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Wie lebe ich mit dem Tod

Title: Wie lebe ich mit dem Tod

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Tara Shawket (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations

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Summary Excerpt Details

Der Tod lebt unter uns. Jeden Tag sterben mehrere Tausend Menschen auf der ganzen Welt. Der Tod ist immer irgendwo präsent und jedes Lebewesen muss eines Tages sterben. Nichts in unserem Leben ist so sicher, wie die Tatsache sterben zu müssen. Jeder muss es und keiner weiß wann es passiert. Trotzdem findet der Tod in unseren gesellschaftlichen Gesprächen einen kaum nennenswerten Platz. Vorherrschend sind eher Unverständnis gegenüber der Endlichkeit menschlicher Existenz sowie daraus resultierend eine radikale Unvertretbarkeit dem Tod gegenüber. Durch die Nichterfahrbarkeit des Todes stellt sich die Frage, wie der Mensch seinen Alltag beschreitet und was passiert, wenn man doch mit dem Tod in Berührung gekommen, aber selber verschont geblieben ist? Wie kann man dann mit dem Tod leben und das Erlebte, den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten? Rituale von früher werden in der modernen Gesellschaft nicht mehr praktiziert und können so keine Vertrautheit mehr in der Sterbebegleitung liefern. Auch die Betreuung Trauernder wird in unserer Gesellschaft immer mehr zur unüberbrückbaren Hürde, weil nicht nur der Tod ausgebürgert zu sein scheint, sondern auch die Hinterbliebenen. Im Alltag denkt ein junger Mensch kaum an das Sterben und an den Tod. Beides liegt in der Ferne und man fühlt sich dem gegenüber unantastbar. Der Tod scheint etwas in unserer Gesellschaft zu sein, das man so weit wie möglich von sich fern halten muss. Etwas, das es zu verhindern gilt und nicht thematisiert werden soll. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung: Wie lebe ich mit dem Tod?

1.1) Rituale von Früher:

1.2) Der Tod in der Moderne:

1.3) Der neue unschicke Tod:

2) Die Medikalisierung:

2.1) Das Verschwimmen der Grenze zwischen Leben und Tod:

3) Die Verdrängung des Todes:

4) Über den Tod sprechen:

4.1) Beratungsliteratur:

4.2) Das Sterben eines Anderen:

5) Fazit:

6) Quellenverzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Umgang des modernen Menschen mit dem Sterben und dem Tod auseinander. Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie das Individuum dem Tod nicht als Feind, sondern als integralem Bestandteil des Lebens begegnen kann, um die bestehende Tabuisierung und Einsamkeit in der Sterbebegleitung zu überwinden.

  • Historischer Wandel der Sterberituale und des öffentlichen Umgangs mit dem Tod
  • Die Rolle der Medikalisierung und moderner Institutionen beim Sterbeprozess
  • Mechanismen der gesellschaftlichen und individuellen Verdrängung des Todes
  • Die Funktion von Beratungsliteratur im Kontext einer entritualisierten Gesellschaft
  • Die Bedeutung der persönlichen Trauer und des Umgangs mit dem Tod eines Anderen

Auszug aus dem Buch

1.1) Rituale von Früher

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Tod eines Verstorbenen in der ganzen Gemeinde zelebriert. Die Nachricht des Todes wurde an der Haustür des Verstorbenen angeschlagen und so konnte jeder der das Bedürfnis der letzten Ehre verspürte, eintreten und sich beim Leichnam verabschieden. Auch am Gottesdienst in der Kirche versammelte sich die gesamte Gemeinde. Anschließend geleitete ein langsamer Trauerzug den Sarg zum Friedhof. „Die Trauerzeit war mit Besuchen ausgefüllt“ (Ariés, Philippe: „Geschichte des Todes“, München 2009, Seite 715). Es kamen Verwandte und Bekannte zum Friedhof und verabschiedeten sich von der Seele des Verstorbenen. Die Besuche von Angehörigen und deren Freunden fand zudem auch bei der Familie zuhause statt.

Der Tod eines Menschen ging die ganze Gemeinde etwas an. Die Hinterbliebenen wurden mit ihrer Trauer nicht alleine gelassen, jeder nahm an dem Tod und an der Trauer teil. Das ganze Dorf, die gesamte Gemeinde, das heißt, eine „soziale Gruppe war vom Tod angerührt worden und hatte kollektiv reagiert“ (Ariés, Philippe: „Geschichte des Todes“, München 2009, Seite 715).

Nicht nur Oberhaupte starben öffentlich, sondern Jedermanns Tod war ein öffentliches Ereignis, das die gesamte Gemeinde bewegte.

Doch die Trauer um den Verstorbenen wurde von der Tatsache beruhigt, dass man daran glaubte, er erlöse den Menschen von dem Elend des Menschlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Wie lebe ich mit dem Tod?: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Tabuisierung des Todes in der modernen Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach dem individuellen Umgang mit der eigenen Endlichkeit.

1.1) Rituale von Früher: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Kontext, in dem der Tod als öffentliches, gemeinschaftliches Ereignis in den Alltag integriert war.

1.2) Der Tod in der Moderne: Hier wird der Wandel durch Industrialisierung und Anonymität analysiert, der zu einer Ausbürgerung des Todes und der öffentlichen Trauer führte.

1.3) Der neue unschicke Tod: Das Kapitel thematisiert die negative Umdeutung des Sterbens zu etwas Unreinem und Abstoßendem durch gesteigertes Hygiene- und Komfortbewusstsein.

2) Die Medikalisierung: Es wird untersucht, wie der medizinische Fortschritt versucht, den Tod zu verhindern und das Sterben in Institutionen verlagert.

2.1) Das Verschwimmen der Grenze zwischen Leben und Tod: Das Kapitel analysiert den Konflikt zwischen technischer Lebensverlängerung und dem Bedürfnis nach einer menschenwürdigen Sterbebegleitung.

3) Die Verdrängung des Todes: Hier werden die sozialen und individuellen psychologischen Strategien beleuchtet, mit denen Menschen versuchen, sich vor der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit zu schützen.

4) Über den Tod sprechen: Dieses Kapitel befasst sich mit der Schwierigkeit, über ein Ereignis zu kommunizieren, das für Lebende nicht erfahrbar ist.

4.1) Beratungsliteratur: Die Untersuchung zeigt auf, wie Beratungsliteratur versucht, eine künstliche Handlungssicherheit im Umgang mit dem Tod zu erzeugen.

4.2) Das Sterben eines Anderen: Das Kapitel betrachtet die spezifische psychologische Belastung durch den Verlust geliebter Menschen und die damit verbundene eigene Todeserfahrung.

5) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Tod als Teil des Lebens akzeptiert werden muss, statt ihn in der Vorstellung als reines Schreckensereignis zu isolieren.

6) Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für diese wissenschaftliche Arbeit.

Schlüsselwörter

Tod, Sterben, Sterbebegleitung, Tabuisierung, Medikalisierung, Trauer, Verdrängung, Moderne Gesellschaft, Rituale, Lebensende, Endlichkeit, Beratungsliteratur, Todesangst, Fremdtod, Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen und individuellen Wandel im Umgang mit dem Tod vom Mittelalter bis zur heutigen modernen Gesellschaft.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentral sind der Verlust alter Sterberituale, die Medikalisierung des Sterbeprozesses, die Rolle von Beratungsliteratur sowie die Mechanismen der Verdrängung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Tod nicht länger als bloßes Tabu oder Feindbild zu betrachten, sondern als integrativen Bestandteil des Lebens zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und philosophischer Texte zum Thema Tod und Sterbebegleitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse historischer Sterberituale, die Auswirkungen der Industrialisierung, die Rolle der Medizin und die psychologische Verdrängung des Todes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Medikalisierung, Tabuisierung, Endlichkeit, Sterbebegleitung und der Verlust von Sterberitualen.

Inwiefern hat die Medikalisierung den Tod beeinflusst?

Die Medikalisierung hat dazu geführt, dass das Sterben in Institutionen verlagert wurde und der Tod heute oft als ein technisches "Übel" angesehen wird, das es durch Chirurgie und lebenserhaltende Maßnahmen aufzuhalten gilt.

Warum spielt die Beratungsliteratur eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor sieht in ihr ein Symptom der Handlungsunsicherheit unserer Gesellschaft, die versucht, durch standardisierte Ratschläge eine künstliche Kontrolle über das unerfahrbare Phänomen des Todes zu gewinnen.

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Details

Title
Wie lebe ich mit dem Tod
College
LMU Munich
Grade
2,7
Author
Tara Shawket (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V202851
ISBN (eBook)
9783656292401
ISBN (Book)
9783656294177
Language
German
Tags
Tod Todeserfahrung Trauer Ausbürgerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tara Shawket (Author), 2012, Wie lebe ich mit dem Tod, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202851
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