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Römer 13,1-7 - Von der klassischen Auslegung zu transformatorischen Aspekten

Titel: Römer 13,1-7 - Von der klassischen Auslegung zu transformatorischen Aspekten

Seminararbeit , 2012 , 27 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: David Jäggi (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Paränese Röm 13,1-7 hat die politische Ethik des Christentums massgeblich geprägt. Je nach zeitgeschichtlicher Epoche und politischem Kontext werden die Verse ganz unterschiedlich ausgelegt. Im europäischen Umfeld erfuhr Röm 13 insbesondere zur Zeit des 2. Weltkrieges weitreichende Bedeutung und löste einige Anfragen an die Christen aus, namentlich was das Recht zum politischen Widerstand betrifft. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten, heute noch durch die akademische Theologie konsultierten Konzeptionen.
Insbesondere aus den exegetischen Arbeiten zu Röm 13 entsteht allerdings der Eindruck, dass die Paränese zum Verhalten des Christen hinsichtlich der staatlichen Obrigkeit aus dem Gesamtzusammenhang von Paulus Anliegen herausgetrennt wird. Es kann nicht geleugnet werden, dass Paulus oft eher mit dem Bild eines Theologieprofessoren in Verbindung gebracht wird, welcher systematisch-theologische und ethische Antworten in komplizierten, aber geschickten Glaubenssätzen äussert, als mit einem feurigen Missionar, welcher ein ganz einschneidendes Erlebnis mit Gott gemacht hat (Apg 9,5), das sein Leben und sein Verhalten von Grund auf veränderte. Die Kapitel Röm 12-16 sind denn auch kein „add-on“, nachdem zuvor das Relevante, die individuelle Rechtfertigung durch Christus, bereits dargelegt wurde. Die Kapitel stellen im Gegenteil einen integralen Bestandteil des Briefes an die Römer dar. Paulus will aufzeigen, wie die Gläubigen in ihrem neuen Glauben leben können, nachdem ihr Leben durch den auferstandenen Jesus transformiert wurde. In diesem breiteren Zusammenhang muss auch Röm 13,1-7 betrachtet werden. Und so gelangt man zur Frage, wie dem Grundauftrag der Verantwortung und Mitgestaltung in dieser Welt, in der Schöpfung Gottes in der Jesus als König regiert, als Christ nachgelebt werden kann. Ein Einlassen auf die Probleme, Gefahren, die Gesellschaft oder die Politik dieser Welt wurde und wird teilweise als gefährliche Irrlehre bezeichnet (Dualismus).
Hinsichtlich dieser aufgeführten Tatsachen soll in vorliegender Konzeption in aller Kürze die traditionelle theologische Auslegung von Röm 13,1-7 betrachtet werden. Daran schliesst sich eine Auseinandersetzung mit den transformatorischen Aspekten der Paränese, wobei zuerst dargelegt werden soll, wie Paulus entgegen der herkömmlichen Sichtweise in seinem Anliegen auch noch verstanden werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 TRADITIONELLE BETRACHTUNGEN ZU RÖM 13,1-7

2.1 Exegetisch

2.1.1 Nach Otto Michel

2.1.2 Nach Michael Theobald

2.2 Ethisch

2.2.1 Der Staat als Notwendigkeit in einer gefallenen Welt

2.2.2 Die Verantwortung des Christen gegenüber dem Staat

3 VON DER DISTANZ ZUR TRANSFORMATION

3.1 Luthers „Zwei-Reiche-Lehre“

3.2 Karl Barths „Christengemeinde und Bürgergemeinde“

4 PAULUS‘ THEOLOGIE AUS ANDERER SICHT

4.1 Das Anliegen von Paulus

4.1.1 Paulus als leidenschaftlicher Missionar

4.1.2 Der Bund

4.1.3 König Jesus und das Evangelium

4.2 Röm 12,1 als theologischer Angelpunkt

5 TRANSFORMATORISCHE ASPEKTE ZU RÖM 13,1-7

5.1 Transformation vs. Distanz

5.2 Transformation durch Nächstenliebe

5.3 Transformation durch tikun olam

6 FAZIT

7 BIBLIOGRAPHIE

7.1 Literatur

7.2 Internet

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Paränese Röm 13,1-7 mit dem Ziel, von der traditionell auf Distanz und Loyalität ausgerichteten Exegese zu einer transformatorischen Perspektive zu gelangen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Christen angesichts der Königsherrschaft Jesu eine aktive, gestaltende Verantwortung im politischen Raum und in der Gesellschaft wahrnehmen können, ohne den biblischen Kontext zu vernachlässigen.

  • Kritische Analyse traditioneller Auslegungsmodelle (Luther, Barth).
  • Neubewertung der paulinischen Theologie im Kontext des Bundes und der Königsherrschaft Jesu.
  • Integration von Röm 12,1-2 als theologischen Angelpunkt für ethisches Handeln.
  • Theologische Begründung gesellschaftlicher Transformation durch Nächstenliebe und das Konzept "tikun olam".

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Paulus als leidenschaftlicher Missionar

Wie bereits oben erwähnt, wird Paulus meist als peinlich genauer Theologe angesehen. Paulus‘ Glaube an Jesus Christus gründete sich jedoch nicht auf Lehrsätze, sondern auf ein lebensveränderndes Ereignis, welches ihn völlig transformiert hat und ein grosses Herzensanliegen in ihm auslöste: Die Verkündigung des Evangeliums, die Verkündigung, dass Gott selber in Jesus Christus auf dieser Erde inkarnierte, schuldlos starb und auferstand. Paulus definierte sich nie über seine theologische Erkenntnis, sondern über den gekreuzigten und auferstandenen Messias. Dafür nahm Paulus grosse Entbehrungen und Strapazen auf sich, reiste monatelang umher, liess sich schlagen und einsperren und hatte trotzdem noch immer das eine Anliegen.

Er bezeichnete sich selber als „brennend im Geist“ (Röm 12,11), er war noch immer ein Eiferer (Gal 1,14), nun aber unter anderen Vorzeichen, nämlich dass „der Gott, den sie (die Juden, D.J.) anbeteten, den schockierenden Geheimplan enthüllt hatte, den er die ganze Zeit vorbereitet hatte.“ Paulus lernte seinen Gott von einer völlig neuen Seite kennen, lernte ihn auf andere Weise anzubeten und seine Energie für die Sache Gottes war nun von einer Sache bestimmt: Von der Liebe. Paulus sieht sich in seiner Mission, in seiner Verkündigung des Evangeliums an alle Menschen, als Teil einer grossen Bewegung,

„die mit der Auferstehung beginnt und mit der Erneuerung aller Dinge endet. Er ist … der Herold des Königs; und der König ist der König aller Könige und der Herr aller Herren. Die jüdische Hoffnung, dass Israels König der König der Welt sein würde, war im Messias Jesus wahr geworden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die historische Auslegungsgeschichte von Röm 13,1-7 ein und verdeutlicht die Notwendigkeit, Paulus nicht als reinen Theoretiker, sondern als transformatorisch wirkenden Missionar zu begreifen.

2 TRADITIONELLE BETRACHTUNGEN ZU RÖM 13,1-7: Hier werden exegetische Positionen (Michel, Theobald) und ethische Ansätze analysiert, die den Staat primär als Notordnung in einer gefallenen Welt betrachten.

3 VON DER DISTANZ ZUR TRANSFORMATION: Dieses Kapitel stellt Luthers Zwei-Reiche-Lehre den Ansätzen von Karl Barth gegenüber, um den Übergang von einer Distanzhaltung hin zu einer verantwortungsbewussten Christengemeinde aufzuzeigen.

4 PAULUS‘ THEOLOGIE AUS ANDERER SICHT: Die Arbeit beleuchtet das Anliegen des Paulus unter Aspekten wie dem Bund, der Königsherrschaft Jesu und der Bedeutung von Röm 12,1 als Basis für ein ganzheitliches Leben.

5 TRANSFORMATORISCHE ASPEKTE ZU RÖM 13,1-7: Es wird dargelegt, wie der Glaube durch Nächstenliebe und das jüdische Konzept des tikun olam zu einer aktiven Gestaltung der Gesellschaft führt, anstatt sich in Weltabgewandtheit zu verlieren.

6 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Röm 13,1-7 Teil einer umfassenden christlichen Lebenspraxis ist und schlägt konkrete Handlungsfelder für Christen in der heutigen Gesellschaft vor.

Schlüsselwörter

Römer 13, Paulus, Politische Ethik, Transformation, Königsherrschaft Jesu, Zwei-Reiche-Lehre, Christengemeinde, Gesellschaftliche Verantwortung, Nächstenliebe, tikun olam, Staat, Biblische Hermeneutik, Gottes Reich, Mission, Christenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Christen zum Staat auf Grundlage der Paränese Röm 13,1-7 und stellt dabei die herkömmliche, distanzierte Auslegung in Frage.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die biblische politische Ethik, die Rolle der Kirche in der Welt, die Theologie des Paulus sowie Konzepte wie der Bund Gottes und das jüdische Prinzip des tikun olam.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine transformatorische Sicht auf Röm 13,1-7 zu entwickeln, die Christen zu aktiver und gestaltender Verantwortung in der Gesellschaft anregt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historisch-theologische Analyse, die Exegese der entsprechenden Bibelstellen mit modernem paulinischem Verständnis verknüpft und diese in einen ethisch-praktischen Kontext stellt.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert den Wandel des Verständnisses von Distanz hin zu Transformation, kontrastiert die Ansätze von Luther und Barth und entwickelt die Bedeutung der paulinischen Theologie für das heutige Handeln.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind Transformation, Königsherrschaft Jesu, Verantwortung, politische Ethik und tikun olam.

Wie steht Paulus laut der Arbeit zum Staat?

Paulus sieht den Staat als von Gott eingesetzt, betont aber, dass Christen als Repräsentanten der Liebe Gottes eine aktive, transformatorische Rolle innerhalb der gegebenen Strukturen einnehmen sollen.

Was bedeutet "tikun olam" im Kontext dieser Studie?

Es bezeichnet das jüdische Konzept des "Heilens der Welt", welches als Inspiration dient, um zu zeigen, dass auch Christen aktiv zur gesellschaftlichen Verbesserung beitragen sollen.

Warum wird Röm 12,1-2 als "Angelpunkt" bezeichnet?

Die Verse dienen als notwendige Einleitung für das Verständnis von Röm 13, da sie den Gläubigen zu einem ganzheitlichen, gottgewollten Leben aufrufen, das sich transformierend auf die Welt auswirkt.

Welche praktischen Schlussfolgerungen zieht der Autor?

Der Autor empfiehlt aktives bürgerliches Engagement, die Nutzung politischer Mitbestimmung, das Aufsuchen sozial Benachteiligter und die Gründung christlicher Sozialwerke als gelebte Nächstenliebe.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Römer 13,1-7 - Von der klassischen Auslegung zu transformatorischen Aspekten
Hochschule
Werkstatt für Gemeindeaufbau gGmbH
Veranstaltung
Vorlesung Römerbrief
Note
1.0
Autor
David Jäggi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V203353
ISBN (eBook)
9783656299127
ISBN (Buch)
9783656300458
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Römerbrief Römer 13 Staat Emil Brunner Karl Barth Tikkun Olam Tiqqun Olam Gesellschaftstransformation Christ Paulus transformatorisch NPP New Perspective on Paul Neue Paulusperspektive New Covenant International University Florida Akademie für Leiterschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Jäggi (Autor:in), 2012, Römer 13,1-7 - Von der klassischen Auslegung zu transformatorischen Aspekten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203353
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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