Erstaunliches über berühmte Schauspielerinnen aus aller Welt erfährt man in zwei Taschenbüchern über „Königinnen des Films“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst, in denen er insgesamt 53 berühmte Schau-spielerinnen in Wort und Bild vorstellt. Die Kurz-biografien reichen von Lucille Ball, dem „weiblichen Charlie Chaplin“, bis zu Mae West, der Komödiantin der Spitzenklasse. Geschildert werden nicht nur die Höhen, sondern auch die Tiefen in der künstlerischen Karriere sowie im Privatleben dieser Stars auf der Kinoleinwand.
Brigitte Bardot („B.B.“) etwa war beim Blick in den Spiegel wegen ihrer Brille und ihrer vorstehenden Zähne weinerlich zumute. Drew Barrymore trat im Alter von elf Monaten bereits in einem Werbespot für Hundefutter auf, mit neun betrank sie sich erstmals bei einer Geburtstagsparty, mit zehn rauchte sie ihren ersten Joint und mit zwölf griff sie zu Kokain. Bette Davis ging in ihrem Leben immer den dornigen Weg. Greta Garbo galt anfangs als zu fett und wurde als „Bauernmädchen mit den großen Füßen“ verspottet. Hildegard Knef machte nicht nur als Schauspielerin und Schriftstellerin, sondern auch als „beste Sängerin ohne Stimme“ Karriere. Sophia Loren strafte einen Freund Lügen, der meinte, sie habe eine zu lange Nase, einen zu großen Mund, viel zu breite Hüften und müsse sich „total umbauen lassen“, wenn sie eine ernsthafte Schau-spielerin werden wolle.
Marilyn Monroe trat auf der Kinoleinwand stets strahlend auf, im Privatleben dagegen war sie innerlich zerstört und unsicher. Der Vater von Leni Riefenstahl hielt Tanz und Schauspielerei für halbseiden und erklärte, er werde ausspucken, wenn er jemals den Namen seiner Tochter an einer Litfasssäule lesen sollte, was diese aber nicht abschreckte. Romy Schneider besaß ein vulkanisches Temperament, stand ständig unter Hochdruck, traf chaotische Entschlüsse, und ihre Gefühle kochten immer wieder siedend auf. Elizabeth („Liz“) Taylor beunruhigte bereits ab 13 mit ihrer Wespentaille und ihrem Prachtbusen die Männerwelt. Mae West sagt selbstbewusst über sich. „Es wird nie wieder einen Star wie mich geben“.
Der erste Band „Königinnen des Films 1“ enthält 27 Kurzbiografien von Lucille Ball bis zu Sophia Loren“. Der zweite Band „Königinnen des Films 2“ präsentiert 26 Kurzbiografien von Anna Magnani bis zu Mae West. Biografien berühmter Frauen sind eine Spezialität von Ernst Probst. Viele seiner mehr als 200 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books befassen sich mit „Superfrauen“.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Anna Magnani
Die „Urmutter des italienischen Films“
Giulietta Masina
Die italienische Charakterdarstellerin
Melina Mercouri
Der Star aus „Sonntags ... nie!“
Inge Meysel
Deutschlands „Fernsehmutter der Nation“
Marilyn Monroe
Amerikas größter Filmstar
Jeanne Moreau
Die „Inkarnation französischer Weiblichkeit“
Pola Negri
Der Stummfilmstar aus Polen
Asta Nielsen
Deutschlands erster Filmstar
Mary Pickford
„Amerikas Sweetheart“
Leni Riefenstahl
Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin
Julia Roberts
Das Sexsymbol der 1990-er Jahre
Ginger Rogers
Der steppende Hollywood-Star
Jane Russell
Das frühe Busen-Sexsymbol
Margaret Rutherford
Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre
Adele Sandrock
Die komische Alte des deutschen Kinos
Romy Schneider
Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein
Hanna Schygulla
Der deutsche Weltstar
Simone Signoret
Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre
Meryl Streep
Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm
Gloria Swanson
Die Mondäne auf der Leinwand
Elizabeth („Liz“) Taylor
Die „Königin von Hollywood“
Shirley Temple
Der Kinderstar der 1930-er Jahre
Lana Turner
Das erste „Glamour-Girl“
Liv Ullmann
Die große norwegische Schauspielerin
Grethe Weiser
Die volkstümliche Schauspielerin
Mae West
Die Komödiantin der Spitzenklasse
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch widmet sich den Biografien berühmter Schauspielerinnen aus der Geschichte des Films. Ziel des Autors ist es, sowohl die künstlerischen Höhepunkte als auch die privaten Tiefen dieser Stars aufzuzeigen und ihre Bedeutung für die Filmgeschichte zu würdigen.
- Detaillierte Lebensläufe von 26 legendären Schauspielerinnen
- Analyse des Einflusses der Stars auf das Kino ihrer Zeit
- Berücksichtigung von Privatem, Karrierebrüchen und Comebacks
- Einordnung in den zeitgeschichtlichen Kontext
Auszug aus dem Buch
Anna Magnani
Eine der talentiertesten Schauspielerinnen der Welt war die Künstlerin Anna Magnani (1908–1973), die man als „Urmutter des italienischen Films“ bezeichnete. Auf der Kinoleinwand brachte die 1,60 Meter große Künstlerin mit ihrem scharf geschnittenen Gesicht und ihren großen finsteren Augen perfekt sowohl die Bitterkeit als auch den Humor der Nachkriegszeit in Italien zum Ausdruck. Oft spielte sie einfache Frauen aus dem Volk, die um ihre Liebe, ihr Glück oder ihre Kinder leidenschaftlich kämpften.
Anna Magnani wurde am 7. März 1908 unehelich in Rom geboren – und nicht in Ägypten, wie es in einigen Biografien heißt. Sie erhielt den Familienamen ihrer jungen Mutter Marina Magnani, die als Näherin arbeitete. Ihren aus Kalabrien stammenden Vater, dessen Namen sie nicht wusste, sah sie nie, weil er verschwand, als sie einen Monat alt war.
Zusammenfassung der Kapitel
Anna Magnani: Porträt der „Urmutter des italienischen Films“, von ihrer schweren Kindheit in Rom bis zu ihrem internationalen Durchbruch mit dem Neorealismus.
Giulietta Masina: Einblicke in das Leben und Werk der Charakterdarstellerin, insbesondere ihre Zusammenarbeit mit Federico Fellini und ihre Rolle in „La Strada“.
Melina Mercouri: Biografie der griechischen Schauspielerin und Kulturministerin, beleuchtet ihr Engagement gegen die Militärdiktatur.
Inge Meysel: Betrachtung der deutschen „Fernsehmutter der Nation“, ihrer Karriere im Theater und Fernsehen sowie ihrer gesellschaftlichen Haltung.
Marilyn Monroe: Darstellung des Lebens von Norma Jean Mortenson und ihres Aufstiegs zum größten amerikanischen Filmstar sowie ihrer tragischen privaten Probleme.
Jeanne Moreau: Porträt der „Inkarnation französischer Weiblichkeit“, einer der wichtigsten Vertreterinnen der französischen neuen Welle.
Pola Negri: Biografie des Stummfilmstars, ihre internationale Karriere und die Mythenbildung um ihre Person.
Asta Nielsen: Lebensgeschichte des ersten deutschen Filmstars, der das Spiel vor der Kamera künstlerisch aufwertete.
Mary Pickford: Porträt von „Amerikas Sweetheart“ und ihrer Rolle als Mitbegründerin der United Artists.
Leni Riefenstahl: Analyse der Arbeit der Regisseurin, ihrer filmischen Meisterwerke und der Kontroversen um ihre Person während der NS-Zeit.
Julia Roberts: Der kometenhafte Aufstieg zum Sexsymbol der 90er Jahre und ihre Etablierung als Hollywood-Weltstar.
Ginger Rogers: Biografie der Tänzerin und Sängerin, insbesondere ihre berühmte Zusammenarbeit mit Fred Astaire.
Jane Russell: Porträt des frühen Busen-Sexsymbols und ihres schwierigen Weges im Hollywood der 40er und 50er Jahre.
Margaret Rutherford: Darstellung der englischen Komödiantin, unvergessen als Darstellerin der Miss Marple.
Adele Sandrock: Einblicke in das Leben der „letzten Heroine“ des Theaters und ihre Wandlung zur „komischen Alten“ des Kinos.
Romy Schneider: Tragische Biografie der Schauspielerin, die versuchte, sich vom Image der „Sissi“ zu lösen.
Hanna Schygulla: Porträt des deutschen Weltstars, bekannt durch ihre Rollen in Rainer Werner Fassbinders Filmen.
Simone Signoret: Lebensgeschichte des französischen Sexsymbols der 50er Jahre, ihrer Charakterstärke und politischen Haltung.
Meryl Streep: Analyse der beeindruckenden Wandlungsfähigkeit der Schauspielerin, die als eine der größten Aktrice ihrer Zeit gilt.
Gloria Swanson: Porträt des Stummfilmstars und ihres Comebacks in „Sunset Boulevard“.
Elizabeth („Liz“) Taylor: Leben der „Königin von Hollywood“, von ihrer Kindheit als Kinderstar bis zu ihren zahlreichen Ehen.
Shirley Temple: Darstellung des erfolgreichsten Kinderstars der 30er Jahre und ihrer späteren Karriere in Diplomatie und Politik.
Lana Turner: Biografie des ersten „Glamour-Girls“ von Hollywood.
Liv Ullmann: Porträt der norwegischen Schauspielerin und ihrer intensiven Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman.
Grethe Weiser: Lebensweg der volkstümlichen deutschen Schauspielerin, berühmt für ihr „Herz mit Schnauze“.
Mae West: Darstellung der Komödiantin und Ikone, die als erster Sexstar des amerikanischen Films gilt.
Schlüsselwörter
Schauspielerinnen, Filmgeschichte, Biografien, Hollywood, Weltstars, Kino, Theater, Regie, Charakterrollen, Sexsymbole, Filmbranche, Lebensläufe, Legenden, Zeitgeschichte, Unterhaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Sammlung von Kurzbiografien berühmter Schauspielerinnen aus der internationalen Filmgeschichte, die den Bogen von der Stummfilmzeit bis in die Moderne spannt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die künstlerischen Karrieren, die Höhen und Tiefen im Privatleben, der Umgang mit dem jeweiligen Ruhm sowie die gesellschaftliche Bedeutung dieser Frauen für ihre Zeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, in Wort und Bild das Leben von insgesamt 53 bedeutenden Schauspielerinnen nachzuzeichnen und dem Leser sowohl die Person hinter der Leinwandrolle als auch den Weg zum Weltstar näherzubringen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgreifende Recherche in Zeitungen, Zeitschriften, Biografien und Datenbanken, um ein möglichst authentisches Bild der jeweiligen Persönlichkeit zu vermitteln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Jedes Kapitel ist einer einzelnen Schauspielerin gewidmet. Dort werden Kindheit, Ausbildung, der Weg ins Filmgeschäft, bedeutende Rollen, Ehepartner, Skandale und spätere Lebensphasen ausführlich dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie „Schauspielerinnen“, „Filmgeschichte“, „Biografien“, „Hollywood“ und „Weltstars“ charakterisiert.
Wie wird mit Romy Schneiders „Sissi“-Rolle umgegangen?
Das Buch zeigt auf, wie stark dieser Rollentypus ihr Leben belastete und wie sie zeit ihres Lebens versuchte, sich aus diesem Image zu befreien und als ernsthafte Schauspielerin anerkannt zu werden.
Welche Bedeutung hatten Skandale für die Schauspielerinnen?
Die Arbeit beleuchtet, wie Klatsch und Skandale – oft von der Regenbogenpresse befeuert – die Karrieren dieser Frauen maßgeblich beeinflussten, sei es durch den Verlust von Rollen oder durch eine gesteigerte öffentliche Wahrnehmung.
- Quote paper
- Ernst Probst (Author), 2012, Königinnen des Films 2, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/202026