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König Richard der Dritte

Eine Interpretation unter der Fragestellung, wie Shakespeare das Scheitern des Königs dramatisch verarbeitet

Title: König Richard der Dritte

Seminar Paper , 2011 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Eric Kresse (Author)

Didactics for the subject English - History of Literature, Eras

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Summary Excerpt Details

Die moderne Gesellschaft hat bis heute eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten gefunden, die verstärkt mit einer zunehmenden Technisierung einhergehen und vor allem der geistigen Zerstreuung dienen. Nur selten nutzen Regisseure, Drehbuchautoren oder Produzenten diese Medien, um Probleme und eine damit einhergehende Kritik aufzuzeigen. Vielmehr finden suchende Rezipienten diese Aspekte, die über eine einfache Unterhaltung hinausgehen und bewusst provozieren, indem eine distanzierte Sicht der Dinge aufgezeigt wird, im Theater. Dieses alte Unterhaltungsmedium blickt auf eine lange Tradition von Gesellschaftskritik, der Vermittlung von Kultur sowie geistiger Stimulation zurück und bringt bis in die Gegenwart Dramen hervor, die mit Recht als Kulturgüter klassifiziert werden können. Einer dieser Klassiker ist zweifelsfrei William Shakespeare, dessen Werke noch heute faszinieren und zur Rezeption anregen. Seine Verdienste für die Dramatik sind seit langem ausführlich beschrieben, sodass sich die Shakespeare-Forschung unlängst spezialisierte, um mittels vieler Untersuchungen Einzelaspekte der Werke zu betrachten. Diese bergen als Leitmotive oft die Darstellung des Bösen, zunächst Hassenswerten und doch dramatisch Faszinierenden – ein Thema, welches Shakespeare auch in seinen Historien aufgreift und dabei in die Darbietung der englischen Geschichte einarbeitet. Hervorzuheben ist dabei seine zeitgenössische Interpretation des Königs Richard III., welchem als Unmensch ein tiefer Fall vorherbestimmt ist, der dabei auf der Bühne jedoch auf eine dramatische Weise scheitert, die den Zuschauer bannt. Daher soll diese Arbeit eine fortlaufende Textinterpretation dieses Dramas erarbeiten und damit einhergehend Shakespeares Darstellung des Falls seines Helden präzisieren.
[...] Im analytischen Hauptteil dieser Arbeit wird die zweisprachige dtv-Ausgabe der Historie verwendet. Da es sich mit dem gewählten Thema um eine Analyse handelt, wird der Inhalt des Dramas im Folgenden nicht explizit ausgeführt, sondern als Grundlage vorausgesetzt und nur zu analytischen Zwecken betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. William Shakespeare: Sein Leben

3. Historischer Hintergrund

3.1. Rosenkriege und Richard III.

3.2. Tudormythos und Shakespeares Quellen

4. Analyse des Werkes

4.1. I.Akt

4.2. II.Akt

4.3. III.Akt

4.4. IV.Akt

4.5. V.Akt

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit einer detaillierten Textinterpretation des Dramas "König Richard III." von William Shakespeare. Das primäre Ziel der Untersuchung liegt darin, Shakespeares dramatische Verarbeitung des Scheiterns seines Protagonisten herauszuarbeiten und dabei die Rolle des Tudormythos für die Charakterzeichnung sowie die Struktur des Werkes zu analysieren.

  • Historische Einbettung der Rosenkriege und ihre literarische Verarbeitung
  • Untersuchung des Tudormythos als Grundlage der elisabethanischen Geschichtsschreibung
  • Analyse der dramatischen Mittel in den Akten I bis V
  • Erforschung der Charakterisierung Richards III. als "Bösewicht" und seine dramatische Fallhöhe
  • Untersuchung der Rolle der Nebenfiguren und Frauencharaktere als Spiegel des Schicksals

Auszug aus dem Buch

4.1. I.Akt

Das Werk beginnt mit einem Monolog Richards, der in die Handlung einführt und somit eine Einleitung durch eine Person, welche außerhalb der Handlung steht, erübrigt. Indem sich Richard zu Beginn und Ende der Szene alleine auf der Bühne befindet, kommentiert und verdeutlicht er seine Gedanken vor den Augen des Publikums und ist nur in diesen Momenten außerhalb der Verstellungsrollen, welche er sogleich einnimmt, sobald er mit einer anderen Figur interagiert. Mittels des Eingangsmonologs lässt Shakespeare seinen Helden zunächst eine Situationsüberschau darstellen, in welcher dieser sein Unbehagen über die momentanen Friedenszeiten ausdrückt und dem Zuschauer daher, unter für Shakespeare untypischer Aussparung etlicher Namen und historischer Fakten, keine Chronik, sondern eine Atmosphäre verdeutlicht. Somit wird dem Rezipienten bereits hier bewusst, dass Richard nicht das Opfer einer äußeren Situation sein wird, denn hierbei sind alle Bedingungen einer sorgenlosen Regierung unter Edward IV. benannt worden. Vielmehr deutet sich das Erlöschen der Sonne Yorks anhand der ironischen Darstellung „Made glorious summer by this son of York“ an. Ferner setzt sich gerade der Gedanke um einen inneren Antrieb für die kommenden Untaten fest, wenn Richard in die Selbstvorstellung als zweiten Teil des Monologs übergeht. „But I“ beginnt der Königsbruder seine Charakterisierung und stellt sich mittels dieser beiden Wörter als außerhalb der Gemeinschaft stehend vor. Er fühlt sich von der Natur und somit von Gott betrogen, angesichts seines entstellten Äußeren, welches ihn, so mag zumindest der Zuschauer zunächst vermuten, aus der höfischen Gesellschaft isoliert. Mehr als das ist Richard nach eigener Aussage dazu „determined to prove a villain“ – sodass Shakespeare hier die Begründung eines Schurken liefert, der sich die Rolle des Ungeheuers selbst erwählt hat, gerade weil der Charakter keine Folge der Erfahrungen, sondern das entstellte Äußere eine Zurschaustellung der inneren Verdorbenheit in Sinne eines antiken Schönheitsideals ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, Shakespeares Drama "Richard III." als eine tiefgreifende Darstellung menschlichen Scheiterns zu interpretieren.

2. William Shakespeare: Sein Leben: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss des Dramatikers und ordnet das Werk zeitlich in sein Schaffen ein.

3. Historischer Hintergrund: Hier werden die Rosenkriege als historischer Kontext sowie die Bedeutung des Tudormythos für die Entstehung des Werkes beleuchtet.

4. Analyse des Werkes: Dieser zentrale Teil umfasst die akzentuierte Textinterpretation der fünf Akte des Dramas, unter besonderer Berücksichtigung der dramaturgischen Entwicklung Richards.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und würdigt Shakespeares Leistung, eine zeitlose Kritik an Machtstrukturen und dem menschlichen Wesen zu verweben.

Schlüsselwörter

William Shakespeare, König Richard III., Tudormythos, Rosenkriege, Historiendrama, Textinterpretation, Schuld und Sühne, Dramatik, Scheitern des Königs, elisabethanisches Zeitalter, Machtstrukturen, Nemesis, Charakteranalyse, Theatergeschichte, Politische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fortlaufende Textinterpretation des Dramas "König Richard III." von William Shakespeare mit einem Fokus auf die dramatische Inszenierung des Scheiterns der Titelfigur.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind der historische Kontext der Rosenkriege, die Bedeutung des elisabethanischen Tudormythos sowie die Analyse der dramaturgischen Mittel, mit denen Shakespeare seinen Protagonisten als charismatischen Schurken zeichnet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, präzise darzulegen, wie Shakespeares Darstellung des Falls Richard III. den Zuschauer bannt und inwiefern der Autor die englische Geschichte nutzt, um moralische und gesellschaftliche Kritik zu üben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Textanalyse, die das Drama Akt für Akt untersucht und dabei auf Sekundärliteratur zur Shakespeare-Forschung und historischen Grundlagenwerken aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der fünf Akte des Dramas, in denen Richard von seinem Aufstieg zum König bis zu seinem finalen Zusammenbruch und seinem Tod auf dem Schlachtfeld von Bosworth begleitet wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tudormythos, Nemesis, Schurkenmonolog, historische Fiktion und die Darstellung göttlicher Gerechtigkeit in einer monarchischen Ordnung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Frauenfiguren?

Die Frauenfiguren fungieren im Drama häufig als moralische Instanzen oder Schicksalsboten, die Richard anklagen und damit die Erinnerung an die Opfer seiner Taten wachhalten.

Welche Bedeutung kommt dem Tudormythos zu?

Der Tudormythos diente der Herrscherfamilie zur Legitimation ihrer Macht durch die Diffamierung des Hauses York und die Darstellung der Tudors als Friedensstifter, eine Sichtweise, die Shakespeare in seinem Werk aufgreift und kritisch reflektiert.

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Details

Title
König Richard der Dritte
Subtitle
Eine Interpretation unter der Fragestellung, wie Shakespeare das Scheitern des Königs dramatisch verarbeitet
College
University of the Federal Armed Forces München  (Historisches Institut)
Course
Geschichte und Theater
Grade
2,0
Author
Eric Kresse (Author)
Publication Year
2011
Pages
25
Catalog Number
V198228
ISBN (eBook)
9783656243373
ISBN (Book)
9783656246275
Language
German
Tags
William Shakespeare Shakespeare Richard III Richard der Dritte Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Kresse (Author), 2011, König Richard der Dritte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198228
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