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Die deutschen Ford-Werke im "Dritten Reich"

Ein kompilatorischer Beitrag zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte

Title: Die deutschen Ford-Werke im "Dritten Reich"

Research Paper (postgraduate) , 2012 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eric Kresse (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

Der international etablierte Automobilhersteller Ford Motor Company blickt seit seiner
Gründung in den USA 1903 durch den Ingenieur Henry Ford auf eine ereignis- und
kontrastreiche Firmengeschichte zurück. [...]
Im Nationalsozialismus konnte sich Ford schließlich im Oligopol der Autohersteller
behaupten und sich zu einem bedeutenden (kriegs-)wirtschaftlichen Pfeiler des „Reiches“
entwickeln. Wie eng die Firma dabei mit der Staatsführung verknüpft war, soll diese Arbeit
aufzeigen. Als kompilatorischer Beitrag zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte
betrachtet sie eine Epoche, über welche Weltkonzerne noch heute schweigen und die sich
somit nur über Zeitzeugenberichte und betriebswirtschaftliche Daten zusammenfügen lässt.
Dabei wird die Untersuchung von folgenden Fragen geleitet: Welche Motive veranlassten
das Werk, sich mit dem Regime zu arrangieren? Wieso behielt die Tochtergesellschaft eines
US-amerikanischen Konzerns nach dem Kriegseintritt der USA weitestgehend ihre personelle und unternehmerische Unabhängigkeit? Zu welchen Mitteln griff die nach Profit strebende
Geschäftsführung? Und nicht zuletzt: Wie geht Ford heute mit der eigenen Vergangenheit
um?
Bei weitgehend chronologischem Aufbau gliedert sich die Untersuchung in fünf Kapitel. Nach
diesem einleitenden ersten Kapitel folgt die Darstellung des Aufstiegs des deutschen
Unternehmens unter dem Nationalsozialismus bis zum Kriegsausbruch 1939. Wird bereits in
diesem zweiten Kapitel gezeigt, wie sehr sich das Werk in die NS-Industrie einspannen ließ,
verdeutlicht das dritte Kapitel diese Entwicklungstendenz zunächst weiter bis zum
Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 und zeichnet anschließend das Verhalten des
Konzerns sowie die auf Ford bezogene deutsche Politik bis zum Kriegsende nach. Thema des
vierten Kapitels ist die Betrachtung der profitorientierten amerikanischen Ford Motor
Company während des Krieges und nach dessen Ende als auch eine Darlegung deren
Umgangs mit der eigenen NS-Vergangenheit und eventueller Schuld. Schließlich sollen die
Ergebnisse dieser Arbeit im fünften Kapitel zusammengefasst und im Anhang
betriebswirtschaftliche Daten bis einschließlich 1945 abgebildet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Aufstieg während des Nationalsozialismus bis zum Kriegsausbruch 1939

3. Ford in Zweiten Weltkrieg

3.1. Die Entwicklung der Ford Werke AG, Köln, bis zum Kriegseintritt der USA

3.2. Ford Deutschland vom Dezember 1941 bis zum Kriegsende

4. Die Ford Motor Company zwischen Schuld und Profit

5. Zusammenfassung

6. Anhang: Betriebswirtschaftliche Daten

6.1. Stammkapital

6.2. Vertriebsbedingte Umsätze

6.3. Gewinne/Verluste

6.4. Belegschaft

6.5. PKW-Produktion

6.6. LKW-Produktion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Ford-Tochtergesellschaft während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Ziel ist es, die Verflechtung des Unternehmens mit dem NS-Regime sowie die Rolle der US-amerikanischen Muttergesellschaft bei der Aufrechterhaltung des Kölner Werks unter den Bedingungen der Kriegswirtschaft zu analysieren.

  • Anpassung der deutschen Ford-Werke an die NS-Industriepolitik und Autarkiebestrebungen.
  • Die Rolle der Ford-Tochtergesellschaft als "kriegswichtiger Betrieb" und Produzent für die Wehrmacht.
  • Einsatz von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen zur Produktionssicherung.
  • Verhältnis zwischen dem US-Mutterkonzern und dem deutschen Werk nach dem Kriegseintritt der USA.
  • Umgang des Unternehmens mit der eigenen NS-Vergangenheit nach 1945.

Auszug aus dem Buch

3.2. Ford Deutschland vom Dezember 1941 bis zum Kriegsende

Am 9.April 1942, vier Monate nach der Kriegserklärung des „Deutschen Reichs“ an die USA vom 11.Dezember 1941, wurden die Vereinigten Staaten nach Paragraph 2 der Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens vom 15.Januar 1940 als Feind deklariert. Dem ging das automatische Inkrafttreten des Trading with the Enemy Acts in den USA – der Erlass existierte seit dem Ersten Weltkrieg und wurde formal nie aufgehoben – sowie die Übertragung der Vollmachten Roosevelts gegenüber ausländischen, dabei nicht nur feindlichen Vermögens an einen Alien Property Custodian mit der Executive Order Nr.9095 vom 11.März 1942 voraus. Gemäß Paragraph 3 der Feindvermögensverordnung wurde die Ford Motor Company als Feind charakterisiert, da sie nach dem Sitzprinzip ihren Hauptsitz in den USA hatte. Ferner waren nach Paragraph 4 alle inländischen Vermögensgegenstände, die rechtlich oder wirtschaftlich einer feindlichen natürlichen Person oder einem feindlichen Unternehmen gehörten, als feindliches Vermögen klassifiziert.

Trotz maßgeblich feindlicher Beteiligung galt die deutsche Ford Werke AG jedoch ebenso als selbstständiges Inlandsunternehmen und somit als deutsch, da sie wiederrum nach dem Sitzprinzip ihren Hauptsitz in Köln hatte, der deutschen Wirtschaft diente und einer deutschen Wirtschaftslenkung unterstand. Daher wurde nur die feindliche Vermögensbeteiligung von 52% als feindliches Vermögen bewertet, wodurch nach Paragraph 12 zur Sicherstellung und Erhaltung des deutschen Vermögens ein Verwalter eingesetzt konnte, um eine feindliche Einflussnahme zu unterbinden – es bleibt hervorzuheben, dass es sich hierbei keinesfalls um eine angestrebte Enteignung handelte, die Eigentumsverhältnisse wurden nicht geändert und Edsel Ford blieb bis zu seinem Tode 1943 Aufsichtsratsmitglied der Ford Werke AG.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Unternehmensgeschichte von Ford Deutschland von der Gründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der Motive für die Kooperation mit dem NS-Regime.

2. Der Aufstieg während des Nationalsozialismus bis zum Kriegsausbruch 1939: Das Kapitel beschreibt, wie das Kölner Werk von der NS-Autopolitik profitierte und durch eine Umstellung auf deutsche Zulieferer und ideologische Anpassungen als "deutsches Unternehmen" anerkannt wurde.

3. Ford in Zweiten Weltkrieg: Hier wird die Entwicklung der Ford-Werke während des Krieges, die Rolle als Rüstungszulieferer sowie die treuhänderische Verwaltung unter NS-Einfluss detailliert dargestellt.

4. Die Ford Motor Company zwischen Schuld und Profit: Das Kapitel analysiert das Verhalten des US-amerikanischen Mutterkonzerns während des Krieges sowie den Umgang des Unternehmens mit seiner NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über die erfolgreiche wirtschaftliche Anpassung des Unternehmens und das Fortbestehen der Verbindung zwischen der US-Zentrale und dem deutschen Werk während der gesamten Kriegsdauer.

6. Anhang: Betriebswirtschaftliche Daten: Dieser Abschnitt enthält tabellarische Daten zur Unternehmensentwicklung, unter anderem zu Stammkapital, Umsätzen, Gewinnen, Belegschaftszahlen und Produktionsvolumina.

Schlüsselwörter

Ford Werke AG, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Zwangsarbeit, Rüstungsproduktion, Henry Ford, Edsel Ford, Kriegsökonomie, Robert Hans Schmidt, NS-Vergangenheit, Unternehmensgeschichte, Reichskommissar, US-Mutterkonzern, Kriegsprofiteure, Deutsche Industrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unternehmensgeschichte der deutschen Ford-Werke während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Anpassung des Unternehmens an das NS-Regime, die rüstungsrelevante Produktion sowie der Umgang mit Zwangsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert, wie es dem Unternehmen gelang, im "Dritten Reich" zu prosperieren, und beleuchtet die Rolle des US-Mutterkonzerns während dieser Zeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen kompilatorischen Beitrag zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte, der auf vorhandener Fachliteratur, Zeitzeugenberichten und betriebswirtschaftlichen Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Untersuchung: vom Aufstieg unter der NS-Herrschaft über die Kriegsproduktion bis hin zum Verhalten der US-Muttergesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ford Werke AG, Zwangsarbeit, Rüstungsproduktion, NS-Vergangenheit, Kriegsökonomie und Unternehmenskooperation.

Wie sicherte Ford den Betrieb gegen Beschlagnahmung ab?

Das Unternehmen hob seinen "deutschen Charakter" hervor und setzte treuhänderische Verwalter ein, um eine feindliche Einflussnahme durch die NS-Regierung zu verhindern.

Wie ging das Unternehmen mit Zwangsarbeitern um?

Das Unternehmen nutzte Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge unter ausbeuterischen Bedingungen, um die Produktion im kriegswichtigen Betrieb aufrechtzuerhalten.

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Details

Title
Die deutschen Ford-Werke im "Dritten Reich"
Subtitle
Ein kompilatorischer Beitrag zur Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte
College
University of the Federal Armed Forces München  (Historisches Institut)
Course
Forschungsseminar Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte
Grade
1,3
Author
Eric Kresse (Author)
Publication Year
2012
Pages
22
Catalog Number
V198172
ISBN (eBook)
9783656241744
ISBN (Book)
9783656242536
Language
German
Tags
Wirtschaftsgeschichte Unternehmensgeschichte Henry Ford Ford Ford Deutschland Ford-Werke Wirtschaft Drittes Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Kresse (Author), 2012, Die deutschen Ford-Werke im "Dritten Reich", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198172
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