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Gemeinsam aus Konflikten lernen

Peer-Mediation zur Aufarbeitung von Vorurteilen gegen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Titel: Gemeinsam aus Konflikten lernen

Forschungsarbeit , 2009 , 58 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Klemens Ecker (Autor:in)

Psychologie - Grenzgebiete und Hilfswissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Problemfeld „Multikulturalität“ zeichnet sich in den letzten Jahren besonders in den Schulen in aller Deutlichkeit ab. Das „Miteinanderleben“ und „Miteinanderlernen“ der Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher kultureller Herkunft wird einerseits zur Normalität und andererseits zur großen mit Rückschlägen und Spannungen begleiteten Herausforderung für alle Beteiligten.
Zu oft werden die auftretenden Probleme allerdings beiseitegeschoben, wodurch leider im Sog dieser Verdrängung auch die möglichen Chancen übersehen werden. Ist ein Miteinander unterschiedlicher Kulturen nicht eine höchst belebende, interessante, bereichernde und zukunftsweisende Gegebenheit, denn eine Bedrohung der Bildung und im Weiteren der ganzen „heimischen“ Gesellschaft?
Woher kommen also die Vorurteile gegenüber einer Gruppe von Menschen? Warum schreiben Menschen anderen Gruppen negative Eigenschaften zu, obwohl sie damit ein System fördern, das sie selbst in variablen Situationen in eine diskriminierende Lage versetzt?
Ziel dieser Forschungsarbeit ist, das Wesen ethnischer Vorurteile anhand einschlägiger Literatur zu durchleuchten und darzulegen. Ob sich die ethnischen Vorurteile gegen Minderheiten in weiterer Folge auch auf institutioneller Ebene diskriminierend auswirken, ist ein weiterer Aspekt, den es zu erforschen gilt.
Weiters wird das Programm der Peer-Mediation vorgestellt und dessen Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler erforscht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einführung

3. Definitionen

3.1. Vorurteil, Stereotyp

3.2. Ethnisches Vorurteil

3.3. Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus

4. Fallstudie im Bezirk Linz-Land

4.1. Datenerhebung

4.1.1. Auswahl der Schulen, Schülerinnen und Schüler

4.1.2. Auswahl der Fragen

4.1.3. Untersuchungszeitraum

4.1.4. Auswertung

4.1.5. Repräsentativität

4.2. „Rassismus“ bzw. „ethnische Vorureile“ in den Schulen im Bezirk Linz-Land

4.2.1. Staatsangehörigkeit

4.2.2. Freundeskreis

4.2.3. Beziehung

4.2.4. Stereotyp „Österreicher“

4.2.1. Gedanken über eine multikulturelle Gesellschaft

4.2.2. Gedanken über die Grundrechte in einer multikulturellen Gesellschaft

4.2.3. Recht auf Arbeit

4.2.4. Fazit

5. Interkulturelles Lernen im Unterricht in Form der „Peer-Mediation“

5.1. Entstehung von Konflikten

5.1.1. „Störfall“ Stereotype

5.1.2. „Störfall“ Kommunikation

5.2. Interkulturelles Lernen

5.3. Mediation

5.3.1. Das Ziel der Mediation

5.3.2. Grundprinzipien der Mediation

6. Peer-Mediation in der Schule

6.1. „Die Peers“

6.2. Aufgaben der Peers

6.2.1. Konfliktregelung

6.2.2. Multiplikation

6.2.3. Schulungsaktivitäten

6.2.4. Fortbildung

6.3. Interkulturelle Peer-Mediation

6.4. Projektverlauf

6.4.1. Summary

6.5. Zusammenfassung

7. Evaluation

7.1. Veränderungen in der Einstellung der Jugendlichen durch das Peer-Mediations-Programm

7.1.1. Ich habe nichts von einem Land, in dem Menschen aus allen Teilen der Welt zusammenleben und ihre verschiedene Lebensart pflegen.

7.1.2. Was verstehst du unter einem „normalen Österreicher“, einer normalen Österreicherin?

7.1.3. Menschen, die anders sind als ich und meine Freunde (z.B. andere Hautfarbe, behindert, andere Sprache, etc.)

7.1.4. Wer sind deiner Meinung nach diejenigen, die nichts leisten?

7.1.5. Wer ist wichtig für unsere Gesellschaft?

7.1.6. Wer sollte bei uns zuerst Arbeit bekommen?

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wesen ethnischer Vorurteile sowie die Auswirkungen des Peer-Mediation-Programms an Schulen im Bezirk Linz-Land, um festzustellen, inwieweit dieses Programm zur Aufarbeitung von Vorurteilen gegenüber Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund beitragen kann.

  • Analyse des theoretischen Hintergrunds zu ethnischen Vorurteilen und Rassismus
  • Empirische Untersuchung der Einstellung von 14-jährigen Hauptschülern im Bezirk Linz-Land
  • Vorstellung des Konzepts der Peer-Mediation zur Konfliktlösung
  • Evaluation der Einstellungsveränderungen durch gezielte Peer-Mediations-Übungen

Auszug aus dem Buch

3.3. Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus

Im vorigen Kapitel wurden die Begriffe „Fremdenfeindlichkeit“ und „Rassismus“ erwähnt. Auch der Terminus „Ausländerfeindlichkeit“ ist geläufig und wird in der öffentlichen Debatte oft verwendet. Meines Erachtens ist allerdings der Begriff Ausländerfeindlichkeit längst überholt. Er bezieht sich lediglich auf eine bestimmte Gruppe von Ausländern, denn Engländern wird zum Beispiel weniger Ablehnung entgegengebracht als zum Beispiel Türken. Weiters wird mit „Ausländerfeindlichkeit“ auf jene Gruppen vergessen, die wegen ihrer Kleidung, ihres Aussehens, ihrer religiösen Zugehörigkeit, ihres Berufes, ihrer sozialen Stellung usw. diskriminiert werden. Mit diesen Gruppen kommt der Begriff „Fremdenfeindlichkeit“ besser zurecht. Er schließt all diese Bereiche ein.

In der wissenschaftlichen Diskussion geht man einen Schritt weiter. Hier spricht man vermehrt von „Rassismus“. So schreibt Rommelspacher (2002, S. 132):

„Rassismus ist ein System kollektiver Bilder, Erzählungen und gesellschaftlicher Institutionen, die historisch entwickelte und aktuelle Machtverhältnisse legitimieren und reproduzieren. Rassismus im modernen westlichen Sinn basiert auf der ,Theorie‘ der Unterschiedlichkeit menschlicher ,Rassen‘ aufgrund biologischer Merkmale. Unterschiede in der sozialen Hierarchie können so mit dem unterschiedlichen ,Wesen‘ der Menschen erklärt werden. Allerdings wurde die biologische Argumentation im Laufe der Zeit zunehmend ergänzt durch eine kulturalistische Variante, die Kulturunterschiede als quasibiologische Unterscheidungsmerkmale zwischen Gruppen unterstellt. Dazu werden die jeweiligen Gruppen homogenisiert, indem ihnen eine einheitliche und unveränderliche Wesenheit zugeschrieben wird; sie werden polarisiert, indem im Sinne der Differenzverstärkung vor allem die Unterschiede und Unvereinbarkeiten herausgestellt werden, und sie werden hierarchisiert, d. h. in eine Rangordnung gebracht“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor dankt den beteiligten Personen und Institutionen für ihre Unterstützung bei der regionalen Studie und der praktischen Umsetzung der Peer-Mediation.

2. Einführung: Es wird die Relevanz der multikulturellen Realität an Schulen und die Notwendigkeit, ethnische Vorurteile durch Peer-Mediation zu bearbeiten, thematisiert.

3. Definitionen: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen zu Begriffen wie Vorurteil, Stereotyp sowie deren Abgrenzung zu Rassismus und ethnischer Ausgrenzung.

4. Fallstudie im Bezirk Linz-Land: Hier werden Datenerhebung, Methodik und die Ergebnisse der Untersuchung bezüglich Vorurteilen und Einstellungen im Schulbezirk Linz-Land präsentiert.

5. Interkulturelles Lernen im Unterricht in Form der „Peer-Mediation“: Das Kapitel verknüpft die Entstehung interkultureller Konflikte mit dem pädagogischen Potenzial des Mediationsansatzes.

6. Peer-Mediation in der Schule: Es werden die Aufgaben der Peers, der Projektverlauf sowie die konkrete Struktur und Durchführung des Peer-Modells beschrieben.

7. Evaluation: Die Auswirkungen des Programms werden anhand einer kleineren Vergleichsstudie analysiert und zeigen erste positive Tendenzen in der Einstellungsänderung.

8. Resümee: Der Autor zieht Bilanz und betont die Bedeutung schulischer Programme zur Persönlichkeitsbildung gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck.

Schlüsselwörter

Peer-Mediation, Ethnische Vorurteile, Rassismus, Interkulturelles Lernen, Schule, Konfliktlösung, Migration, Integration, Jugendliche, Einstellungsänderung, Schulbezirk Linz-Land, Soziale Kompetenz, Fremdenfeindlichkeit, Vorurteilsforschung, Multikulturelle Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung von ethnischen Vorurteilen gegen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch den gezielten Einsatz von Peer-Mediation an Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Vorurteilen, die Analyse von Einstellungsdaten an Schulen im Bezirk Linz-Land sowie die praktische Anwendung und Wirkung von Peer-Mediation.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob Peer-Mediation als Instrument effektiv dazu beitragen kann, ethnische Vorurteile an Schulen abzubauen und das interkulturelle Verständnis zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine empirische regionale Studie durch, wertet diese quantitativ aus und evaluiert im Anschluss die Wirksamkeit eines Peer-Mediations-Programms mittels einer kleineren Vergleichsstudie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Fallstudie zur Situation im Bezirk Linz-Land sowie eine umfassende Darstellung des Peer-Mediations-Projekts und dessen Evaluationsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Peer-Mediation, ethnische Vorurteile, interkulturelles Lernen, Integration und Schulklima.

Welchen Einfluss haben laut Autor die Medien auf die Jugendlichen?

Der Autor vermutet, dass unausgebildete und wenig gefestigte Persönlichkeitsstrukturen bei Jugendlichen dazu führen, dass sie durch die populistische Medienwelt in ihrer Meinungsbildung manipuliert oder geformt werden.

Warum betont der Autor die Rolle der Schule für die Persönlichkeitsbildung?

Da Kinder den Einflüssen der Medien oft unreflektiert ausgesetzt sind, bietet die Schule laut Autor den einzigen intensiven und gleichzeitig behüteten Kontaktraum, um proaktiv an sozialen Werten zu arbeiten.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gemeinsam aus Konflikten lernen
Untertitel
Peer-Mediation zur Aufarbeitung von Vorurteilen gegen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Autor
Klemens Ecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
58
Katalognummer
V205072
ISBN (eBook)
9783656314110
ISBN (Buch)
9783656315490
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Peermediation Mediation Gewalt Vorurteil Streit Konflikt Konfliktlösung Migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klemens Ecker (Autor:in), 2009, Gemeinsam aus Konflikten lernen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205072
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Leseprobe aus  58  Seiten
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