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"Je vous salue Marie" von Jean-Luc Godard

Vor dem Hintergrund des „Spirituel dans le Cinéma“.

Title: "Je vous salue Marie" von Jean-Luc Godard

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tony Brockmann (Author)

French Studies - Culture

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Summary Excerpt Details

Godard, Mitbegründer der Nouvelle Vague, liebte es schon immer, mit den vorgegebenen Strukturen und Denkmustern der Zeit zu brechen. Sein provokantes und avantgardistisches Inszenieren von Sprache und Bildern wurde exemplarisch für die neue Bewegung.
Mit fortschreitendem Alter findet sich Godard inmitten einer Gesellschaft wieder, die zunehmend technologisiert und industrialisiert ist und sich mehr und mehr von der Natürlichkeit des menschlichen Seins zu entfernen scheint. Daher kann eine Rückbesinnung Godards auf die Wurzeln, bzw. den Ursprung (den Ursprung der Nouvelle Vague, seinen eigenen Ursprung, und den der Menschheit an sich) als „natürliche“ Reaktion auf die gesellschaftliche Verrohung betrachtet werden. Mit seiner modernen Adaption des „Mythos“ der jungfräulichen Empfängnis, löste Godard eine unerwartet heiße Debatte über den Umgang mit religiösen Symbolen im Film aus. Je vous salue Marie ist eigentlich nicht skandalöser, als jeder andere Godard-Film, jedoch nutzte der Filmemacher hier ein Bild, bzw. Thema, welches eine (Glaubens-) Gemeinde berührt, die nicht dafür bekannt ist, offen mit neuen Interpretationen „ihrer Geschichte“ umzugehen. Durch den vordergründigen, religiösen Konflikt ist die eigentliche Bedeutung des Filmes als „Metapher für das Filmemachen“ vollkommen verkannt worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1) Einleitung

1.1) Gegenstand dieser Arbeit:

2) Kleine Biographie Godards

2.1) Die „Godard'schen Epochen“

3) Reaktionen auf „Je vous salue, Marie“

4) Der Film im Überblick

5) Bedouelle

5.1) Bedouelles Interpretation

5.2) Drei Ebenen der Analyse

5.2.1) Die formale Konstruktion

5.2.2) Die inhaltliche Ebene

5.2.3) Die theologische Ebene

5.2.4) Ein neuer Bildstatus

5.3) Bedouelles Fazit

6) Alternative Ansätze

6.1) Inez Hedges

6.1.1) Maria und das Kreuz

6.2) Kevin Moore

7) Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die christliche Epistemologie in Jean-Luc Godards Film „Je vous salue, Marie“ und analysiert dessen tiefere Bedeutungsebenen jenseits der kontroversen öffentlichen Rezeption, um den Film als Metapher für das Filmemachen und als Auseinandersetzung mit der Moderne zu begreifen.

  • Godards Biografie und künstlerische Entwicklung
  • Die gesellschaftliche und religiöse Kontroverse um den Film
  • Analytische Untersuchung basierend auf Guy Bedouelles Interpretation
  • Zentrale Filmkonzepte (formale, inhaltliche und theologische Ebene)
  • Alternative Forschungsansätze von Inez Hedges und Kevin Moore

Auszug aus dem Buch

5.1 Bedouelles Interpretation

Bedouelle erklärt zunächst, dass es ihm schwer gefallen sei, sich der Diskussion über Je vous salue, Marie anzuschließen. Obwohl er der Überzeugung ist, der Film (soweit dieser ein authentisches Werk ist) würde den Skandal wohl überdauern, sieht er ihn „à la croisée de trop de problèmes“16. Zum Einen sei es klar, dass der Film für die Gläubigen eine religiöse Dimension besitze. Demzufolge versteht Bedouelle auch die Bedenken einiger Christen, für die eine moderne Adaption des Mythos der Jungfrau Maria, durch einen ungläubigen Godard, schlicht inakzeptabel ist. Zum Anderen zeugen die von Godard genutzten Bilder: die nackte Marie, die vom Gynäkologen untersucht wird, sowie die grobe Sprache von Joseph und dem „Engel“ Gabriel, von einer nicht zu tolerierenden Provokation des christlichen Glaubens. Obwohl Bedouelle dies nicht wirklich als seine persönliche Auffassung ausgibt, deutet er durch den Vergleich mit der eigenen Mutter, welche nackt auf der Leinwand allen Blicken ausgesetzt wäre, ein relativ großes Verständnis für solche Reaktionen an.

Die Tatsache, dass der Papst und einige andere Geistliche von Blasphemie und Profanieren sprachen und Reinigungs-, bzw. Wiedergutmachungsmessen abhielten, empfindet Bedouelle jedoch als unverhältnismäßig. Er merkt an, dass Godard auf diese Anschuldigungen stets mit großem Verständnis reagierte und sagte, er hegte keinerlei Intention blasphemisch oder profanierend zu erscheinen. Auch die Bitte Godards, seinen Film doch in Italien zurückzuziehen, rechnet ihm Bedouelle hoch an. An dieser Stelle führt letzterer, auch die positiven Reaktionen auf den Film an: er erklärt, dass der Teil der christlichen Gemeinde, der den Film tatsächlich auch gesehen hat, diesem durchaus wohlwollend gegenüber stehe.

Bedouelle kann zwar verstehen, dass Papst und Bischöfe den „kleinen Mann“ vor dem Skandal beschützen wollen und müssen, jedoch sieht er den Dialog zwischen Kirche und der zeitgenössischen Kultur bedroht.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um den Film ein und definiert das Ziel der Arbeit, christliche Episteme in Godards Werk zu untersuchen.

2) Kleine Biographie Godards: Ein kurzer Überblick über das Leben des Regisseurs und die Unterteilung seines Schaffens in drei prägende Epochen.

3) Reaktionen auf „Je vous salue, Marie“: Darstellung der heftigen öffentlichen und kirchlichen Proteste sowie der persönlichen Haltung Godards dazu.

4) Der Film im Überblick: Zusammenfassung der narrativen Struktur und der filmischen Besonderheiten dieses nicht-geradlinigen Werks.

5) Bedouelle: Analyse von Guy Bedouelles theologischer Perspektive auf den Film, einschließlich formaler, inhaltlicher und theologischer Analyseebenen.

6) Alternative Ansätze: Vorstellung weiterer Interpretationen durch Inez Hedges und Kevin Moore, die den Fokus auf die filmische Medialität legen.

7) Fazit: Abschließende Einordnung des Films als vielschichtiges Werk, das den Zuschauer zur aktiven Sinnstiftung einlädt.

Schlüsselwörter

Jean-Luc Godard, Je vous salue Marie, Nouvelle Vague, Jungfräulichkeit, Christliche Epistemologie, Guy Bedouelle, Filmanalyse, Religiöse Kunst, Inez Hedges, Kevin Moore, Filmtheorie, Mythos, Moderne, Sinnstiftung, Kontroverse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Film „Je vous salue, Marie“ von Jean-Luc Godard und analysiert, wie der Regisseur religiöse Motive in die moderne Zeit überführt und filmisch verarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die filmische Ästhetik Godards, die Darstellung religiöser Mythen, das Spannungsfeld zwischen Kirche und moderner Kunst sowie die Rolle des Zuschauers bei der Interpretation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die christlichen Episteme im Film herauszuarbeiten und zu belegen, dass das Werk nicht primär blasphemisch, sondern als tiefgreifende philosophische Auseinandersetzung mit dem Medium Film zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die theologische Analyse von Guy Bedouelle sowie auf filmwissenschaftliche Ansätze von Inez Hedges und Kevin Moore, ergänzt durch eine biografische Einordnung Godards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Kontroverse, eine Analyse der drei Ebenen nach Bedouelle (formal, inhaltlich, theologisch) sowie eine Diskussion alternativer Interpretationsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jean-Luc Godard, Filmanalyse, Christliche Epistemologie, Nouvelle Vague und die Problematik religiöser Mythen in der modernen Filmkunst definiert.

Inwiefern spielt der Skandal um den Film für die Analyse eine Rolle?

Der Skandal dient als Ausgangspunkt, um das Missverständnis zwischen kirchlicher Dogmatik und Godards künstlerischem Experimentierdrang zu verdeutlichen und somit den Blick auf die eigentliche Bedeutung zu schärfen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen sakraler und religiöser Kunst?

Basierend auf Bedouelle wird sakrale Kunst als strikt regelgebundene Ikonografie definiert, während „religiöse“ Kunst menschliche Erfahrungen einbezieht und somit für moderne, existenzielle Fragen zugänglicher ist.

Welche Bedeutung kommt dem „Jungfrauenmythos“ im Film zu?

Der Mythos dient laut der Arbeit als Schnittstelle, um Fragen nach Körperlichkeit, Seele und dem Ursprung des Lebens in einem zeitgenössischen Kontext zu hinterfragen und neu zu interpretieren.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Religiosität des Films?

Die Arbeit schließt, dass der Film keine explizit theologische Botschaft verfolgt, sondern dem Zuschauer durch eine vielschichtige Formensprache die Freiheit lässt, eigene religiöse oder säkulare Bedeutungen zu finden.

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Details

Title
"Je vous salue Marie" von Jean-Luc Godard
Subtitle
Vor dem Hintergrund des „Spirituel dans le Cinéma“.
College
University of Leipzig  (Romanistik)
Course
Le Dieu Caché.
Grade
1,3
Author
Tony Brockmann (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V201239
ISBN (eBook)
9783656273172
ISBN (Book)
9783656274476
Language
German
Tags
Godard Je vous salue Marie Bedouelle Maria und Joseph Nouvelle Vague
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tony Brockmann (Author), 2011, "Je vous salue Marie" von Jean-Luc Godard, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/201239
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