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Direkte Demokratie in Lübeck

Bürgerbegehren und Bürgerentscheide

Title: Direkte Demokratie in Lübeck

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sonja Grunwald (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Summary Excerpt Details

Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sind Instrumente der direkten Demokratie und kommen seit den 1990er Jahren verstärkt auf kommunaler Ebene zum Einsatz. Im Zeitraum von 1956 bis 2007 waren es insgesamt 2.226 Bürgerentscheide in Deutschland mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 50 Prozent (Rehmet/Mittendorf: 2008). Die Durchführung eines Bürgerentscheids erfordert eine ausreichende Anzahl an Unterschriften in Form eines Bürgerbegehrens als Vorstufe. Initiiert werden können sie durch wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger. Unterstützung finden sie dabei häufig durch Interessengruppen wie Vereine, Verbände, Parteien oder die Kirche. Hier ergibt sich ein erster Kritikpunkt, der annimmt, dass durch finanzstarke Unterstützer Ungleichheiten gegenüber finanziell weniger gut ausgestatteten Gruppen entstehen können. So könnten beispielsweise mehr Personen für eine Sache durch groß angelegte Kampagnen mobilisiert werden. Hieran schließt sich ein zweiter Kritikpunkt bezüglich der Wahlbeteiligung. Es bestehen Zweifel, ob die Wahlbeteiligung, insbesondere wenn sie niedrig ist, tatsächlich den Bürgerwillen darstellt und somit direkt demokratisch ist. Behauptet wird zudem, dass sich hauptsächlich politisch Interessierte beteiligen. Damit würde nur ein kleiner Teil der Bürger seine Wünsche zum Ausdruck bringen. Diese Arbeit untersucht, inwieweit Wahlbeteiligung und Wahlbeteiligte an Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden tatsächlich Ausdruck einer direkten Demokratie sind.

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Bürgerentscheid der Hansestadt Lübeck zum Ausbau des Flughafens Lübeck-Blankensee im April 2010. Anhand dieses Beispiels soll ein Soll-Ist-Vergleich darstellen, welche Absichten der Gesetzgeber mit diesem Instrument der direkten Demokratie beabsichtigt und wie es in der Realität umgesetzt wird. Im Blickpunkt stehen die die rechtlichen Voraussetzungen, die Organisation durch die Bürger und die Verwaltung. Hinterfragt werden die vorgegebenen Quoren im Zusammenhang mit direkter Demokratie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Vorgehensweise

1.3 Fallbeispiel

2. Soll-Ist-Vergleich: Bürgerbegehren und Bürgerentscheide

2.1 Soll-Zustand: Gesetzlicher Rahmen, Ziele und Erwartungen

2.1 Ist-Zustand: Die Umsetzung in Lübeck durch Initiatoren und Verwaltung

2.3 Erklärung

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung direktdemokratischer Instrumente am Beispiel des Bürgerentscheids zum Lübecker Flughafen im April 2010. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Wahlbeteiligung und Wahlbeteiligte bei solchen Abstimmungen tatsächlich als Ausdruck einer lebendigen direkten Demokratie gewertet werden können oder ob sie durch politische und finanzielle Interessen verzerrt werden.

  • Rechtliche und theoretische Rahmenbedingungen für Bürgerbegehren in Deutschland.
  • Analyse der Akteurskonstellationen (Befürworter vs. Gegner) im Lübecker Fallbeispiel.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Informationsqualität und Kampagnenführung durch Interessengruppen.
  • Evaluation der Wahlbeteiligung und ihrer Repräsentativität für den Bürgerwillen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Fragestellung

Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sind Instrumente der direkten Demokratie und kommen seit den 1990er Jahren verstärkt auf kommunaler Ebene zum Einsatz. Im Zeitraum von 1956 bis 2007 waren es insgesamt 2.226 Bürgerentscheide in Deutschland mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 50 Prozent (Rehmet/Mittendorf: 2008). Die Durchführung eines Bürgerentscheids erfordert eine ausreichende Anzahl an Unterschriften in Form eines Bürgerbegehrens als Vorstufe. Initiiert werden können sie durch wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger. Unterstützung finden sie dabei häufig durch Interessengruppen wie Vereine, Verbände, Parteien oder die Kirche.

Hier ergibt sich ein erster Kritikpunkt, der annimmt, dass durch finanzstarke Unterstützer Ungleichheiten gegenüber finanziell weniger gut ausgestatteten Gruppen entstehen können. So könnten beispielsweise mehr Personen für eine Sache durch groß angelegte Kampagnen mobilisiert werden. Hieran schließt sich ein zweiter Kritikpunkt bezüglich der Wahlbeteiligung. Es bestehen Zweifel, ob die Wahlbeteiligung, insbesondere wenn sie niedrig ist, tatsächlich den Bürgerwillen darstellt und somit direkt demokratisch ist. Behauptet wird zudem, dass sich hauptsächlich politisch Interessierte beteiligen. Damit würde nur ein kleiner Teil der Bürger seine Wünsche zum Ausdruck bringen. Diese Arbeit untersucht, inwieweit Wahlbeteiligung und Wahlbeteiligte an Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden tatsächlich Ausdruck einer direkten Demokratie sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene, Darlegung der Forschungsfrage sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und des gewählten Fallbeispiels.

2. Soll-Ist-Vergleich: Bürgerbegehren und Bürgerentscheide: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Untersuchung der praktischen Umsetzung und der anschließenden inhaltlichen Erklärung der Ereignisse rund um den Bürgerentscheid in Lübeck.

3. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, Reflexion über die Akzeptanz und Nutzung direktdemokratischer Instrumente in der Kommunalpolitik sowie Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Bürgerentscheid, Bürgerbegehren, Kommunalpolitik, Wahlbeteiligung, Lübeck, Flughafen, Interessengruppen, Plebiszit, politische Partizipation, Bürgerwille, Verwaltung, Gemeinwohl, Lobbyismus, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Funktionsweise und Problematiken von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in Deutschland anhand eines konkreten kommunalpolitischen Beispiels.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die rechtlichen Vorgaben für direkte Demokratie, die Rolle von Interessengruppen und die Wirksamkeit von Bürgerbeteiligung in der Kommunalverwaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, ob die bei Bürgerentscheiden festgestellte Wahlbeteiligung tatsächlich als authentischer Ausdruck direkter Demokratie oder als Resultat von Lobbyismus und Interessenpolitik zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird ein Soll-Ist-Vergleich angewandt, der gesetzliche Rahmenbedingungen mit der realen Durchführung eines spezifischen Bürgerentscheids gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Fall des Lübecker Flughafens, die verschiedenen Positionen der beteiligten Parteien und Verbände sowie die Informationsvermittlung durch die Verwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Bürgerentscheid, direkte Demokratie, Wahlbeteiligung, Partizipation und kommunale Verwaltung.

Wie wirkte sich die finanzielle Ausstattung der Gruppen im Lübecker Fall aus?

Die Arbeit zeigt auf, dass Akteure mit stärkerer finanzieller Lobby, etwa aus der Wirtschaft, ihre Argumente schneller und flächendeckender verbreiten konnten als finanzschwächere Initiativen.

Welche Rolle spielten die Informationen der Verwaltung für die Bürger?

Die Autorin stellt fest, dass die offiziellen Informationen der Verwaltung oft zu komplex waren und die Bürger daher dazu neigten, ihre Entscheidung eher auf emotionaler Ebene oder aufgrund kurzfristiger Interessen zu treffen.

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Details

Title
Direkte Demokratie in Lübeck
Subtitle
Bürgerbegehren und Bürgerentscheide
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Sonja Grunwald (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V194963
ISBN (eBook)
9783656204763
ISBN (Book)
9783656206538
Language
German
Tags
Wahlbeteiligung Lübecker Flughafen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Grunwald (Author), 2012, Direkte Demokratie in Lübeck, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194963
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