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Die Kleidertauschszenen in Jakob Bidermanns "Philemon Martyr" als stilistisches Mittel zur Darstellung des Persona – Wechsels im barocken Jesuitentheater

Title: Die Kleidertauschszenen in Jakob Bidermanns "Philemon Martyr" als stilistisches Mittel zur Darstellung des Persona – Wechsels im barocken Jesuitentheater

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Ruby (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

1.) Einleitung
"Vergiss nicht, dass das Leben Schauspiel ist
Und diese ganze Welt die große Bühne
Und sich im Augenblick die Szenen wandeln
Und alle wir dabei als Spieler handeln,
Vergiss auch nicht, dass Gott das ganze Spiel
Und seinen weitgehenden Gegenstand
In Akte ordnete und selbst erfand.
Die Texte und die Rollen auszuteilen,
Wie hoch sich unsere Handlung spannt,
Liegt in des einzig Dramaturgen Hand ."
1)Dieses Gedicht kann stellvertretend für das Barockzeitalter stehen. In keinem anderen Zeitalter war der Gedanke der Welttheatermetapher so wichtig, wie in dieser Zeit. Besonders das Jesuitentheater machte von dieser Idee regen Gebrauch und schuf einige bedeutende Bühnenstücke, die uns heute Zeugnis von dieser Weltvorstellung geben. Ein besonderer Vertreter dieser Zeit war
Jakob Bidermann, dessen Philemon Martyr Hauptgegenstand dieser Arbeit ist.
Bis zum Jahre 1960 existierte von dem Werk des oberschwäbischen Jesuiten Jakob Bidermann nur der schwer zugängliche Erstdruck des Philemon Martyr in lateinischer Sprache. Die Übersetzung von Max Wehrli eröffnete dieses Stück für die deutsche Literaturwissenschaft, sie galt gewissermaßen als eine
Art "Neuausgrabung" für die Literaturgeschichte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) EINLEITUNG

2.) FORSCHUNGS-LITERATUR

3.) THEATRUM MUNDI – DIE WELT ALS BÜHNE

3.1) Begriffsgeschichte

3.2) Die Bedeutung der Metapher für die Textinterpretation

3.3) Theatrum Mundi im Jesuitentheater Bidermanns

3.3.1) Theatrum Mundi als pädagogisches Prinzip des Jesuitentheaters

3.3.2) Theatrum Mundi als anti-deterministische Waffe des Jesuitentheaters

3.3) Theatrum Mundi als anti-humanistische Waffe des Jesuitentheaters

4.) TÄUSCHUNG UND VERTAUSCHUNG IM PHILEMON MARTYR

4.1) Verwandlungen

4.2) Täuschung und Vertauschung

4.3) Philemon - Schauspieler ohne Identität

4.3.1) Das Spiel im Spiel – die potenzierte Illusion

4.3.2) Das Spiel im Spiel in Jakob Bidermanns Philemon Martyr

4.2) Erste Täuschungen und Kleidertausch mit Geta

4.3) Kleidertausch mit Apollonius

5.) SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion von Kleidertausch- und Täuschungsszenen in Jakob Bidermanns Jesuitendrama „Philemon Martyr“. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit diese szenischen Mittel nicht nur der äußeren Verwandlung dienen, sondern als Instrument zur Darstellung eines tiefergehenden Identitäts- und Persona-Wechsels im Kontext barocker Welttheater-Vorstellungen fungieren.

  • Analyse der Welttheatermetapher und deren Bedeutung für das Jesuitentheater.
  • Untersuchung von Täuschungs- und Vertauschungsmechanismen als stilistisches Mittel.
  • Die Figur Philemon als Sonderfall: Vom heidnischen Mimen zum christlichen Märtyrer.
  • Bedeutung der Kleidertausch-Szenen (insbesondere mit Geta und Apollonius) für die innere Konversion.
  • Einordnung des Werkes als „exempla ex positivo“ im Vergleich zum Cenodoxus.

Auszug aus dem Buch

4.3) Kleidertausch mit Apollonius

Zu Beginn des zweiten Aktes wird jenes Edikt verlesen, welches der getäuschte Botschafter zum Präses brachte. Es besagt, dass jeder Bürger an den Ältären der heidnischen Götter opfern muss. Für die Mitglieder der christlichen Gemeinde kommt dies nicht in Frage, da es einen Verrat an ihrem Glauben darstellen würde. In mehreren Szenen zeigt Bidermann den unerschütterlichen Glauben der Christen, indem er zeigt, dass sie bereit sind lieber in den Tod zu gehen, als den heidnischen Göttern ein Opfer darzubringen. Aber ausgerechnet den Vorsteher der christlichen Gemeinde - Apollonius - befällt die Angst in Form einer allegorischen Figur.59

Damit beginnt der dritte Akt. Um dem Tode zu entgehen, wirbt er Philemon an, um an seiner Stelle das Opfer zu vollziehen. Für vier goldene Taler ist Philemon bereit, den Christen „zu simulieren“ und das Opfer zu vollbringen. Beide tauschen die Kleider und besiegeln damit den Rollentausch.60 Doch der Kleidertausch findet bereits unter ungünstigen Vorzeichen statt. So sagt Philemon:

„[…] ausgetauschte Kleider sind mir schicksalhaft unselig […]“61

Doch für einen weiteren goldenen Taler, lässt sich Philemon gerne überreden und legt die fremde Kleidung an.62 Die Kleidung des Christen wird Philemon alsbald sehr unangenehm.

„Wie lästig ist mir, in dies Kleid gezwängt zu sein. […]“63

Er müsse nun schreiten wie Krämerssöhne, die in Tragödien gewöhnlich Persönlichkeiten wie den griechischen König Agamemnon spielen. Außerdem müsse er:

„[…] mich in Rede, Blick und Gang bemühn, So feierlich zu sein, wie es die Christen sind. […]“64

Zusammenfassung der Kapitel

1.) EINLEITUNG: Einführung in die Welttheatermetapher des Barock und Vorstellung von Bidermanns „Philemon Martyr“ als zentralem Untersuchungsgegenstand.

2.) FORSCHUNGS-LITERATUR: Überblick über den wissenschaftlichen Diskurs zum Stück sowie theoretische Grundlagen zum Jesuitendrama.

3.) THEATRUM MUNDI – DIE WELT ALS BÜHNE: Untersuchung der historischen Entwicklung der Metapher und ihrer spezifischen Verwendung als pädagogisches und theologisches Prinzip bei Bidermann.

4.) TÄUSCHUNG UND VERTAUSCHUNG IM PHILEMON MARTYR: Detaillierte Analyse der Transformationsprozesse des Hauptdarstellers durch Verkleidung und Identitätswechsel im Stück.

5.) SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Zusammenfassende Bewertung des Kleidertauschs als zentralem Kunsthandwerk Bidermanns zur Darstellung der menschlichen Konversion.

Schlüsselwörter

Philemon Martyr, Jakob Bidermann, Barocktheater, Jesuitentheater, Welttheater, Kleidertausch, Identitätswechsel, Persona-Wechsel, Täuschung, Konversion, christliche Märtyrer, Rollentausch, Illusion, Barockzeitalter, Welttheatermetapher.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die dramaturgische Funktion von Kleidertausch und Täuschung in Bidermanns Stück „Philemon Martyr“ im Kontext des barocken Jesuitentheaters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Welttheater-Metaphorik, die Darstellung von Identität im Barock und die theologischen Implikationen des Rollentauschs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll herausgearbeitet werden, wie der Kleidertausch nicht nur als äußeres Mittel, sondern als Auslöser für eine tiefgreifende innere Wandlung und Konversion des Protagonisten dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur zur Barockliteratur und Jesuitendramatik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Welttheatermetapher und eine detaillierte textimmanente Analyse der Täuschungs- und Kleidertausch-Szenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen: Philemon Martyr, Kleidertausch, Welttheater, Persona-Wechsel, Konversion und barockes Jesuitentheater.

Welche Rolle spielt der Kleidertausch mit Geta im Vergleich zu Apollonius?

Der Tausch mit Geta dient primär der komödiantischen Täuschung, während der Tausch mit Apollonius den entscheidenden Wendepunkt zur tragisch-christlichen Konversion einleitet.

Warum ist der Protagonist Philemon als „Schauspieler ohne Identität“ charakterisiert?

Zu Beginn des Stücks besitzt er keine soziale oder zeitliche Konstanz und definiert sich rein über seine Wandlungsfähigkeit, was ihn zu einer leeren Projektionsfläche für seine Rollen macht.

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Details

Title
Die Kleidertauschszenen in Jakob Bidermanns "Philemon Martyr" als stilistisches Mittel zur Darstellung des Persona – Wechsels im barocken Jesuitentheater
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Neue Deutsche Literatur und Medien)
Course
Jakob Bidermann
Grade
1,0
Author
Sebastian Ruby (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V196935
ISBN (eBook)
9783656230403
Language
German
Tags
kleidertauschszenen jakob bidermanns philemon martyr mittel darstellung persona wechsels jesuitentheater
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Ruby (Author), 2012, Die Kleidertauschszenen in Jakob Bidermanns "Philemon Martyr" als stilistisches Mittel zur Darstellung des Persona – Wechsels im barocken Jesuitentheater, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196935
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