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Der Hostile Media Effect

Die Rolle des Publikums

Title: Der Hostile Media Effect

Term Paper , 2011 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frauke Fabelje (Author)

Psychology - Media Psychology

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Oft werden Journalisten mit dem Vorwurf konfrontiert, sie würden subjektiv angefärbt berichten und eine neutrale mediale Berichterstattung impraktikabel machen. Schließlich wurde der Einfluss medialer Komponenten hinterfragt, da vermutet wurde, die Problematik dieser Vorwürfe sei nicht (oder nur teilweise) durch die Journalisten selber herbeigeführt worden. Insbesondere der US-amerikanische Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 1980 warf wiederholt das Thema der media bias auf: Die Bürger nutzten die Gelegenheit sich über Radio- und TV-Stationen sowie Leserbriefe zu Wort zu melden und beschwerten sich über die einseitige Berichterstattung durch die Medien während der Kampagne. Auffällig hierbei war, dass diese Beschwerden nicht nur aus einem Wahlkampflager kamen. Stattdessen meldeten sich Personen aus allen Lagern, die der Ansicht waren, ihr Kandidat würde durch die Darstellung in den Medien benachteiligt werden (Vallone, Ross, & Lepper, 1985).
Im Zuge dessen befassten sich Vallone et al. (1985) mit dem als Hostile Media Effect bezeichneten Phänomen und konnten durchaus Hinweise in ihrer Studie finden, dass Personen dazu neigten, die Berichterstattung als zu ihren Ungunsten verzerrt zu betrachten. Mehrere Hypothesen über die zugrunde liegenden Mechanismen wurden bereits erforscht, insgesamt lassen sie sich aber als nicht hinreichend gesichert betrachten.
Ein Punkt, der in den neueren Studien aufgegriffen wurde, ist die Annahme, der Effekt würde nur bei einer massenmedialen Präsentation auftreten. Dies wirft die Frage nach dem Rezeptionspublikum, beziehungsweise spezieller dem Co-Publikum, auf, welches in einer massenmedialen Kommunikation von den Rezipienten mental repräsentiert wird. Hartmann (2012) beschäftigte sich in seiner experimentellen Studie genau mit dieser Frage und arbeitete zuvor verschiedene Einfluss-Dimensionen des Publikums heraus.
Ziel dieser Ausarbeitung ist es, im ersten Teil einen Überblick über die Grundannahmen des Hostile Media Effects zu geben und den aktuellen Forschungsstand bezüglich der ihn auslösenden Mechanismen aber auch möglicher moderierender Variablen aufzuzeigen. Im zweiten Teil rückt das Publikum als Forschungsgegenstand in den Vordergrund: Die Dimensionen des Publikums werden nach Hartmann und Dohle (2005) erklärt und schließlich hinsichtlich empirischer Befunde interpretiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundannahmen und zentrale empirische Befunde

3. Die Rolle des Publikums

3.1 Dimensionen des Publikums

3.1.1 Experience of Exposure

3.1.2 Size of Audience

3.1.3 Social Structure

3.2 Befunde

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den "Hostile Media Effect", bei dem Rezipienten mediale Berichterstattung als gegen die eigene Position gerichtet wahrnehmen. Ziel ist es, die Rolle des Publikums als moderierende Variable zu analysieren und zu klären, wie Dimensionen wie das Co-Publikum und soziale Distanz die Wahrnehmung von Medieninhalten beeinflussen.

  • Grundlagen und Mechanismen des Hostile Media Effects
  • Die Bedeutung von Involvement und Voreinstellungen (prior beliefs)
  • Dimensionen des Publikums nach Hartmann und Dohle
  • Einfluss der Publikumsgröße und sozialer Distanz auf die Medienwahrnehmung
  • Experimentelle Befunde zur Rezeption von Massenmedien

Auszug aus dem Buch

3.1 Dimensionen des Publikums

An dieser Stelle sollen daher die Dimensionen des Publikums aufgegliedert und ihr Einflusspotenzial auf den Hostile Media Effect betrachtet werden. Dazu wird ein kurzer Überblick über den Begriff des Publikums gegeben, im weiteren Verlauf werden dann die Dimensionen selbst kurz charakterisiert. Die Befunde sollen schlussendlich zeigen, inwiefern dieser Faktor des Publikums eine tatsächliche Wirkung auf das Auftreten des Hostile Media Effects hat.

Wie schon im Rahmen der moderierenden Variablen angedeutet, konnten unter Anderem Gunther und Schmitt (2004) die Notwendigkeit des massenmedialen Charakters aufzeigen und begründeten dies durch den möglichen Einfluss des Co-Publikums auf die Perzeption der Rezipienten.

Maletzke (1963, S. 28, zit. n. Hartmann & Dohle, 2005, S. 290) definierte ‚Publikum‘ als „[…] eine Menschenmenge, die sich einem bestimmten Beachtungsobjekt zuwendet.“ Hartmann et al. (2005) stellten daraufhin zwei mögliche Publikumsbegriffe gegenüber: Einerseits das Publikum als „Anhäufung isolierter Individuen“ (S. 287), die nicht miteinander kommunizieren und nur durch objektiv gemeinsame Kriterien einen Gruppencharakter bilden. Andererseits das Publikum als soziale Gemeinschaft, in der Individuen für sich selber eine irgendwie geartete Vorstellung ihres Co-Publikums generieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Hostile Media Effect ausgehend von Vorwürfen der Voreingenommenheit im US-Wahlkampf 1980 und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle des Publikums als moderierenden Faktor zu analysieren.

2. Grundannahmen und zentrale empirische Befunde: Dieses Kapitel stellt die Studien von Vallone et al. sowie Giner-Sorolla et al. vor und diskutiert die Mechanismen hinter der wahrgenommenen Medienverzerrung, wie den 'selective recall' oder 'prior beliefs'.

3. Die Rolle des Publikums: Es werden die theoretischen Konzepte des Co-Publikums erläutert und analysiert, wie die wahrgenommene Größe des Publikums und die soziale Struktur zwischen Gruppen die Medienwahrnehmung beeinflussen.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Hostile Media Effect durch die vorliegenden Daten nicht eindeutig bestätigt werden konnte, und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Rolle des Publikums und des Involvements.

Schlüsselwörter

Hostile Media Effect, Medienberichterstattung, Publikumsrolle, Co-Publikum, soziale Distanz, Involvement, Medienwahrnehmung, selective categorization, Massenmedien, Gruppenprozesse, assimilation bias, third-person-effect, Nachrichtenrezeption, Meinungsvielfalt, Medienverzerrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Phänomen des "Hostile Media Effect", bei dem Menschen mediale Inhalte als tendenziös oder feindselig gegenüber ihrer eigenen Meinung empfinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologischen Mechanismen der Medienwahrnehmung, die Relevanz des Involvements bei kontroversen Themen sowie die theoretische Modellierung des Publikums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die Vorstellung eines Co-Publikums sowie die soziale Distanz die Entstehung des Hostile Media Effects moderieren oder beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung experimenteller Studien, die sich mit der Wirkung von Medienformaten (z.B. Zeitungsartikel vs. Essays) auf das Publikum befassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der historischen Forschungsgrundlagen sowie eine detaillierte Analyse der Dimensionen des Publikums, wie 'Experience of Exposure' und 'Size of Audience'.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Hostile Media Effect, Medienverzerrung, Co-Publikum, Involvement, soziale Identität und massenmediale Kommunikation.

Welche Rolle spielt die soziale Distanz im Modell?

Eine größere angenommene soziale Distanz zwischen den Rezipientengruppen korreliert laut den zitierten Befunden tendenziell mit einer stärkeren Wahrnehmung des Hostile Media Effects.

Warum wurde in der Forschung zwischen 'großem' und 'kleinem' Publikum unterschieden?

Die Differenzierung dient dazu, den Einfluss der 'Massenmedialität' zu testen, da bei einem großen Publikum eher eine Bedrohung der eigenen sozialen Stellung oder Gruppenidentität wahrgenommen wird.

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Details

Title
Der Hostile Media Effect
Subtitle
Die Rolle des Publikums
College
University of Cologne  (Sozialpsychologie II: Kommunikations- und Medienpsychologie )
Course
Medienrezeption- und wirkung
Grade
1,3
Author
Frauke Fabelje (Author)
Publication Year
2011
Pages
13
Catalog Number
V195198
ISBN (eBook)
9783656210542
ISBN (Book)
9783656212164
Language
German
Tags
hostile media effect rolle publikums
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frauke Fabelje (Author), 2011, Der Hostile Media Effect, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/195198
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