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Gender und Korruption - Eine vergleichende Analyse

Title: Gender und Korruption - Eine vergleichende Analyse

Thesis (M.A.) , 2012 , 73 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Kerstin Zuber (Author)

Politics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil der Ärzte in einem Land und dem Korruptionsausmaß im Gesundheitswesen gibt. Die Daten über den Anteil von Ärztinnen in einem Land wurden aus dem Datensatz OECD Health Data 2010 entnommen. Für die Daten über das Korruptionsniveau im Gesundheitssektor wurde die Frage aus dem Global Corruption Barometer von Transparency International benutzt, ob in den letzten zwölf Monaten ein Bestechungsgeld an einen medizinischen Dienstleister gezahlt wurde. Das Ergebnis ist statistisch signifikant und zeigt einen linearen Zusammenhang zwischen beiden Variablen auf. Entgegen der zugrunde liegenden Theorie hat die Untersuchung ergeben, dass ein höherer Frauenanteil unter den Ärzten zu einer Erhöhung des Korruptionsniveaus führen kann.

In einem zweiten Teil wurde untersucht, ob die Toleranz einer Bevölkerung gegenüber Korruption einen Einfluss auf das Korruptionsniveau in einem Land hat. Um die Toleranz der Bevölkerung gegenüber Korruption abzubilden, wurde der Indikator aus dem World Values Survey gebildet, in dem gefragt wurde, ob es zu rechtfertigen sei, wenn jemand in Ausübung seines Amtes Bestechungsgelder annimmt. Die Variable Korruptionsniveau wurde aus den Daten des Corruption Perception Index‘ von Transparency International gebildet. Mittels partieller Korrelation wurde der Einfluss des Frauenanteils in einer Gesellschaft ausgeschlossen. Die anschließende Berechnung der linearen Regression ergab, dass ein signifikanter linearer Zusammenhang zwischen der Toleranz der Bevölkerung gegenüber Korruption und dem Korruptionsniveau eines Landes besteht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und Untersuchungsgegenstand

3. Forschungsstand

4. Definition zentraler Begriffe

4.1 Gender versus Geschlecht

4.2 Korruption

5. Ausprägungen und Folgen von Korruption

5.1 Konsequenzen von Korruption

5.2 Korruption im Gesundheitswesen

5.3 Gender und Korruption

5.4 Gender und Korruption im Gesundheitssektor

6. Einfluss von Frauenquoten auf das Korruptionsniveau

6.1 Korruptionsmessung

6.2 Das Problem subjektiver Wahrnehmung

6.3 Hypothesen

6.3.1 Moralische These – Theoretische Herleitung

6.3.2 These der Sozialen Rolle – Theoretische Herleitung

6.4 Quantitative Überprüfung der Moralischen These

6.4.1 Operationalisierung

6.4.2 Durchführung der Untersuchung

6.5 Quantitative Überprüfung der These der Sozialen Rolle

6.5.1 Operationalisierung

6.5.2 Durchführung der Untersuchung

7. Fazit

7.1 Ergebnisse und Schlussfolgerungen

7.2 Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil im Gesundheitssektor und dem dortigen Korruptionsausmaß besteht, sowie ob die allgemeine Toleranz der Bevölkerung gegenüber Korruption einen Einfluss auf das Korruptionsniveau eines Landes hat. Dabei werden theoretische Konzepte wie die "Moralische These" und die "These der Sozialen Rolle" empirisch geprüft.

  • Zusammenhang zwischen Frauenanteil im Gesundheitssektor und Korruption
  • Einfluss der gesellschaftlichen Toleranz gegenüber Korruption auf das Korruptionsniveau
  • Vergleich und Überprüfung theoretischer Herleitungen zu Gender und Korruption
  • Quantitative Analyse auf Basis von Daten des World Values Survey und des Corruption Perception Index

Auszug aus dem Buch

5.2 Korruption im Gesundheitswesen

Der Gesundheitssektor ist durch verschiedene Faktoren der Korruption besonders ausgesetzt. Dazu zählen insbesondere Informationsasymmetrien zwischen Arzt und Patient sowie zwischen den Pharmaunternehmen und den Verantwortlichen für den Ankauf von Medikamenten (z.B. Apotheker, Ärzte, Verantwortliche in der Verwaltung von Krankenhäusern u.a.). Darüber hinaus führen die Komplexität des Gesundheitssystems und die großen Summen der eingesetzten öffentlichen Mittel zu einer hohen Korruptionsanfälligkeit auf diesem Gebiet (Nawaz 2009: 1f.). In den OECD-Ländern wurden 2008 zwischen 6,1% (Estland) und 16% (Vereinigte Staaten) des Bruttoinlandsproduktes für das Gesundheitssystem aufgewendet (OECD Health Data 2010). Diese hohen Summen bilden ein attraktives Ziel für Missbrauchsversuche.

Korruption im Gesundheitssektor nimmt viele Formen an, wie zum Beispiel die unzulässige Einflussnahme auf die Gesundheitspolitik, Veruntreuung oder Unterschlagung von Geldern. Aber auch die Bitte um Bestechungsgelder und inoffizielle Zahlungen von Ärzten und Krankenhauspersonal für die Erbringung einer Leistung gehören zu den korrupten Praktiken im Gesundheitswesen. Darüber hinaus werden Phantompatienten kreiert, um zusätzliche Gelder zu erhalten, medizinische Tests veranlasst, die in privaten Laboratorien durchgeführt werden, an denen der Arzt finanziell beteiligt ist, oder es werden teure Medikamente im Austausch für Zahlungen von Pharmaunternehmen verschrieben (vgl. Savedoff/ Hussmann 2006: 9).

Dabei führt die Vielzahl unterschiedlicher Akteure im Gesundheitssektor zu vielen divergierenden Interessen, Unübersichtlichkeiten und somit zu mannigfaltigen Korruptionsmöglichkeiten. Zu den Akteuren gehören politische Entscheidungsträger, professionelle Interessenverbände, Personen im aktiven medizinischen Dienst, aber auch Versicherungen, Patienten und – zum Beispiel im Falle einiger Entwicklungsländer – internationale Spender (vgl. Brinkerhoff 2003: 12).

Ärzte und Patienten stehen dabei in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Patienten haben nur selten die Kenntnisse, um entscheiden, welche Behandlungsmaßnahmen sinnvoll und erforderlich sind. Selbst wenn es einem Patienten besser geht, kann er nicht wissen, ob die Verbesserung seines Zustandes auf die Behandlungsmaßnahmen zurück zu führen ist oder nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Korruption als Entwicklungshemmnis und die Relevanz der Untersuchung des Einflusses von Gender auf das Korruptionsniveau.

2. Fragestellung und Untersuchungsgegenstand: Darlegung der Kernfrage, ob die Frauenrepräsentation im Gesundheitssektor das Korruptionsausmaß beeinflusst.

3. Forschungsstand: Überblick über existierende Studien zum Zusammenhang zwischen Gender und Korruption sowie deren Kritikpunkte.

4. Definition zentraler Begriffe: Definition der Begriffe "Gender" und "Geschlecht" sowie eine Abgrenzung des Korruptionsbegriffs in verschiedenen wissenschaftlichen Kontexten.

5. Ausprägungen und Folgen von Korruption: Analyse der gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen von Korruption mit besonderem Fokus auf den Gesundheitssektor.

6. Einfluss von Frauenquoten auf das Korruptionsniveau: Methodische Erläuterung der Korruptionsmessung und theoretische Herleitung der Hypothesen sowie deren quantitative Überprüfung.

7. Fazit: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion der Untersuchung sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Korruption, Gender, Frauenanteil, Gesundheitssektor, Moralische These, Soziale Rolle, Korruptionsniveau, World Values Survey, Corruption Perception Index, Regressionsanalyse, Bestechung, Governance, Informationsasymmetrie, OECD, Public Sector.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Präsenz von Frauen in bestimmten Bereichen (insbesondere im Gesundheitssektor) und dem Auftreten von Korruption.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen Korruptionsforschung, Gender-Theorie, Gesundheitsökonomie sowie die Analyse von Korruptionsindizes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein höherer Frauenanteil im Gesundheitssektor tatsächlich zu einer Reduzierung des Korruptionsausmaßes führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden quantitative Methoden eingesetzt, darunter Korrelationsanalysen und lineare Regressionsmodelle auf Basis internationaler Datensätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der theoretischen Herleitung der Hypothesen (Moralische These vs. These der Sozialen Rolle) und der statistischen Auswertung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Korruption, Gender, Gesundheitssektor, Frauenanteil und verschiedene Indizes zur Messung von Korruption.

Warum ist der Gesundheitssektor für diese Studie besonders geeignet?

Der Sektor weist spezifische Informationsasymmetrien zwischen Arzt und Patient auf, die ihn für korruptive Praktiken besonders anfällig machen.

Welches Ergebnis lieferte die Überprüfung der "Moralischen These"?

Entgegen der theoretischen Erwartung zeigte die quantitative Analyse, dass ein höherer Frauenanteil unter den Ärzten in den untersuchten OECD-Ländern mit einem tendenziell höheren Korruptionsniveau korreliert.

Welche Rolle spielt die "These der Sozialen Rolle"?

Sie postuliert, dass nicht das Geschlecht an sich, sondern die Erwartungshaltung der sozialen Umgebung das Verhalten beeinflusst, was ebenfalls empirisch in Bezug auf die Korruptionstoleranz geprüft wurde.

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Details

Title
Gender und Korruption - Eine vergleichende Analyse
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Grade
2,1
Author
Kerstin Zuber (Author)
Publication Year
2012
Pages
73
Catalog Number
V195546
ISBN (eBook)
9783656214915
ISBN (Book)
9783656216445
Language
German
Tags
gender korruption eine analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Zuber (Author), 2012, Gender und Korruption - Eine vergleichende Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195546
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