Tourismus in seiner heutigen Form ist ubiquitär.
Nahezu jede Region weltweit definiert sich selbst als Urlaubsregion oder hat den Tourismus in regionalen Entwicklungs- oder Marketingkonzepten implementiert. Demzufolge partizipieren gegenwärtig etliche Anbieterregionen an diesem Wirtschaftszweig und sind auf dem Reisemarkt präsent.
Aus der Evolution des Tourismussektors (ausgehend vom elitären Tourismus hin zum Massentourismus) heraus, resultiert heutzutage eine starke Verhandlungsmacht des Touristen gegenüber einer Fülle an Tourismusanbietern. Des Weiteren haben sich die Bedürfnisse und Wünsche der Reisenden über die Jahrzehnte hinweg verändert. Dieser Fakt spiegelt sich in dem Verlangen des Urlaubers nach immer neuen emotionalen und kognitiven Erlebnissen wider.
Summa Summarum hat der potenzielle Gast die Qual der Wahl zwischen lokalen, regionalen, überregionalen und sogar weltweiten Reisezielen und –regionen. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Bereich des Tourismus innovativ zu sein, um am Markt bestehen zu können und einer zunehmenden Marktsättigung entgegenzuwirken.
Um in diesem harten Wettbewerb der Urlaubsdestination um den loyalen Kunden, den wiederkehrenden Touristen, bestehen zu können, ist es seitens der Anbieter vonnöten, sich durch maßgeschneiderte Angebote in Bezug auf eine spezifische Zielgruppe zu differenzieren und somit die Region für die Zukunft strategisch zu positionieren und selektiv zu vermarkten.
Vor diesem Hintergrund fokussieren sich zunehmend die Anbieterregionen auf spezielle Tourismusformen, um sich hierbei durch eine noch stärkere Kundenorientierung von anderen Regionen abzuheben. Beispielhaft können hier Bildungs-, Städte-, Kur-, Wellness-, Abenteuer-, Strand-, Kreuzfahrt-, Seminar- und Tagungstourismus als besondere, vertiefende Tourismusformen genannt werden.
Auch der barrierefreie Tourismus zählt zu diesen zielgruppenspezifischen Offerten, der im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Abhandlung steht.
Weiterhin soll mit Hilfe der vorliegenden Arbeit die zentrale Frage beantwortet werden, inwiefern eine Region für barrierefreien Tourismus geeignet ist. Ferner werden diese ausschlaggebenden Faktoren anhand der ausgewählten Region Rheinsberg konkret analysiert, um abschließend eine Entscheidung über die Eignung der Region Rheinsberg hinsichtlich der vorgestellten Tourismusform geben zu können.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Vorwort
1 Barrierefreier Tourismus - Merkmale und ökonomische Bedeutung
2 Zum barrierefreien Tourismus in Rheinsberg
2.1Zur Region Rheinsberg
2.2 SWOT - Analyse
2.3 Eignung für barrierefreien Tourismus
3 Fazit und Handlungsempfehlungen
Anhang
Literatur- und Quellenverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter barrierefreiem Tourismus?
Barrierefreier Tourismus richtet sich an Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Seh- oder Hörbehinderungen sowie Senioren und Familien mit Kinderwagen, um ihnen ein hindernisfreies Reisen zu ermöglichen.
Warum ist Rheinsberg ein Beispiel für barrierefreien Tourismus?
Die Region Rheinsberg hat sich gezielt darauf konzentriert, ihre touristische Infrastruktur für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen, um sich im Wettbewerb zu differenzieren.
Was ist eine SWOT-Analyse im Tourismus?
Die SWOT-Analyse untersucht die Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) einer Destination.
Welche ökonomische Bedeutung hat barrierefreies Reisen?
Es erschließt eine wachsende und loyale Zielgruppe, was besonders angesichts des demografischen Wandels für Tourismusregionen wirtschaftlich attraktiv ist.
Wie können sich Regionen strategisch für die Zukunft positionieren?
Durch Spezialisierung auf Nischen wie den barrierefreien Tourismus können sich Anbieter von der Masse abheben und neue Marktsegmente sichern.
- Arbeit zitieren
- Victor Killian (Autor:in), 2012, Eignungsanalyse zum Barrierefreien Tourismus in Rheinsberg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198072