischen Kriterien kritisch hinterfragt.
2 Refelxion – Was hat Soziale Arbeit mit Demokratie zu tun?: Der persönliche Bezug der Autorin wird hergestellt, indem die Bedeutung der demokratischen Teilhabe für die Soziale Arbeit und deren Klienten reflektiert wird.
2.1 Abkürzungen: Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen.
3 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachquellen und Referenzen.
4 Anhang: Enthält ergänzende Informationen zur Methodik (Freedom House) und relevante Artikel des EU-Vertrags.
4.1 Kategorien und Prüffragen „Freedom House“: Erläuterung der Kriterien zur Qualitätsmessung von Demokratie.
Schlüsselwörter
Demokratie, Europäische Union, Emmanuel Joseph Sieyès, Was ist der Dritte Stand, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Soziale Arbeit, Partizipation, Politische Bildung, Grundrechte, Repräsentation, Legitimation, Verfassung, Französische Revolution.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Demokratieverständnis von Emmanuel Joseph Sieyès und stellt es dem aktuellen politischen Aufbau der Europäischen Union gegenüber.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Demokratietheorie des 18. Jahrhunderts, die Analyse heutiger EU-Strukturen und die ethische Bedeutung demokratischer Partizipation in der Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu bewerten, wie viel Demokratie im aktuellen Aufbau der Europäischen Union enthalten ist, gemessen an den klassischen Anforderungen an demokratische Herrschaftssysteme.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine theoretische Analyse und ein systematischer Abgleich von Demokratiekriterien (u.a. Volkssouveränität, Gewaltenteilung) mit den Gegebenheiten der EU sowie eine reflektierende Einordnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische und theoretische Einordnung der Schrift von Sieyès, deren Abgleich mit allgemeinen Demokratiekriterien und die kritische Überprüfung dieser Kriterien im Kontext der EU.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Demokratie, Volkssouveränität, EU, Sieyès, Partizipation und Rechtsstaatlichkeit sind die prägenden Begriffe.
Wie sieht der Autor die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Zusammenhang?
Die Sozialarbeit wird als essenziell angesehen, um Menschen zur demokratischen Teilhabe zu befähigen und die Gleichheit vor dem Gesetz als praktizierbaren Wert zu vermitteln.
Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der EU?
Die Autorin äußert Skepsis hinsichtlich der demokratischen Legitimation der EU, da sie eine fehlende Repräsentation der Bevölkerung bemängelt und ein „government of governments“ konstatiert.
- Arbeit zitieren
- Cindy Gresselmeyer (Autor:in), 2012, Sieyés und die Demokratie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205177