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Die Kopftuchdebatte in Deutschland – religiöse Überzeugung oder familiäre Zwänge?

Title: Die Kopftuchdebatte in Deutschland – religiöse Überzeugung oder familiäre Zwänge?

Term Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martina Bösel (Author)

Sociology - Religion

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Das zweite Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Kopftuchs für muslimische Frauen. Es ist unterteilt in „die religiöse Sichtweise“ und die „außerreligiöse Bedeutungen und Funktionen der Kopfbedeckung“. Mit dem zweiten Punkt soll gezeigt werden, dass das Kopftuch durchaus andere Gründe als die der Religion haben kann, ohne gleich politischen Charakter einzunehmen.
Im dritten Kapitel gehe ich auf das politische Symbol des Kopftuches ein. Das darauffolgende Kapitel behandelt die Stellung des islamischen Mannes in der Debatte ums Kopftuch. In Kapitel 5 rückt die Situation der muslimischen Frau in Deutschland in den Fokus. Die Interviews und eine Stellungnahme zu den Äußerungen finden in Abschnitt 6 ihren Platz. Abschließen möchte ich meine Arbeit mit ein paar eigenen Gedankengängen und einem Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Kopftuchs für muslimische Frauen

2.1. Die religiöse Sichtweise auf das Kopftuch

2.2. Außerreligiöse Bedeutungen und Funktionen der Kopfbedeckung

3. Das Kopftuch als politisches Symbol

4. Die Stellung des islamischen Mannes in der Kopftuchdebatte

5. Die Situation der muslimischen Frau in Deutschland

6. Interviews und Stellungnahme

7. Eigene Gedankengänge und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe muslimischer Frauen für das Tragen eines Kopftuchs in der heutigen deutschen Gesellschaft, wobei sie kritisch hinterfragt, ob es sich dabei primär um religiöse Überzeugung, kulturelle Identität oder gesellschaftlichen Zwang handelt.

  • Religiöse Legitimation des Kopftuchs im Islam und im Koran.
  • Außerreligiöse Funktionen des Kopftuchs als Identitätssymbol.
  • Die Wahrnehmung des Kopftuchs als politisches Symbol in der westlichen Welt.
  • Die Rolle und Stellung des Mannes innerhalb der Kopftuchdebatte.
  • Herausforderungen muslimischer Frauen in Deutschland im Spannungsfeld zweier Kulturen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die religiöse Sichtweise auf das Kopftuch

Viele Frauen tragen das Kopftuch aus religiösen Gründen. Für sie steht es gar nicht zur Debatte, sich von ihrer Kopfbedeckung zu trennen. Die Antwort dieser Frauen ist ganz einfach: „Mein Glauben schreibt mir das Tragen einer Bedeckung des Hauptes vor, also halte ich mich daran“. Dies dürfte wohl die einleuchtenste Begründung sein. Doch woher genau kommen diese Vorschriften und was verbirgt sich hinter den Aufrufen im Koran?

Im Koran gibt es genau 5 Verse, die das Tragen eines Kopftuches erwähnen (Pape 2005: 15). Der jeweilige Aufruf zum Tragen einer Kopfbedeckung ist immer in einem bestimmten Kontext zu lesen. Sure 33, Vers 59 beispielsweise ruft die Frauen dazu auf, ihren Kopf zu bedecken, sobald sie das Haus verlassen, um so besser als ehrbare Frauen erkannt zu werden.

„Sag Prophet, deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten), sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden.“

Der Ursprung dieses Verses liegt darin, dass die Männer um Mohammed herum, dessen Frauen nicht von Sklavinnen unterscheiden konnten. Letztere galten zu dieser Zeit als „Freiwild“. Mit dem Schleier wollten sie nun erreichen, dass man die ehrbaren Frauen von den Sklavinnen unterscheiden kann, um sie so vor männlichen Übergriffen zu schützen (Oestreich 2004: 16, Pape 2005: 17). Hinter diesem Vers verbirgt sich also zum einen der Schutz vor männlichen Übergriffen, als auch die Unterscheidung von Gläubigen und Nichtgläubigen (Pape 2005: 16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Kopftuchdebatte als spannungsgeladenes Thema der westlichen Welt dar und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Die Bedeutung des Kopftuchs für muslimische Frauen: Dieses Kapitel analysiert sowohl die religiösen Begründungen aus dem Koran als auch die vielfältigen persönlichen und kulturellen Motive für das Tragen eines Kopftuchs.

3. Das Kopftuch als politisches Symbol: Der Abschnitt beleuchtet, wie das Kopftuch in der westlichen Gesellschaft oft als politisches Instrument oder Zeichen der Unterdrückung wahrgenommen und instrumentalisiert wird.

4. Die Stellung des islamischen Mannes in der Kopftuchdebatte: Hier wird untersucht, inwieweit das patriarchale Machtverhältnis die Wahrnehmung und Durchsetzung von Kleidungsvorschriften beeinflusst und wie dies dem eigentlichen Geiste des Glaubens widerspricht.

5. Die Situation der muslimischen Frau in Deutschland: Dieses Kapitel thematisiert die alltäglichen Hürden, Diskriminierungen und den kulturellen Identitätskonflikt, mit denen muslimische Frauen in Deutschland konfrontiert sind.

6. Interviews und Stellungnahme: Die Autorin präsentiert Auswertungen von Kurzinterviews mit muslimischen Frauen, die unterschiedliche Perspektiven zum Thema Kopftuch aufzeigen.

7. Eigene Gedankengänge und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass die Entscheidung für das Kopftuch meist individuell und freiwillig getroffen wird und westliche Pauschalisierungen oft an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbeigehen.

Schlüsselwörter

Kopftuch, Islam, muslimische Frauen, Kopftuchdebatte, religiöse Pflicht, Integration, kulturelle Identität, Unterdrückung, Koran, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Emanzipation, Kopftuchstreit, muslimische Männer, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der vielschichtigen Debatte um das Kopftuch muslimischer Frauen in Deutschland und hinterfragt die Ursachen für dessen Tragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die religiöse Deutung im Koran, die soziokulturelle Bedeutung des Kopftuchs, die Auswirkungen auf die Identität der Frauen sowie die öffentliche Wahrnehmung als politisches Symbol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein differenzierteres Bild der Beweggründe zu zeichnen und zu klären, ob das Tragen des Kopftuchs primär durch persönlichen Glauben oder externen Zwang begründet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse mit einer kleinen, qualitativen Untersuchung in Form von schriftlichen Kurzinterviews mit muslimischen Frauen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der religiösen und außerreligiösen Bedeutung, die Analyse als politisches Symbol, die Rolle des Mannes sowie die konkrete Lebenssituation muslimischer Frauen in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Kopftuch, Islam, religiöse Pflicht, Integration, Identität und die Abgrenzung zwischen freier Entscheidung und gesellschaftlichem Zwang.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Mannes in der Kopftuchdebatte?

Die Autorin kritisiert patriarchale Machtstrukturen, stellt jedoch fest, dass die pauschale Verurteilung aller muslimischen Männer als „Barbaren“ der heutigen Realität nicht mehr gerecht wird.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin im Fazit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die meisten muslimischen Frauen in Deutschland das Kopftuch aus Überzeugung und eigener Entscheidung tragen und die öffentliche Debatte oft auf veralteten oder externen Vorurteilen basiert.

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Details

Title
Die Kopftuchdebatte in Deutschland – religiöse Überzeugung oder familiäre Zwänge?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Martina Bösel (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V194840
ISBN (eBook)
9783656201281
ISBN (Book)
9783656202295
Language
German
Tags
kopftuchdebatte deutschland überzeugung zwänge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Bösel (Author), 2010, Die Kopftuchdebatte in Deutschland – religiöse Überzeugung oder familiäre Zwänge?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194840
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