Der Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind Geschäftsmodelle für Online-Content. Es existieren eine Reihe von Geschäftsmodell-Typen, die ihre digitalen Inhalte sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig den Nutzern anbieten. Im Rahmen dieser Arbeit werden die verschiedenen Geschäftsmodell-Typen unter Betrachtung der Content-Art sowie des Content-Angebotes klassifiziert und beschrieben. Dabei legt die Arbeit den besonderen Schwerpunkt auf die Erlöswege und den Nutzen für den Kunden. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Arbeit auf die Gestaltung der Geschäftsmodelle für Online-Content. Dazu wird der grundlegende Aufbau des Content-Geschäftsmodells vorgestellt. Zusätzlich werden einige Kriterien herausgearbeitet, welche für die Gestaltung und für das Betreiben von content-basierten Geschäftsmodellen notwendig sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Content ist King
1.1 Online-Content als ein wichtiges Handelsgut des Internetzeitalters
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen von Geschäftsmodellen im E-Business
2.1 Der Begriff des Geschäftsmodells
2.2 Value Proposition
2.3 Architektur der Wertschöpfung
2.3.1 Produkt-/Marktentwurf
2.3.2 Interne Architektur
2.3.3 Externe Architektur
2.4 Ertragsmodell
2.4.1 Transaktionsabhängige Ertragsmodelle
2.4.2 Transaktionsunabhängige Ertragsmodelle
2.4.3 Direkte Ertragsmodelle
2.4.4 Indirekte Ertragsmodelle
2.5 Veränderung der Geschäftsmodelle durch das Internet
2.5.1 Digitalisierung
2.5.2 Vernetzbarkeit
2.5.3 Interaktivität
2.5.4 Multimedialität
2.5.5 Kundenorientierung
2.5.6 One-to-One-Marketing
2.6 Systematisierung von Geschäftsmodellen im Internet
2.6.1 Content
2.6.2 Commerce
2.6.3 Context
2.6.4 Connection
3 Geschäftsmodelle für Online-Content
3.1 Begriffserklärung Online-Content
3.2 Geschäftsmodelle für Online-Content bezüglich des Content-Typs
3.2.1 Das Geschäftsmodell Open-Content
3.2.2 Das Geschäftsmodell Paid-Content
3.2.3 Das Geschäftsmodell User-Generated-Content
3.2.4 Das Geschäftsmodell Content-Syndication
3.3 Geschäftsmodelle in Verbindung mit dem Content-Angebot
3.3.1 Geschäftsmodelle unter Betrachtung der E-Information
3.3.2 Geschäftsmodelle unter Betrachtung der E-Entertainment
3.3.3 Geschäftsmodelle unter Betrachtung der E-Infotainment
3.3.4 Geschäftsmodelle unter Betrachtung der E-Education
4 Gestaltung von Geschäftsmodellen für Online-Content
4.1 Aufbau von Geschäftsmodellen für Online-Content
4.1.1 Core Assets und Kernkompetenzen
4.1.2 Architektur der Wertschöpfungskette des Geschäftsmodells für Online-Content
4.2 Kriterien für die Gestaltung von Geschäftsmodellen für Online-Content
4.2.1 Digitalisierung und IKT als Enabler für Geschäftsmodellinnovation
4.2.2 Gestaltung der Website
4.2.3 Usability
4.2.4 Qualität der Inhalte
4.2.5 Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte
4.2.6 Nutzung eines Content-Management-Systems (CMS)
4.2.7 Zielgruppendefinition und Kundensegmentierung
5 Beispiele für gelungene Geschäftsmodelle
5.1 Wikipedia
5.2 Youtube
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine systematische Übersicht über die Bestimmungsmerkmale und die Gestaltung von Geschäftsmodellen für Online-Content zu erstellen. Dabei werden die verschiedenen Typen klassifiziert, Erlöswege analysiert und Anforderungen an die operative Umsetzung herausgearbeitet, um ein Verständnis für die strategische Entwicklung und den Erfolg dieser Modelle im Internet zu schaffen.
- Klassifizierung von Geschäftsmodell-Typen im Online-Bereich
- Analyse der Wertschöpfungskette und Erlösstrukturen
- Kriterien für eine erfolgreiche Gestaltung und Usability
- Strategische Ausrichtung und Erfolgsfaktoren (Fallbeispiele: Wikipedia, Youtube)
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Das Geschäftsmodell Open-Content
Mit dem Begriff Open-Content ist die Nutzung freier Inhalte im Netz gemeint. Das heißt die Texte, Bilder, Tonwerke oder Videos stehen den Benutzern im Netz zur Verfügung und dürfen ohne die Zahlung von Lizenzgebühren genutzt werden. Inhalte, die als Open-Content lizenziert sind, dürfen bearbeitet, weiterverarbeitet, kopiert und gewerblich genutzt werden, ohne dass gegen das Urheberrecht verstoßen wird - aber nur, wenn auf Urheber oder Urheberin hingewiesen wird.(Vgl. Content.net/Open-Content) Das bekannteste Beispiel für Open-Content-Anbieter ist die freie Enzyklopädie Wikipedia, bei der die Konsumenten zugleich auch Produzenten von Inhalten sein können.
In Anlehnung an Lizenzmodelle von Open-Source-Software wurde Open-Content entwickelt, weil die Open-Source-Software eine Erfolgsgeschichte aufweist, an der andere Ansätze wie Open-Content anknüpfen möchten. Genauso wie Open-Source-Software verfolgt der Open-Content-Ansatz folgende These: Je freier der Umgang mit Wissen und Informationen ist, desto innovativer sind Wirtschaft und Wissenschaft. (Vgl. open-content-bw)
Auf der Seite der Forschung und Wissenschaft steht hinter dem Open-Content-Ansatz der Gedanke, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, deren Entstehung häufig durch öffentliche Gelder finanziert wird, auch kostenlos anderen Forschern und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Hauptbefürworter dieses Ansatzes sind die Hochschulbibliotheken, die jährlich enorme Summen für wissenschaftliche Zeitschriften ausgeben. Durch die freien Publikationen können die Budgets entsprechend entlastet werden. (Vgl. doit.online)
Das Geschäftsmodell des Open-Contents macht auch vor Musik und Filmen keinen halt. Die US-amerikanische Band Nine Inch Nails stellte ihr aktuelles Album „The Slip“ ihren Fans kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung. Die Umsatzeinbußen werden aus dem Verkauf von Konzertkarten und Merchandising-Artikeln generiert. (Vgl. doit.online)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Content ist King: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung digitaler Inhalte im Internetzeitalter ein und definiert die Ziele sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Grundlagen von Geschäftsmodellen im E-Business: Hier werden theoretische Grundlagen zu Geschäftsmodellen, deren Komponenten wie Value Proposition und Ertragsmodelle sowie die spezifischen Veränderungen durch das Medium Internet erläutert.
3 Geschäftsmodelle für Online-Content: In diesem Kapitel erfolgt eine systematische Klassifizierung von Geschäftsmodellen für Online-Content sowohl nach Content-Typen als auch nach dem inhaltlichen Leistungsangebot.
4 Gestaltung von Geschäftsmodellen für Online-Content: Dieser Teil befasst sich mit dem Aufbau und den kritischen Erfolgsfaktoren für die Gestaltung von Geschäftsmodellen, einschließlich der Rolle von IKT, Usability und Content-Management.
5 Beispiele für gelungene Geschäftsmodelle: Anhand der Fallbeispiele Wikipedia und Youtube wird die praktische Anwendung der zuvor erarbeiteten theoretischen Kriterien und der strategischen Ausrichtung illustriert.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich von Paid-Content und neuen Technologien.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodelle, Online-Content, Paid-Content, Open-Content, User-Generated-Content, E-Business, Wertschöpfungskette, Ertragsmodell, Content-Anbieter, Digitalisierung, Usability, Internetökonomie, Content-Syndication, E-Education, E-Entertainment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Analyse und Systematisierung von Geschäftsmodellen für digitale Inhalte im Internet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Geschäftsmodell-Typen, die Gestaltung der Wertschöpfungskette, Ertragsmechanismen und die Anforderungen an Content-Anbieter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine strukturierte Übersicht über Bestimmungsmerkmale und Kriterien zu erstellen, die für die Gestaltung erfolgreicher Geschäftsmodelle im Online-Content-Bereich entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung und Einordnung von Geschäftsmodell-Typologien (insb. des 4C-Modells) auf konkrete Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen des E-Business als auch die praktische Klassifizierung und Gestaltung von Content-Modellen inklusive spezifischer Kriterien wie Digitalisierung und Usability behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Content-Vermarktung, Paid- vs. Free-Content, Wertschöpfung und strategische Erfolgsfaktoren charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Modelle von Wikipedia und Youtube?
Während beide auf User-Generated-Content setzen, unterscheidet sich Wikipedia als nicht-kommerzielle Wissensplattform deutlich von Youtube, das als Videoportal ein indirektes, werbebasiertes Erlösmodell verfolgt.
Warum ist das "Paid-Content"-Modell für viele Anbieter schwierig?
Das Modell steht vor der Herausforderung, dass Nutzer durch die langjährige "Kostenlos-Kultur" im Internet in vielen Fällen nicht bereit sind, für Inhalte zu bezahlen, was hohe Anforderungen an Qualität und Personalisierung stellt.
- Quote paper
- Oslan Malyar (Author), 2010, Geschäftsmodelle für Online Content, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204624