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"Das ganze Jahr Urlaub im Heim" - Haushaltstechnik als Versprechen nach einem besseren Leben am Beispiel der Waschmaschine in der BRD der 60er Jahre

Title: "Das ganze Jahr Urlaub im Heim" - Haushaltstechnik als Versprechen nach einem besseren Leben am Beispiel der Waschmaschine in der BRD der 60er Jahre

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hans-Peter Berger (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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In der Zeitschrift „Technikgeschichte“ wurde erstmals im Jahre 1992 ein Aufsatz veröffentlicht, der das Thema Frauen und Technik behandelte. Das Thema Haushaltstechnik wurde ein Jahr später in einem Aufsatz von Joachim Schaier bedacht.
Die stiefmütterliche Behandlung des Themas Haushaltstechnik hat sich in den letzten Jahren zwar dahingehend verändert, dass zumindest der große Komplex Hausarbeit verstärkt in den Fokus historischer Untersuchungen rückte, das Thema Haushaltsgeräte und ihre Bedeutung für den Haushalt als sich wandelnder Ort, wurden dennoch nur dürftig behandelt.
Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema der arbeitserleichternden Haushaltstechnik am Beispiel der Waschmaschine auseinander.

Kein Gerät hat so bedeutend zur „Befreiung der Frau“ beigetragen und dies soll anhand von zwei Werbekampagnen aus dem Jahre 1964 und 1965 soll untersucht werden. Zu Beginn werden kurz die Voraussetzungen für die Haushaltstechnisierung dargelegt. Zum einen die Elektrizität und zum anderen wird kurz auf die Situation der BRD in den 60er Jahren eingegangen. Im Anschluss behandelt ein großer Komplex die Waschmaschine. Von der Tätigkeit des Waschens vor den elektrischen Maschinen über den Einzug der Waschmaschinen in die Haushalte der BRD wird zu den beiden Werbekampagnen der Firmen Miele aus dem Jahre 1964 und Constructa von 1965 hingearbeitet. Diese werden auf ihre Botschaften hin analysiert und der Bedeutungsgehalt wird herausgearbeitet. Daran anschließend wird das Frauenbild der BRD dieser Zeit in Zusammenhang mit der Haushaltstechnik betrachtet und danach die Technik und der Alltag bewertet. Inwieweit die Waschmaschine tatsächlich befreiend auf die Hausfrauenarbeit eingewirkt hat und welchen Stellenwert man der Waschmaschine als Haushaltsgerät zubilligen kann, wird in diesem Punkt beantwortet werden, ebenso die Bedeutung der Waschmaschine für die Bundesrepublik Deutschland der 60er Jahre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Voraussetzungen für den technisierten Haushalt

2.1 Elektrizität

2.2 Die BRD der 60er Jahre

3. Die Waschmaschine – „Die Befreiung der Hausfrau“?

3.1 Waschen gestern

3.2 Der Einzug der Waschmaschine in den Haushalt der BRD

3.3 Die Waschmaschine in der Werbung

3.3.1 „Miele De Luxe“ 1964

3.3.2 Constructa 1965

3.3.3 Andere Werbung

3.3.4 Der Nebennutzen in der Werbung

3.3.5 Zusammenfassung

4. Veränderte Rollenbilder durch die Haushaltstechnik

5. Die Technik und der Alltag

6. Fazit

7. Quellenangaben

8. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert der Haushaltstechnik in der Bundesrepublik Deutschland der 1960er Jahre am Beispiel der Waschmaschine. Dabei wird analysiert, inwiefern die Werbung dieser Zeit die Waschmaschine als Symbol für eine „Befreiung der Hausfrau“ und ein modernes Leben inszenierte und ob diese Versprechen der Realität der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse und Rollenbilder entsprachen.

  • Historische Entwicklung der Haushaltstechnik und Elektrifizierung
  • Sozioökonomische Rahmenbedingungen der BRD in den 1960er Jahren
  • Analyse zeitgenössischer Werbekampagnen von Miele und Constructa
  • Untersuchung der tatsächlichen Auswirkungen auf das Frauenbild und die Hausarbeit
  • Kritische Bewertung von Fortschrittsglauben und Konsumgesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.3.1 „Miele De Luxe“ 1964

Die Firma Miele hatte Mitte der 60er Jahre eine Anzeigenkampagne für die Maschine „Miele de Luxe“ in verschiedener Ausführungen laufen. Bei einer Anzeige in einer Tageszeitung ist ein Bild des Vollautomaten zu sehen, sowie der Programmwahlschalter in Großaufnahme. Die Überschrift in Fettdruck lautet „Elektrogehirn im Vollautomaten“. Im Text darunter steht: „Miele baut den ersten deutschen Vollautomaten mit Einknopf-Automatic für 11 Waschprogramme.“ Noch kleiner neben der Waschmaschine ist ein längerer Fließtext in dem verschiedene Fragen gestellt werden, die das Waschen betreffen. So zum Beispiel, wie bestimmte Textilien gewaschen werden müssen, oder „ob man Gardinen schleudern darf.“ Weiter sagt der Text, dass man nun über solche Fragen nicht mehr nachdenken müsse, da der „Miele de Luxe“ die Antwort gibt, in dem man aus 11 vorprogrammierten Waschprogrammen einfach wählen muss und schon regelt das Elektrogehirn des „de Luxe“ alles von selbst. „Vollautomatisch - zuverlässig - wäschegerecht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Themas Haushaltstechnik unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Frau und der Entwicklung des Wäschewaschens in den 1960er Jahren.

2. Die Voraussetzungen für den technisierten Haushalt: Analyse der grundlegenden Faktoren wie der Elektrifizierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs in der BRD der 60er Jahre.

3. Die Waschmaschine – „Die Befreiung der Hausfrau“?: Detaillierte Betrachtung des Waschens vor und während der Technisierung sowie Analyse von Werbebotschaften und deren Versprechen.

4. Veränderte Rollenbilder durch die Haushaltstechnik: Untersuchung der Diskrepanz zwischen werblichen Verheißungen und der tatsächlichen, zeitintensiven Hausarbeit sowie der gesellschaftlichen Fixierung der Frau auf das Rollenbild als Ehefrau und Mutter.

5. Die Technik und der Alltag: Einordnung der Haushaltstechnik in den sozio-kulturellen Kontext als Symbol für Wohlstand und die Integration in die moderne Konsumgesellschaft.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Waschmaschine zwar die körperliche Arbeit erleichterte, aber keine Emanzipation der Frau bewirkte, da traditionelle Rollenmuster erhalten blieben.

Schlüsselwörter

Haushaltstechnik, Waschmaschine, 60er Jahre, BRD, Wirtschaftswunder, Werbung, Hausfrau, Elektrifizierung, Konsumgesellschaft, Frauenbild, Hausarbeit, Technisierung, Rollenbilder, Arbeitserleichterung, Miele

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung und den Stellenwert von Waschmaschinen als Haushaltstechnik in der Bundesrepublik Deutschland der 1960er Jahre.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die historische Entwicklung der Haushaltsgeräte, die Analyse der zeitgenössischen Werbung sowie die Auswirkungen der Technik auf die gesellschaftliche Rolle der Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird erforscht, ob das werbliche Versprechen der „Befreiung der Hausfrau“ durch die neuen technischen Möglichkeiten in der Realität der 1960er Jahre tatsächlich eingelöst wurde.

Welche methodischen Ansätze werden genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Bild- und Textquellen zeitgenössischer Werbekampagnen sowie auf die Auswertung historischer und soziologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen der Haushaltstechnisierung, die Entwicklung der Waschmaschine, die detaillierte Analyse der Werbekampagnen von Miele und Constructa sowie die Untersuchung der Rollenbilder.

Was charakterisiert diese Arbeit in Bezug auf ihre Schlagwörter?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Konsumgesellschaft, Wirtschaftswunder, Technisierung und das traditionelle Rollenbild der Hausfrau.

Welche spezifische Rolle spielte die Firma Miele in der Werbung von 1964?

Miele bewarb die „Einknopf-Automatic“ mit der Metapher eines „Elektrogehirns“, um technisches Vertrauen aufzubauen und die Komplexität des Waschens auf einen einzigen Handgriff zu reduzieren.

Was meint die Autorin mit dem „Nebennutzen“ in der Waschmaschinenwerbung?

Der Nebennutzen bezeichnet die werbliche Konstruktion eines modernen Lebensstils, bei dem die Maschine nicht nur als Gerät, sondern als Symbol für eine vereinfachte Lebensführung und Zeitersparnis fungiert.

Warum konnte die Waschmaschine die Hausarbeit trotz technischer Fortschritte nicht wesentlich verkürzen?

Aufgrund gestiegener Sauberkeitsansprüche und der gesellschaftlichen Erwartung, dass die durch die Technik gewonnene Zeit in weitere Hausarbeit investiert werden sollte, blieb die gesamte Arbeitszeit hoch.

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Details

Title
"Das ganze Jahr Urlaub im Heim" - Haushaltstechnik als Versprechen nach einem besseren Leben am Beispiel der Waschmaschine in der BRD der 60er Jahre
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Hans-Peter Berger (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V205060
ISBN (eBook)
9783656321804
ISBN (Book)
9783656325680
Language
German
Tags
Teschnikgeschichte BRD Waschmaschine Frauen 60er Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans-Peter Berger (Author), 2011, "Das ganze Jahr Urlaub im Heim" - Haushaltstechnik als Versprechen nach einem besseren Leben am Beispiel der Waschmaschine in der BRD der 60er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/205060
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