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Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung von Kleinkindern beim Erstspracherwerb

Title: Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung von Kleinkindern beim Erstspracherwerb

Pre-University Paper , 2012 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Brenneis (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

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Summary Excerpt Details

In dieser Facharbeit wird der Frage auf den Grund gegangen, durch welche Faktoren der Erstspracherwerb des Kleinkindes positiv oder negativ beeinflusst wird. Dazu wird zunächst kurz dargestellt, wie der Erstspracherwerb normalerweise abläuft, um im Anschluss daran aufzuzeigen, wodurch die Sprachentwicklung begünstigt oder beeinträchtigt werden kann. Dabei wird zuerst auf mögliche körperliche Ursachen eingegangen und anschließend auf die Umweltbedingungen, denen das Kind ausgesetzt ist, wobei besonders untersucht wird, inwiefern das Verhalten der Bezugspersonen – also in der Regel der Eltern – die Sprachentwicklung beeinflussen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Überblick über den normalen Verlauf des Spracherwerbs

III. Körperliche Ursachen für eine gestörte Sprachentwicklung

1. Die Rolle von Grob-, Fein- und Mundmotorik

2. Auswirkungen einer Schädigung des Gehörs

IV. Die Rolle der Bezugsperson

1. Das Vermitteln von Sicherheit

2. Das zeitintensive Vermitteln der Sinnhaftigkeit der Sprache

3. Ausnutzen des natürlichen Forschungsdrangs

4. Der richtige sprachliche Input

5. Das korrekte „corrective Feedback“

6. Fördern der Sprachentwicklung durch Vorlesen, Musik und Spiele

V. Weitere Faktoren

1. Die Gefahren durch Fernsehen und Computer

2. Der Einfluss von Geschwistern

VI. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Facharbeit untersucht die Faktoren, die den Erstspracherwerb bei Kleinkindern maßgeblich beeinflussen, und geht der Frage nach, wie sich körperliche Voraussetzungen sowie die spezifische Interaktion mit Bezugspersonen auf die sprachliche Entwicklung auswirken.

  • Analyse des normalen Verlaufs des Spracherwerbs von der Geburt bis zum Kleinkindalter.
  • Untersuchung körperlicher Einflussfaktoren wie Motorik und Hörfähigkeit.
  • Bewertung der Rolle der Bezugsperson bei der Förderung von Sprache und Sicherheit.
  • Diskussion externer Einflussfaktoren wie Medienkonsum und Geschwisterkonstellationen.
  • Darstellung pädagogischer Ansätze wie korrektives Feedback und gezielte Sprachförderung.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Bezugsperson

Die Personen, mit denen das Kind meistens zusammen ist und kommuniziert, sind offensichtlich dafür verantwortlich, dem Kind die Sprache beizubringen. Dieser Prozess läuft in der Regel, wenn keine körperlichen Beeinträchtigungen vorliegen, ohne weitere Probleme ab; jedoch können ungünstige Verhaltensweisen den Spracherwerb verlangsamen und andere Verhaltensweisen den Spracherwerb fördern.

Damit das Kind überhaupt Sprache erlernt und sich weiterentwickelt, ist es auf ein intaktes soziales Umfeld angewiesen. Es muss sich in seiner Familie geborgen und akzeptiert fühlen. Nur so kann es Freude am Sprechen erlangen und den Mut aufbringen, mit der Sprache zu spielen, sie auszuprobieren und dabei auch Fehler zu machen. So wie sich Schüler bei einem einschüchternden Lehrer nicht trauen, qualitativ nicht optimale Beiträge zu leisten, so traut sich ein Kleinkind nicht, unvollkommene Sprache zu äußern, wenn es weiß, dass seine Umwelt nicht positiv darauf reagiert.

Bei der Kommunikation mit dem Kind ist es wichtig, Blickkontakt zu halten, da die Sprache sonst nicht beim Kind ankommt. Auch wenn es selbst noch keine Wörter produziert, muss es als Gesprächspartner ernst genommen werden und die Möglichkeit bekommen, frühst möglich grundlegende Kommunikationsregeln zu erwerben. Darüber hinaus muss sich das Kind in seiner Umgebung sicher fühlen, damit es bereit ist, die Welt (der Sprache) zu entdecken. Sicherheit kann durch immer wiederkehrende, vertraute Situationen und durch persönliche Bindung erreicht werden. Wie wichtig die Eltern für den Spracherwerb sind, zeigt sich darin, dass Heimkinder trotz einer guten Versorgung in ihrer Sprachentwicklung oft zurückgeblieben sind. Außerdem führt ein ständiger Wechsel der Bezugsperson zu Verlassenheitsängsten und Überforderung des Kindes. Wenn ein Kind Angst hat, dass die Bezugsperson weg sein könnte, wenn es sich kurz umdreht, wird es nicht selbstständig auf „Entdeckungstour“ gehen und kein Interesse für die Umwelt entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik sprachlicher Defizite bei Vorschulkindern ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die förderlichen sowie hemmenden Faktoren der Sprachentwicklung zu identifizieren.

II. Überblick über den normalen Verlauf des Spracherwerbs: Das Kapitel beschreibt chronologisch die Meilensteine der sprachlichen Entwicklung vom ersten Schrei über das Lallen bis hin zum komplexen Satzbau.

III. Körperliche Ursachen für eine gestörte Sprachentwicklung: Hier werden physische Voraussetzungen, insbesondere die Motorik und das Gehör, als fundamentale Grundlagen für einen störungsfreien Spracherwerb analysiert.

IV. Die Rolle der Bezugsperson: Dieses Kapitel erläutert, wie Eltern durch Sicherheit, aktives Feedback und angemessenen Input die Sprachentwicklung des Kindes maßgeblich unterstützen können.

V. Weitere Faktoren: Diese Untersuchung befasst sich mit äußeren Einflüssen wie dem Medieneinsatz sowie der familiären Struktur, etwa dem Einfluss von Geschwistern, auf den Spracherwerb.

VI. Schluss: Das Fazit stellt fest, dass Sprachentwicklungsstörungen oft durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren entstehen und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Erstspracherwerb, Sprachentwicklung, Kleinkind, Bezugsperson, corrective Feedback, Mentales Lexikon, Objektpermanenz, Sprachentwicklungsstörung, Kommunikation, Ammensprache, Wortschatz, Motorik, Hörstörung, Sprachförderung, Frühkindliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Ursachen, die eine unterschiedliche Sprachentwicklung bei Kleinkindern begünstigen oder behindern können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die körperlichen Voraussetzungen, die Bedeutung des sozialen Umfelds sowie die Rolle der Bezugspersonen bei der Sprachförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, durch welche Faktoren der Erstspracherwerb des Kleinkindes positiv oder negativ beeinflusst wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Facharbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien zur kindlichen Sprachentwicklung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse körperlicher Ursachen, die Untersuchung der Eltern-Kind-Interaktion und eine Betrachtung externer Einflüsse wie Medienkonsum und Geschwisterrollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Erstspracherwerb, corrective Feedback, Ammensprache und Sprachentwicklungsverzögerung stehen im Zentrum der Untersuchung.

Warum ist das „corrective Feedback“ für Kinder wichtig?

Es ermöglicht eine passive Korrektur sprachlicher Fehler ohne den Abbau der Sprechfreude, indem die Aussage des Kindes korrekt wiederholt und erweitert wird.

Welchen Einfluss hat das Fernsehen auf die Sprachentwicklung?

Übermäßiger Fernsehkonsum kann laut der Arbeit die Sprachentwicklung verzögern, da das Kind eine rein passive Rolle einnimmt und der Fernseher nicht auf individuelle Fragen reagieren kann.

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Details

Title
Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung von Kleinkindern beim Erstspracherwerb
Grade
1,0
Author
Markus Brenneis (Author)
Publication Year
2012
Pages
22
Catalog Number
V203187
ISBN (eBook)
9783656339106
ISBN (Book)
9783656339960
Language
German
Tags
Spracherwerb Erstspracherwerb Sprachentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Brenneis (Author), 2012, Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung von Kleinkindern beim Erstspracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203187
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