Aufgrund der Aktualität der Thematik Total Quality Management soll in der vorliegenden Arbeit die Grundlage dieses Konzepts - das Deming Management und die ihm verwandten Themen - näher untersucht werden und auf praktische Anwendbarkeit geprüft werden. Es soll festgestellt werden, ob eine Umsetzung tatsächlich Nutzen stiftet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Deming Management und verwandte theoretische Ansätze
2.1 Grundgedanken von Deming
2.2 Kaizen und der Kontinuierliche Verbesserungsprozess
2.3 Der PDCA-Zyklus
3. Der Vertriebsprozess
4. Praktische Anwendung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Deming Managements sowie verwandte Qualitätsansätze theoretisch zu durchleuchten und deren praktische Anwendbarkeit auf Vertriebsprozesse anhand eines Fallbeispiels zu evaluieren, um den potenziellen Nutzen für Unternehmen aufzuzeigen.
- Grundlagen des Deming Managements und des 14-Punkte-Programms
- Vergleich und Einordnung von Kaizen und dem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)
- Funktionsweise und Bedeutung des PDCA-Zyklus zur Problemlösung
- Prozessorientierte Gestaltung und Optimierung von Vertriebsabläufen
- Praktische Umsetzung mittels Methoden wie dem Ishikawa-Modell und Balanced Scorecard
Auszug aus dem Buch
2.1 Grundgedanken von Deming
Das Managementprogramm des amerikanischen Physikers William Edward Deming wird als Aggregation verschiedener Ansätze gesehen. So machte er beispielsweise die statistische Qualitätskontrolle für die Produktion, die er bei seinem Mentor Walter Andrew Shewhart kennengelernt hat, auf andere Bereiche anwendbar. Deming stellte jedoch im Gegensatz zu seinen Vorgängern im Bereich des Qualitätsmanagements den Prozess und dessen ständige Verbesserung in den Mittelpunkt seiner Theorien.
Als Grundlage des Modells gilt das 14-Punkte-Programm, das als Anleitung zur Qualitäts- und Produktivitätsverbesserung dient (siehe Anlage 1). Die formulierten Anweisungen richten sich an das Management eines Unternehmens. Auf eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Faktoren wird an dieser Stelle verzichtet, da diese für die folgenden Ausführungen nicht von Bedeutung sind. Nur der fünfte Punkt, welcher „Verbessere ständig die Systeme“ lautet, soll in der vorliegenden Arbeit intensiver betrachtet werden.
Für diesen Teil des 14-Punkte-Programms kann der PDCA-Zyklus angewendet werden, den Deming in starker Anlehnung an das PDSA-Modell von Shewhart entwickelt hat. Dieses Modell beinhaltet vier Phasen (Plan, Do, Check, Act) mit denen Probleme im Unternehmen gelöst werden können. Dieser Demingsche Regelkreis stellt somit ein Hilfsmittel zur Umsetzung qualitätsverbessernder Maßnahmen dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Qualitätsmanagement in modernen Märkten und führt in die theoretischen Konzepte von W. Edwards Deming ein.
2. Deming Management und verwandte theoretische Ansätze: Dieses Kapitel erläutert die Kernpunkte des Deming-Modells, das Kaizen-Prinzip und den PDCA-Zyklus als methodische Instrumente.
3. Der Vertriebsprozess: Es erfolgt eine prozessorientierte Definition des Vertriebs sowie dessen Einordnung als primäre Funktion innerhalb der betrieblichen Wertschöpfungskette.
4. Praktische Anwendung: Anhand einer fiktiven Beispiel GmbH wird der PDCA-Zyklus zur Optimierung des Beschwerdemanagements konkret angewandt und analysiert.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Qualitätsmanagement ein komplexer, aber lohnender Prozess ist, der eine grundlegende Einstellung zur Veränderung im Unternehmen erfordert.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Deming Management, KVP, Kaizen, PDCA-Zyklus, Vertriebsprozess, Prozessmanagement, Beschwerdemanagement, Ishikawa-Modell, Balanced Scorecard, Unternehmenserfolg, Prozessoptimierung, Kundenzufriedenheit, Qualitätskontrolle, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Total-Quality-Management-Konzepten, insbesondere dem Deming Management, auf die Gestaltung und Optimierung von Vertriebsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das 14-Punkte-Programm von Deming, die Implementierung von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen (KVP) und die praktische Umsetzung prozessorientierter Methoden im Vertrieb.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung der theoretischen Grundlagen von Deming und KVP sowie die Überprüfung, ob deren praktische Anwendung in einem Vertriebsumfeld tatsächlich einen messbaren Nutzen stiftet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Theoriebildung und eine explorative Fallstudienmethode, bei der die "Beispiel GmbH" als Modell für die praktische Anwendung dient.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Managementansätze, eine Einordnung des Vertriebsprozesses und eine detaillierte Durchführung eines PDCA-Zyklus im Kontext des Beschwerdemanagements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Qualitätsmanagement, PDCA-Zyklus, KVP, Kaizen, Vertriebsprozess und Beschwerdemanagement.
Warum wurde gerade die "Beispiel GmbH" für die Anwendung gewählt?
Die Beispiel GmbH dient als typischer Vertreter eines mittelständischen Unternehmens, um die Anwendbarkeit der theoretischen Modelle auf realistische Szenarien zu demonstrieren, ohne auf vertrauliche Daten echter Unternehmen angewiesen zu sein.
Welche spezifische Schwachstelle wurde bei der Beispiel GmbH identifiziert?
Es wurde ein ineffizientes und unstrukturiertes Beschwerdemanagement identifiziert, das durch Zeitdruck beim Außendienst und fehlende Standardprozesse geprägt war.
Welchen Einfluss hatte der PDCA-Zyklus auf das Ergebnis?
Durch die Anwendung des PDCA-Zyklus konnte die Beispiel GmbH das Beschwerdemanagement standardisieren, Verantwortlichkeiten klären und die Kundenzufriedenheit messbar steigern.
Was ist laut Autor der wichtigste Erfolgsfaktor für TQM-Methoden?
Der Autor betont, dass die Eigeninitiative der Mitarbeiter und die Bereitschaft des Managements, bestehende Muster zu verlassen, entscheidende Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg sind.
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- Aileen Wagner (Author), 2012, Einsatz von Total Quality Management Konzepten beim Management von Vertriebsprozessen am Beispiel Deming Management , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198109