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Memorializing the Sacred

Title: Memorializing the Sacred

Presentation (Elaboration) , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Master of Education Ann-Christin Robben (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Denkmäler haben eine elementare Funktion in einer Gesellschaft. Sie sind vermittelnde Medien zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Denkmäler repräsentieren einerseits neutral die Geschichte einer Kultur, andererseits implizieren sie auch evident die Bedeutung des Vergangenen für eine Gesellschaft. Bereits die Diskussionen um ihren Bau oder Nicht-Bau symbolisieren die „politischen und mentalen Transformationen einer Gesellschaft“ . Ein Denkmal spiegelt nicht nur ein erinnerungswürdiges Ereignis der Vergangenheit wider, sondern auch den Umgang eines Volkes mit seiner Vergangenheit. Peter Carrier formuliert es ähnlich: „It is necessarily a product and reflection of its time, derived from the initiative of an individual, group or state.“ Mahnmäler lassen Schlüsse über den Grad und die Intensität der Ereignisverarbeitung zu, da die Darstellungsweise den Erinnerungsmodus widerspiegelt.
Eine wissenschaftliche Untersuchung, basierend auf der Interpretation von Denkmälern, führte auch Janet Jacobs, Professorin für Soziologie an der Universität von Colorado, durch. Sie untersuchte die Erinnerungskultur zum Holocaust in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Betrachtung der Rolle der Synagogen und heiligen Kultgegenstände. Ihre Forschungsarbeit basiert auf Feldarbeit an fünfzig Gedächtnisstätten zur Kristallnacht. Ihre Forschungsergebnisse legte Janet Jacobs im Jahr 2008 in der „Journal for the Scientific Study of Religion“ dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 VORWORT ZUM HOLOCAUST-GEDÄCHTNIS

3 UNTERSUCHUNG JANET JACOBS ZUR ERFORSCHUNG DER RELIGIÖSEN ERINNERUNG DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG IM GEDENKEN AN DIE KRISTALLNACHT

3.1 VORBEMERKUNGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG VON JANET JACOBS

3.2 GRUPPIERUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE IN DREI FELDER

3.2.1 Gedächtnis der Abwesenheit/des Fehlens (memory of absence)

3.2.2 Gedächtnis des Schreckens und der Gräueltaten (memory of terror and atrocity)

3.2.3 Gedächtnis des Todes (memory of death)

3.3 FAZIT DER UNTERSUCHUNG

3.3.1 Mögliche Erklärungsansätze für die Beobachtung „Memorializing the sacred“

4 SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Erinnerungskultur zum Holocaust in Deutschland auseinander, indem sie die Forschungsarbeit von Janet Jacobs zu Denkmälern der Kristallnacht analysiert. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie religiöse Symbole und die Verschiebung des Fokus auf materielle Objekte (wie Synagogen oder Kultgegenstände) das kollektive Gedenken beeinflussen und möglicherweise eine Distanz zum historischen Völkermord schaffen.

  • Analyse der Erinnerungskultur anhand von fünfzig Gedächtnisstätten zur Kristallnacht.
  • Differenzierung der Gedenkmotive in Abwesenheit, Schrecken/Gräueltaten und Tod.
  • Untersuchung der "Vermenschlichung" religiöser Objekte im Gedenken.
  • Reflexion über die Identitätswahrung der deutschen Bevölkerung durch ästhetisiertes Gedenken.
  • Didaktische Überlegungen zur Integration des Themas in den Religions- und Geschichtsunterricht.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Gedächtnis des Schreckens und der Gräueltaten (memory of terror and atrocity)

Charakteristisch ist für dieses festgestellte Motiv des Gedächtnisses, dass das menschliche Element der Gewalt ausgelöscht wurde. Weder die Täter, noch die jüdischen Opfer sind direkter Gegenstand der Betrachtung. Im Zentrum der vergangenen Ereignisse steht die Zerstörung der Synagogen und nicht das erlittene oder ausgeteilte Leid. Es hat eine Verknüpfung zwischen dem Holocaust und der Zerstörung der Heiligtümer stattgefunden. Dies kann eindrücklich an dem Denkmal in Hamburg an der Oberstraße wahrgenommen werden, welches eine zerstörte Thorarolle zeigt. Jacobs formuliert signifikant ihre Definition für das Motiv des „Gedächtnisses des Schreckens und der Gräueltat“: „A memory of genocide that is symbolized by the violation and ‚death’ of the synagogue and its ritual objects.”

Indem Jacobs das Wort „death” benutzt, macht sie erstmals deutlich, dass eine Vermenschlichung der Synagoge und der Kultgegenstände stattgefunden hat. Der in die Verbrechen involvierte Mensch wird ausgeblendet, sodass man provokativ von einer Verherrlichung der Ereignisse sprechen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die elementare Funktion von Denkmälern als vermittelnde Medien zwischen Vergangenheit und Gegenwart und führt in die wissenschaftliche Feldarbeit von Janet Jacobs ein.

2 VORWORT ZUM HOLOCAUST-GEDÄCHTNIS: Dieses Kapitel skizziert die historische Aufarbeitung des Holocaust in Deutschland und beschreibt den Weg vom jahrelangen Schweigen hin zur Institutionalisierung des Gedenkens.

3 UNTERSUCHUNG JANET JACOBS ZUR ERFORSCHUNG DER RELIGIÖSEN ERINNERUNG DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG IM GEDENKEN AN DIE KRISTALLNACHT: Dieser Hauptteil analysiert die Methodik der Feldarbeit an fünfzig Gedächtnisstätten und gliedert die gewonnenen Ergebnisse in drei zentrale thematische Motive.

3.1 VORBEMERKUNGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG VON JANET JACOBS: Hier wird das methodische Vorgehen der Auswahl von Gedächtnisstätten in verschiedenen Städtegrößen und deren Dokumentation dargelegt.

3.2 GRUPPIERUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE IN DREI FELDER: Dieses Kapitel stellt die drei identifizierten Motive des Gedächtnisses vor, die in den folgenden Unterkapiteln vertieft werden.

3.2.1 Gedächtnis der Abwesenheit/des Fehlens (memory of absence): Hier wird untersucht, wie die Abwesenheit zerstörter Gebäude durch materielle Zeugen oder bewusste Leerflächen im städtischen Raum erinnert wird.

3.2.2 Gedächtnis des Schreckens und der Gräueltaten (memory of terror and atrocity): Dieses Kapitel beleuchtet, wie der Fokus auf die Zerstörung religiöser Symbole und Kultgegenstände anstelle der menschlichen Opfer den Schrecken repräsentiert.

3.2.3 Gedächtnis des Todes (memory of death): Der Fokus liegt hier auf der Verknüpfung von Synagogenverlust und dem Gedenken an die ermordeten Menschen, etwa durch die Symbolik jüdischer Friedhöfe oder Steine als Grabbeigaben.

3.3 FAZIT DER UNTERSUCHUNG: Das Fazit fasst zusammen, dass das Gedenken zunehmend auf religiöse Objekte verschoben wird, was eine psychologische Distanz zum Holocaust-Geschehen erzeugt.

3.3.1 Mögliche Erklärungsansätze für die Beobachtung „Memorializing the sacred“: Hier werden Verdrängung und Ästhetisierung als Mechanismen diskutiert, die das Gedenken im Alltag der heutigen Gesellschaft erträglicher machen.

4 SCHLUSSBEMERKUNG: Die Schlussbemerkung diskutiert die didaktische Eignung des Themas für den Religions- und Geschichtsunterricht in der Oberstufe.

Schlüsselwörter

Holocaust, Gedenken, Kristallnacht, Janet Jacobs, Erinnerungskultur, Synagoge, Denkmäler, Religiöse Erinnerung, Völkermord, Gedächtnis der Abwesenheit, Vermenschlichung, Ästhetisierung, Verdrängung, Deutschland, NS-Vergangenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Erinnerungskultur des Holocaust in Deutschland anhand einer soziologischen Untersuchung von Janet Jacobs, die sich mit der Gestaltung von Gedenkstätten zur Kristallnacht befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Rolle von Denkmälern bei der Vergangenheitsbewältigung, die Symbolik von zerstörten Synagogen und Kultgegenständen sowie die Art und Weise, wie die deutsche Gesellschaft mit dem Erbe des Nationalsozialismus umgeht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszuarbeiten, wie das Gedenken an den Holocaust durch die Verschiebung auf religiöse Symbole und materielle Objekte (wie zerstörte Torarollen) geformt wird und welche psychologischen Distanzierungseffekte dadurch entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Feldforschung von Janet Jacobs, die fünfzig verschiedene Gedächtnisstätten zur Kristallnacht in Deutschland besuchte und interpretierte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert das Gedenken in drei spezifische Motive: das Gedächtnis der Abwesenheit, das Gedächtnis des Schreckens und das Gedächtnis des Todes, und reflektiert deren Wirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Holocaust-Gedächtnis, Erinnerungskultur, Memorializing the sacred, Synagogenzerstörung und die Ästhetisierung von Gewalt.

Wie unterscheidet sich das "Gedächtnis des Schreckens" vom "Gedächtnis des Todes"?

Das Gedächtnis des Schreckens konzentriert sich auf die Zerstörung religiöser Gebäude und Objekte als Symbole für Gewalt, während das Gedächtnis des Todes eine direkte Verbindung zwischen dem Verlust der Gebäude und dem Schicksal der ermordeten Menschen herstellt.

Warum schlägt der Autor eine didaktische Anwendung des Themas in der Schule vor?

Der Autor argumentiert, dass die Komplexität und der Fokus auf ethische Fragen sowie die Reflexion über Verdrängungsmechanismen sich hervorragend für den Religionsunterricht in der Oberstufe eignen.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Memorializing the Sacred
College
Bielefeld University
Grade
1,0
Author
Master of Education Ann-Christin Robben (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V195562
ISBN (eBook)
9783656219002
ISBN (Book)
9783656220473
Language
German
Tags
memorializing sacred
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Education Ann-Christin Robben (Author), 2009, Memorializing the Sacred, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195562
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