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Diesseits und jenseits der Grenzen der Sprache

Vom Unsinn in Wittgensteins Traktat

Title: Diesseits und jenseits der Grenzen der Sprache

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Heusinger von Waldegge (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

Im Vorwort zu den „Philosophischen Untersuchungen“ wirft Wittgenstein seinem Tractatus logico-philosophicus „schwere Irrtümer“ vor . Trotzdem gehört die „logisch-philosophische Abhandlung“, als die „große Kritik der abendländischen Logik“ , zu den wichtigsten Werken der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Das Werk fasziniert gleichermaßen durch Einfachheit und Komplexität. Wittgenstein „bleibt auf Distanz und fordert dazu auf, selbst nachzudenken. Nichts, was er schreibt ist mundgerecht. Vieles erscheint sperrig, wird aber durch die eigene Arbeit an seinen Texten rasch verständlich. Manches erscheint leicht und klar, erweist sich aber als schwer. Aus beiden Gründen können wir von seinen Büchern mehr lernen als aus den meisten Lehrbüchern der Philosophie“ . Es gibt viele unterschiedliche Ansätze den Tractatus zu lesen. Erik Stenius z.B. schreibt im Vorwort zu seinem Kommentar des Tractatus, wie er selbst Wittgensteins Sätze einteilt: Sätze die er zu verstehen glaubt und seines Erachtens richtig sind, Sätze die er zu verstehen glaubt und seines Erachtens falsch sind, Sätze die er nicht versteht und daher unfähig ist ihren Wert einzuschätzen und Sätze die verständlich erscheinen jedoch einen unbestimmten und dunklen Eindruck machen . Treffender kann man es, wie ich finde, nicht formulieren. Diese Arbeit hat sich zur Aufgabe gemacht den Wittgensteinschen Begriff des „Unsinns“ zu untersuchen, also darzulegen, was Wittgenstein unter „Unsinn“ versteht und was einen „unsinnigen“ bzw. „sinnvollen“ Satz charakterisiert.

Ich werde wie folgt vorgehen: Zunächst, nachdem ich den Autor und sein Werk kurz vorgestellt habe, werde ich die Intention des Tractatus darlegen, um mich dann mit der zugrunde gelegten Auffassung von Sprache zu beschäftigen. Hierbei soll deutlich werden, was für Charakteristika einen „sinnvollen“ und damit, ex negativo, einen „unsinnigen“ Satz kennzeichnen. Daraufhin werde ich zusammenfassend den Begriff des „Unsinns“ erläutern. Im letzten Abschnitt soll geklärt werden, warum die Sätze des Tractatus selber „unsinnig“ sind, und warum sie trotzdem ihre Berechtigung haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Leben und Werk Wittgensteins

3.) Tractatus logico-philosophicus

4.) Die Grenzen der Sprache

4.1) Die Intention des Tractatus

4.2) Die Grenzen der Sprache

4.3) Sagen und Zeigen

4.4) Unsinn

4.5) Reductio ad absurdum

5.) Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung des Wittgensteinschen Begriffs des „Unsinns“ im Kontext seines Hauptwerkes, des Tractatus logico-philosophicus. Ziel ist es, die spezifische Auffassung von Sprache darzulegen, die Grenze zwischen sinnvoller und unsinniger Rede zu bestimmen und zu erklären, warum die Sätze des Tractatus selbst als „unsinnig“ eingestuft werden, dabei jedoch ihre philosophische Berechtigung behalten.

  • Biographische Einordnung von Ludwig Wittgenstein
  • Strukturelle Analyse des Tractatus logico-philosophicus
  • Die Bildtheorie als Grundlage der Sprachauffassung
  • Die Unterscheidung zwischen Sagen und Zeigen
  • Die Bedeutung von Unsinn und logischer Syntax
  • Die Reflexion über die „Leiter“ der philosophischen Erkenntnis

Auszug aus dem Buch

4.2) Die Grenzen der Sprache

Wittgensteins Auffassung von Sprache zeigt sich in seiner Bildtheorie, welcher dementsprechend die zentrale Rolle im Tractatus zukommt. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf dieses komplexe Thema eingehen, doch ist es notwendig ihre Hauptaussage kurz zu skizzieren:

Wittgensteins „Theorie der logischen Abbildung“ (TB S. 106) behauptet, dass „das Wesen eines Gedanken bzw. Satzes [darin besteht], die Wirklichkeit abzubilden, indem er eine mögliche Sachlage, d.h. eine Möglichkeit des Bestehens und Nichtbestehens von Sachverhalten darstellt“20. Gedanken und Sätze sind bipolar, d.h. sie sind entweder wahr (wenn sich etwas so verhält wie wir denken oder sagen) oder falsch (wenn sich etwas nicht so verhält wie wir denken oder sagen)21. Das Bild ist also ein Modell der Wirklichkeit, und die Gegenstände und Sachverhalte der Wirklichkeit werden im Satz bzw. Gedanken durch Zeichen vertreten (TLP 2.1512; TLP 4.0312). Da „das logische Bild der Tatsachen“, „der sinnvolle Satz“ und „der Gedanke“ äquivalent sind (TLP 3; TLP 4), zieht Wittgenstein den notwendigen Schluss: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“ (TLP 5.6).

Ein, nach Wittgenstein, sinnvoller Satz orientiert sich an den drei folgenden Kriterien:

(1) Die logische Konsequenz der Bildtheorie ist, dass man sich nur empirisch bzw. durch Induktion ein „Bild der Welt“ machen kann, da Sätze dem „abbildendem Prinzip“ gerecht werden müssen. „Für Wittgensteins transzendentalen Lingualismus fällt das, was jenseits der Grenze des Erfahrbaren liegt, zusammen mit dem, was in einer sinnvollen Sprache nicht mehr beschreibbar ist. Metaphysische Aussagen drücken nicht wie bei Kant problematische oder unbeweisbare Gedanken aus, sondern sie drücken überhaupt keine Gedanken aus; sie sind unsinnige sprachliche Gebilde. Die Grenze zwischen dem Erfahrbaren und Unerfahrbaren fällt zusammen mit der Grenze zwischen Sinn und Unsinn“22. Wittgenstein selbst schreibt, dass Sätze nichts „Höheres“ ausdrücken können („Alle Sätze sind gleichwertig“ (TLP 6.4)) und dass es z.B. keine Sätze der Ethik geben kann (TLP 6.42; 6.421).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk und die Fragestellung ein, den Wittgensteinschen Begriff des „Unsinns“ sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit zu untersuchen.

2.) Leben und Werk Wittgensteins: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Ludwig Wittgensteins Lebensweg, seine akademische Ausbildung und die Entstehung seiner Schriften.

3.) Tractatus logico-philosophicus: Hier wird der formale Aufbau des Tractatus erläutert, insbesondere die aphoristische Struktur und die Gliederung nach logischen Themenfeldern.

4.) Die Grenzen der Sprache: Dieser Hauptteil analysiert Wittgensteins Sprachkritik, die Theorie der logischen Abbildung sowie die Differenzierung zwischen sinnvoller Rede und Unsinn.

4.1) Die Intention des Tractatus: Dieses Unterkapitel legt dar, wie Wittgenstein durch eine klare Sprachabgrenzung legitime von illegitimer Spekulation unterscheiden wollte.

4.2) Die Grenzen der Sprache: Hier wird die Bildtheorie als zentrales Konzept zur Bestimmung der Weltgrenzen durch Sprachgrenzen skizziert.

4.3) Sagen und Zeigen: Die Untersuchung der essenziellen Unterscheidung, was durch Sprache direkt gesagt und was lediglich durch die Struktur der Sprache gezeigt werden kann.

4.4) Unsinn: Dieses Kapitel definiert den Wittgensteinschen Begriff des Unsinns als Ausdruck von Bedeutungslosigkeit bei Überschreitung logischer Voraussetzungen.

4.5) Reductio ad absurdum: Hier wird die paradoxe Schlussfolgerung analysiert, dass die eigenen Sätze des Tractatus als „unsinnig“ überwunden werden müssen.

5.) Resümee: Die Zusammenfassung der Arbeit reflektiert die Schwierigkeiten bei der Interpretation des Tractatus und bekräftigt den persönlichen Ansatz zum Verständnis der Wittgensteinschen Termini.

Schlüsselwörter

Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Sprachkritik, Unsinn, Sagen und Zeigen, Bildtheorie, logische Syntax, logische Form, Metaphysik, Philosophie als Tätigkeit, logische Abbildung, Scheinsätze, Ethik, Weltbild, Sprachgrenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Begriff des „Unsinns“ in Ludwig Wittgensteins Frühwerk, dem Tractatus logico-philosophicus, und analysiert, wie dieser Begriff zur Abgrenzung von sinnvoller Sprache eingesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bildtheorie, die strikte logische Syntax, die Unterscheidung zwischen dem, was gesagt werden kann, und dem, was sich nur zeigen lässt, sowie die Einordnung der Metaphysik als unsinnig.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Wesen des „sinnvollen Satzes“ zu klären und darzulegen, warum Wittgenstein das gesamte philosophische Unterfangen des Tractatus selbst als „unsinnig“ bezeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine sprachkritische Untersuchung der zentralen Thesen des Tractatus, wobei die Autoren- und Werkvorstellung mit einer interpretativen Analyse der logischen Struktur verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Intention des Werkes, die Bildtheorie, die Abgrenzung durch „Sagen und Zeigen“, die Definition des Unsinns sowie die „Reductio ad absurdum“ als methodische Schlussfolgerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Sprachkritik, Bildtheorie, Unsinn, logische Form und die Abgrenzung von Sagen und Zeigen charakterisiert.

Warum bezeichnet Wittgenstein seine eigenen Sätze als „unsinnig“?

Da diese Sätze formale Begriffe verwenden, die eigentlich außerhalb der logischen Abbildbarkeit liegen, fungieren sie lediglich als Leiter, die man nach dem Aufstieg wegwerfen muss, um die Welt richtig zu sehen.

Welche Rolle spielt die „Bildtheorie“ bei der Bestimmung von Sinn?

Die Bildtheorie besagt, dass ein Satz nur dann sinnvoll ist, wenn er eine mögliche Sachlage der Wirklichkeit abbildet; fehlen diese logischen Voraussetzungen, wird der Satz als unsinnig eingestuft.

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Details

Title
Diesseits und jenseits der Grenzen der Sprache
Subtitle
Vom Unsinn in Wittgensteins Traktat
College
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Course
Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus
Grade
1,0
Author
Florian Heusinger von Waldegge (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V194792
ISBN (eBook)
9783656203322
ISBN (Book)
9783656204268
Language
German
Tags
diesseits grenzen sprache unsinn wittgensteins traktat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Heusinger von Waldegge (Author), 2005, Diesseits und jenseits der Grenzen der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194792
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