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Go to shop › Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

Hier stehe ich und kann doch anders?!

Sind moralische Kompromisse eine Gefahr für die Integrität?

Title: Hier stehe ich und kann doch anders?!

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Koch (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Integer - genauer: moralisch integer - sind nur Personen, die ihre moralischen Überzeugungen ohne jede Ausnahme vertreten. Diese moralischen Überzeugungen, so eine geläufige Intuition, können nicht Gegenstand eines moralischen Kompromisses werden; jedenfalls nicht, wenn die betreffende Person ihre moralische Integrität wahren möchte. Diese Intuition kann bezweifelt werden. In der vorliegenden Arbeit werden unterschiedliche philosophische Integritätskonzeptionen in den Blick genommen und kritisch hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ETYMOLOGISCHE VORBEMERKUNGEN

2.1 Integrität

2.2 Kompromiss

3 SIND MORALISCHE KOMPROMISSE EINE GEFAHR FÜR DIE INTEGRITÄT?

3.1 Integritäts-Konzeption(en)

3.1.1 Formale Anforderungen: Integrität braucht Regeln

3.1.2 Substantielle Beschränkungen: Die Grenzen von “Anything Goes”

3.1.3 Selbstverpflichtung: Die bedingungslose Bekräftigung von Werten?

3.1.4 Eine integre Person sein: Selbst- und Fremdzuschreibung

3.2 Moralische Kompromisse

3.2.1 Was ist ein moralischer Kompromiss?

3.2.2 Deliberation: Gewissheit und Ambivalenz in Bezug auf Werte

3.2.3 Die Integrität wahren: Das Ende des Kompromisses?

3.2.4 Integrität, Moralische Kompromisse und Bedauern

4 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob die Akzeptanz moralischer Kompromisse zwangsläufig die persönliche Integrität gefährdet oder ob eine Vereinbarkeit zwischen festen moralischen Überzeugungen und kompromissorientiertem Handeln besteht. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit Kompromisse im Kontext moralischer Konflikte mit dem Anspruch einer integren Lebensführung in Einklang gebracht werden können.

  • Philosophische Begriffsbestimmung von Integrität und Kompromiss.
  • Analyse formaler und substantieller Integritäts-Konzeptionen.
  • Untersuchung des Deliberationsprozesses bei moralischen Kompromissen.
  • Abwägung von individueller Selbstzuschreibung und sozialer Fremdzuschreibung.
  • Erörterung der Grenzen moralischer Kompromissbereitschaft.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Formale Anforderungen: Integrität braucht Regeln

Martin Benjamin bringt in seiner Monographie zum Verhältnis von Kompromiss und Integrität knapp zum Ausdruck, was in der überwiegenden Zahl der Integritäts-Konzeptionen vorausgesetzt wird: „Integrity is largely a formal notion.“ (BENJAMIN 1990: 54) Die Prinzipien und Werte, die für eine Person handlungsleitend sind, müssen bestimmten formalen Anforderungen genügen, damit von dieser Person als integer gesprochen werden kann. Die meisten Autoren sind sich darüber einig, dass Konsistenz der Prinzipien und Werte sowie Kohärenz von Prinzip und Handlung zu den wichtigsten formalen Anforderungen gehören (vgl. MCFALL 1987; FRANKFURT 1987; BENJAMIN 1990; RAMSAY 1997; VAN WILLIGENBURG 2000; COX, LA CAZE & LEVINE 2003). Diese Bedingungen erscheinen sinnvoll: Von einer integren Person erwarten wir in der Regel, dass sie Werte und Prinzipien vertritt, die grundsätzlich miteinander verträglich sind und dass diese Werte und Prinzipien tatsächlich handlungswirksam werden. McFall und Davion weisen weiter darauf hin, dass die Motivation des Akteurs, gemäß dieser Werte und Prinzipien zu handeln, ausschlaggebend für die Zuschreibung von Integrität ist: „Mere consistency between action and principle isn’t enough; motivation is important.“ (DAVION 1991: 181) Bloße zufällige Kohärenz von Handlung und Überzeugung ist demnach nicht ausreichend.

Weitere formale Kriterien sind die der Konsequenz und Konstanz. Eine Person ist als integer erkennbar, wenn ihre Überzeugungen zuverlässig in ihrer Handlungspraxis wirksam werden; nicht lediglich hin und wieder und angesichts geringer Widerstände. Sie vertritt ihre Überzeugungen nachdrücklich und ist auch bereit, etwaige Beeinträchtigungen dafür in Kauf zu nehmen: „A person of integrity is willing to bear the consequences of her convictions, even when this is difficult, that is, when the consequences are unpleasant.“ (MCFALL 1987: 9; auch POLLMANN 2005: 90)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der moralischen Belastbarkeit durch die fiktive Figur Joe Hoffer und Darlegung der Forschungsabsicht.

2 ETYMOLOGISCHE VORBEMERKUNGEN: Untersuchung der Begriffsgeschichte von Integrität und Kompromiss, um ein tieferes Verständnis für deren moralische Konnotationen zu entwickeln.

3 SIND MORALISCHE KOMPROMISSE EINE GEFAHR FÜR DIE INTEGRITÄT?: Kernkapitel, das verschiedene philosophische Integritätskonzeptionen und deren Verhältnis zu moralischen Kompromissen analysiert.

4 FAZIT: Synthese der Ergebnisse, die darlegt, dass moralische Kompromisse unter bestimmten Bedingungen möglich und sogar geboten sind, ohne die persönliche Integrität notwendigerweise zu zerstören.

Schlüsselwörter

Integrität, Moral, Kompromiss, Handlungsleitende Überzeugungen, Werte, Prinzipien, Deliberation, Selbstverpflichtung, Konsens, Modus vivendi, Sozialverträglichkeit, Ethik, Selbstbild, Handlungsfähigkeit, Belastbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Wahrung persönlicher moralischer Integrität und der Notwendigkeit, in Konfliktsituationen Kompromisse einzugehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit beleuchtet die Begriffe Integrität und Kompromiss, analysiert Integritätskonzeptionen und diskutiert ethische Grenzen von Zugeständnissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob moralische Kompromisse zwingend eine Gefahr für die Integrität einer Person darstellen oder ob eine rationale Rechtfertigung möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine philosophische Analyse, wobei etymologische Herleitungen sowie die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Integritätskonzeptionen genutzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden formale und substantielle Anforderungen an Integrität untersucht und der Prozess der Deliberation bei der Aushandlung moralischer Kompromisse detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Integrität, moralischer Kompromiss, Selbstverpflichtung, soziale Sozialverträglichkeit und Deliberation.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung von personaler und moralischer Integrität?

Die Arbeit betont, dass eine rein formale personale Integrität allein nicht ausreicht, sondern dass eine moralische Komponente sowie eine soziale Dimension zwingend erforderlich sind.

Warum wird das Beispiel der Geschwister Scholl verwendet?

Es dient dazu, die Abwägung von moralischen Prinzipien (z.B. Wahrheitspflicht vs. Schutz anderer) in Ausnahmesituationen zu illustrieren, ohne die Integrität infrage zu stellen.

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Details

Title
Hier stehe ich und kann doch anders?!
Subtitle
Sind moralische Kompromisse eine Gefahr für die Integrität?
College
Bielefeld University  (Abteilung Philosophie)
Grade
1,0
Author
Alexandra Koch (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V196898
ISBN (eBook)
9783656228950
ISBN (Book)
9783656229810
Language
German
Tags
Kompromisse Integrität Moral
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Koch (Author), 2012, Hier stehe ich und kann doch anders?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196898
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