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Erwin Rommel. Militärische Karriere und Mythos

Title: Erwin Rommel. Militärische Karriere und Mythos

Term Paper , 2011 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Torsten Büchele (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

Mit der Erstausstrahlung des Filmes "Rommel" (2012) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle ist die Person des Generalfeldmarschalls Erwin Rommel (1891-1944) wieder in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gelangt. Berühmt geworden als "Wüstenfuchs", als Kommandeur des Deutschen Afrikakorps im Zweiten Weltkrieg, gilt Rommel noch heute als der populärste Wehrmachtsgeneral - sowohl im Hinblick auf seine Bekanntheit als auch auf seine Beliebtheit. Trotz seines treuen Dienstes am verbrecherischen NS-Regime umgibt Rommel noch heute eine eigentümliche Aura der Faszination. Gegen Kriegsende mit der Widerstandsgruppe des 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht, galt Rommel in der Bundesrepublik als "sauberer" General, als aufrechter Soldat, der trotz seiner soldatischen Pflichten Kriegsverbrechen verabscheute. Sein Mythos der Rechtschaffenheit dient der Bundeswehr bis heute als Vorbild.

Auf Grundlage einer umfangreichen Darstellung seiner Biografie und seines Werdegangs eruiert diese Arbeit den Mythos, der Rommel umgibt - oder besser: die zwei Mythen, die Mythen Goebbels' und Speidels. Die Leitfragen dieser Arbeit lauten: Wer war dieser Erwin Rommel? War er ein verbrecherischer Nationalsozialist? Oder war er stattdessen ein Held, gar der Widerständler, zu dem er immer wieder verklärt wird? Oder war Rommel gar Kriegsverbrecher und Widerständler? Bewusst provokant formuliert, durchzieht die Fragestellung deutlich jedes Kapitel wie ein roter Faden.

Als Proseminararbeit bietet "Erwin Rommel - militärische Karriere und Mythos" einen umfassenden und doch kompakten Überblick über die Person Erwin Rommel. Übersichtlich, nie zu langatmigen oder gar im Detail verloren eignet sich dieses Werk besonders zum Einstieg in die Materie. Der bisweilen ins Journalistische tendierende Schreibstil ermöglicht zudem auch Fachfremden eine bequeme Lektüre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Unvergänglicher Ruhm - Eine Hinführung zur Person Erwin Rommels

2. Militärische Karriere

2.1 Karrierebeginn und Erster Weltkrieg (1910-1918)

2.2 In der Zeit der Weimarer Republik (1918-1933)

2.3 Im Dritten Reich bis zum Kriegsbeginn (1933-1939)

2.4 Frankreich und Nordafrika (1940-1943)

2.5 Italien und Frankreich (1943-1944)

3. Joseph Goebbels’ Mythos: „Wüstenfuchs“ Rommel

3.1 Vorbedingungen

3.2 Goebbels Idee und deren Umsetzung in Nordafrika

4. Hans Speidels zweiter Mythos: Märtyrer Rommel

4.1 Widerständler Rommel

4.2 Nachkriegszeit: Einsatz für Doktor Speidel

5. Kriegsverbrecher und Widerständler? - Ein Fazit über Leben und Wirken Rommels

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Person Erwin Rommel im Spannungsfeld zwischen seiner militärischen Karriere im Nationalsozialismus und der anschließenden Mythenbildung. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem realen historischen Akteur und dem sowohl von Goebbels als auch von Speidel konstruierten Bild des „sauberen Wehrmachtsgenerals“ kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der militärischen Laufbahn Rommels vom Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg.
  • Untersuchung der nationalsozialistischen Propagandastrategien zur Erschaffung des Mythos „Wüstenfuchs“.
  • Analyse der Instrumentalisierung Rommels durch Hans Speidel in der Nachkriegszeit zum Zweck der Legendenbildung.
  • Reflexion über das Bild des unpolitischen, soldatischen Widerständlers im Kontext historischer Fakten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Goebbels Idee und deren Umsetzung in Nordafrika

Minutiös plante und begründete Joseph Goebbels den Mythos Rommel: „Ich[...]rate dringend, [...] Rommel zu einer Art Volkshelden zu erheben. Das Heer hat es unbedingt notwendig. Die Luftwaffe hat ihre Stars, auch die Marine“ vermerkte er in seinem Tagebuch. Am 29.1.1942 nach dem Einmarsch in Bengasi konnte Goebbels Vollzug melden: „Der Volksheld [...] ist fertig“. Was sich dazwischen zugetragen hatte, war ein Meisterstück der Propaganda, das seinen Zweck mehr als erfüllte, siehe dazu die Umfrage in der Einleitung. Goebbels erkannte schnell, dass der nach Geltung und Anerkennung strebende Rommel ein leicht zu instrumentalisierendes Opfer darstellte. Insofern blieb Rommels schriftliche Dokumentation der Erlebnisse seiner 7. Panzerdivision im Frankreichfeldzug, obwohl vom Führer nur achtlos beiseite gelegt, nicht folgenlos. Außerdem war Rommel in der Reichskanzlei und im Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda ja bereits durch seine Vorgeschichte, sein selbst verfasstes Buch, seine drei Einsätze im Führerhauptquartier und der erfolgreichen Teilnahme am Frankreichfeldzug, bei dem er auch am Propagandafilm „Sieg im Westen“ mitgespielt hatte, kein Unbekannter mehr. Bereits beim ersten Manöver des Afrikafeldzuges, der Einnahme eines verwaisten britischen Forts am 24. März 1941, wusste sich Rommel publikumswirksam für die Wochenschau in Szene zu setzen. Bereits Anfang März hatte Rommel persönlich im Presseamt des Heeres bei einem alten Bekannten aus dem Ersten Weltkrieg um die Übersendung dreier Kriegsberichterstatter, die zu einer eigenen Propagandakompanie gehörten, gebeten, welche auch bald eintrafen und umgehend Rommels Stab angegliedert wurden. Es handelte sich um den Kameramann Hans Ertl, den Starfotografen Eric Borchert und den bekannten Autor Hanns Gert von Esebeck. Das Ergebnis fiel genau nach Rommels Wünschen, der sich nicht noch einmal wie im vergangenen Weltkrieg die „Butter vom Brot“ nehmen lassen wollte, aus: „Beim Führer ist sichergestellt, [...] dass eine historische Verdrehung der Dienste nicht wieder stattfinden wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Unvergänglicher Ruhm - Eine Hinführung zur Person Erwin Rommels: Einführung in die anhaltende Popularität Rommels und Darstellung des ambivalenten Bildes, das zwischen Verehrung und historischer Kontroverse schwankt.

2. Militärische Karriere: Detaillierte biografische Nachzeichnung von Rommels Aufstieg innerhalb der Reichswehr und Wehrmacht bis zu seinem erzwungenen Suizid 1944.

3. Joseph Goebbels’ Mythos: „Wüstenfuchs“ Rommel: Analyse der gezielten Propagandainszenierung durch das NS-Regime, um Rommel als Identifikationsfigur des „erfolgreichen Kriegers“ zu etablieren.

4. Hans Speidels zweiter Mythos: Märtyrer Rommel: Untersuchung der Bemühungen ehemaliger Offiziere wie Hans Speidel, Rommel in der Nachkriegszeit als unpolitischen, anständigen Wehrmachtssoldaten umzudeuten.

5. Kriegsverbrecher und Widerständler? - Ein Fazit über Leben und Wirken Rommels: Abschließende Reflexion darüber, dass Rommels historisches Bild heute vor allem durch den Mythos dominiert wird, der die Auseinandersetzung mit der Realität erschwert.

Schlüsselwörter

Erwin Rommel, Mythos, Wehrmacht, Nationalsozialismus, Joseph Goebbels, Propaganda, Hans Speidel, Wüstenfuchs, Widerstand, Nordafrika, Zweiter Weltkrieg, Geschichtskultur, Legendenbildung, Heer, Offizier.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild von Erwin Rommel in der deutschen Geschichte und wie dieses durch gezielte Mythenbildung entstanden ist und gepflegt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der militärischen Biografie Rommels, der nationalsozialistischen Propaganda und der anschließenden Konstruktion des Mythos vom „sauberen Wehrmachtssoldaten“ durch die Nachkriegseliten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Dekonstruktion der Legende um Rommel, indem aufgezeigt wird, wie sowohl während des Krieges als auch in der Nachkriegszeit aktiv an einem verzerrten Bild gearbeitet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen und der Sekundärliteratur zur Mythenbildung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärische Laufbahn, die propagandistische Aufarbeitung durch Goebbels sowie die spätere Umdeutung zu einer Märtyrerfigur durch Hans Speidel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mythos, Propaganda, Wehrmacht, Nationalsozialismus, Geschichtskultur und die Ambivalenz zwischen soldatischem Ethos und politischer Verstrickung.

Welche Rolle spielte Hans Speidel bei der Rommel-Legende?

Speidel war maßgeblich daran beteiligt, nach 1945 das Bild Rommels zu bereinigen und ihn als Symbolfigur für eine „saubere Wehrmacht“ zu etablieren, um die Integration in die NATO-Strukturen zu erleichtern.

Wie unterschied sich die Propaganda von der Realität in Bezug auf Rommel?

Die Propaganda inszenierte Rommel als unbesiegbaren, abenteuerlustigen Volkshelden, während sein tatsächliches Handeln oft von strategischen Widersprüchen und einer starken Loyalität gegenüber Hitler geprägt war.

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Details

Title
Erwin Rommel. Militärische Karriere und Mythos
College
University of Stuttgart  (Historisches Institut, Abteilung für Landesgeschichte)
Course
Proseminar "Württemberg in den Jahren 1935-1945"
Grade
1,0
Author
Torsten Büchele (Author)
Publication Year
2011
Pages
27
Catalog Number
V204752
ISBN (eBook)
9783656320326
ISBN (Book)
9783656325048
Language
German
Tags
Erwin Rommel Zweiter Weltkrieg NS Wüstenfuchs Afrikakorps Hitler Blitzkrieg Stauffenberg Generalfeldmarschall Widerstand Mythos General
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Büchele (Author), 2011, Erwin Rommel. Militärische Karriere und Mythos, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204752
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