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Die Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland und der Eintritt der Frau in das Diakoniewesen im 19. Jahrhundert

Title: Die Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland und der Eintritt der Frau in das Diakoniewesen im 19. Jahrhundert

Term Paper , 2012 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Daniela Noth (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Der diakonische Auftrag zu Hilfe und Nächstenliebe obliegt einer langen Tradition, nicht zuletzt aufgrund biblischer Weisungen und Überlieferungen. In welcher Form und Ausprägung dieser Hilfsauftrag jedoch - persönlich sowie institutionell - zu allen Zeiten verstanden und gelebt wurde unterliegt einer wechselhaften Entwicklung. Auch wer diese Hilfen in Anspruch nahm und - insbesondere - wer Hilfe leistete bzw. leisten durfte änderte sich im Laufe der Diakonieentwicklung. So wurden Frauen eben erst spät zu „offiziellen“ und gesellschaftlich anerkannten Mitarbeiterinnen in verschiedenen diakonischen Handlungs-räumen. Heute sind Frauen und Männer in den verschiedensten Bereichen diakonisch tätig - auch die Diakonie selbst hat viele unterschiedliche „Gesichter“: sie kann organisiert sowie spontan sein; sie kann in einer dauerhaft bestehenden Institution oder situativ wechselnden Hilfeleistung erfolgen; sie kann durch Ehrenamtliche oder beruflich Angestellte ausgeübt werden; es gibt offizielle und private Diakonie; mittlerweile kann sie kirchlich sowie außerkirchlich verortet sein; u.v.m. Diese heutige Vielschichtigkeit und Vielgestaltigkeit bezeugt meines Erachtens einerseits die lange Tradition der Diakonie, andererseits (und damit verbunden) die hohe Relevanz einer christlich motivierten Diakonie für die Gesellschaft und zuletzt eben auch die zu vielen Zeiten bewusst praktizierte Auseinandersetzung und Reflexion der diakonisch Tätigen, die ihre Rolle und Bedeutung immer wieder zu rechtfertigen und auszuloten suchten.
Im Rahmen dieser Arbeit soll neben einer kurzen Begriffsbestimmung zunächst der geschichtliche Verlauf von Altertum bis zur Inneren Mission im 19. Jahrhundert überblickend dargestellt werden, der zur Entstehung der organisierten christlichen Diakonie führte. Vertiefend soll dann auf die Bemühungen Theodor Fliedners eingegangen werden, der mit seiner Gründung einer Krankenpflegeanstalt erstmalig den Wert der Frauen für die Diakonie sowie auch den Wert der Diakonie als Existenzsicherung für die Frauen erkannte.
Am Ende soll schließlich eine kurze Bündelung von Erkenntnissen stehen, die aus der geschichtlichen Betrachtung hinsichtlich vergangener sowie heutiger Diakonie gewonnen werden konnten. Denn die Diskurse über Diakonie in der Gegenwart stehen letztlich in Zusammenhang mit ihrer historischen Werdung und können bzw. sollten nicht losgelöst davon geführt werden. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diakonisches Handeln und Diakonie

2.1. Diakonie - Versuch einer Begriffsbestimmung

2.2. Diakonie in der Gegenwartsgesellschaft

3. Die geschichtliche Entwicklung der christlichen Diakonie

3.1. Von Altertum bis Reichskirche

3.2. Die Verbindung von Mönchtum und Diakonie im Mittelalter

3.3. Werkgerechtigkeit vs. Reformation

3.4. Die Vorläufer der organisierten Diakonie im 17. und 18. Jahrhundert

3.5. Erweckung und Innere Mission im 19. Jahrhundert

4. Der Eintritt der Frauen in die organisierte Diakonie

4.1. Amalie Sieveking und erste Initiativen von Frauen

4.2. Theodor Fliedners Beitrag zur Begründung des Diakonissenwesens

4.3. Die Diakonissenarbeit Wilhelm Löhes

4.4. Die Krise im Diakonissenwesen

5. Erkenntnisse aus der historischen Betrachtung

5.1. Grundlegende Beobachtungen

5.2. Die Frau in der Diakonie

5.3. Parallelen zur Diskussion um Diakonie in der Gegenwart

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland sowie den Prozess, durch den Frauen im 19. Jahrhundert als professionelle Akteurinnen in das Diakoniewesen eintraten. Ziel ist es, die historischen Rahmenbedingungen, die zur Etablierung diakonischer Anstalten führten, aufzuzeigen und die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf aktuelle Herausforderungen und Diskurse der Diakonie zu reflektieren.

  • Historische Entwicklung der Diakonie von der Antike bis zum 19. Jahrhundert
  • Die Rolle bedeutender Persönlichkeiten wie Wichern, Fliedner und Löhe
  • Der Eintritt der Frau in die organisierte diakonische Arbeit
  • Professionalisierung, Institutionalisierung und die Rolle des Sozialstaats
  • Kritische Reflexion diakonischer Identität und Praxis in der Gegenwart

Auszug aus dem Buch

4.2. Theodor Fliedners Beitrag zur Begründung des Diakonissenwesens

Der Eintritt der Frau in die öffentliche diakonische Arbeit gelang letztlich durch den Pfarrer Theodor Fliedner (1800-1864). Er übernahm in Kaiserswerth (bei Düsseldorf) im Jahr 1822 die dortige evangelische Gemeinde.

Durch mehrere Auslandsreisen nach England und Holland wurden ihm die drohenden Auswirkungen der Industrialisierung bereits bewusst, bevor sich in Deutschland derartige Tendenzen zeigten. Vor allem die traditionelle Rolle der Frau sah er vor einem großen Umbruch. „Die Industrie wird auch in Deutschland bald rascher und billiger fabrizieren, was bisher die Hausfrauen im Haushalt selbst herstellten.“ So entsteht auf sein Wirken hin neben einer Kleinkinderschule im Jahre 1836 gleichzeitig eine „Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen“ in Kaiserswerth. Für unverheiratete Frauen stellte sich hiermit erstmalig die Möglichkeit, durch berufliche Tätigkeit die eigene Existenz zu sichern und Teil einer geistlichen Gemeinschaft zu sein. Durch die Anregungen aus seinen Auslandsreisen (dort hatte er auch das Diakonissenamt bereits kennengelernt) wollte er das altkirchliche Diakonissenwesen neu beleben und den in Verruf geratenen männlichen Krankenwärter so durch gut ausgebildete und gesellschaftlich anerkannte Krankenpflegerinnen ersetzen.

Der Diakonissendienst umfasste in den folgenden Jahren die Armen- und Krankenpflege, die Kinder- und Jugendpflege, sowie den Dienst an Strafgefangenen und die Altenpflege. Die Krankenpflegeschule wurde zum Mutterhaus umstrukturiert. Es bildete sich auch die traditionelle blaue Dienstkleidung heraus. Kleidung, Unterkunft und Verpflegung wurden kostenfrei gewährt. Zudem erhielten die Diakonissen ein festes Gehalt, eine Alters- und Krankenversorgung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Tradition des diakonischen Auftrags sowie die wechselhafte Entwicklung der helfenden Tätigkeiten und führt in die Fragestellung zur historischen Entstehung der Diakonie und der Rolle der Frau ein.

2. Diakonisches Handeln und Diakonie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Diakonie theologisch und erörtert ihre heutige Rolle als Praxisbereich der Kirche in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft.

3. Die geschichtliche Entwicklung der christlichen Diakonie: Der Hauptteil skizziert den geschichtlichen Verlauf von der Alten Kirche über die Verbindung von Mönchtum und Diakonie im Mittelalter bis hin zur Reformation und den Ansätzen der Inneren Mission im 19. Jahrhundert.

4. Der Eintritt der Frauen in die organisierte Diakonie: Der Fokus liegt auf der Wandlung der Rolle der Frau im 19. Jahrhundert, insbesondere durch die wegweisenden Initiativen von Theodor Fliedner und Wilhelm Löhe sowie die spätere Krisenentwicklung im Diakonissenwesen.

5. Erkenntnisse aus der historischen Betrachtung: Das abschließende Kapitel bündelt die zentralen historischen Beobachtungen, diskutiert die Bedeutung der Frau in der Diakonie und zieht Parallelen zu aktuellen Problemlagen und Reflexionen der heutigen Diakonie.

Schlüsselwörter

Diakonie, christliche Liebestätigkeit, Innere Mission, Theodor Fliedner, Diakonissen, 19. Jahrhundert, Krankenpflege, Frauenberufe, Armenpflege, Säkularisierung, Sozialstaat, Johann Hinrich Wichern, Wilhelm Löhe, Amalie Sieveking, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf den Eintritt und die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Evolution diakonischer Arbeit, die Auswirkungen der Industrialisierung auf soziale Strukturen, die Etablierung des Diakonissenwesens und die Professionalisierung sozialer Dienstleistungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Prozess zu verstehen, der zur Entstehung der organisierten Diakonie führte, und die Bedeutung der Frau für diese Entwicklung sowie für heutige Debatten herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte historische Literaturanalyse und eine strukturierte Aufarbeitung kirchengeschichtlicher Entwicklungen, um die diakonische Praxis theoretisch und historisch zu verorten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse von den Anfängen des Christentums bis zur Inneren Mission des 19. Jahrhunderts sowie eine detaillierte Betrachtung der Bemühungen von Persönlichkeiten wie Fliedner und Löhe zur Einbindung von Frauen in das Diakoniewesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Diakonie, Diakonissen, Innere Mission, Krankenpflege und Säkularisierung geprägt.

Wie hat Theodor Fliedner die Rolle der Frau verändert?

Fliedner schuf durch die Gründung der „Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen“ in Kaiserswerth eine strukturierte Möglichkeit für unverheiratete Frauen, eine professionelle Ausbildung und eine gesicherte Existenz in einer geistlichen Gemeinschaft zu finden.

Warum geriet das Diakonissenwesen am Ende des 19. Jahrhunderts in die Krise?

Die Krise entstand durch eine nachlassende Attraktivität der strengen Formen der Mutterhäuser, zunehmende alternative Berufsoptionen für Frauen sowie staatliche Eingriffe und Konkurrenz durch freie Schwesternschaften.

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Details

Title
Die Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland und der Eintritt der Frau in das Diakoniewesen im 19. Jahrhundert
College
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät/Evangelische Religionslehre)
Course
Einführung in die Kirchengeschichte
Grade
1,0
Author
M.A. Daniela Noth (Author)
Publication Year
2012
Pages
26
Catalog Number
V200638
ISBN (eBook)
9783656267331
ISBN (Book)
9783656268062
Language
German
Tags
entwicklung diakonie deutschland eintritt frau diakoniewesen jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Daniela Noth (Author), 2012, Die Entwicklung der organisierten christlichen Diakonie in Deutschland und der Eintritt der Frau in das Diakoniewesen im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/200638
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