Die Hausarbeit stellt die Satelliten Orbview-1 bis -4 sowie GeoEye-1 detailliert vor und vergleicht ihre Leistungen miteinander.
Als Fernerkundung bezeichnet man die berührungslose Aufzeichnung und Verarbeitung von Informationen über die Erdoberfläche oder die Oberfläche anderer Himmelskörper. Zum einen erfolgt dies durch die Aufnahme von Luftbildern durch Überfliegen eines bestimmten Ausschnitts der Erdoberfläche mittels Luftfahrzeugen, zum anderen durch Abtasten der Erdoberfläche mit Hilfe von Satelliten im Weltraum. Mit dem Beginn des Einsatzes von Erdbeobachtungssatelliten Anfang der 1960er Jahre erschlossen sich neue Möglichkeiten für die Fernerkundung. Es war nun z. B. möglich, von der gesamten Erdoberfläche regelmäßig vergleichbare Aufnahmen zu machen oder Phänomene des Wetters und anderer Naturerscheinungen zu verfolgen und so neue Erkenntnisse zu gewinnen (ALBERTZ 2009).
Orbview ist der Name einer Serie von abbildenden Satelliten, die von der US- amerikanischen Firma Orbital Image Corporation (ORBIMAGE) gebaut wurde. Die Aufgabe der wissenschaftlich sowie kommerziell genutzten Satelliten war bzw. ist es, erschwingliche, qualitativ hochwertige Bilder der Erdoberfläche für verschiedene Anwendungen zu erstellen. Die Orbview- Serie gehört zu den Erdbeobachtungssatelliten. Zu den potenziellen Anwendern der Bilder gehören z. B. Behörden, Landwirte, Architekten, Ingenieure oder Umweltplanungsbüros. 2006 wurde die Orbital Image Corporation vom weltgrößten Unternehmen für den Vertrieb von Satellitenfotos und der Bereitstellung von Geodaten „GeoEye“ übernommen. GeoEye betreibt z. Z. drei Satelliten: Orbview-2, IKONOS und GeoEye-1. GeoEye-1 gilt dabei als Fortsetzung der Orbview-Satellitenserie (http://www.geoeye.com/CorpSite/).
Als Satelliten bezeichnet man in der Fernerkundung einen künstlichen Raumflugkörper, der einen Himmelskörper auf einer elliptischen oder kreisförmigen Umlaufbahn zur Erfüllung wissenschaftlicher, militärischer oder kommerzieller Zwecke umrundet (GLOVER et al. 2005).
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Die Satelliten
2.1 Orbview-1
2.2 Orbview-2
2.3 Orbview-3
2.4 Orbview-4
2.5 GeoEye-1
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen detaillierten Überblick über die Orbview-Satellitenserie sowie deren Nachfolger GeoEye-1. Ziel ist es, die technische Entwicklung, die spezifischen Sensorsysteme und die vielfältigen Anwendungsgebiete dieser Erdbeobachtungssatelliten in der Fernerkundung systematisch darzustellen.
- Grundlagen der Fernerkundung und Erdbeobachtung
- Aufbau und Funktionsweise von Satellitenbussen und Nutzlasten
- Technische Spezifikationen und Missionsprofile der Orbview-Serie
- Sensorsysteme zur Datengewinnung (optisch, multispektral, panchromatisch)
- Kommerzielle und wissenschaftliche Anwendungsfelder von Satellitendaten
Auszug aus dem Buch
2. DIE ORBVIEW-SATELLITEN
Insgesamt werden im Folgenden fünf Satelliten der Orbview- Serie vorgestellt. Der Text bezieht sich, soweit nicht anders angegeben, auf KRAMER (2002).
Die Orbview- Satelliten unterscheiden sich im Detail in ihrer geometrischen und spektralen Auflösung, Schwadbreite, Umlaufhöhe und Missionsdauer. Den Erdbeobachtungssatelliten ist jedoch der sonnensynchrone Orbit auf einer relativ niedrigen Umlaufhöhe (Low Earth Orbit- LEO) gemeinsam, um möglichst detailreiche Bilder aufzunehmen. Ein sonnensynchroner Orbit hat den Vorteil, dass der Sonnenwinkel auf den aufgenommenen Bildern konstant ist und der Satellit einen bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche immer zur selben Ortszeit passiert. Dies erleichtert die Datennachbearbeitung und -auswertung sowie die Vergleichbarkeit der Daten von verschiedenen Aufnahmetagen, denn der optische Eindruck einer Oberfläche ändert sich mit dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen stark (ALBERTZ 2009). Auch ist allen Satelliten der grundlegende Aufbau gemeinsam: sie bestehen zum einen aus einer Nutzlast und zum anderen aus dem s. g. Satellitenbus. Bei den Orbview Satelliten stellen die Sensorsysteme zur Bildaufnahme und Datensammlung die Nutzlast da. Der Bus enthält die Systeme, die für die Funktionsfähigkeit des gesamten Satelliten notwendig sind. Für die Energieversorgung sorgen Solarpanelen, die oft mehrere Quadratmeter groß sind und daher während der Starts auf der Erde eingeklappt sind und erst im Orbit entfaltet werden. Außerdem sind ein Temperaturkontrollsystem und ein Antriebssystem für die Stabilisierung der räumlichen Lage und des Orbits im Bus enthalten. Ein Bordrechensystem dient der Steuerung und dem Datenmanagement. Zu einem Satelliten gehört außerdem immer eine Bodenstation (http://www.bernd-leitenberger.de/erd-erkundungssatelliten.shtml).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es werden grundlegende Begriffe der Fernerkundung definiert und die Entstehung der Orbview-Satellitenserie durch die Orbital Image Corporation erläutert.
2. Die Satelliten: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte technische Analyse der fünf Satelliten-Modelle (Orbview-1 bis -4 sowie GeoEye-1) hinsichtlich ihrer Sensoren und Einsatzgebiete.
Schlüsselwörter
Fernerkundung, Erdbeobachtung, Orbview, Satellit, Orbit, GeoEye, Sensorsystem, Spektrale Auflösung, Nutzlast, Satellitenbus, Weltraum, Kartographie, Klimawandel, Datenauswertung, Bildaufnahme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der technischen Dokumentation und Vorstellung der Orbview-Satellitenserie sowie deren Nachfolgeprojekt GeoEye-1 im Kontext der modernen Fernerkundung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Das Dokument deckt die physikalischen Grundlagen von Satellitenorbits, den strukturellen Aufbau von Erdbeobachtungssatelliten und die spezifischen technischen Fähigkeiten der verschiedenen Modellreihen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel besteht darin, einen fundierten Überblick über die technologische Entwicklung und die Anwendungsmöglichkeiten der Orbview-Serie zu geben, von der ersten Mission 1995 bis zur Ablösung durch GeoEye-1.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse, bei der technische Spezifikationen aus Fachquellen und Missionsberichten zusammengetragen und systematisch gegenübergestellt wurden.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Beschreibung der Satelliten-Grundlagen und eine detaillierte, kapitelweise Vorstellung der einzelnen Satellitenmodelle mit ihren spezifischen Sensordaten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind Fernerkundung, Satellitentechnik, multispektrale Bildaufnahme, Orbit-Parameter und kommerzielle Geodatennutzung.
Welches Ereignis markierte das Ende der Orbview-Ära?
Die Ära fand ihr Ende mit der Übernahme der Firma Orbital Image Corporation (ORBIMAGE) durch den Konkurrenten GeoEye, was zur Inbetriebnahme von GeoEye-1 als offiziellem Nachfolger führte.
Warum sind die Bilder der Satelliten auch wissenschaftlich relevant?
Durch die hohe Auflösung und die speziellen Sensoren ermöglichen die Bilder Analysen zu Klimawandel, Vegetationszuständen, Naturkatastrophen und dem globalen Kohlenstoffkreislauf.
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- Anonym (Author), 2010, Die Orbview-Satelliten - Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/204589