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Darstellung und Beurteilung der wirtschaftsethischen Konzeption von Arthur Rich

Title: Darstellung und Beurteilung der wirtschaftsethischen Konzeption von Arthur Rich

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Eric Kresse (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics

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Summary Excerpt Details

Diente Geld früher dazu, Waren und Dienstleistungen zu finanzieren, so scheint es heute vor
allem zu existieren, um neues Geld zu schaffen. Derivate, Devisen, Rohstoffhandel,
Leerverkäufe, EZB, EFSF, IWF, Rettungsschirm und Hebel bilden dabei nur einige Begriffe, die
von Nicht-Bankern kaum noch zu überschauen sind und daher mangels Verständnis auch
kein Vertrauen erzeugen. [...] In diesem
Zusammenhang hat der Schweizer Arthur Rich, für den der christliche Glaube essentiell im
Zentrum wirtschaftlichen Geschehens steht, bereits 1984 eine „Wirtschaftsethik“
veröffentlicht, in welcher er Theologie, Sozialethik und Wirtschaftsordnung systematisch in
Beziehung setzt und folglich Instanzen zur Gewinnung ethischer Urteils- und
Handlungskompetenzen entwickelt. Die vorliegende Arbeit hat das Interesse, die
wirtschaftsethische Konzeption Richs darzustellen und zu prüfen, ob es dem Autor gelingt,
Möglichkeiten einer besseren Gestaltung des menschlichen Lebens in wirtschaftlicher
Perspektive aufzuzeigen. Dabei wird zunächst die für seine Arbeit bedeutende Biographie
Richs nachgezeichnet, woran sich eine systematische Rekonstruktion der Grundgedanken
des Autors anschließt. Sowohl in diesem Kapitel, als auch in der sich anschließenden
Beurteilung des Werkes, basierend auf dem Verständnis des guten Lebens des Autors dieser
vorliegenden Arbeit, wird darüber hinaus Bezug auf Susanne Edels „Wirtschaftsethik im Dialog“ genommen, da dieses Werk das Rich`sche Konstrukt treffend nachzeichnet und
darüber hinaus gelungen interpretiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie des Arthur Rich

3. Darstellender Teil: Richs Grundlagen der „Wirtschaftsethik“

3.1. Sozialethik im Kontext der Sozialwissenschaften

3.2. Kriterien des Menschengerechten

3.2.1. Kriterium der Geschöpflichkeit

3.2.2. Kriterium der kritischen Distanz

3.2.3. Kriterium der relativen Rezeption

3.2.4. Kriterium der Relationalität

3.2.5. Kriterium der Mitmenschlichkeit

3.2.6. Kriterium der Mitgeschöpflichkeit

3.2.7. Kriterium der Partizipation

3.3. Ertragssicherung

4. Beurteilender Teil

4.1. Beurteilung der Überlegungen Richs zur Wirtschaftsethik

4.2. Ertragssicherung

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die wirtschaftsethische Konzeption von Arthur Rich systematisch zu rekonstruieren, ihre Kriterien kritisch zu beleuchten und zu prüfen, inwieweit sie Möglichkeiten zur menschengerechten Gestaltung von Wirtschaftssystemen aufzeigt.

  • Biographische Hintergründe und Einflüsse auf Arthur Richs Denken
  • Systematische Einordnung der Wirtschaftsethik in die Sozialethik
  • Detaillierte Analyse der sieben Kriterien des Menschengerechten
  • Kritische Beurteilung der christlichen Fundierung und praktischen Anwendbarkeit

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Kriterium der Geschöpflichkeit

Rich definiert das anthropologische Kriterium der Geschöpflichkeit als elementares Grundkriterium des Menschlichen, welches sich aus dem Selbstverständnis des christlichen Glaubens und der damit verbundenen hoffenden Liebe ergibt. Dabei ist Glaube für den Sozial- und Wirtschaftsethiker das existenzbegründende Vertrauen in die Realität göttlicher Treue, wodurch menschliche Existenz ihren Grund nicht in sich selbst findet. Dies verdeutlicht sich für ihn besonders im alttestamentarischen Schöpfungsglauben und der daraus resultierenden ontologischen Differenz: Durch den absolut herrschenden Schöpfergott erfährt der Mensch zunächst seine Grenzen. Jedoch wird er dadurch keineswegs zum bloßen Objekt des Schöpfers degradiert, vielmehr tritt nun die personale Korrespondenz hervor: Der einzige Unterschied zwischen Mensch und Tier ist das besondere Verhältnis des Schöpfers zum Mensch und definiert diesen als Gottesebenbild.

Einhergehend mit den dem Menschen gesetzten Grenzen begründet Rich aus diesem Aspekt die besondere Würde, welche in Freiheit zur Weltgestaltung in geschöpflicher Verantwortung aus Gen. 1,28 gipfelt und dem Geschöpf jenes Selbstvertrauen zur Bebauung und Bewahrung der Erde gibt, von dem nach christlichem Verständnis alles Handeln ausgeht. Anschließend den Sozialismus betrachtend legt Rich der Marx´schen Argumentation einen falschen Schöpfungsglauben zugrunde: Dieser betrachtete einzig die ontologische Differenz und kam folglich durch die Ausklammerung der personalen Korrespondenz zum Bild eines allmächtigen Schöpfers, welcher den ohnmächtigen Menschen kontrolliert. Als absoluter Humanist sah Marx den Menschen somit folgerichtig als seinen eigenen Schöpfer an und dessen Existenzgrund in ihn selbst begründet. Dass Weltgeschichte somit das Resultat menschlicher Arbeit sei ist für Rich demnach die logische und zugleich keineswegs wünschenswerte Negation ontologischer Differenz und lässt den Menschen Gut und Böse, Recht und Unrecht sowie Menschlich und Unmenschlich selbst definieren. Diesen Zustand beschreibt Rich als größte Gefahr für den Menschen und betont resümierend, dass Humanität als Ausdruck der Gerechtigkeit ein Resultat der zusammenwirkenden ontologischen Differenz und personalen Korrespondenz ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz wirtschaftsethischer Fragen in der heutigen Finanzkrise ein und stellt die Relevanz der Konzeption von Arthur Rich als Antwort auf die Suche nach einer moralisch orientierten Wirtschaftsordnung vor.

2. Biographie des Arthur Rich: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Richs nach und beleuchtet insbesondere, wie seine Herkunft aus dem Arbeitermilieu und seine religiös-soziale Prägung sein wirtschaftsethisches Verständnis formten.

3. Darstellender Teil: Richs Grundlagen der „Wirtschaftsethik“: Hier erfolgt eine systematische Rekonstruktion von Richs Werk, wobei die Einordnung als Sozialethik sowie die Erläuterung der sieben Kriterien des Menschengerechten im Mittelpunkt stehen.

4. Beurteilender Teil: Der Autor dieser Arbeit reflektiert die theoretischen Überlegungen Richs aus eigener Perspektive und prüft diese kritisch hinsichtlich ihrer weltanschaulichen Voraussetzungen und praktischen Umsetzbarkeit.

5. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Arbeit werden resümiert und der bleibende wissenschaftliche Wert von Richs Beitrag zur Schnittstelle von Theologie, Ethik und Ökonomie gewürdigt.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung herangezogene Literatur sowie die verwendeten Quellen auf.

Schlüsselwörter

Arthur Rich, Wirtschaftsethik, Sozialethik, Menschengerechtes, Sachgerechtes, christliches Menschenbild, Humanität, soziale Verantwortung, Marktwirtschaft, Gerechtigkeit, Geschöpflichkeit, Partizipation, Institutionenethik, Sozialwissenschaften, christliche Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftsethischen Konzeption von Arthur Rich, deren theoretischen Grundlagen sowie deren Anwendbarkeit auf moderne Wirtschaftsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Verbindung von Theologie und Sozialwissenschaften, die Definition von Kriterien für eine humane Gesellschaft und die ethische Bewertung von Wirtschaftsordnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die systematische Darstellung der Rich’schen Wirtschaftsethik sowie deren kritische Überprüfung anhand eines weltoffenen Verständnisses vom guten Leben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Rekonstruktion und anschließende kritische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur von Arthur Rich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen darstellenden Abschnitt, der Richs Kriterien (wie Geschöpflichkeit, kritische Distanz und Partizipation) erklärt, und einen beurteilenden Abschnitt, in dem diese Kriterien kritisch hinterfragt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Wirtschaftsethik, Menschengerechtes, soziale Verantwortung, Gerechtigkeit und das christliche Menschenbild.

Wie bewertet der Autor die christliche Fundierung von Richs Ethik?

Der Autor erkennt zwar die Schlüssigkeit der Argumentation an, kritisiert jedoch, dass Rich das Christentum teilweise zur globalen Moralinstanz erhebt und die Kriterien dadurch weniger als Orientierung, sondern eher als Vorschriften wirken.

Welche Rolle spielt das Kriterium der Geschöpflichkeit in der Arbeit?

Es wird als grundlegendes anthropologisches Kriterium dargestellt, das den Menschen in ein verantwortungsvolles Verhältnis zu Gott, zur Welt und zu seinen Mitmenschen setzt.

Warum wird das Partizipationsgebot als wichtig hervorgehoben?

Es wird als notwendig erachtet, um einseitige Machtkonzentrationen zu verhindern und eine gerechte Teilhabe aller Menschen an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozessen zu ermöglichen.

Wie lautet das Fazit zur Umsetzbarkeit der Rich’schen Kriterien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Kriterien zwar das Potenzial haben, als Appell für globale Verantwortung zu dienen, aber eine detailliertere Verbindung zur säkularen Vernunft für eine breitere Anwendbarkeit wünschenswert gewesen wäre.

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Details

Title
Darstellung und Beurteilung der wirtschaftsethischen Konzeption von Arthur Rich
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Theologie und Ethik)
Course
Wirtschaftsethik
Grade
1,7
Author
Eric Kresse (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V198224
ISBN (eBook)
9783656242925
ISBN (Book)
9783656244646
Language
German
Tags
Arthur Rich Wirtschaftsethik Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Kresse (Author), 2011, Darstellung und Beurteilung der wirtschaftsethischen Konzeption von Arthur Rich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198224
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