Der Begriff Ökologie stammt aus dem Griechischen: οίκος (oikos) bedeutet ‚Haus, Haushalt‘, λόγος (logos) bedeutet ‚Wort, Lehre‘. Somit bezeichnet Ökologie die Lehre vom Haushalt, der (gebauten) Umwelt. (vgl. OQ 01) Da unser Seminar ein linguistisches ist, haben wir uns die Frage gestellt, inwiefern man Ökologie mit Sprachwissenschaft verbinden kann. Wir haben uns diverse Berichte und Webseiten angesehen und festzustellen versucht, wie mit dem ökologischen Diskurs umgegangen wird.
Ich habe mich dazu entschieden, Werbung in Bezug zu Ökologie näher zu untersuchen. Genauer auseinandergesetzt habe ich mich mit Werbung über Bioprodukte in Österreich und Russland. Den Schwerpunkt habe ich auf letzteres gesetzt, da dies für mich einen großen noch unbekannten Bereich dargestellt hat. Dabei habe ich mir folgende Fragen gestellt: Gibt es in Russland überhaupt Bioprodukte? Wenn ja, inwieweit sind sie bekannt? Wie sehen die Richtlinien in Russland für den Anbau von Bioprodukten aus? Wie werden Bioprodukte in Russland beworben? Besteht ein Unterschied in der Werbung im Vergleich zu Österreich?
Bei meiner Untersuchung habe ich mich folgender Methoden bedient: Ich habe den ökologischen Diskurs dahingehend untersucht, mit welchen sprachlichen Mitteln Bioprodukte im russischen Internet beworben werden. Weiters habe ich auch das Design der Webseiten berücksichtigt. Für die Analyse von Werbespots aus dem Fernsehen habe ich mich auf das AIDA-Prinzip gestützt und anhand dessen Werbespots für Joghurt aus Österreich und aus Russland miteinander verglichen.
Meine Recherchearbeit basiere ich größtenteils auf Quellen aus dem Internet, da ich in Büchern nicht die von mir erwarteten aktuellen Informationen zu meinem Thema gefunden habe.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ökologischer Diskurs
2.1 Geschichte des ökologischen Diskurses
3 Ökologie
4 Ökologie, Politik und Wirtschaft
4.1 Vergleich der Richtlinien in der EU und Russland
4.2 bio vs. öko vs. organic
4.3 Bio-Siegel und EU Bio-Logo
4.4 Ökologie in Texten zu Produktvorstellung und Produktbeschreibung
5 Analyse der Präsentation von Bioprodukten im russischen Internet
5.1 „Fruktovaja Počta“
5.2 „Bio Market“
5.3 „Azbuka Vkusa“
5.4 Bellona Foundation
5.5 „AVK“ čaj i kofe
6 Analyse von Werbung für Bio-Joghurt
6.1 AIDA-Prinzip
6.2 „Čudo“ Jogurt BIO
6.3 „Ja! Natürlich“ Fruchtjoghurt
6.4 Vergleich
7 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachliche Gestaltung und Präsentation von Bioprodukten in der Werbung, wobei ein Fokus auf den Unterschieden zwischen Österreich und Russland liegt. Ziel ist es, durch eine linguistische Analyse und die Anwendung des AIDA-Modells auf konkrete Werbespots und Webseiten zu ergründen, wie der ökologische Diskurs in verschiedenen Märkten kommuniziert wird und welche Strategien zur Kaufanregung eingesetzt werden.
- Sprachliche Analyse des ökologischen Diskurses in der Werbung.
- Untersuchung und Vergleich der Richtlinien für Bioprodukte zwischen der EU und Russland.
- Analyse der Online-Präsentation von Bioprodukten durch russische Unternehmen.
- Evaluierung von Joghurt-Werbespots mittels des AIDA-Prinzips.
- Gegenüberstellung österreichischer und russischer Werbeansätze für ökologische Produkte.
Auszug aus dem Buch
4.4 Ökologie in Texten zu Produktvorstellung und Produktbeschreibung
Bei näherer Betrachtung diverser Werbetexte zu verschiedenen Produkten oder Services habe ich festgestellt, dass diese in Russland und Österreich sehr unterschiedlich verfasst werden. An den in den folgenden Kapiteln durchgeführten Analysen wird deutlich, welche diese Unterschiede sind.
Um einen kurzen Überblick zu geben, möchte ich erwähnen, dass Texte in Russland weitaus rationaler verfasst werden als in Österreich. Immer wieder liest man „in letzter Zeit“ und erhält Erklärungen zu Begriffen wie „öko“ und „bio“ oder zu Inhaltsstoffen. Dies mag daran liegen, dass in Russland ökologische Produkte offensichtlich noch nicht so weit verbreitet sind wie in Westeuropa oder den USA. In Österreich sind wir längst mit Bioprodukten vertraut, sodass die Werbung auch dementsprechend danach ausgerichtet ist und z. B. auf lustige Art und Weise, wie z. B. mit dem Schweinderl von „Ja! Natürlich“, uns auf neue Bioprodukte aufmerksam macht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff Ökologie linguistisch und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Ökologischer Diskurs: Dieses Kapitel beschreibt Diskurs als Kommunikation über Ökologie und beleuchtet die geschichtliche Entwicklung sowie die wissenschaftliche Einordnung des ökologischen Diskurses.
3 Ökologie: Es werden grundlegende Definitionen des Ökologie-Begriffs sowohl aus biologischer Sicht nach Ernst Haeckel als auch aus der Perspektive russischer Online-Quellen dargelegt.
4 Ökologie, Politik und Wirtschaft: Das Kapitel behandelt den Zusammenhang zwischen Ökonomie und Ökologie, die Rolle der Politik bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für Bioprodukte.
5 Analyse der Präsentation von Bioprodukten im russischen Internet: Anhand ausgewählter russischer Webseiten wird untersucht, wie Bioprodukte online präsentiert, beworben und für den Konsumenten erklärt werden.
6 Analyse von Werbung für Bio-Joghurt: Dieses Kapitel wendet das AIDA-Prinzip auf Werbespots für Joghurt an, um die unterschiedlichen emotionalen und rationalen Werbestrategien in Russland und Österreich zu vergleichen.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die russische Werbung aufgrund der geringeren Marktdurchdringung von Bioprodukten rationaler und erklärender agiert als die österreichische.
Schlüsselwörter
Ökologie, Werbung, Bioprodukte, Ökolinguistik, AIDA-Prinzip, Russland, Österreich, Richtlinien, Nachhaltigkeit, Diskursanalyse, Konsumentenansprache, Produktbeschreibung, Bio-Siegel, Marketingstrategien, Sprachwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Ökologie“ in der Werbung für Bioprodukte in Österreich und Russland kommuniziert wird, und analysiert hierbei die sprachliche und inhaltliche Ausgestaltung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen linguistische Aspekte des ökologischen Diskurses, internationale Richtlinien für Bioprodukte, Online-Marketing von Bioprodukten in Russland sowie die werbepsychologische Analyse von TV-Spots.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede in der Werbeansprache und der Wissensvermittlung über ökologische Produkte in den untersuchten Ländern aufzuzeigen und zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise sowie das AIDA-Prinzip (Attention, Interest, Desire, Action), um Werbekommunikation strukturiert zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den ökologischen Diskurs, den Vergleich gesetzlicher Richtlinien und die praktische Analyse von Webseiten russischer Anbieter sowie Joghurt-Werbespots.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Ökologie, Werbung, Bioprodukte, Ökolinguistik, Diskursanalyse, AIDA-Prinzip sowie der Ländervergleich zwischen Russland und Österreich.
Wie unterscheidet sich russische von österreichischer Werbung laut der Arbeit?
Russische Werbung ist laut Analyse deutlich rationaler geprägt und konzentriert sich verstärkt auf die Erläuterung grundlegender Begriffe, da Bioprodukte in Russland weniger bekannt sind als in Österreich.
Welche Rolle spielt das „Ja! Natürlich“ Schweinderl?
Es dient als Beispiel für eine emotionale und humorvolle Werbestrategie in Österreich, die das Ziel hat, Aufmerksamkeit und Identifikation beim Konsumenten zu wecken.
Warum wird im russischen Markt vermehrt auf EU-Richtlinien verwiesen?
Da es in Russland bis zum Zeitpunkt der Arbeit noch keine vergleichbar ausgereifte eigene Gesetzgebung für Bioprodukte gab, dient die EU-Regelung als Referenzmaßstab.
- Arbeit zitieren
- Elvira Perterer (Autor:in), 2012, Ökologie und Werbung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/198039