Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, den Begriff des Qualitätsmanagements zu erläutern und die Herkunft, sowie Umsetzung und Ziele darzulegen. Außerdem sollen 2 kurze Beispiele gegeben werden, durch die der Gebrauch des Qualitätsmanagements ersichtlich wird. Dazu wurden je eine Organisation aus dem staatlichen, sowie dem privaten Bereich gewählt um zu zeigen, dass Qualitätsmanagements nahezu überall vorzufinden ist.
Inhaltsverzeichnis
I - Qualitätsmanagement
1. Definitionen relevanter Begriffe
2. Historie des Qualitätsmanagements und das TQM
3. Beispiele
3.1 Die REWE-Group
3.2 Das Klinikum der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fazit
II - Erkenntnisziele und Qualitätsansprüche verschiedener empirischer Untersuchungsansätze
1. Erkenntnisziele empirischer Untersuchungen
2. Qualitätsansprüche der o.g. Untersuchungsansätze
3. Beispiele
3.1 Wahlumfragen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011
3.2 Mitarbeiterbefragungen am Beispiel von MARKON
Fazit
III - Qualitätsansprüche bei der Fragestellung
1. Qualitätsanspruch der Fragestellung
2. Beispiel des Qualitätsanspruchs bei der Hochschulevaluation
Fazit
IV - Die Operationalisierung
1. Definition
2. Wann oprationalisieren? Und warum?
3. Beispiel
V - Die Wahl des Erhebungsmodus
1. Die Erhebungsmodi
2. Die Auswahlkriterien
3. Beispiel
Fazit
VI - Die Instrumentenentwicklung
1. Die Nominalskala
2. Die Ordinalskala
3. Die Intervallskala
4. Die Ration-/ Verhältnisskala
5. Beispiel
VII - Die Auswahlstrategien
1. Verortung im Untersuchungsablauf
2. Zufallsauswahl
3. Bewusste Auswahl
4. Willkürliche Auswahl
Fazit
VIII - Die Pretests
1. Der Pretest im Allgemeinen
2. Kognitive Verfahren beim Pretest
Fazit
IX - Die Bewertung qualitativer Kriterien von extern durchgeführter Feldarbeit
1. Die Feldarbeit im Allgemeinen
2. Die Qualitätsüberprüfung
Fazit
X - Der Datenschutz
1. Die „Entstehung“ des Datenschutzes
2. Allgemeine Informationen zum Datenschutz in Deutschland
3. Beispiel
Fazit
XI - Die Datenaufbereitung
1. Die Digitalisierung der Rohdaten
2. Die Fehlerkorrektur
3. Die Bearbeitung der Variablen
Fazit
XII - Die Dokumentation
1. Die Dokumentation aus der Forscherperspektive
2. Die Dokumentation aus der Betrachterperspektive
Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die qualitativen Anforderungen, die an die einzelnen Arbeitsschritte einer standardisierten empirischen Befragung gestellt werden. Das zentrale Ziel besteht darin, den gesamten Forschungsprozess von der Planung über die Durchführung bis zur Datenaufbereitung hinsichtlich der Qualitätssicherung zu beleuchten und aufzuzeigen, wie methodische Standards die Validität der Ergebnisse beeinflussen.
- Qualitätsmanagement als allgemeine Managementstrategie
- Methodische Gütekriterien in der empirischen Sozialforschung
- Anforderungen an Fragestellung, Operationalisierung und Instrumentenentwicklung
- Vergleichende Analyse von Erhebungsmodi und Auswahlstrategien
- Datenschutzaspekte und Qualitätskontrolle bei externer Feldarbeit
Auszug aus dem Buch
1. Die Digitalisierung der Rohdaten
Wie bereits erwähnt stellen die in der Feldarbeit gesammelten Rohdaten die Grundlage zur Datenanalyse. Für das Erstellen einer brauchbaren Datei müssen die Daten zunächst digitalisiert werden, da eine Analyse per Hand schon allein wegen des immens hohen Arbeitsaufwandes enorm unökonomisch ist. (Vgl.: Schnell et al. 2008: S. 13) Wurden die Befragungen mittels Computer durchgeführt, so löst sich dieses Problem von selbst. Wurden die Befragungsergebnisse beispielsweise bei einer persönlich-mündlichen oder einer postalischen Befragung allerdings „nur“ auf Papier festgehalten, so müssen diese EDV-tauglich via Computer eingegeben werden. Dies kann entweder manuell geschehen, oder einfacher per Scanner, wenn die Fragebögen dazu geeignet sind. (Vgl.: Häder 2006: S. 406).
Zusammenfassung der Kapitel
I - Qualitätsmanagement: Das Kapitel erläutert den Begriff des Qualitätsmanagements und demonstriert anhand von zwei Fallbeispielen, dass es eine allumfassende Strategie darstellt.
II - Erkenntnisziele und Qualitätsansprüche verschiedener empirischer Untersuchungsansätze: Hier werden unterschiedliche Forschungsansätze (Demoskopie, Wirtschaft, Unterhaltung) beleuchtet und deren variierende Qualitätsanforderungen aufgezeigt.
III - Qualitätsansprüche bei der Fragestellung: Das Kapitel verdeutlicht die Komplexität der Fragestellung als Schlüssel zur erfolgreichen Durchführung einer hochwertigen Umfrage.
IV - Die Operationalisierung: Es wird erklärt, wie die Operationalisierung als notwendiger Schritt die theoretische Ausgangsüberlegung in empirisch messbare Indikatoren überführt.
V - Die Wahl des Erhebungsmodus: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Erhebungsmodi (CAPI, CATI, Internet, Papier) und betont die Notwendigkeit einer bewussten Abwägung von Vor- und Nachteilen.
VI - Die Instrumentenentwicklung: Der Inhalt fokussiert sich auf die verschiedenen Skalenniveaus (Nominal-, Ordinal-, Intervall- und Verhältnisskala) und deren Bedeutung für die Instrumentenentwicklung.
VII - Die Auswahlstrategien: Das Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Auswahlverfahren und diskutiert die Vor- und Nachteile von Zufalls-, bewussten und willkürlichen Auswahlen.
VIII - Die Pretests: Hier wird der Pretest als unerlässliches Instrument zur Minimierung von Fehlern im Fragebogen und zur Steigerung der Datenqualität beschrieben.
IX - Die Bewertung qualitativer Kriterien von extern durchgeführter Feldarbeit: Das Kapitel befasst sich mit der Qualitätskontrolle bei der Beauftragung externer Marktforschungsinstitute.
X - Der Datenschutz: Es werden die rechtlichen Grundlagen und praktischen Anforderungen des Datenschutzes im Rahmen empirischer Untersuchungen dargelegt.
XI - Die Datenaufbereitung: Hier werden notwendige Schritte wie Digitalisierung, Fehlerkorrektur und Variablenumkodierung zur Sicherung der Ergebnisqualität erläutert.
XII - Die Dokumentation: Das letzte Kapitel unterstreicht die Bedeutung einer detaillierten Dokumentation für die wissenschaftliche Nachprüfbarkeit und Qualitätssicherung.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Empirische Sozialforschung, Standardisierte Befragung, Datenerhebung, Operationalisierung, Skalenniveaus, Auswahlstrategien, Pretest, Datenschutz, Datenaufbereitung, Forschungsdokumentation, Validität, Repräsentativität, Gütekriterien, Feldarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Durchführung standardisierter empirischer Befragungen und fokussiert sich dabei kritisch auf die einzelnen Arbeitsschritte sowie deren Bedeutung für die Daten- und Ergebnisqualität.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themenfelder umfassen das Qualitätsmanagement in der Forschung, die methodischen Standards bei Befragungen (Operationalisierung, Erhebungsmodi, Stichproben) sowie die Anforderungen an Datenaufbereitung und Dokumentation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, den gesamten Prozess einer standardisierten Befragung zu durchleuchten, um aufzuzeigen, an welchen Stellen methodische Qualität durch professionelles Vorgehen gesichert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bewährter Methoden der empirischen Sozialforschung, die anhand von Fallbeispielen veranschaulicht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen des Forschungsprozesses: von der Fragestellung und Operationalisierung über die Wahl des Erhebungsmodus und Pretests bis hin zur Feldarbeit, Datenaufbereitung und Dokumentation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Qualitätsmanagement, empirische Sozialforschung, Standardisierung, Operationalisierung, Validität und Forschungsdokumentation.
Warum spielt der Datenschutz bei studentischen Diplomarbeiten eine Rolle?
Wie die Arbeit am Beispiel der TU Dresden zeigt, unterliegen auch studentische Projekte den gesetzlichen Datenschutzvorgaben (z.B. SächsDSG), weshalb der verantwortungsvolle Umgang mit Probandendaten zwingend erforderlich ist.
Warum ist die Unterscheidung der Skalenniveaus für die Instrumentenentwicklung relevant?
Die Skalenniveaus (Nominal bis Ratio) bestimmen, welche mathematischen Analysen und statistischen Kennzahlen auf die erhobenen Daten angewendet werden können, was die Planung des Fragebogens maßgeblich beeinflusst.
Welche Kriterien sollten bei der Qualitätsüberprüfung externer Feldarbeit beachtet werden?
Neben der Responserate sollten insbesondere die Vollständigkeit des Feldberichts, die Schulung der Interviewer und die Einhaltung eines ethischen Kodex durch das beauftragte Institut geprüft werden.
Inwiefern beeinflusst die Dokumentation die wissenschaftliche Qualität?
Eine sorgfältige Dokumentation ist entscheidend, damit die Forschung für Dritte nachvollziehbar wird und Gutachter die Validität der Ergebnisse sowie die methodische Korrektheit bewerten können.
- Quote paper
- Lars Roedel (Author), 2011, Zur Qualität standardisierter Befragungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198577