Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 20th century

Die Neurowissenschaften im Kreuzfeuer der Philosophie: Schwerpunkte der philosophischen Kritik an den Neurowissenschaften

Title: Die Neurowissenschaften im Kreuzfeuer der Philosophie: Schwerpunkte der philosophischen Kritik an den Neurowissenschaften

Bachelor Thesis , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karl-Heinz Mayer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zwischen Philosophie und Neurowissenschaft schwelt seit Jahrzehnten ein mit nicht unerheblicher Öffentlichkeitswirkung ausgetragener Konflikt: Namhafte Philosophen werfen Neurowissenschaftlern vor, in ihren Überlegungen grundsätzliche philosophische Fragen zu vernachlässigen und dadurch möglicherweise schwerwiegende Fehlschlüsse zu riskieren.
Andererseits werfen namhafte Neurowissenschaftler der Philosophie indirekt vor, die neuen Entwicklungen ihrer Zunft nicht schnell und umfassend genug zur Kenntnis zu nehmen. Sie fordern die Philosophen zum Dialog über die Konsequenzen der neuro-wissenschaftlichen Forschung auf und melden sich mit eigenen philosophischen Überle-gungen zu Wort.
Diese Bachelorarbeit gibt einen Überblick über den aktuellen Diskurs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Standpunkt der Neurowissenschaft - Wolf Singer und Gerhard Roth

2.1 Die grundsätzliche Sicht von Wolf Singer

2.2 Die Entwicklung des Bewusstseins nach Wolf Singer

2.3 Wolf Singer zur Willensfreiheit

2.4 Gerhard Roth – naturalistische Theorie des Geistes

2.5 Gerhard Roth – Geist und Bewusstsein

2.6 Gerhard Roth zur Willensfreiheit

3. Grundfragen der philosophischen Kritik an der Neurowissenschaft

3.1 Zwei Grundprobleme der Neurowissenschaft

3.1.1 Verschmelzung von Erklärendem mit dem zu Erklärenden

3.1.2 Unterschiedliche Betrachtungszeiträume

3.2 Brauchen wir ein neues Menschenbild?

3.3 Vorwurf: Naturalistisches Denken

3.4 Vorwurf: Reduktionismus

3.5 Vorwurf: Sprachlogische Unkorrektheiten

4. Kritik aus der Sicht der Philosophischen Anthropologie

4.1 Hans-Peter Krüger: „Gehirn, Verhalten und Zeit“

4.1.1 Der mereologische Fehlschluss

4.1.2 Subjekt und Geist als Phänomene verschiedener Ordnung

4.1.3 Die hermeneutische Zärtlichkeit Wolf Singers

4.2 Thomas Fuchs: „Das Gehirn – ein Beziehungsorgan“

5. Kritik aus der Sicht der Philosophie des Geistes

6. Kritik aus der Sicht der Analytischen Philosophie

6.1 Peter Janich: „Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung“

6.1.1 Die Objektsprache

6.1.2 Die Parasprache

6.1.3 Die Metasprache

6.1.4 Fazit

6.2 Bennet und Hacker: „Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften“

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den interdisziplinären Konflikt zwischen Neurowissenschaft und Philosophie, mit dem Ziel, die philosophische Kritik an naturalistischen und reduktionistischen Deutungen neuronaler Vorgänge zu systematisieren und auf ihre Validität zu prüfen.

  • Konfrontation zwischen naturwissenschaftlichem Determinismus und geisteswissenschaftlichem Verständnis.
  • Analyse der fachübergreifenden Sprachlogik und begrifflicher Fehlschlüsse (mereologischer, lokalisatorischer Fehlschluss).
  • Diskussion des Menschenbildes im Lichte aktueller Forschungsergebnisse.
  • Untersuchung der Ebenen von Objektsprache, Parasprache und Metasprache im wissenschaftlichen Diskurs.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Verschmelzung von Erklärendem mit dem zu Erklärenden

Wolf Singer beschreibt das Grundproblem der Neurowissenschaft aus philosophischer Sicht so: „Bei der Erforschung des Gehirns betrachtet sich ein kognitives System im Spiegel seiner selbst. Es verschmelzen also Erklärendes und das zu Erklärende. Und es stellt sich die Frage, inwieweit wir überhaupt in der Lage sind, das, was uns ausmacht, zu erkennen.“ (Singer 2002, 61). Damit formuliert er eine der Grundfragen einer philosophischen Sicht auf die Neurowissenschaft. Es ist also keinesfalls eine triviale Aufgabe, eine philosophisch fundierte Sicht auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse zu entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den langjährigen Konflikt zwischen Philosophie und Neurowissenschaft und definiert die zentralen Fragestellungen der Arbeit hinsichtlich Reduktionismus, Bewusstsein und Willensfreiheit.

2. Der Standpunkt der Neurowissenschaft - Wolf Singer und Gerhard Roth: Dieses Kapitel stellt die Positionen der Hirnforscher Singer und Roth dar, die für eine naturalistische und reduktionistische Sichtweise eintreten, während sie sich gleichzeitig für einen Dialog mit der Philosophie öffnen.

3. Grundfragen der philosophischen Kritik an der Neurowissenschaft: Hier werden die methodischen und erkenntnistheoretischen Schwachstellen der Neurowissenschaft identifiziert, darunter die Verschmelzung von Erklärendem und zu Erklärendem sowie das Problem der unterschiedlichen Betrachtungszeiträume.

4. Kritik aus der Sicht der Philosophischen Anthropologie: Dieses Kapitel behandelt die Kritik von Krüger und Fuchs, die den mereologischen Fehlschluss thematisieren und fordern, das Gehirn nicht isoliert, sondern als Beziehungsorgan einer Person zu verstehen.

5. Kritik aus der Sicht der Philosophie des Geistes: Der Autor erläutert Sturmas Kritik an eliminativistischen Ansätzen und betont die Unvereinbarkeit des „Raums der Gründe“ mit dem bloßen „Raum der Ursachen“.

6. Kritik aus der Sicht der Analytischen Philosophie: Dieses Kapitel untersucht die sprachphilosophische Kritik von Janich sowie von Bennett und Hacker, welche die unpräzise Verwendung von Sprache in der Hirnforschung als grundlegendes wissenschaftstheoretisches Defizit anprangern.

7. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass der Diskurs zwischen den Disziplinen auf hohem Niveau geführt wird, wenngleich eine Annäherung der Positionen bislang ausbleibt.

Schlüsselwörter

Neurowissenschaft, Philosophie, Hirnforschung, Reduktionismus, Naturalismus, Bewusstsein, Willensfreiheit, Sprachphilosophie, mereologischer Fehlschluss, Analytische Philosophie, philosophische Anthropologie, Geist, Gehirn, Erkenntnistheorie, Mentale Phänomene.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wissenschaftstheoretischen und philosophischen Diskurs, der durch die modernen Neurowissenschaften ausgelöst wurde, und untersucht die Kritik an deren reduktionistischen Tendenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Anthropologie, der Philosophie des Geistes und der Analytischen Philosophie, mit Fokus auf Begriffe wie Willensfreiheit und Bewusstsein.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die philosophische Kritik an der Neurowissenschaft strukturiert darzustellen und aufzuzeigen, wo die Grenzen naturwissenschaftlicher Erklärungsansätze liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die einschlägige Fachpublikationen von Philosophen und Hirnforschern vergleichend und kritisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Positionen der Hirnforscher Singer und Roth vorgestellt und anschließend aus drei philosophischen Disziplinen einer detaillierten Kritik unterzogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Reduktionismus, Sprachlogik, mereologischer Fehlschluss und das Leib-Seele-Problem.

Was genau ist ein „mereologischer Fehlschluss“?

Es ist der logische Fehler, dem Gehirn als Teilorgan Fähigkeiten zuzuschreiben, die eigentlich nur dem ganzen Organismus oder der Person als Ganzem zukommen, wie etwa „denken“ oder „entscheiden“.

Wie bewerten die Autoren das Verhältnis von Hirnforschung und Philosophie?

Die Autoren der Kritik plädieren für eine klare begriffliche Trennung und mahnen an, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse keine philosophischen Fragen ersetzen, sondern im Medium der Sprache reflektiert werden müssen.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Die Neurowissenschaften im Kreuzfeuer der Philosophie: Schwerpunkte der philosophischen Kritik an den Neurowissenschaften
College
University of Vienna  (Philosophie)
Course
Die Natur des Geistes
Grade
1,0
Author
Karl-Heinz Mayer (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V199498
ISBN (eBook)
9783656301431
ISBN (Book)
9783656302919
Language
German
Tags
Philosophie Neurowissenschaft Hirnforschung Singer Roth Reduktionismus Mereologischer Fehlschluss Objektsprache Parasprache Metasprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl-Heinz Mayer (Author), 2012, Die Neurowissenschaften im Kreuzfeuer der Philosophie: Schwerpunkte der philosophischen Kritik an den Neurowissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199498
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint