Diese Arbeit befasst sich mit zwei bedeutsamen Medientheoretikern des 20. Jahrhunderts: Marshall McLuhan und Neil Postman. In dieser Arbeit werden einige meiner Meinung nach relevanten Bücher der aus Nordamerika stammenden Autoren vorgestellt, ohne aber den Anspruch erheben zu wollen, ihre ganze Literatur umzufassen. Hier werden aber einige Grundgedanken bzw. Thesen der beiden Theoretiker verglichen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 McLuhan
1.1 Die Biographie McLuhans
1.1.1 Die Kindheit McLuhans
1.1.2 University of Manitoba
1.2 Das Medium ist die Message
1.3 Die magischen Kanäle
1.4 Die Gutenberg-Galaxis
2 Neil Postman
2.1 Das Verschwinden der Kindheit
2.2 Wir amüsieren uns zu Tode
2.2.1 „Schöne neue Welt“
2.2.2 „1984“
2.2.3 Postman: Huxley und nicht Orwell hat Recht
2.3 Die zweite Aufklärung
2.4 Die sieben Thesen Postmans zur Medientechnologie
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Medientheorien von Marshall McLuhan und Neil Postman, um deren grundlegende Analysen zur Veränderung der menschlichen Wahrnehmung und Gesellschaft durch verschiedene Medientechnologien darzustellen und zu vergleichen.
- Biografische Hintergründe von Marshall McLuhan und deren Einfluss auf sein Werk
- Analyse der Medientheorie von McLuhan, insbesondere das Konzept „Das Medium ist die Message“
- Untersuchung von Neil Postmans Medientheorie und seiner Analyse des Fernsehens als „Unterhaltungsmedium“
- Vergleichende Betrachtung der Auswirkungen des Buchdrucks gegenüber elektronischen Medien
- Erörterung der Bedeutung von Aufklärung und rationalem Denken im technologischen Zeitalter
Auszug aus dem Buch
2.2 Das Medium ist Message
Schon am Anfang seines berühmten Buches „das Medium ist die Message“ behauptet McLuhan (1969:8), dass das Medium bzw. die elektronische Technik „die Muster gesellschaftlicher Beziehungen und alle Aspekte unseres Privatlebens“ umstrukturiert, denn alles ist ‚im Wandel begriffen’, so dass unmöglich ein Verständnis der gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungen ohne die Auswirkungen der Medien sei. McLuhan (1969:10) meint, dass die Technik ermöglicht, „mittels Humor zu lernen.“
Bezüglich des Vorwurfs, dass die Medien den Problemen auswichen, sagt Mc Luhan (1969:10, herv. von mir, R.K.), dass „ein Überleben ist unmöglich, wenn wir unsere Umwelt, das gesellschaftliche Drama, von einem starren, unveränderlichen Standpunkt aus betrachten: das geistlose Reaktionsschema auf Nicht-Wahrgenommenes.“
Die elektronische Schaltungstechnik hat nach McLuhan (1969:16) die Herrschaft von ‚Zeit’ und ‚Raum’ gestürzt und den Dialog im globalen Maßstab wieder ermöglicht. Die Botschaft der Technik ist der totale Wandel, der aller Beschränktheit, sei sie psychischer, sozialer, ökonomischer oder politischer Art, ein Ende setzt (vgl. McLuhan 1969:16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 McLuhan: In diesem Kapitel wird das Leben und das medientheoretische Hauptwerk von Marshall McLuhan, inklusive seiner Thesen zur Gutenberg-Galaxis und den Auswirkungen elektronischer Medien, detailliert vorgestellt.
2 Neil Postman: Dieser Teil widmet sich dem Werk von Neil Postman, wobei insbesondere seine Kritik am Fernsehen, das Konzept des Verschwindens der Kindheit und seine Forderung nach einer „zweiten Aufklärung“ im Zentrum stehen.
Schlüsselwörter
Medientheorie, Marshall McLuhan, Neil Postman, Buchdruck, Fernsehen, elektronische Medien, Kommunikationstechnik, Gesellschaftskritik, Gutenberg-Galaxis, Unterhaltungsgesellschaft, Medienökologie, Wahrnehmung, Aufklärung, Informationsgesellschaft, Kulturwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zentralen medientheoretischen Ansätze von Marshall McLuhan und Neil Postman und beleuchtet deren Sicht auf die Auswirkungen verschiedener Medien auf die menschliche Wahrnehmung und Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernbereichen gehören der Wandel von der Buchdruckkultur zur elektrischen Welt, die Rolle des Fernsehens in der Gesellschaft, das Konzept der Medien als „Umwelt“ und die kritische Auseinandersetzung mit der Informationsflut.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die einflussreichsten Werke beider Autoren vorzustellen, ihre Theorien – wie das „Medium ist die Message“ oder die Medienökologie – zu erläutern und ihre Grundgedanken zur Medientechnologie vergleichend gegenüberzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der zentrale Schriften von McLuhan und Postman sowie ergänzende Sekundärliteratur herangezogen werden, um deren Theorien systematisch darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Zuerst wird McLuhans Biografie und Theorie dargelegt (z. B. Gutenberg-Galaxis), danach folgt die Darstellung von Postmans Thesen zur Kindheit, zum Fernsehen und zur Notwendigkeit einer zweiten Aufklärung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medientheorie, Medienökologie, Gutenberg-Galaxis, Unterhaltungsgesellschaft und den Vergleich zwischen Buchdruck und elektronischen Medien definiert.
Warum bevorzugt Postman laut dieser Arbeit die Denkweise Huxleys gegenüber Orwell?
Postman argumentiert, dass Huxley das Szenario einer Gesellschaft zeichnet, die ihre Unterdrückung liebt, da sie durch Vergnügen und Überfluss (Entertainment) kontrolliert wird, während Orwell von einer Unterdrückung durch Angst und Zwang ausging.
Wie unterscheiden McLuhan und Postman in der Bewertung des Fernsehens?
Während McLuhan das Fernsehen als eine Technik sieht, die den Tastsinn erweitert und die Gesamtperson einbezieht, betrachtet Postman es kritisch als ein Medium, das zur Passivität verführt und den intellektuellen Diskurs durch Unterhaltung ersetzt.
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- M.A. Ruzhdi Kicmari (Author), 2002, Die Medientheorie aus der Sicht Mc Luhans und Neil Postmans, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195766