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Sozialstrukturanalysen und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Title: Sozialstrukturanalysen und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Seminar Paper , 2012 , 25 Pages

Autor:in: Tina Kern (Author)

Pedagogy - Adult Education

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Summary Excerpt Details

Bildung gewinnt im heutigen gesellschaftlichen Kontext mehr und mehr an Bedeutung. War Bildung früher noch ein Privileg was nur wenigen zu Teil wurde, ist sie heute fest in Institutionen eingebunden und damit auch prägend für die Biographie eines jeden Individuums in unserer Gesellschaft. Die Bezeichnung des modernen, postindustriellen Zeitalters als „Wissensgesellschaft“ spiegelt genau diese Entwicklung wieder. Je wichtiger der Stellenwert der Bildung ist, desto größer werden auch die Anforderung, die an die einzelnen Gesellschaftsmitglieder gestellt werden, um ein funktionierendes Glied der Wissensgesellschaft zu sein. Selbst wenn Bildung heute teilweise jedem zugänglich ist, gibt es trotzdem innerhalb des Bildungssystems große Differenzen bezüglich des Bildungsgrades der einzelnen Individuen und der hiermit einhergehenden sozialen Anerkennung - vor allem hinsichtlich bestimmter Bildungszweige. Bildung stellt somit eine Ressource dar, die zwar faktisch jedem Mitglied zur Verfügung steht, dies jedoch in unterschiedlichem Maße. Aufgrund dieser ungleichen Verteilung, besteht en suite nach wie vor eine Privilegierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. Die Aneignung und Weiterentwicklung von Bildung, beziehungsweise von Wissen ist demzufolge zu einem zentralen Element der Wissensgesellschaft geworden, wobei insbesondere das allgemeinhin anerkannte Schlagwort des ‚Lebenslangen Lernens‘ diesen Paradigmenwechsel wiederspiegelt.
Doch obwohl Institutionen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung diesbezüglich einen besonderen sozialen Stellenwert haben, werden die Bildungsangebote nicht entsprechend von der Bevölkerung genutzt. Eine wichtige Aufgabe der Bildungsarbeit ist es daher zu ermitteln, wer sich an den Weiterbildungsangeboten beteiligt und wer nicht, um somit sozialproblematische Konstellationen zu identifizieren, welche als relevant für die teils mangelhafte Reichweite unseres Weiterbildungssystems erachtet werden können. Denn es ist in einem Sozialstaat Aufgabe der Politik und somit des Bildungswesens, möglichst alle Gesellschaftsmitglieder in das ‚Wissens-Boot‘ zu holen, um ihnen die Partizipation an der (Wissens-)Gesellschaft zu ermöglichen und somit letztendlich auch erst deren Funktionieren zu gewährleisten. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, bezieht sich die Weiterbildungsforschung seit geraumer Zeit auf diverse Sozialstrukturanalysen...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Umbrüche: Die Bildungsexpansion als Reaktion auf den Wandel der Wirtschaft und der Erwerbsstruktur

3. Die neuen sozialen Ungleichheiten: Die ungleich verteilte ‚Ressource Bildung‘

3.1 Wie sind soziale Ungleichheiten definiert?

3.2 Die Auswirkungen auf das Bildungswesen

4. Zielgruppenarbeit – der Versuch bildungsferne Schichten zu erreichen

5. Sozialstrukturanalyse Deutschlands: Schichtungskonzepte und Klassenmodelle

6. Sozialstrukturanalyse Deutschlands und ihr Gehalt für die Erwachsenenbildung

6.1 Ulrich Beck: „Individualisierungsthese“

6.2 Der Bedarf an neuen Konzepten zur Strukturierung der Gesellschaft

6.3 Pierre Bourdieu – „Die feinen Unterschiede“

6.4 Das moderne Konzept der Lebensstilforschung und der sozialen Milieus

7. Das „SINUS-Milieu-Modell“

7.1 Die „Freiburger Studie“

7.2 Resultat der Studie

8. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz von Sozialstrukturanalysen für die Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Ziel ist es aufzuzeigen, wie soziologische Erkenntnisse über gesellschaftliche Schichtung, Klassenmodelle und Milieus genutzt werden können, um Bildungsbarrieren zu verstehen, Zielgruppen effektiver anzusprechen und die makrodidaktische Programmplanung in einer Wissensgesellschaft fundiert zu gestalten.

  • Historische Entwicklung der Bildungsexpansion und ihr Zusammenhang mit Wirtschaftsstrukturen.
  • Analyse sozialer Ungleichheiten und der damit verbundenen Bildungsbenachteiligung.
  • Bedeutung der Zielgruppenforschung zur Erreichung bildungsferner Schichten.
  • Diskussion theoretischer Ansätze: Individualisierungsthese nach Beck und Habitus-Theorie nach Bourdieu.
  • Praktische Anwendung von Lebensstil- und Milieumodellen (insb. SINUS und Freiburger Studie) für die Weiterbildungspraxis.

Auszug aus dem Buch

6.3 Pierre Bourdieu – „Die feinen Unterschiede“

Ausgangspunkt Bourdieus Theorie ist, dass er annimmt, dass alle Handlungen von Individuen darauf ausgerichtet sind, auch wenn sie nicht zweckrational oder gar bewusst ablaufen, den materiellen und symbolischen Gewinn zu maximieren. Aufgrund dieses Postulats versteht er die differenzierten Lebensstile und das pluralistische Bild der Massengesellschaft als Ausdruck der einzelnen Gruppen, in ihrem antagonistischen Verhältnis zueinander, in einem sozialen Wettbewerb um Macht und Einfluss.

Bourdieu gibt an, dass die einzelnen Individuen im „sozialen Raum“ verortet sind. Die Besonderheit dabei ist, dass er von einem „zweidimensionalen sozialen Raum“ ausgeht – also die Positionen der Subjekte nicht nur auf die jeweilige ökonomische Lage zurückzuführen ist, die er mit dem Begriff des „ökonomischen Kapitals“ beschreibt, sondern auch auf subjektive Faktoren: wie milieuspezifisch erworbenes Wissen, Kompetenzen, Werthaltungen und Geschmackspräferenzen.

Diese Komponente beschreibt er mit dem Begriff des „kulturellen Kapitals“ und er teilt diesen nochmals in drei Unterkategorien ein: „inkorporiertes Kapital“, welches das angeeignete und verinnerlichte Wissen darstellt; „objektiviertes Kapital“, welches sich am ehesten mit dem Besitz von Büchern, Bildern und anderen kulturellen Objekten beschreiben lässt; und „institutionalisiertes Kapital“, welches Bourdieu anhand des Besitzes von Bildungstiteln definiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Bildung als Ressource in der Wissensgesellschaft und Vorstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der Weiterbildungsbeteiligung.

2. Soziale Umbrüche: Die Bildungsexpansion als Reaktion auf den Wandel der Wirtschaft und der Erwerbsstruktur: Analyse der historischen Entwicklung des Bildungswesens seit 1950 in Korrelation zu wirtschaftlichen Modernisierungsprozessen.

3. Die neuen sozialen Ungleichheiten: Die ungleich verteilte ‚Ressource Bildung‘: Erläuterung der Definition sozialer Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Chancengleichheit innerhalb des Bildungssystems.

4. Zielgruppenarbeit – der Versuch bildungsferne Schichten zu erreichen: Diskussion der Adressatenforschung als Instrument, um soziale und bildungsmäßige Benachteiligungen gezielt anzugehen.

5. Sozialstrukturanalyse Deutschlands: Schichtungskonzepte und Klassenmodelle: Überblick über klassische soziologische Modelle zur Strukturierung der Gesellschaft und deren Bedeutung für die Bildungsarbeit.

6. Sozialstrukturanalyse Deutschlands und ihr Gehalt für die Erwachsenenbildung: Diskussion moderner Ansätze wie Individualisierungsthesen und Habitustheorien sowie deren Beitrag zum Verständnis milieuspezifischen Bildungsverhaltens.

7. Das „SINUS-Milieu-Modell“: Darstellung des SINUS-Modells und der Freiburger Studie als Werkzeuge für eine marktorientierte Zielgruppenansprache.

8. Persönliches Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle der Sozialstrukturanalyse für die zukünftige Gestaltung einer interdisziplinär ausgerichteten Bildungsforschung.

Schlüsselwörter

Sozialstrukturanalyse, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Bildungsexpansion, soziale Ungleichheit, Zielgruppenarbeit, Wissensgesellschaft, Habitus, Pierre Bourdieu, Lebensstilforschung, soziale Milieus, SINUS-Modell, Freiburger Studie, Bildungsbenachteiligung, Bildungsbarrieren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Sozialstrukturanalysen für die Erwachsenenbildung. Sie untersucht, wie soziologische Modelle dazu beitragen können, Bildungsbeteiligung zu verstehen und Angebote gezielter an verschiedene gesellschaftliche Gruppen anzupassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Bildungsexpansion, soziale Ungleichheitsstrukturen, die Entwicklung der Zielgruppenarbeit sowie die Anwendung soziologischer Theorien (wie von Beck und Bourdieu) auf die Weiterbildungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Relevanz soziologischer Instrumentarien für die makrodidaktische Programmplanung in der Erwachsenenbildung aufzuzeigen und Strategien zu diskutieren, wie auch bildungsferne Schichten besser erreicht werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer und bildungswissenschaftlicher Grundlagen sowie der Aufarbeitung empirischer Studien, insbesondere des SINUS-Milieu-Modells und der „Freiburger Studie“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel der Gesellschaft und des Bildungssystems, diskutiert Schicht- und Klassenmodelle sowie moderne Ansätze der Milieuforschung und deren praktischen Nutzen für Weiterbildungseinrichtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialstrukturanalyse, Wissensgesellschaft, Bildungsbenachteiligung, Zielgruppenarbeit, Habitus und soziale Milieus.

Welchen Stellenwert nimmt Pierre Bourdieus Theorie in der Arbeit ein?

Die Arbeit nutzt Bourdieus Konzept des „Habitus“ und der Kapitalformen, um zu erklären, warum Bildungsbenachteiligungen über Generationen hinweg reproduziert werden und warum Menschen aus bildungsfernen Milieus oft Barrieren beim Zugang zur Weiterbildung erleben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Weiterbildung im Wettbewerb?

Die Autorin stellt fest, dass Weiterbildungseinrichtungen heute unter hohem Marktdruck stehen. Dies führe dazu, dass neben inhaltlicher Qualität zunehmend „Lifestyle-Benefits“ und eine angenehme Atmosphäre entscheidend für die Kurswahl der Teilnehmenden werden.

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Details

Title
Sozialstrukturanalysen und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung
College
University of Tubingen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Organisation und Management in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung
Author
Tina Kern (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V194684
ISBN (eBook)
9783656201144
ISBN (Book)
9783656202561
Language
German
Tags
Erwachsenenbildung Weiterbildung Soziale Milieus Sinus Milieus Programmol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Kern (Author), 2012, Sozialstrukturanalysen und ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194684
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