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Vom Unabhängigkeitskampf des Simón Bolívar zur bolivarischen Revolution Venezuelas unter Hugo Chávez

Title: Vom Unabhängigkeitskampf des Simón Bolívar zur bolivarischen Revolution Venezuelas unter Hugo Chávez

Term Paper , 2011 , 27 Pages

Autor:in: Sascha Pliske (Author)

Politics - Region: Middle and South America

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Venezuelas Geschichte hat bereits viele Staatsmänner vorzuweisen – beginnend mit dem Staatsgründer Simón Bolívar über Autokraten wie Juan Vicente Gómez und Pseudodemokratien wie unter Carlos Andrés Pérez bis hin zu Hugo Chávez, der mit basisdemokratischen und sozialistischen Elementen versucht einen grundsätzlichen Wandel im Lande anzustoßen. Der „Sozialismus des 21. Jahrhundert“ versucht nun erstmalig alle Teile der Bevölkerung an Politik und Wohlstand zu beteiligen und darüber hinaus jahrhunderterlange Distributionsmissstände zu kompensieren. Chávez sieht seinen politischen Weg in der Tradition des Simón Bolívar, der heutzutage omnipräsent in der Alltagskultur der Menschen ist. Daher werde ich in der folgenden Arbeit auf der einen Seite das Leben und vor allem auch das politische Wirken Bolívars beleuchten, um anschließend die Lebensgeschichte Chávez und natürlich auch dessen politische Agenda im Zuge der Transformationsprozesse untersuchen. Anschließend sollen die Thesen beider Staatsmänner gegenüber gestellt werden und die Schnittmenge die Unterschiede hervorgehoben werden und anhand der historischen Theorie der Invented Traditions von Eric Hobsbawm und Terence Ranger soll abschließend festgestellt werden warum Chávez die politische und ideologische Verbindung zu Bolívar sucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Simón Bolívar

2.1. Leben bis zur politischen Partizipation in Venezuela

2.2. Politische Teilhabe und Wirken als Unabhängigkeitskämpfer

3. Hugo Chávez

3.1. Aufwachsen eines linken Nationalisten

3.2. Vom Putsch 1992 bis zur demokratischen Legitimierung

3.2.1. Die Bolivarische Verfassung Venezuelas

4. Politische Entwicklungen nach 1999 und Verwirklichung der Verfassung

5. Vergleich der Politik unter Bolívar/Chavez und der Bolívar-Mythos als Invented Tradition

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Simón Bolívar und Hugo Chávez, um die historische und politische Verbindung zwischen den beiden Staatsmännern zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Chávez seinen politischen Kurs explizit in die Tradition Bolívars stellt, obwohl zwischen ihren politischen Agenden und gesellschaftlichen Grundlagen deutliche Unterschiede bestehen, wobei das Konzept der "Invented Traditions" zur theoretischen Einordnung dient.

  • Biografische Analyse von Simón Bolívar und Hugo Chávez
  • Untersuchung der bolivarischen Verfassung Venezuelas von 1999
  • Vergleich der politischen Visionen und Herrschaftsstile
  • Analyse der Funktion des Bolívar-Mythos als politische Strategie
  • Theoretische Einordnung mittels Hobsbawms Konzept der "Invented Traditions"

Auszug aus dem Buch

2.1 Leben bis zur politischen Partizipation in Venezuela

Simón Bolívar der noch heute als El Libertador heroisches Ansehen in Südamerika genießt und dessen Name für den Staat Bolivien oder auch für die Politik Chávez verwendet wird, wurde als Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco am 24.7.1783 in Caracas geboren. Er war das vierte Kind einer reichen und bedeutenden Kreolenfamilie, die umfangreiche Zucker-, Kakao- und Indigoplantagen, Kupferminen und unzählige schwarze Sklaven besaß. Daher stand Bolívar eine goldene Zukunft frei von jeglichen materiellen Problemen bevor, die jedoch von dem Tod seines Vaters 1786 und dem Tod seiner Mutter 1791 getrübt wurde.

Aufgezogen wurde Bolívar von seinem Onkel väterlicherseits, der rassistisch gesinnt war und „Mulatten“ (also Nachfahren afrikanischer Sklaven) oft als Abschaum bezeichnete und einer schwarzen Amme, die als Sklavin auf dem Anwesen in Caracas diente. Später sollte er über sie schreiben: "Ihre Milch gab meinem Leben Nahrung; ich habe keinen anderen Vater gekannt als sie."

Erst im Alter von zehn Jahren besuchte Bolívar die öffentlichen Schulen, die damals noch von der Scholastik geprägt war, sodass der junge Simón sich weigerte in die Schule zurückzukehren und sich der "pseudopädagogischen Dressuranstalt" zu unterwerfen. Jedoch sollte der junge Lehrer Simón Rodríguez sein Privatlehrer werden, der fortan ausgedehnte Expeditionen ins Landesinnere mit ihm unternahm und ihm Schriften aufgeklärter Philosophen wie Rousseau nahebrachte. Beiderseits war die Beziehung durch Bewunderung und Respekt geprägt und die Freundschaft sollte noch bis in revolutionäre Zeiten bestehen. 1797 flüchtete Rodríguez ins europäische Exil, da er als Mitglied einer lokalen Verschwörung enttarnt wurde und in seinen Schriften die Sklaverei oder auch die spanische Inquisition kritisiert hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der venezolanischen Staatsmänner ein und formuliert das Ziel, die Verbindung zwischen Simón Bolívar und Hugo Chávez kritisch zu untersuchen.

2. Simón Bolívar: Dieses Kapitel beleuchtet die Biografie Bolívars, seine Rolle als Unabhängigkeitskämpfer und sein Verständnis von politischer Führung innerhalb der kreolischen Gesellschaft.

3. Hugo Chávez: Hier wird die Biografie von Chávez nachgezeichnet, von seinem Aufwachsen bis hin zu seinem Aufstieg als Präsident und der Etablierung seiner politischen Agenda.

4. Politische Entwicklungen nach 1999 und Verwirklichung der Verfassung: Dieses Kapitel analysiert die konkreten politischen Maßnahmen unter Chávez, wie Agrarreformen und die Einführung der "Missiones", sowie die Verstaatlichung der Erdölindustrie.

5. Vergleich der Politik unter Bolívar/Chavez und der Bolívar-Mythos als Invented Tradition: Ein vergleichender Blick auf beide Staatsmänner zeigt inhaltliche Differenzen auf und erklärt durch die Theorie der "Invented Traditions", warum Chávez dennoch auf das Erbe Bolívars zurückgreift.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die ideologische Verbindung primär ein strategisches Mittel ist und verweist auf die Notwendigkeit, die weitere demokratische Entwicklung Venezuelas zu beobachten.

Schlüsselwörter

Simón Bolívar, Hugo Chávez, Venezuela, Bolivarische Revolution, Unabhängigkeitskampf, Politische Partizipation, Invented Traditions, Sozialismus des 21. Jahrhunderts, Verfassung, Kreolen, Herrschaft, Demokratie, Lateinamerika, Missiones, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die politische und historische Verbindung zwischen dem Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar und dem ehemaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Biografien beider Akteure, die Verfassungsgeschichte Venezuelas, der politische Wandel nach 1999 sowie die theoretische Analyse von politischer Mythenbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Chávez seine Politik explizit auf Bolívar bezieht, obwohl sich bei genauerem Hinsehen kaum inhaltliche Parallelen in ihrem Wirken finden lassen.

Welche wissenschaftliche Theorie wird zur Erklärung herangezogen?

Der Autor verwendet das Konzept der "Invented Traditions" von Eric Hobsbawm und Terence Ranger, um den Bolívar-Kult als bewusste politische Strategie zur Stabilitätsstiftung zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem detaillierten Vergleich der Lebenswege, der Analyse der Bolivarischen Verfassung von 1999 sowie der Untersuchung der sozialen Transformationen unter Chávez.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Bolivarische Revolution", "Invented Traditions", "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" und "politische Partizipation".

Wie unterscheidet sich die soziale Basis von Bolívar und Chávez?

Während Bolívar aus einer elitären kreolischen Oberschicht stammte und deren Interessen vertrat, sieht sich Chávez als Vertreter der durch Mestizen und Schwarze geprägten armen Unterschichten.

Inwiefern spielt der Bolívar-Mythos für die venezolanische Opposition eine Rolle?

Durch die extreme Verehrung Bolívars als nationalen Volkshelden wird es für die politische Opposition in Venezuela schwieriger, Chávez anzugreifen, ohne dabei gleichzeitig das Symbol des "Befreiers" zu attackieren.

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Details

Title
Vom Unabhängigkeitskampf des Simón Bolívar zur bolivarischen Revolution Venezuelas unter Hugo Chávez
College
Bielefeld University
Author
Sascha Pliske (Author)
Publication Year
2011
Pages
27
Catalog Number
V196310
ISBN (eBook)
9783656223245
ISBN (Book)
9783656223986
Language
German
Tags
Chavez Bolívar Unabhängigkeitskampf Venezuela Sozialismus Bolivarische Verfassung 19. Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Pliske (Author), 2011, Vom Unabhängigkeitskampf des Simón Bolívar zur bolivarischen Revolution Venezuelas unter Hugo Chávez, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196310
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