Er definierte in seiner Schrift die PR als eine Kunst, durch Sprache, Schrift, beispielhafte Handlungen oder sichtbare Symbole die öffentliche Meinung für Produkte oder Dienstleistungen günstig zu stimmen.
Durchsetzen konnte sich der Begriff in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen der Einflussnahme anglophoner Begrifflichkeiten.
Aber auch dieser Begriff erlebte Versuche der Eindeutschung, beispielsweise versuchte dies „Die Zeit“ 1951 mit einem Preisausschreiben. Damals gab es keinen ersten Preis, da kein Begriff gefunden wurde, der kurz, eingängig und ohne weitere Erläuterungen gültig war. Trotz 1522 Zuschriften wurde als relativ bester Begriff „Kontaktpflege“ gekürt. Desweiteren wird interne und externe Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Parteien behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Begriffsgeschichte und Definition der Öffentlichkeitsarbeit
- Verfassungsrechtliche Grundlage der Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien
- Binnenkommunikation politischer Parteien
- Außenkommunikation politischer Parteien
- Theoretische Ziele und Instrumente politischer Öffentlichkeitsarbeit
- Prozesslogik moderner politischer Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel der Professionalisierungsthese
- Kollision von Interessenlagen zwischen Journalisten und Politikern?
- Fallbeispiel I: Interne und externe Öffentlichkeitsarbeit der SPD
- Lokale Ebene
- Bundesweite Ebene
- Beispiele
- ,,Fraktion aktuell”
- ,,Vorwärts“ und „Eierwurf”
- Fallbeispiel II: Internetauftritte verschiedener politischer Parteien als neues Instrument der Öffentlichkeitsarbeit
- CDU
- PDS
- SPD
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Öffentlichkeitsarbeit von politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die historische Entwicklung des Begriffs Public Relations im deutschen Kontext zu beleuchten, die verfassungsrechtliche Grundlage der politischen Öffentlichkeitsarbeit zu erläutern und die wichtigsten theoretischen Ziele und Instrumente dieser Kommunikationsform zu analysieren. Zudem wird die Prozesslogik moderner politischer Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel der Professionalisierungsthese betrachtet. Die Arbeit untersucht auch die Spannungsverhältnisse zwischen Journalisten und Politikern im Kontext der Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich werden zwei Fallbeispiele – die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit der SPD sowie die Internetauftritte verschiedener Parteien – analysiert, um die aktuellen Strategien und Instrumente der politischen Öffentlichkeitsarbeit zu verdeutlichen.
- Historische Entwicklung des Begriffs Public Relations in Deutschland
- Verfassungsrechtliche Grundlage der politischen Öffentlichkeitsarbeit
- Ziele und Instrumente der politischen Öffentlichkeitsarbeit
- Professionalisierung der politischen Öffentlichkeitsarbeit
- Spannungsverhältnisse zwischen Journalisten und Politikern
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel beleuchtet die Begriffsgeschichte und Definition der Öffentlichkeitsarbeit. Es wird die Entwicklung des Begriffs Public Relations im deutschen Sprachraum aufgezeigt und verschiedene Definitionen von Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. Dabei wird auch auf die verfassungsrechtliche Grundlage der Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien eingegangen.
- Das zweite Kapitel untersucht die theoretischen Ziele und Instrumente der politischen Öffentlichkeitsarbeit. Es wird erläutert, welche Ziele Parteien mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit verfolgen und welche Instrumente sie dabei einsetzen.
- Das dritte Kapitel betrachtet die Prozesslogik moderner politischer Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel der Professionalisierungsthese. Es wird analysiert, wie die Öffentlichkeitsarbeit von politischen Parteien in den letzten Jahren immer professioneller geworden ist.
- Das vierte Kapitel thematisiert die Kollision von Interessenlagen zwischen Journalisten und Politikern. Es wird diskutiert, wie die Interessen der beiden Gruppen im Kontext der politischen Öffentlichkeitsarbeit zusammenstoßen und welche Spannungsfelder sich daraus ergeben.
- Das fünfte Kapitel stellt die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit der SPD als Fallbeispiel vor. Es werden die Kommunikationsstrategien der SPD auf lokaler und bundesweiter Ebene analysiert und konkrete Beispiele für Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt.
Schlüsselwörter
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, politische Parteien, Verfassungsrecht, Kommunikation, Medien, Journalismus, Professionalisierung, Internetauftritt, Fallbeispiele, SPD, CDU, PDS.
Häufig gestellte Fragen
Wie entstand der Begriff "Public Relations" in Deutschland?
Der Begriff setzte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg unter anglophonem Einfluss durch. Frühere Versuche einer Eindeutschung führten zu Begriffen wie "Kontaktpflege" oder "Öffentlichkeitsarbeit".
Welche verfassungsrechtliche Grundlage hat die PR von Parteien?
Die Grundlage bildet Artikel 21 des Grundgesetzes, der besagt, dass die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken.
Was ist der Unterschied zwischen Innen- und Außenkommunikation?
Innenkommunikation (Binnenkommunikation) richtet sich an Parteimitglieder, während Außenkommunikation darauf abzielt, die breite Öffentlichkeit und potenzielle Wähler zu informieren und zu überzeugen.
Warum gibt es Spannungen zwischen Journalisten und Politikern?
Journalisten streben nach kritischer Information und Unabhängigkeit, während Politiker über PR versuchen, ihre Botschaften und ihr Image gezielt zu steuern, was zu Interessenkollisionen führen kann.
Welche Rolle spielt das Internet für die moderne Parteien-PR?
Das Internet ermöglicht eine direkte Kommunikation mit den Bürgern ohne journalistische Filter und dient als wichtiges Instrument für Mobilisierung und Information (z. B. über Parteihomepages).
- Arbeit zitieren
- Gerold Peetz (Autor:in), 2001, Öffentlichkeitsarbeit von politischen Parteien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/197759