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Die Entstehung des Deutschen Bundes und Metternichs Politik auf dem Wiener Kongress

Title: Die Entstehung des Deutschen Bundes und Metternichs Politik auf dem Wiener Kongress

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johannes Ehrengruber (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Als die antinapoleonische Koalition siegreich aus den Befreiungskriegen hervorging und Napoleon Mitte April 1814 abdanken und ins Exil nach Elba gehen musste, stellte sich nach über 20 Jahren territorialen und politischen Umwälzungen, Krieg und französischer Hegemonie die Frage nach einer Neuordnung des europäischen Staatensystems und der Wiederherstellung einer auf einem Gleichgewicht beruhenden Staatenordnung. Nichts geringeres als dies hatten sich die europäischen Souveräne und ihre Bevollmächtigten auf dem vom Oktober 1814 bis Juni 1815 abgehaltenen Wiener Kongress als Aufgabe auferlegt. Neben dieser gesamteuropäischen Neuordnung stellte sich auf dem Kongress die wichtige Aufgabe der unweigerlich damit eng verknüpften territorialen und gesamtorganisatorischen Neuordnung Deutschlands. Es musste ein adäquater politischer Verfassungsrahmen für die Gesamtheit der deutschen Staaten gefunden werden, nachdem das Heilige Römische Reich im Zuge der napoleonischen Hegemonialpolitik untergegangen war. Wie bekannt ging aus den Verhandlungen über die deutsche Verfassungsfrage auf dem Wiener Kongress der Deutschen Bund als lockere völkerrechtliche Vereinigung der einzelnen souveränen deutschen Staaten hervor. Diese Arbeit soll sich folglich mit der Entstehung des Deutschen Bundes auf dem Kongress, namentlich den maßgeblichen Verfassungsentwürfen, der Politik der verschiedenen deutschen Staaten, den Problemen und Krisen dieser Verhandlungen und dem Abschluss der Deutschen Bundesakte befassen. Des Weiteren wird im Ersten Punkt des Hauptteils auf die Vorgeschichte und Ausgangssituation in den Jahren 1813/14 eingegangen, da in dieser Zeit verschiedene politische Geschehnisse die spätere Entstehung des Deutschen Bundes im Vorhinein schon beeinflussten und der Leser somit den Ausgangspunkt für die Verhandlungen der deutschen Verfassungsfrage auf dem Wiener Kongress kennt. Ferner wird ein besonderes Augenmerk auf die Person Metternichs und seiner Politik bezüglich des Entstehens des Deutschen Bundes gelegt. Es sollen dabei folgenden Leitfragen im Vordergrund stehen: Welche politischen Ereignisse beeinflussten die Entstehung des Deutschen Bundes schon im Vorhinein und wieso taten sie dies? Was waren die politischen Zielvorstellungen der verschiedenen deutschen Staaten, insbesondere Österreichs und Preußens? Was waren die Gründe und Motive der deutschen Staaten für ihre Verhandlungspolitik, insbesondere für Österreich und Preußen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte und Ausgangssituation in den Jahren 1813/14

3. Die Verhandlungen über die deutsche Verfassungsfrage auf dem Wiener Kongress und die Entstehung des Deutschen Bundes

3.1 Der 12-Punkte-Plan Metternichs als gemeinsamer preußisch-österreichischer Verfassungsentwurf

3.2 Die polnisch-sächsische Krise und das Scheitern des 12-Punkte-Plans

3.3 Der weitere Fortgang der Verhandlungen und der Abschluss der Bundesakte

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung des Deutschen Bundes auf dem Wiener Kongress. Im Zentrum steht dabei die Analyse der maßgeblichen Verfassungsentwürfe, der Interessenpolitik der deutschen Einzelstaaten sowie der entscheidenden Krisen, die den Verhandlungsprozess maßgeblich beeinflussten.

  • Vorgeschichte der deutschen Neuordnung in den Jahren 1813/14
  • Metternichs 12-Punkte-Plan als Versuch einer bundesstaatlichen Lösung
  • Einfluss der polnisch-sächsischen Krise auf das österreichisch-preußische Bündnis
  • Widerstände der deutschen Mittel- und Kleinstaaten gegen eine Zentralisierung
  • Der Weg zum Kompromiss und der Abschluss der Deutschen Bundesakte

Auszug aus dem Buch

3.2 Die polnisch-sächsische Krise und das Scheitern des 12-Punkte-Plans

Wie voraus zu sehen kam es zu Protest und Gegenwehr der deutschen Mittel- und Kleinstaaten gegen den 12-Punkte-Plan, da sie die faktische Mediatisierung und Aufteilung in Interessensphären nicht dulden wollten. Die süddeutschen Königreiche Bayern und Württemberg hatten weniger Einwände gegen die im Entwurf angelegte Hegemonie der Königreiche (Rat der Kreisobristen), sondern wehrten sich vor allem heftig gegen jede Einschränkung ihrer Souveränität und gegen die Stärkung der österreichisch-preußischen Hegemonie. Die nicht-königlichen deutschen Staaten, welche nicht im deutschen Ausschuss vertreten waren, traten hingegen vor allem für eine Gleichheit der einzelnen Bundesstaaten ein und waren nur unter Erfüllung dieser Voraussetzung bereit den Souveränitätsverzicht hinzunehmen.

Die Verhandlungen über den preußisch-österreichischen Entwurf scheiterten jedoch dann weniger am Widerstand der übrigen deutschen Staaten, sondern entscheidend an der polnisch-sächsischen Krise, welche das Einvernehmen zwischen Österreich und Preußen bezüglich der Verfassung zerstörte. Russland, welches in den Befreiungskriegen 1813/1814 den napoleonischen Satellitenstaat Herzogtum Warschau erobert hatte und nun besetzt hielt, erhob auf dem Wiener Kongress Anspruch auf ganz Polen. Der russische Kaiser verfolgte die Absicht ein großpolnisches Königreich in Personalunion mit dem russischen Kaiserreich zu bilden. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. unterstützte diese russischen Expansionsambitionen, da er sich dem Zaren gegenüber, wegen der russischen Befreiung Preußens von Napoleon, zu großer persönlicher Dankbarkeit verpflichtet fühlte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Fragestellung zur Entstehung des Deutschen Bundes und ordnet das Thema in den Kontext der europäischen Neuordnung nach den napoleonischen Kriegen ein.

2. Vorgeschichte und Ausgangssituation in den Jahren 1813/14: Dieses Kapitel skizziert die diplomatischen und militärischen Entwicklungen, insbesondere die Verträge, die bereits vor dem Kongress die Souveränität der deutschen Mittelstaaten sicherten und somit den Spielraum für spätere Verfassungspläne einschränkten.

3. Die Verhandlungen über die deutsche Verfassungsfrage auf dem Wiener Kongress und die Entstehung des Deutschen Bundes: Das Hauptkapitel analysiert den gesamten Verhandlungsprozess, von den ersten ambitionierten zentralistischen Entwürfen bis hin zur finalen staatenbündischen Lösung.

3.1 Der 12-Punkte-Plan Metternichs als gemeinsamer preußisch-österreichischer Verfassungsentwurf: Dieses Kapitel stellt den zentralistischen Entwurf Metternichs vor, der eine Doppelhegemonie von Österreich und Preußen vorsah.

3.2 Die polnisch-sächsische Krise und das Scheitern des 12-Punkte-Plans: Hier wird der Konflikt um Polen und Sachsen dargelegt, der das Einvernehmen der beiden Großmächte zerstörte und das Scheitern des ambitionierten Verfassungsplans herbeiführte.

3.3 Der weitere Fortgang der Verhandlungen und der Abschluss der Bundesakte: Das Kapitel beschreibt die Rückkehr zu einer lockeren föderativen Lösung und den letztendlichen Abschluss der Bundesakte unter dem Druck der Nachricht von Napoleons Rückkehr.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Deutsche Bundesakte ein notwendiger Kompromiss war, der die ursprünglichen zentralistischen Pläne Metternichs aufgab und die souveränen Rechte der Einzelstaaten wahrte.

Schlüsselwörter

Wiener Kongress, Deutscher Bund, Metternich, Verfassungsfrage, 12-Punkte-Plan, Preußen, Österreich, Souveränität, polnisch-sächsische Krise, Bundesakte, Restauration, Mächtegleichgewicht, Rheinbundstaaten, Napoleon, Souveränitätsgarantien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung des Deutschen Bundes während des Wiener Kongresses zwischen 1814 und 1815.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die diplomatischen Verhandlungen, die unterschiedlichen deutschen Verfassungsentwürfe sowie die machtpolitischen Interessen Österreichs und Preußens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Prozess der deutschen Verfassungsbildung chronologisch darzustellen und zu erklären, warum eine nationalstaatliche Einigung zugunsten einer staatenbündischen Lösung verworfen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Auswertung zeitgenössischer Quellen sowie einschlägiger wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur deutschen Verfassungsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vorgeschichte, die konkreten Verfassungsentwürfe wie den 12-Punkte-Plan, die verhindernden Krisen und den Abschluss der Bundesakte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Wiener Kongress, Deutscher Bund, Souveränität, Machtgleichgewicht und die polnisch-sächsische Krise.

Welche Rolle spielte Metternich bei der Entstehung des Deutschen Bundes?

Metternich agierte zunächst als Architekt eines zentralistischen Modells, musste seine Pläne jedoch aufgrund der polnisch-sächsischen Krise und des Widerstands der Mittelstaaten anpassen, um die Stabilität in Europa zu sichern.

Inwiefern beeinflusste die polnisch-sächsische Krise die deutsche Verfassungsfrage?

Der Konflikt führte zum Zerwürfnis zwischen Österreich und Preußen, was ein gemeinsames Vorgehen in der deutschen Frage unmöglich machte und das Scheitern des zentralistischen 12-Punkte-Plans besiegelte.

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Details

Title
Die Entstehung des Deutschen Bundes und Metternichs Politik auf dem Wiener Kongress
College
University of Marburg  (Seminar für Neuere Geschichte)
Course
Proseminar Metternich
Grade
1,7
Author
Johannes Ehrengruber (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V201914
ISBN (eBook)
9783656278238
ISBN (Book)
9783656279600
Language
German
Tags
Metternich Deutscher Bund Wiener Kongress Bundesakte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Ehrengruber (Author), 2012, Die Entstehung des Deutschen Bundes und Metternichs Politik auf dem Wiener Kongress, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201914
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