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Sibyllinische Vorstellungen bei Bernhard von Clairvaux

Eine Frage von Konzeption und Urheberschaft des Wendenkreuzzugs

Title: Sibyllinische Vorstellungen bei Bernhard von Clairvaux

Term Paper , 2012 , 18 Pages

Autor:in: Stephan Reuther (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Hans-Dietrich Kahl hat in einem 1990 erstmals erschienenen Aufsatz versucht, nachzuweisen, dass Bernhard von Clairvaux beim Predigen des zweiten Kreuzzugs von sibyllinischem Gedankengut geprägt war. Dies wird vor allem am Aufruf und der Urheberschaft zum Wendenkreuzzug festgemacht. In der Forschungsliteratur lässt sich bis heute kaum etwas finden, was diesen Gedanken weiter verfolgt, weder um ihn zu widerlegen, noch um ihn zu stützen. Allenfalls wird darauf hingewiesen, dass ein solcher Einfluss möglich ist. In der vorliegenden Arbeit soll nachgewiesen werden, dass Kahls Rekonstruktion sehr unwahrscheinlich ist. Dazu muss erst einmal ein Überblick über das Thema geschaffen werden und die Hauptargumente Kahls müssen analysiert und nach Möglichkeit entkräftet werden. Gleichzeitig soll, als zweites Ziel dieser Arbeit, versucht werden, der Rekonstruktion der Urheberschaft des Wendenkreuzzugs neue Aspekte hinzuzufügen. Das ganze kann auch hier nur sehr hypothetisch geschehen, weil sich zwar häufig Wahrscheinlichkeiten ableiten lassen, aber nicht viele Rekonstruktionsversuche zur Gänze ausgeschlossen werden können. Aufgrund der Zielsetzung werden in dem Kapitel zu Bernhard als möglichen Urheber und im Kapitel zur Konzeption des Wendenkreuzzugs hauptsächlich zwei Werke Kahls verwendet Werden. Andere Werke werden an diesen Stellen nur genutzt, insofern sie die Beweisführung unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausweitung des zweiten Kreuzzugs

2.1. Einbeziehung deutscher Fürsten

2.2. Die Wendenmission

3. Die Frage nach dem Urheber

3.1. Die Sachsen als Urheber?

3.2. Zusammenfassung

3.3. Bernhard von Clairvaux als Urheber?

3.4. Zusammenfassung

4. Zwischenfazit

5. Konzeption des Kreuzzugs als Beleg sibyllinischer Erwartung?

6. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die historische These von Hans-Dietrich Kahl, wonach Bernhard von Clairvaux maßgeblich von sibyllinischem Gedankengut geprägt war, als er den Wendenkreuzzug initiierte. Ziel ist es, diese Rekonstruktion der Urheberschaft auf ihre Plausibilität zu prüfen und alternative historische Erklärungsansätze, insbesondere machtpolitische Interessen der sächsischen Fürsten, gegenüberzustellen.

  • Historische Analyse der Urheberschaft des Wendenkreuzzugs von 1147
  • Untersuchung der Rolle Bernhards von Clairvaux und seines Einflusses durch sibyllinische Eschatologie
  • Evaluation machtpolitischer Motive der sächsischen Fürsten zur Ostexpansion
  • Kritische Würdigung der Forschungsliteratur und Quellenauswertung
  • Zusammenhang zwischen Kreuzzugsideologie und zeitgenössischen slawischen Konflikten

Auszug aus dem Buch

Die Frage nach dem Urheber

Wenn man in Bezug auf die Urheberfrage die Lage der Sachsen untersucht, muss man sich mit der Frage beschäftigen, welche Vor- und Nachteile sich aus dem Wendenkreuzzug ergeben hätten. Daraus sich eine Wahrscheinlichkeit ableiten, ob sie wirklich selbst die Idee zum Zug gegen die Slawen hatten oder durch anderen Umstände zu diesem gedrängt wurden. Von Otto von Freising erfahren wir, dass das Gros der sächsischen Fürsten nicht am Orientkreuzzug interessiert war. Friedrich Lotter interpretiert diese Textstelle so, dass die Sachsen wussten, dass sie sich nur schwer komplett aus dem Unternehmen heraushalten konnten und deshalb den Zug gegen die Slawen vorgeschlagen hatten. Kahl hat jedoch zurecht darauf hingewiesen, dass dies zu weit gegriffen ist und man bei Otto von Freisings Aussagen nicht auf eine Urheberschaft des Wendenkreuzzugs schließen kann. Diese Quelle reicht folglich nicht aus, um uns genauere Auskünfte zu geben.

Die Frage ist, warum wollte man sich aus der Fahrt ins Heilige Land heraushalten? Lotter sieht diese Frage im welfisch-staufischen Konflikt begründet. Dies macht er daran fest, dass mit den Welfen nahestehenden Sachsen auch Konrad von Zähringen, eine ausgewiesen antistaufisch agierende Figur am Zug gegen die Wenden teilnahm und am Versuch Welfs IV., seinen Entschluss, am Orientfeldzug teilzunehmen, aufzugeben, am Wendenkreuzzug teilzunehmen. Diese Erklärung erscheint schlüssig und könnte zumindest einen Teil der Antwort liefern. Hinzuzählen könnte man auch noch die Beschwerlichkeit eines solchen Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Forschungsdebatte um die Urheberschaft des Wendenkreuzzugs und Formulierung des Ziels, Kahls Thesen kritisch zu hinterfragen.

2. Ausweitung des zweiten Kreuzzugs: Darstellung des historischen Kontexts des zweiten Kreuzzugs, einschließlich der Einbeziehung der deutschen Fürsten und der Hintergründe der Wendenmission.

3. Die Frage nach dem Urheber: Analyse der möglichen Initiatoren des Kreuzzugs, mit getrennten Untersuchungen zu den Ambitionen der sächsischen Fürsten und der Rolle Bernhards von Clairvaux.

4. Zwischenfazit: Zusammenfassende Bewertung der Indizien, die eher für eine sächsische Eigeninitiative als für eine religiös motivierte Initiative Bernhards sprechen.

5. Konzeption des Kreuzzugs als Beleg sibyllinischer Erwartung?: Prüfung der These, ob die Struktur des Kreuzzugs tatsächlich als Umsetzung sibyllinischer Prophezeiungen durch Bernhard gedeutet werden kann.

6. Schluss: Synthese der Ergebnisse, die Kahls Argumentation in Frage stellt und stattdessen eine Instrumentalisierung eschatologischer Ideen durch weltliche Machtinteressen nahelegt.

Schlüsselwörter

Wendenkreuzzug, Bernhard von Clairvaux, Hans-Dietrich Kahl, Urheberschaft, Sachsen, slawische Fürsten, sibyllinische Eschatologie, Ostexpansion, Kreuzzugsideologie, Mittelalter, Papst Eugen III., Wendenmission, Machtpolitik, Heidenbekehrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Urheberschaft des Wendenkreuzzugs von 1147 und hinterfragt die These, ob dieser maßgeblich von Bernhard von Clairvaux unter Einfluss sibyllinischer Vorstellungen konzipiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle Bernhards von Clairvaux, die machtpolitischen Interessen der sächsischen Fürsten bei der Ostexpansion sowie die Verknüpfung von Kreuzzugsideologien mit eschatologischen Erwartungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die kritische Überprüfung der Rekonstruktion der Urheberschaft durch Hans-Dietrich Kahl und die Suche nach plausibleren Erklärungsmodellen für den Beginn des Kreuzzugs.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische historische Analyse, die bestehende Forschungsliteratur sowie zeitgenössische Berichte (z.B. von Otto von Freising) auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Kontextes, die detaillierte Analyse der möglichen Rollen der Sachsen und Bernhards von Clairvaux sowie die Prüfung sibyllinischer Einflüsse auf die Kreuzzugskonzeption.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Wendenkreuzzug, Machtpolitik, sibyllinische Eschatologie, Ostexpansion und historische Urheberschaft.

Warum wird die Rolle der sächsischen Fürsten als zentral für die Urheberschaft gesehen?

Aufgrund der militärischen und landespolitischen Interessen an der Ostgrenze erscheinen die sächsischen Fürsten als pragmatische Akteure, die eigene Expansionsziele unter dem Deckmantel des Kreuzzugs verfolgten.

Wie bewertet der Autor Kahls These über Bernhard von Clairvaux?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Kahls Beweisführung methodisch problematisch ist und Bernhard von Clairvaux wohl eher sibyllinische Motive instrumentalisierte, als dass diese sein eigentlicher Beweggrund waren.

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Details

Title
Sibyllinische Vorstellungen bei Bernhard von Clairvaux
Subtitle
Eine Frage von Konzeption und Urheberschaft des Wendenkreuzzugs
Author
Stephan Reuther (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V196212
ISBN (eBook)
9783668715868
ISBN (Book)
9783668715875
Language
German
Tags
Clairvaux Bernhard von Clairvaux Kreuzzüge Wendenkreuzzug zweiter Kreuzzug Wendenmission Slawenmission Osterweiterung Expansion nach Osten Albrecht der Bär Heinrich der Löwe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Reuther (Author), 2012, Sibyllinische Vorstellungen bei Bernhard von Clairvaux, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/196212
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