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Inwiefern lässt sich das Devianzverhalten jugendlicher Migranten über einen Kulturkonflikt erklären?

Titel: Inwiefern lässt sich das Devianzverhalten jugendlicher Migranten über einen Kulturkonflikt erklären?

Hausarbeit , 2012 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Henning Schnieder (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Kriminalitätsbelastung jugendlicher Migranten erfährt in den Medien und gesamtgesellschaftlich immer wieder große Aufmerksamkeit. Diese führt im Folgenden nicht selten zu hitzigen Integrationsdebatten. Allzu oft wird die Integration der genannten Bevölkerungsgruppe für gescheitert erklärt und mehr Härte bei der Strafverfolgung gefordert. Weitere Stellen, insbesondere das auf diesem Gebiet hochangesehene und in der Öffentlichkeit immer wieder zitierte Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen um Dr. Christian Pfeiffer, führen als Ursache für abweichendes Verhalten jugendlicher Migranten kulturelle Defizite dieser an. In meiner Arbeit möchte ich insbesondere diesen Erklärungsansatz kritisieren und für unsere hoch individualisierte und pluralisierte Gesellschaft als nicht mehr zeitgemäß darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriminalitätsbelastung jugendlicher Migranten und einheimischer jugendlicher Deutscher im Hell- und Dunkelfeld

3. Phänomen Jugendkriminalität

4. Relativierung der Hell- und Dunkelfelddaten

5. Dramatisierung kultureller Vielfalt

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit das Devianzverhalten jugendlicher Migranten durch die Kulturkonflikttheorie erklärt werden kann. Dabei wird kritisch hinterfragt, wie statistische Daten wie die Polizeiliche Kriminalstatistik interpretiert werden und inwiefern gesellschaftliche Diskurse und strukturelle Benachteiligungen das Bild von Jugendkriminalität beeinflussen.

  • Kritische Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)
  • Diskussion der soziologischen Hintergründe von Jugendkriminalität
  • Hinterfragung der Aussagekraft der Kulturkonflikttheorie
  • Reflektion über gesellschaftliche Machtstrukturen und Law-and-Order-Politik
  • Verhältnis zwischen Diskriminierung, sozialer Lage und Kriminalisierungsrisiken

Auszug aus dem Buch

5. Dramatisierung kultureller Vielfalt

Die von Thorsten Sellin im Zuge der Immigrationserfahrungen der USA aufgestellte Kulturkonflikttheorie geht von differierenden Normen und Werten der Kulturen der Einwanderer und der Aufnahmegesellschaft aus. Diese Divergenz kann Konflikte bei den Immigranten hervorrufen, welche wiederum zu abweichendem, kriminellem Verhalten führen und zwar je größer der Normdissens ausfällt. Vor allem Menschen, die sich nicht in die neue Leitkultur integrieren wollen bzw. aufgrund ihrer Fähigkeiten nicht können, unterliegen Schwierigkeiten. Konflikte können zudem aus Problemen innerhalb der Migrantenfamilie resultieren. Die Kinder dieser verinnerlichen die Norm und Wertvorstellungen des Gastlandes aufgrund des intensiveren Austausches mit Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft. Dadurch entsteht ein Normdissens zu den Normen der Herkunftsfamilie, die nach Ansicht der Kinder rückständig sind. Die Kinder beginnen gegen die Ansichten der Eltern zu rebellieren. Es entstehen schwere Konflikte innerhalb der Familie, wodurch die Kinder orientierungslos werden und nicht wissen an welchen Werten sie festhalten sollen. Sie fallen schließlich in einen Zustand der Wert und Normlosigkeit. Weitere Konflikte werden erzeugt, wenn Migranten feststellen, dass die in der Aufnahmegesellschaft geltenden Ziele durch ihren Bildungsgrad oder ihre Entlohnung nicht erlangt werden können. In diesen Fällen bleibt ihnen nur die Anomie zur Erreichung dieser (vgl. Schwind, 2006: S. 135f.). Zudem spielen Diskriminierungserfahrungen durch Behörden sowie Arbeitslosigkeit der Väter als Familienoberhaupt eine Rolle. Der Respekt vor dem Vater kann dadurch schwinden. Die empfundene Differenz der Eltern löst in den Kindern wiederum Stress aus, der zu abweichendem Verhalten führen kann (vgl. Schwind, 2006: S. 478).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Ausländerjugendkriminalität und die Zielsetzung, den öffentlichen Diskurs sowie gängige Erklärungsansätze kritisch zu hinterfragen.

2. Kriminalitätsbelastung jugendlicher Migranten und einheimischer jugendlicher Deutscher im Hell- und Dunkelfeld: Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik und Darstellung der Diskrepanz zwischen registrierten Daten und dem tatsächlichen Dunkelfeld der Kriminalität.

3. Phänomen Jugendkriminalität: Definition des Kriminalitätsbegriffs und Einordnung jugendlicher Entwicklungsprozesse sowie des Konzepts der Devianz.

4. Relativierung der Hell- und Dunkelfelddaten: Aufzeigen struktureller Verzerrungsfaktoren wie sozialer Status, Bildungsbenachteiligung und Anzeigeverhalten, die das Bild der Kriminalitätsbelastung beeinflussen.

5. Dramatisierung kultureller Vielfalt: Kritische Auseinandersetzung mit der Kulturkonflikttheorie als Erklärungsmodell und der Gefahr kultureller Stereotypisierung.

6. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit der Forderung nach einem gesamtgesellschaftlichen Umdenken und einer Abkehr von populistischen Law-and-Order-Ansätzen.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Migranten, Kulturkonflikt, PKS, Hellfeld, Dunkelfeld, Kriminologie, Diskriminierung, soziale Benachteiligung, Intensivtäter, Law-and-Order, Sozialisation, Integration, Devianz, Kulturrassismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Kriminalität jugendlicher Migranten und hinterfragt, ob diese primär durch Kulturkonflikte erklärbar ist oder ob soziale und strukturelle Faktoren eine untergeordnete Rolle spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die statistische Erfassung von Kriminalität (PKS), die soziologischen Hintergründe von Jugenddelinquenz und die Auswirkungen gesellschaftlicher Zuschreibungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein differenzierteres Verständnis für die Ursachen jugendlicher Kriminalität zu schaffen und die Einseitigkeit der Kulturkonflikttheorie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis kriminologischer Literatur, Studien zum Hell- und Dunkelfeld sowie sozialwissenschaftlicher Sekundäranalysen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Fokus liegt auf der Kritik an der Aussagekraft offizieller Statistiken, der Rolle von Armut und Diskriminierung sowie der Analyse der Folgen einer einseitigen kulturellen Dramatisierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten charakterisieren?

Jugendkriminalität, Kulturkonflikttheorie, soziale Benachteiligung, PKS und Diskriminierung sind zentrale Begriffe, die den Inhalt prägen.

Wie bewertet der Autor die Verwendung der Kulturkonflikttheorie in diesem Kontext?

Der Autor bewertet sie als einseitig und problematisch, da sie dazu führt, soziale Probleme zu individualisieren und kulturelle Gruppen fälschlicherweise als "rückständig" zu stigmatisieren.

Welche Rolle spielt die Politik nach Ansicht des Autors?

Die Politik wird kritisiert, da sie aus der Angst der Bevölkerung vor Jugendkriminalität politisches Kapital schlägt und stattdessen repressive Law-and-Order-Maßnahmen vorantreibt, anstatt gesellschaftliche Missstände anzugehen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inwiefern lässt sich das Devianzverhalten jugendlicher Migranten über einen Kulturkonflikt erklären?
Hochschule
Hochschule Emden/Leer  (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit)
Veranstaltung
Diversity
Note
1,0
Autor
Henning Schnieder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
28
Katalognummer
V202236
ISBN (eBook)
9783656284925
ISBN (Buch)
9783656285649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inwiefern devianzverhalten migranten kulturkonflikt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henning Schnieder (Autor:in), 2012, Inwiefern lässt sich das Devianzverhalten jugendlicher Migranten über einen Kulturkonflikt erklären?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202236
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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