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Die Internationale Bauausstellung Berlin 1957 im Kontext ihrer Zeit und heute

Politische Ideologien im architektonischen Duell

Title: Die Internationale Bauausstellung Berlin 1957 im Kontext ihrer Zeit und heute

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Peter Liptau (Author)

Art - Architecture / History of Construction

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Summary Excerpt Details

Das Hansaviertel, dessen Wiederaufbau die Interbau 1957 zu ihrem Programm machte, ist bis heute ein bekanntes Beispiel für den Gebrauch von Architektur und Stadtplanung zur Repräsentation politischer Ideologien; insbesondere dadurch, dass es sich hierbei um eine Art architektonische Reaktion auf den Bau der Stalinallee (ab 1961 Karl-Marx-Allee) in Ost-Berlin handelt.
In keiner anderen Stadt der Welt können gesellschaftliche Brüche und politische Konfrontationen auf einem solch engen geographischen Gebiet und in einer derartigen Dimension abgelesen werden wie in Berlin. Die Konfrontation der beiden gegensätzlichen Gesellschaftssysteme nach 1945 führte hier in einem hohen Maße zu einem Wettstreit von Architektur und Städtebau.
Ziel dieses Essays soll es sein, einen Blick auf die Zeitgeschichte der Interbau 57 zu werfen. Zuvor soll allerdings ein Überblick über die politische Situation der Zeit und das zuvor realisierte Projekt der Stalinallee in Ost-Berlin gegeben werden. Besonders die Repräsentation politischer Ziele soll in diesem Zusammenhang behandelt werden. Wichtig hierbei ist auch ein Blick auf den Kontext, und die Entstehungsgeschichte und die Realisierung des neuen Hansaviertels.
Des Weiteren soll hier auch ein Blick auf die Geschichte des Hansaviertels nach der Bauausstellung geworfen werden, insbesondere auf die momentanen Bestrebungen das Hansaviertel gemeinsam mit der Stalinallee in die Liste der Welterbestätten der UNESCO aufzunehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeitkontext

3. Stalinallee

4. Hansaviertel

4.1 Vorgeschichte

4.2 Intentionen der Interbau 1957

4.3 Bebauung des Neuen Hansaviertels

4.4 Die Bauausstellung selbst

5. Weitere Geschichte von Stalinallee und Hansaviertel

6. Schluss

7. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die städtebauliche und politische Bedeutung der Internationalen Bauausstellung (Interbau) 1957 in Berlin als architektonische Antwort auf die Stalinallee in Ost-Berlin und beleuchtet deren Rolle als Symbol für zwei gegensätzliche gesellschaftliche Systeme.

  • Politische Instrumentalisierung von Architektur und Stadtplanung
  • Vergleich zwischen dem sozialistischen Klassizismus der Stalinallee und der Moderne des Hansaviertels
  • Entstehungsgeschichte, Finanzierung und Realisierung des Neuen Hansaviertels
  • Die Rolle internationaler Architekten beim Aufbau des Hansaviertels
  • Nachkriegsgeschichte und heutige Bemühungen um den Status als UNESCO-Welterbe

Auszug aus dem Buch

4.2. Intentionen der Interbau 1957

Folgt man der reichhaltigen Literatur über die Interbau 1957, so war die wichtigste Intention der Bauausstellung, eine Überlegenheit in technischen wie freiheitlichen Gedanken gegenüber dem Osten zu zeigen. Mit stilistischen Mitteln wurde hier angestrebt, ein deutliches Zeichen zu setzen, dass die Bundesrepublik ein freiheitliches Weltverständnis repräsentiert. Auch die Abkehr von traditionellen Bauformen sollte eine deutliche Abkehr zur nationalsozialistischen Architektur darstellen.

Im Zeitgeist galt der Naturzustand als Synonym für Freiheit. Große Grünanlagen, aufgelockerte Baukörperanordnung, polygonale, runde und fließende Formen galten als Annäherung an jenen Naturzustand. Beispielsweise war das Verhältnis von Wohnbauten und Grünflächen vor der Zerstörung des Hansaviertels hier 1:1,5, während es im Neuen Hansaviertel bis heute 1:5,5 beträgt. Wichtig für die Bebauung und die Gesellschaft wurde auch erachtet, dass keine geographische Trennung von Arbeitern und wohlhabenderen Familien oder alleinstehenden Personen anstrebte. Ganz im Gegensatz zur Stalinallee, deren Wohnungen ausschließlich für Arbeiter angedacht waren („Arbeiter-Paläste“), sollten im Hansaviertel Menschen und Familien aller Schichten, jeden Alters und jeder Familienkonstellation in einem Stadtquartier zusammenwohnen.

Das Hansaviertel bekam sehr schnell den Beinamen „Fenster zur Freiheit“. Denn wie ein Fenster einen Blick auf einen Ausschnitt eines bestimmten Panoramas ermöglicht, sollte das Hansaviertel repräsentativ einen Blick auf die gesamte westliche, freiheitliche Welt zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Hansaviertel als architektonische Reaktion auf die Stalinallee und führt in die politische Dimension der Bauausstellung ein.

2. Zeitkontext: Dieses Kapitel erläutert die politisch gespaltene Ausgangslage des Nachkriegsberlins und den Wettstreit der Ideologien im Städtebau.

3. Stalinallee: Es wird die Entstehung der als „sozialistische Straße“ geplanten Stalinallee unter Einfluss sowjetischer Vorbilder und klassizistischer Architektur beschrieben.

4. Hansaviertel: Dieser Hauptteil behandelt die Planung, die Finanzierung durch Marshallplan-Mittel sowie die ästhetischen und sozialen Ziele der Interbau 1957.

5. Weitere Geschichte von Stalinallee und Hansaviertel: Das Kapitel reflektiert die langfristige Rezeption, die Entwicklung der Bewohnerstruktur und die spätere Denkmalpflege beider Projekte.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der gemeinsamen Bedeutung beider Projekte für die deutsch-deutsche Geschichte und die Bemühungen um ein gemeinsames Erbe.

7. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur, Kataloge und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Interbau 1957, Hansaviertel, Stalinallee, Stadtplanung, Nachkriegsmoderne, Berliner Bauausstellung, Architektur der DDR, West-Berlin, Kalter Krieg, Städtebau, Denkmalpflege, Karl-Marx-Allee, Politische Ideologie, Internationale Moderne, Urbanistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Interbau 1957 als architektonisches und politisches Gegenprojekt zur Stalinallee in Ost-Berlin.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind der architektonische Systemwettbewerb, die städtebauliche Philosophie der Nachkriegszeit sowie die historische Entwicklung dieser zwei bedeutenden Berliner Bauprojekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle des Hansaviertels als „Fenster zur Freiheit“ und dessen bewusste Abgrenzung zum sozialistischen Städtebau der DDR herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine baugeschichtliche und historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und städtebaulichen Plänen basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Entstehungsgeschichte des Hansaviertels, die internationalen Architekten-Beiträge sowie die detaillierte Bebauungsplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk am besten?

Wesentliche Begriffe sind Interbau 1957, Systemkonflikt, Berliner Städtebau und Architekturgeschichte.

Warum wurde das Hansaviertel als „Fenster zur Freiheit“ bezeichnet?

Dieser Begriff entstand, weil das Viertel durch moderne, offene Architektur und eine Auflockerung der Bebauung ein westlich-freiheitliches Lebensgefühl vermitteln sollte.

Wie unterscheidet sich die städtebauliche Philosophie von Stalinallee und Hansaviertel?

Die Stalinallee setzte auf Monumentalität und klassizistische Repräsentation, während das Hansaviertel eine aufgelockerte, moderne „Stadtlandschaft“ mit funktionalen Grundrissen forcierte.

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Details

Title
Die Internationale Bauausstellung Berlin 1957 im Kontext ihrer Zeit und heute
Subtitle
Politische Ideologien im architektonischen Duell
College
University Karlsruhe (TH)
Course
Kunstgeschichte / Baugeschichte / Architekturgeschichte / Kulturgeschichte
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Peter Liptau (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V194494
ISBN (eBook)
9783656201236
ISBN (Book)
9783656201892
Language
German
Tags
Interbau 1957 Berlin Ostberlin Westberlin Stalinallee Karl-Marx-Allee Bauausstellung IBA Hansaviertel Hansa AG Schwangere Auster Kongresshalle Berlin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Peter Liptau (Author), 2012, Die Internationale Bauausstellung Berlin 1957 im Kontext ihrer Zeit und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194494
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