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Die Debatte um den imperialen/hegemonialen Niedergang der USA um 1990 im historischen und theoretischen Kontext

Title: Die Debatte um den imperialen/hegemonialen Niedergang der USA um 1990 im historischen und theoretischen Kontext

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Maerschalk (Author)

Politics - Region: USA

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Als sich die amerikanische Wirtschaft Ende der 1980er Jahre in einer ernsten Krise befand, wuchsen auch die Zweifel an der „Ewigkeitsgarantie“ des US-Imperiums. An ihre Stelle
trat eine in weiten Kreisen geführte Debatte um den imperialen, bzw. hegemonialen Niedergang der USA. Auch in akademischen Kreisen fanden diese Überlegungen breiten Anklang. Dabei erregte Paul
Kennedys monumentales Geschichtswerk „The Rise and Fall of the Great Powers. Economic Change and Military Conflict from 1500 to 2000“ sicherlich weithin das größte Aufsehen.3 Ziel dieser Arbeit
ist es, die Debatte um den hegemonialen Niedergang der USA anhand von Kennedys Werk zu untersuchen, da dieses einerseits einen breiten historischen Überblick bietet, andererseits aber
ebenso eine „populäre Theorie“4 enthält, um diesen zu erklären, auch wenn Kennedy sein „historisches Extrakt“ nicht als solche verstanden wissen möchte (s.u.). Dabei soll besonderen Wert auf die Belastbarkeit dieser theoretischen Grundannahmen gelegt werden, indem seinem realistischen Ansatz zwei andere Ansätze, ein konstruktivistischer und ein der Interdependenz- Analyse entstammender, gegenüber gestellt wird. Auf diese Weise soll gezeigt werden, dass auch der Niedergang der USA, bzw. ob er überhaupt stattfindet (oder damals stattfand) in erster Linie von der
theoretischen „Linse“ bestimmt wird, durch die der jeweilige Autor die Welt betrachtet. Kennedys Arbeit ist in erster Linie ein historisches Werk. So kann mit der Nachverfolgung seiner Argumentation zugleich auch ein historischer Überblick gegeben werden. Selbstverständlich können die Betrachtungen im Rahmen dieser Arbeit nur auf einem oberflächlichen Niveau bleiben; es wurde
jedoch versucht, dem Leser einen groben Überblick über die Debatte und das Problem ihrer theoretischen Rezeption zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE DECLINE-DEBATTE DER 1990ER JAHRE – EINE HISTORISCHE HINFÜHRUNG

3. PAUL KENNEDY – VOM AUFSTIEG UND VERFALL DER GROßMÄCHTE

3.1. Kennedys Schlussfolgerungen – (K)eine Theorie

3.2. Historischer Abriss

3.3. Pax Americana: Der Aufstieg der USA als Imperium

3.4. The Decline of American Power – Kennedys Blick in die Zukunft

4. DECLINE IM AUGE DES BETRACHTERS: KRITIK AN KENNEDY

4.1. Henry R. Nau: Die Enge des Blickwinkels

4.2. Joseph S. Nye: Anpassung an die neuen Gegebenheiten

5. SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Debatte um den hegemonialen Niedergang der USA um 1990 unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundannahmen von Paul Kennedy. Ziel ist es, Kennedys realistischen Ansatz durch Gegenüberstellung mit konstruktivistischen und Interdependenz-theoretischen Perspektiven auf seine Belastbarkeit zu prüfen und aufzuzeigen, wie sehr die Interpretation des US-Niedergangs von der theoretischen „Linse“ des jeweiligen Autors abhängt.

  • Analyse der Decline-Debatte der 1990er Jahre
  • Untersuchung von Paul Kennedys „Rise and Fall of the Great Powers“
  • Gegenüberstellung realistischer, konstruktivistischer und Interdependenz-theoretischer Ansätze
  • Bewertung des Konzepts „Imperial Overstretch“
  • Diskussion der relativen versus absoluten Machtposition der USA

Auszug aus dem Buch

3.1.Kennedys Schlussfolgerungen – (K)eine Theorie

Kennedys Arbeit ist als Versuch anzusehen, im Sinne klassischer Geschichtsschreibung allgemeine Regeln und Gesetzmäßigkeiten über den Aufstieg und Niedergang großer Mächte zu finden. Neben einem großen akademischen Echo war Kennedys Werk auch kommerzieller Erfolg beschieden, es entwickelte sich in seinem Erscheinungsjahr 1987 schnell zu einem Beststeller und erreichte in der Liste der meistverkauften Hardcover-Bücher den sechsten Platz. Hier werden die USA keineswegs als exzeptionell angesehen, sondern ganz im Gegenteil in eine lange Reihe von Aufstieg und Niedergang verschiedener Imperien der Weltgeschichte gestellt, die sich ebenfalls einem schleichenden Machtverlust ausgesetzt sahen. Durch Analyse der jeweiligen historischen Präzedenzfälle zieht Kennedy einige theoretische Schlussfolgerungen. Diese sollen an dieser Stelle noch vor einer genaueren Beleuchtung der einzelnen, durch Kennedy behandelten Epochen, genauer untersucht werden, um sein theoretisches Konstrukt anschließend im Lichte der durch ihn herangezogenen empirischen Fakten zu überprüfen. Erst durch dieses Vorgehen ist es möglich, seine Schlussfolgerungen über den Niedergang der USA – als das letzte Imperium in einer langen Reihe – genauer zu beurteilen.

Grundsätzlich hält Kennedy sein Werk kaum für geeignet, zur Schaffung einer allgemeingültigen Theorie beizutragen. Er stellt deutlich heraus, dass generelle Annahmen, wie beispielsweise die theoretische Verbindung bedeutender Kriege mit zyklischen wirtschaftlichen Auf- und Abschwüngen, durch die Varianz der historischen Fakten kaum Raum für „harte“ wissenschaftliche Schlussfolgerungen belassen. „[…] any general theory about whether empires pay […] is likely – from the conflicting evidence available – to produce the banal answer sometimes yes, sometimes no.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische und theoretische Problematik des US-Hegemonialverlusts ein und legt das Ziel der vergleichenden Analyse dar.

2. DIE DECLINE-DEBATTE DER 1990ER JAHRE – EINE HISTORISCHE HINFÜHRUNG: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Debatte nach, geprägt von wirtschaftlichen Krisen und dem Wandel des amerikanischen Selbstbildes.

3. PAUL KENNEDY – VOM AUFSTIEG UND VERFALL DER GROßMÄCHTE: Das Hauptkapitel analysiert Kennedys Theorie des „Imperial Overstretch“ sowie seinen historischen Überblick von 1500 bis zur Pax Americana und den Zukunftsprojektionen für die USA.

4. DECLINE IM AUGE DES BETRACHTERS: KRITIK AN KENNEDY: Hier werden kritische Gegenpositionen durch Henry R. Nau (konstruktivistischer Ansatz) und Joseph S. Nye (Interdependenz-Analyse) erörtert, die Kennedys Realismus in Frage stellen.

5. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass der wahrgenommene Niedergang der USA primär als relativer Prozess und abhängig vom theoretischen Interpretationsrahmen zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

USA, Hegemonie, Niedergang, Paul Kennedy, Imperial Overstretch, Realismus, Interdependenz, Henry R. Nau, Joseph S. Nye, Pax Americana, Machtverfall, Internationale Beziehungen, Wirtschaftskraft, Verteidigungsausgaben, Weltordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um den vermeintlichen Niedergang der USA als Weltmacht um 1990, basierend auf Paul Kennedys Werk sowie alternativen theoretischen Erklärungsmodellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind wirtschaftliche Machtfaktoren, militärische Überdehnung (Imperial Overstretch), die Rolle von Ideologien und die Komplexität internationaler Interdependenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es zu zeigen, dass die Einschätzung des US-Niedergangs keine objektive Tatsache ist, sondern maßgeblich davon abhängt, welche theoretische „Linse“ (Realismus, Konstruktivismus oder Interdependenz) der Autor verwendet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Theorieanalyse, um die unterschiedlichen Erklärungsansätze für den Aufstieg und Fall von Imperien gegenüberzustellen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Kennedys geschichtstheoretischem Modell und die anschließende kritische Dekonstruktion durch die Ansätze von Henry R. Nau und Joseph S. Nye.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Hegemonie, Imperial Overstretch, relative vs. absolute Macht, Interdependenz und internationale Ordnung bestimmt.

Inwiefern beeinflusst der Realismus Kennedys Sichtweise?

Der Realismus führt dazu, dass Kennedy den Fokus einseitig auf die ökonomische Basis militärischer Macht und den Zyklus von Aufstieg und Fall legt, wobei innenpolitische oder identitätsstiftende Faktoren vernachlässigt werden.

Warum argumentiert Joseph S. Nye gegen die These des Imperial Overstretch?

Nye argumentiert, dass die USA durch die gestiegene internationale Interdependenz nicht mehr in der klassischen Weise durch reine militärische Macht kontrolliert werden können und die reine Fixierung auf Budgetzahlen die komplexen Machtressourcen moderner Staaten verkennt.

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Details

Title
Die Debatte um den imperialen/hegemonialen Niedergang der USA um 1990 im historischen und theoretischen Kontext
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Imperium USA?
Grade
1,7
Author
Martin Maerschalk (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V203171
ISBN (eBook)
9783656297536
ISBN (Book)
9783656297956
Language
German
Tags
USA Niedergang Imperium Hegemonie Kennedy Decline Nau Nye Imperial Overstretch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Maerschalk (Author), 2009, Die Debatte um den imperialen/hegemonialen Niedergang der USA um 1990 im historischen und theoretischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/203171
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