Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Europe - Europe in the Cold War

Analyse und/oder Spekulation?

Der sowjetisch-chinesische Konflikt in der westdeutschen Presse am Beispiel des Grenzkonflikts am Ussuri im März 1969

Title: Analyse und/oder Spekulation?

Bachelor Thesis , 2012 , 55 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Ann-Kathrin Bartels (Author)

History of Europe - Europe in the Cold War

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Etwa 5000 Kilometer bemaß die Grenze zwischen der Sowjetunion (UdSSR) und der Volksrepublik China im Jahre 1969; die damals weltweit längste Landgrenze zweier Staaten. Diese Grenze trennte zwei Nationen, welche sich beide voll und ganz der Ideologie des Marxismus-Leninismus verschrieben hatten und zwischen denen Mitte des 20. Jahrhundert dennoch ein Konflikt entstehen sollte, der neben anderen Ereignissen wie beispielsweise dem Vietnamkrieg ein Schlüsselereignis des Kalten Krieges werden sollte.

Beide Staaten zeichnen sich heutzutage vornehmlich durch ihre große Wirtschaftskraft aus, doch während sich die UdSSR in den Wirren der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges neben den USA zur zweitstärksten Weltmacht entwickelte, begann in China nach Kriegsende ein Bürgerkrieg. Dieser endete erst 1949 mit der Proklamation der kommunistischen Volksrepublik China durch Mao Zedong. Die UdSSR sah sich im Weltkommunismus „as the central authority of the international movement, both organizationally and ideologically”, doch auch China begann ab der Mitte des 20. Jahrhunderts nach einer größeren internationalen Anerkennung zu streben.
Zahlreiche politische und ideologische Uneinigkeiten führten im Laufe der Jahrzehnte auch zu Konflikten an der langen Landgrenze der beiden kommunistischen Staaten. In erster Linie treten hier die Zwischenfälle im nord-östlichen Asien hervor. Im März 1969 kam es auf der Insel Zhenbao (russisch: Damanskij), im Grenzfluss Ussuri, gelegen, mehrfach zu Gefechten zwischen russischen und chinesischen Grenzsoldaten. Über die Telegrafenagentur der Sowjetunion und die Nachrichtenagentur Neues China sendeten sich die Regierungen Protestnoten zu, in welchen sie einander widersprechende Angaben und Vorwürfe zu den Vorkommnissen am Ussuri machten.
Die Gefechte sorgten auf der ganzen Welt für Schlagzeilen. Auch in der westdeutschen Presse wurde im März 1969 ausgiebig über sie berichtet und zahlreiche Vermutungen wurden angestellt. Oftmals wurde auch über mögliche Folgen des Konfliktes spekuliert. Was waren die Ursachen für diesen Grenzkonflikt, der von der restlichen Welt sowohl mit Interesse als auch mit Argwohn beobachtet wurde? Welche Eigenheiten zeichneten den Konflikt aus? Warum kam es ausgerechnet am Ussuri und gerade im März 1969 zu militärischen Auseinandersetzungen? Was für Konsequenzen könnte ein offen ausgetragener, militärischer Konflikt zwischen den beiden großen kommunistischen Staaten für die Welt im Jahr 1969 haben?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Schüsse am Ussuri

1.2 Fragestellung und weitere Vorgehensweise der Arbeit

1.3 Quellenlage und Forschungsstand zum Thema

2. Presseartikel als Quelle

2.1 Vorstellung der Quellenart „Presse“

2.2 Vorstellung der verwendeten Presseorgane in der Arbeit

2.3 Berichterstattung im März 1969 in den acht Presseorganen

3. Der Grenzkonflikt am Ussuri im Zusammenhang des sowjetisch-chinesischen Konflikts

3.1 Wie kam es zum Konflikt zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China?

3.2 Die Geschehnisse am Ussuri im März 1969

3.3 Die Auswirkungen des Konflikts am Ussuri

4. Untersuchung der Presseartikel

4.1 Vorstellung der Untersuchungskriterien

4.2 Vorstellung der Untersuchungsergebnisse

4.2.1 Masse und Umfang der Artikel

4.2.2 Angaben zu den Quellen der Informationen

4.2.3 Anknüpfung an damals aktuelle weltgeschichtliche Ereignisse?

4.2.4 Spekulationen und Analysen der Journalisten

4.2.5 Sachlichkeit der Berichtserstattung oder Dramatisierung der Ereignisse?

4.2.6 Verwendung von Stereotypen

5. (Un-)Genauigkeiten in der Berichtserstattung 1969 im Vergleich mit den heutigen Forschungsergebnissen – ein Fazit

6. Anhang

6.1 „Eurasia“

6.2 „China: Border and Territorial Conflicts”

6.3 „Kartenskizze der Insel Damanskij”

6.4 „Kartenskizze der durch die Verträge von Ajgun (1858) und Peking (1860) abgetrennten chinesischen Territorien“

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Berichterstattung acht ausgewählter westdeutscher Zeitungen und Zeitschriften über den sowjetisch-chinesischen Grenzkonflikt am Ussuri im März 1969. Dabei wird untersucht, wie Journalisten die Ereignisse darstellten, welche Informationsquellen genutzt wurden und inwieweit Spekulationen oder einflussnehmende Narrative – wie der Vergleich mit historischen Konflikten oder die Verwendung von Stereotypen – die mediale Vermittlung prägten, wobei die Ergebnisse abschließend mit heutigem geschichtswissenschaftlichem Forschungsstand abgeglichen werden.

  • Analyse der westdeutschen Presseberichterstattung im März 1969 zum sowjetisch-chinesischen Konflikt.
  • Untersuchung der verwendeten Informationsquellen und der Rolle politischer Kontexte.
  • Diskursanalytische Betrachtung der journalistischen Spekulationen und Analyseformen.
  • Anwendung von Stereotypenforschung zur Entschlüsselung von Fremd- und Selbstbildern in den Medien.
  • Vergleich der zeitgenössischen Medienberichte mit dem heutigen Forschungsstand zur Klärung von Genauigkeiten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Geschehnisse am Ussuri im März 1969

Betrachtet man die oben genannten Gründe für die Spannungen zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China, so kann Cheng-Chi Wu zugestimmt werden, welcher 1988 schrieb:

Der chinesisch-sowjetische Konflikt ist jedoch nicht nur ein ideologischer Kampf zwischen zwei kommunistischen Parteien, die sich gegenseitig als revisionistisch oder reaktionär einstufen und nicht nur ein Konflikt zwischen zwei Grossmächten [sic] um Überlegenheit und Einflussgebiete in Asien und anderen Regionen der Welt, sondern auch ein Grenzkonflikt über die Zugehörigkeit bestimmter Gebiete.74

Am 5. Januar 1968 kam es auf der Qiliqin Insel im Ussuri zu einem ernsthaften Zwischenfall, bei welchem sowjetische Soldaten in gepanzerten Fahrzeugen chinesische Arbeiter angriffen und vier von ihnen töteten75. Der zentrale Militärausschuss der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) reagierte darauf, indem er beschloss, dass sich die chinesischen Grenzposten für einen Gegenschlag rüsten müssten. Da es im gleichen Jahr auch in Osteuropa zu Unruhen kam, ließen die Russen davon ab „new aggressive advances on Sino-Soviet borders“76 zu machen. „Consequently, although the Chinese troops had made every preparation for launching a counterattack at Qiliqin, they did not find an opportunity to carry out the plan“77.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in den sowjetisch-chinesischen Grenzkonflikt am Ussuri im Jahr 1969 ein und definiert die Fragestellung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Presseartikel als Quelle: Es wird die Eignung von Presseerzeugnissen als historische Quelle erörtert und die acht für die Untersuchung ausgewählten Zeitungen und Zeitschriften sowie deren Berichterstattung im März 1969 vorgestellt.

3. Der Grenzkonflikt am Ussuri im Zusammenhang des sowjetisch-chinesischen Konflikts: Dieses Kapitel erläutert die historischen Hintergründe, die Entstehung des Konflikts, die Ereignisse am Ussuri im März 1969 sowie dessen Auswirkungen.

4. Untersuchung der Presseartikel: Der Hauptteil analysiert die Berichterstattung anhand von sechs Kriterien, von der Quellenlage und den weltpolitischen Anknüpfungspunkten bis hin zu Spekulationen, der Art der Darstellung und der Verwendung von Stereotypen.

5. (Un-)Genauigkeiten in der Berichtserstattung 1969 im Vergleich mit den heutigen Forschungsergebnissen – ein Fazit: Das Fazit stellt die damalige mediale Berichterstattung dem heutigen Forschungsstand gegenüber und bewertet die Qualität der damaligen Analysen.

6. Anhang: Der Anhang enthält visuelle Materialien wie Karten zur geographischen Lage und zur historischen Entwicklung der umstrittenen Gebiete.

Schlüsselwörter

sowjetisch-chinesischer Konflikt, Grenzkonflikt, Ussuri, Insel Zhenbao, Damanskij, westdeutsche Presse, Diskursanalyse, Stereotypenforschung, Kalter Krieg, Mao Zedong, Sowjetunion, Volksrepublik China, ungleiche Verträge, Berichterstattung, 1969

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie westdeutsche Printmedien im März 1969 über den sowjetisch-chinesischen Grenzkonflikt am Fluss Ussuri berichteten und ob die damaligen Journalisten die Hintergründe korrekt erfassen konnten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Grenzstreit zwischen Moskau und Peking, die Nutzung der Presse als historische Quelle, die Einordnung in den Kalten Krieg sowie die Frage nach Spekulationen und Stereotypen in der journalistischen Berichterstattung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel ist es zu klären, welchen Informationsstand westdeutsche Journalisten im Jahr 1969 hatten und inwieweit ihre damaligen Analysen und Spekulationen mit heutigen, durch Archivöffnungen fundierten Forschungsergebnissen übereinstimmen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für die Analyse verwendet?

Die Autorin bedient sich der Methode der Diskursanalyse, ergänzt durch Ansätze des „linguistic turns“ zur sprachlichen Untersuchung sowie der Stereotypenforschung zur Analyse der vermittelten Feind- und Fremdbilder.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Presseartikel basierend auf sechs Kriterien, darunter die Quellen der Journalisten, Anknüpfungspunkte an aktuelle Weltpolitik, die Analyse des Vokabulars sowie der Einsatz von Stereotypen über Russen und Chinesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie den Ussuri-Konflikt, die Analyse der westdeutschen Presseberichterstattung, das sowjetisch-chinesische Zerwürfnis, die Rolle von Stereotypen und den Vergleich historischer Berichterstattung mit modernen Forschungsergebnissen beschreiben.

Welche Rolle spielte die Berichterstattung zur Insel Zhenbao für das Bild des Gegners?

Die mediale Darstellung trug maßgeblich zur Identifikation der Konfliktparteien bei. Während die Sowjetunion oft als etablierte Macht wahrgenommen wurde, prägte das Bild einer „aufsteigenden, kulturell fremden“ dritten Weltmacht das Narrativ über China, was die Wahrnehmung der Bedrohungslage beeinflusste.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Genauigkeit der Journalisten von 1969?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Journalisten trotz begrenzter Informationsquellen im März 1969 erstaunlich treffende Analysen und Spekulationen anstellten, die durch neuere Studien weitgehend bestätigt werden konnten, auch wenn einige Schlussfolgerungen zur politischen Bedeutung für die Bundesrepublik als spekulativ einzustufen sind.

Excerpt out of 55 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse und/oder Spekulation?
Subtitle
Der sowjetisch-chinesische Konflikt in der westdeutschen Presse am Beispiel des Grenzkonflikts am Ussuri im März 1969
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Geschichte)
Grade
1,5
Author
Ann-Kathrin Bartels (Author)
Publication Year
2012
Pages
55
Catalog Number
V204737
ISBN (eBook)
9783656317463
ISBN (Book)
9783656319436
Language
German
Tags
Sowjetunion Volksrepublik China Presse Ussuri Zhenbao Damanskij 1969 Berichterstattung Spekulation Analyse Stereotypen sowjetisch-chinesischer Konflikt Zeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Kathrin Bartels (Author), 2012, Analyse und/oder Spekulation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204737
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  55  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint