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Die Beziehung zwischen Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch

Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts

Title: Die Beziehung zwischen Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch

Examination Thesis , 2011 , 22 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Mathias Haller (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Bedeutung ist einer der zentralen Begriffe in der Auseinandersetzung mit Sprache. Jedoch handelt es sich um einen äusserst schillernden Begriff. Sowohl in der Alltagssprache als auch in der wissenschaftlichen Diskussion ist die Bedeutung von „Bedeutung“ schwierig zu bestimmen (vgl. Ogden/Richards 1923, 185-208). Um erklären zu können, wie Sprache funktioniert, muss die erste fundamentale Frage demnach lauten: Was sind Bedeutungen, und auf welche weniger unscharf bestimmten Begriffe können wir Bedeutung zurückführen? Drei „Kandidaten“, die dafür in Frage kommen, sind die Begriffe Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch. In der vorliegenden Arbeit soll anhand sprachphilosophischer Positionen des 20. Jahrhunderts gezeigt werden, wie der Bedeutungsbegriff mit den besagten Begriffen in Beziehung gebracht werden kann.

Im ersten Kapitel wird gezeigt, welche Probleme entstehen, wenn man Bedeutung einfach mit Bezugsgegenstand identifiziert. Im Anschluss daran soll mit der mentalistischen Konzeption der Bedeutung eine mögliche Alternative aufgezeigt werden. Die im Folgenden behandelten Positionen Putnams, Quines und Wittgensteins richten sich jeweils gegen diese mentalistische Auffassung von Bedeutung. Sie verfolgen in ihrer Kritik jedoch unterschiedliche Strategien, die zu verschiedenen Bestimmungen von Bedeutung führen. Während Putnam den Begriff des Stereotyps hinzuzieht, um Bedeutungen zu erklären, plädiert Quine im Rückgriff auf den Übersetzungsbegriff dafür, den Bedeutungsbegriff fallen zu lassen. Wittgenstein hingegen zeigt, dass, zumindest in vielen Fällen, Bedeutung durch Gebrauch ersetzt werden kann. Ziel der Arbeit ist es, in den einzelnen vorgestellten Theorien den Bedeutungsbegriff zu klären.

Im letzten Kapitel sollen mögliche Berührungspunkte zwischen den angesprochenen Positionen grob skizziert werden, um dadurch den Zusammenhang zwischen Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch noch klarer hervortreten zu lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung als Bezugsgegenstand

Einwand I: Leere Bezeichner

Einwand II: Gleicher Bezugsgegenstand bei verschiedener Bedeutung

Einwand III: Nicht alle Ausdrücke sind Namen

3. Mentalistische Bedeutungskonzeption

4. Putnams Kritik an der mentalistischen Konzeption

5. Bedeutung und Übersetzung bei Quine

6. Bedeutung als regelgemässer Gebrauch bei Wittgenstein

7. Vermittlungsversuch zwischen den einzelnen Positionen

8. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht sprachphilosophische Positionen des 20. Jahrhunderts, um den schillernden Begriff der "Bedeutung" zu klären und seine Verknüpfung mit den zentralen Konzepten von Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch aufzuzeigen.

  • Die referenztheoretische Identifikation von Bedeutung und Bezugsgegenstand
  • Die mentalistische Konzeption von Bedeutung als mentaler Prozess
  • Hilary Putnams externalistische Kritik am Mentalismus
  • W.V.O. Quines These der Unbestimmtheit der Übersetzung
  • Ludwig Wittgensteins Sprachphilosophie als regelgemässer Gebrauch

Auszug aus dem Buch

4. Putnams Kritik an der mentalistischen Konzeption

Der amerikanische Philosoph Hilary Putnam argumentiert in seinem 1975 erschienenen Text The meaning of „meaning“ gegen die mentalistische Konzeption von Bedeutung. Laut Putnam haben sich die „meisten traditionellen Philosophen Begriffe als etwas Geistiges vorgestellt“ (Putnam 1990, 25). Somit hatte die „Lehre, dass die Bedeutung eines Ausdrucks ein Begriff sei“ zur Folge, dass „Bedeutungen geistige Entitäten seien.“ (ebd., 25). Darum haben sich, gemäss Putnam, die meisten seiner Vordenker auf das im letzten Kapitel vorgestellte mentalistische Modell der Bedeutung verpflichtet. Die mentalistische Konzeption besagt, dass man, um (I) einen Ausdruck zu verstehen, sich lediglich in einem mentalen Zustand befinden muss (vgl. ebd. 29). Nämlich in genau dem Zustand, in welchem die Referenz via Begriff adäquat zum Bezugsgegenstand hergestellt ist. In Putnams Terminologie heisst das a) die Intension des Ausdrucks zu erfassen und b) zu wissen, dass man die Intension erfasst hat (vgl. ebd. 29f.). Des Weiteren merkt Putnam an, dass traditionell davon ausgegangen wird, dass (II) die Intension eines Ausdrucks dessen Extension bestimmt, dass also aus Intensionsgleichheit Extensionsgleichheit folgt (vgl. ebd. 27). Das zeigt sich am Umstand, dass zwar mehrfach auf Beispiele hingewiesen wurde, in denen zwar Extensionsgleichheit herrscht, die Intensionen aber verschieden sind. Putnam folgert nun schlüssig aus (I) und (II), dass das Befinden in einem psychischen Zustand die Extension eines Ausdrucks bestimmt. Diese Folgerung hält Putnam für falsch: „Extension ist vom psychischen Zustand nicht bestimmt.“ (ebd., 31). Seine Strategie dies zu zeigen besteht im Anführen von Beispielen, in denen sich zwei Sprecher in demselben psychischen Zustand befinden, die Extensionen ihrer Ausdrücke aber jeweils verschieden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Bedeutungsbegriffs und Vorstellung der drei zentralen Untersuchungseinheiten Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch.

2. Bedeutung als Bezugsgegenstand: Untersuchung der referenztheoretischen Annahme, dass die Bedeutung eines Ausdrucks in seinem Referenzgegenstand besteht, inklusive kritischer Einwände.

3. Mentalistische Bedeutungskonzeption: Erläuterung des Modells, das Bedeutung als indirekten Prozess über mentale Begriffe im Kopf des Sprechers definiert.

4. Putnams Kritik an der mentalistischen Konzeption: Darstellung von Putnams externalistischer Kritik, wonach Bedeutung nicht allein in mentalen Zuständen verortet werden kann.

5. Bedeutung und Übersetzung bei Quine: Analyse von Quines Gedankenexperiment zur radikalen Übersetzung und der daraus folgenden Unterbestimmtheit semantischer Gehalte.

6. Bedeutung als regelgemässer Gebrauch bei Wittgenstein: Untersuchung von Wittgensteins Ansatz, Bedeutung als regelgeleitete Verwendung innerhalb einer Sprachgemeinschaft zu verstehen.

7. Vermittlungsversuch zwischen den einzelnen Positionen: Synthese der verschiedenen Ansätze und Aufzeigen gemeinsamer Nenner in der Abkehr vom Mentalismus.

8. Schlusswort: Resümee der Untersuchung und Feststellung, dass das Projekt einer abschließenden Definition von Bedeutung ein fortlaufendes Unterfangen bleibt.

Schlüsselwörter

Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung, Gebrauch, Referenztheorie, Mentalismus, Hilary Putnam, Willard Van Orman Quine, Ludwig Wittgenstein, Intension, Extension, Sprachspiel, Familienähnlichkeit, Reizbedeutung, Analytische Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem sprachphilosophischen Begriff der Bedeutung und den Konzepten Bezugsgegenstand, Übersetzung sowie Gebrauch anhand einflussreicher Positionen des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kritik an der Referenztheorie, die Widerlegung mentalistischer Bedeutungskonzeptionen sowie die behavioristischen und pragmatischen Ansätze von Quine und Wittgenstein.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, durch die Analyse der Theorien von Putnam, Quine und Wittgenstein den Bedeutungsbegriff zu klären und die Wechselwirkungen zwischen Sprache, Denken und sozialer Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der begrifflichen Rekonstruktion und kritischen Analyse sprachphilosophischer Gedankenexperimente, wie etwa das Zwerde-Beispiel oder die radikale Übersetzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Referenztheorien, mentalistischen Modellen, Putnams Externalismus, Quines Unbestimmtheitsthese und Wittgensteins gebrauchsorientiertem Sprachbegriff.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Referenz, Intension, Extension, Bedeutung, Übersetzung, Gebrauch, Sprachspiel und Mentalismus.

Was ist mit Putnams "Zwerde"-Beispiel gemeint?

Es handelt sich um ein Gedankenexperiment, das zeigen soll, dass sich zwei Sprecher in identischen psychischen Zuständen befinden können, ihre Ausdrücke sich aber dennoch auf unterschiedliche materielle Gegebenheiten beziehen.

Warum hält Quine Übersetzungen für "unterdeterminiert"?

Quine argumentiert, dass es bei der radikalen Übersetzung keine faktische Grundlage gibt, die eine eindeutige Übersetzung einer anderen vorzöge, da verschiedene Übersetzungshandbücher gleichermaßen mit dem beobachtbaren Sprachverhalten kompatibel sein können.

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Details

Title
Die Beziehung zwischen Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch
Subtitle
Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts
College
University of Zurich
Grade
sehr gut
Author
Mathias Haller (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V195859
ISBN (eBook)
9783656217558
ISBN (Book)
9783656219330
Language
German
Tags
philosophie analytische philosophie linguistik sprachphilosophie semantik semiotik pragmatik gebrauchstheorie behaviourismus quine wittgenstein putnam bedeutung mentalismus verstehen bedeutungsnihilismus übersetzung urübersetzung gavagai Ogden Richards
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Haller (Author), 2011, Die Beziehung zwischen Bedeutung, Bezugsgegenstand, Übersetzung und Gebrauch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195859
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