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Der Artusmythos - Ursprung, Entwicklung und Stellenwert in der Literatur

Title: Der Artusmythos - Ursprung, Entwicklung und Stellenwert in der Literatur

Term Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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„Es wäre umsonst, genau zu fragen, wann König Artus gelebt habe. Aber den Grund, die Geschichte und Wirkungen dieser Sagen und Dichtungen durch alle Nationen und Jahrhunderte, in denen sie geblüht, zu untersuchen und ein Phänomen der Menschheit ins Licht zu stellen, dies wäre nach den schönen Vorarbeiten dazu ein ruhmwürdiges Abenteuer, so angenehm als belehrend.“ -
Dieses Zitat von Johann Gottfried Herder könnte passender nicht sein. Wohl keine zweite Person aus dem europäischen Mittelalter ist heute noch so allgegenwärtig wie die Figur des König Artus. Die Ritter der Tafelrunde und die Abenteuer des Königs beschäftigen seit über 900 Jahren Erzähler, Sänger, Dichter und Schreiber. Sowohl damals als auch heute finden wir zahlreiche Zeugnisse für die Verwendung der Artussage. Ich denke nicht, dass Hartmann von Aue, der den Artus in jedem seiner Werke auf irgendeine Art einsetzt, gedacht hätte, dass Jerry Bruckheimer viele Jahrhunderte später einen Film über eben diesen König drehen wird.
Abgesehen davon, dass die Ansätze der Kreativen oftmals stark voneinander abweichen, bleibt jedoch eins beständig: König Artus ist eine Vorbildfigur. Er vereint alle ritterlichen Tugenden und Pflichten, sowie die Qualitäten eines wahren Herrschers in sich und gilt als nahezu unfehlbar. Um diese Vorstellung einer königlichen Referenz zu untersuchen und den Grund für die andauernde Verwendung der Figur Artus herauszuarbeiten, versuche ich in dieser Hausarbeit eine möglichst genaue Skizze der Entwicklung der Sage darzustellen, berühmte Aufgriffe der Sage zu analysieren und moderne Adaptionen zu interpretieren. Ferner möchte ich sehen, ob der gesellschaftliche Stellenwert der Figur des Artus sich irgendwann signifikant gewandelt hat, oder ob er über Jahrhunderte die selben Wurzeln behielt.
Mein Ziel in dieser Arbeit ist es, herauszufinden, woher der Mythos Artus kam, warum er über Jahrhunderte in den Köpfen der Menschen blieb, wozu die Verwendung und Verbreitung der Sage in den verschiedenen Epochen gedacht war und was ihn zu dem macht, was er ist - der scheinbar perfekte König.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ursprünge und Entwicklung des Mythos

1. Die ältesten Zeugnisse von Artus

2. Aufgriff des Mythos von G. of Monmouth und Wace

3. Weiterentwicklung der Sage

4. Darstellung von Artus bei Chrétien de Troyes

5. Vorläufige Endfassung

III. Stellenwert der Artusfigur in der Gesellschaft

1. Früh- bis Spätmittelalter

2. Artus in der Tudor- und Stuartzeit

3. Artus in der Moderne

a) Literatur

b) Film & Sonstiges

4. Aktualität der Artussage

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung, die historische Entwicklung und den gesellschaftlichen Stellenwert des Artusmythos, um zu verstehen, warum die Figur des perfekten Königs über Jahrhunderte hinweg eine solche Beständigkeit und Relevanz in der Literatur und Populärkultur bewahrt hat.

  • Wissenschaftliche Aufarbeitung der Entstehung der Artussage von keltischen Wurzeln bis zur literarischen Ausgestaltung.
  • Analyse der Instrumentalisierung der Artusfigur durch Monarchen zur Herrschaftslegitimierung in der Tudor- und Stuartzeit.
  • Untersuchung der modernen Adaptionen der Sage in Literatur, Film und interaktiven Medien.
  • Erörterung der Bedeutung von ritterlich-höfischen Idealen als zeitloses pädagogisches und gesellschaftliches Vorbild.

Auszug aus dem Buch

3. Weiterentwicklung der Sage

Bedingt durch die hohe Popularität der Sage beschäftigten sich viele Schriftsteller und Dichter mit der Artussage und der steten Erweiterung derer. Wilfried Westphal skizziert in seinem Werk „Einst wird kommen ein König“ die Entstehung der Artuslegende wie folgt: Aus der keltischen Tradition um 460 n. Chr. wurden irische Sagen und walisische Überlieferungen. An dieser Stelle können wir das erste Mal von einem existenten historischen Artus sprechen.

Nachdem 1138 Geoffrey of Monmouth den bretonischen Sagenkreis in seinem Werk veröffentlichte und Wace diesen zur Weiterentwicklung aufgriff, erlebte die Artussage ihren Klimax der Popularität. 1170 entstand die französische Minnelyrik um Chrétien de Troyes in seinen Werken wie z.B. dem „Perceval“. Fast gleichzeitig erweiterte Robert de Boron den Mythos ebenfalls.

Boron ist der Dichter der „Estoire dou Graal“ (Geschichte des Grals), eines Gralsromans in 3500 Versen, den er etwa zeitgleich mit Chrétiens de Troyes Gralsroman Perceval am Ende des 12. Jahrhunderts schrieb. Roberts und Chrétiens Dichtungen gestalten die Legende vom Heiligen Gral erstmals in literarischer Form, jedoch inhaltlich und stoffgeschichtlich so verschieden, dass ungeklärt ist, welcher der beiden Romane der Vorgänger des Anderen gewesen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Artussage und Formulierung der Forschungsfrage zur Beständigkeit des Mythos als Vorbildfigur.

II. Ursprünge und Entwicklung des Mythos: Analyse der keltischen Wurzeln, der literarischen Fixierung durch Autoren wie Geoffrey of Monmouth und der kontinuierlichen Erweiterung der Sagenelemente.

III. Stellenwert der Artusfigur in der Gesellschaft: Untersuchung der gesellschaftlichen Funktion des Artusbildes vom Mittelalter über die Herrschaftslegitimation in der Neuzeit bis hin zur aktuellen Rezeption in modernen Medien.

IV. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der passiven Überlieferung des Mythos und Bestätigung der anhaltenden Relevanz von Artus als identitätsstiftende Heldengestalt.

Schlüsselwörter

König Artus, Artussage, Gral, Ritterlichkeit, Mythos, Literaturgeschichte, Tudor-Dynastie, Mittelalter, Moderne, Adaptation, Herrschaftslegitimation, Heldentum, Populärkultur, Avalon, ritterliche Tugenden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Artusmythos, seiner historischen Herkunft und der Art und Weise, wie sich die Figur über Jahrhunderte hinweg als Symbol für den idealen König und ritterliche Tugenden gehalten hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Sage, die politische Nutzung der Artusfigur durch Herrscher sowie die Transformation der Motive in moderne Unterhaltungsmedien wie Literatur, Film und Spiele.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, warum der Mythos Artus über fast ein Jahrtausend in den Köpfen der Menschen präsent geblieben ist und welche Funktionen er in unterschiedlichen Epochen für die Gesellschaft erfüllte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, wobei historische Quellen, literaturwissenschaftliche Standardwerke und die Untersuchung moderner Medienadaptionen kombiniert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rekonstruktion der Sagenentwicklung von keltischen Ursprüngen bis zu modernen Adaptionen sowie in die Analyse des gesellschaftlichen Stellenwerts als Vorbildfigur und politisches Propagandainstrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Artusmythos, ritterliche Ideale, Herrschaftslegitimierung, Literaturgeschichte und die zeitlose Aktualität der Sagengestalt.

Wie nutzten die englischen Monarchen der Tudorzeit den Artusmythos?

Sie nutzten die Artuslegende als Mittel der Propaganda, um sich selbst als legitime Nachfolger und Erben einer edlen britannischen Tradition darzustellen und ihre dynastische Macht zu untermauern.

Warum ist die Figur des Artus laut dem Fazit auch heute noch „lebendig“?

Artus bleibt durch eine sogenannte „passive Überlieferung“ präsent – auch wenn Menschen die Ursprünge nicht genau kennen, begegnen sie den Motiven und Tugenden ständig in Filmen, Comics und Videospielen, was den Mythos am Leben hält.

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Details

Title
Der Artusmythos - Ursprung, Entwicklung und Stellenwert in der Literatur
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophische Fakultät)
Course
Hartmann von Aue: Iwein
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V199260
ISBN (eBook)
9783656256694
ISBN (Book)
9783656256984
Language
German
Tags
artusmythos ursprung entwicklung stellenwert literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Der Artusmythos - Ursprung, Entwicklung und Stellenwert in der Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/199260
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