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Das Universitätsstift St. Jakobi in Rostock – Eine Stütze für die Universität Rostock oder ein Herrschaftsinstrument der Landesherren?

Title: Das Universitätsstift St. Jakobi in Rostock – Eine Stütze für die Universität Rostock oder ein Herrschaftsinstrument der Landesherren?

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 23 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Michel Stark (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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1. Einleitung

Bildungseinrichtungen waren im Mittelalter stets abhängig von der Unterstützung weltlicher und geistlicher Gewalten, die für den Schutz und die materielle Existenz derselben garantierten. Dies gilt auch für die Universitäten im spätmittelalterlichen Europa. Ohne die Unterstützung durch den Landesherrn oder der römischen Kurie konnte sich die Universität weder frei entfalten, noch in Sicherheit existieren. Die Einrichtung eines Universitätsstifts war eine Möglichkeit, die Universität zu stärken und abzusichern. Doch war das Stift tatsächlich immer eine willkommene Hilfe und Stütze für die Universität? Welche Vorteile brachte es dem Stifter? Konnte es gar als ein Machtinstrument eingesetzt werden?

In der folgenden Arbeit werde ich die Bedeutung des Universitätsstifts Sankt-Jakobi für die Universität Rostock, die Herzöge von Mecklenburg sowie für die Stadt Rostock untersuchen. Mein Ziel ist es, die Motive für die Handlungen der betroffenen Parteien während der Rostocker Domfehde herauszustellen und die Funktion des Universitätsstifts in Rostock näher zu beleuchten. Um dies zu erreichen, erfolgt zunächst eine Ausführung über das Wesen, die Funktion und die Einordnung des Universitätsstifts als eine Sonderform des Kollegiatstifts in dessen Typologie. Anschließend werde ich die Chronologie der Ereignisse der Rostocker Domfehde kurz skizzieren und die einzelnen Motive der Rostocker Bürger, der Universität Rostock und der Herzöge von Mecklenburg herausarbeiten, welche den Konflikt bestimmt haben. Zuletzt werde ich den regional-spezifischen Fall des Universitätsstifts in Rostock mit den überregionalen Eigenschaften eines Universitätsstifts in Beziehung setzten und die Unterschiede verdeutlichen.

Für die Arbeit stand mir nur wenig aktuelle Forschungsliteratur zur Verfügung. Spezifische Literatur zum Universitätsstift ist kaum vorhanden. Im Rahmen einer umfangreichen Grundlagenforschung für Kollegiatstifte hat Peter Moraw wichtige Erkenntnisse für das Universitätsstift hervorgebracht. Die Dissertationsschrift Wolfgang Wagners beinhaltet ebenso wichtige Aspekte für das Universitätsstift aus der Analyse der Universitätsstifte in Prag, Heidelberg und Wien. Die wichtigsten Quellen für die Rostocker Domfehde, auf welche ich mich in dieser Arbeit stütze, hat Bernd Ullrich Hergemöller in seiner zweibändigen Quellenedition „Pfaffenkriege im spätmittelalterlichen Hanseraum“ zusammengetragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Universitätsstift als Sonderform des Kollegiatstifts

2.1. Das Wesen und die Funktion des Kollegiatstift

2.2. Verschiedene Formen des Kollegiatstifts

2.3. Besonderheiten und die Funktion des Universitätsstiftes

3. Die Gründung des Universitätsstift St. Jacobi in Rostock – die Rostocker Domfehde

3.1. Voraussetzungen und Ursachen für den Konflikt

3.2. Der Verlauf der Rostocker Domfehde

3.2.1. Beginn des Konflikts

3.2.2. Die Gründung des Universitätsstifts 1487

3.2.3. Eskalation, Auszug und Rückkehr der Universität nach Rostock

3.2.4. Das Ende der Rostocker Domhändel

3.3. Die Motive der Rostocker Bürgerschaft und des Rates

3.4. Die Motive der Universität Rostock

3.5. Die Motive der Herzöge von Mecklenburg

4. Fazit – Die Bedeutung des Universitätsstifts in Rostock

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Universitätsstifts Sankt-Jakobi in Rostock als Instrument zur Absicherung der Universität sowie als Mittel der landesherrlichen Politik. Dabei wird analysiert, inwieweit das Stift tatsächlich eine Stütze für die Universität darstellte oder vorrangig den Machtinteressen der Herzöge von Mecklenburg diente und welche Beweggründe zu den gewaltsamen Konflikten der Rostocker Domfehde führten.

  • Strukturelle Einordnung des Universitätsstifts als Sonderform des Kollegiatstifts
  • Chronologische Aufarbeitung der Rostocker Domfehde
  • Analyse der gegensätzlichen Interessen von Stadt, Universität und Landesherren
  • Untersuchung der repräsentativen Funktion des Stifts für die herzogliche Herrschaftssicherung
  • Evaluierung der Auswirkungen des Stifts auf die Universität und ihre Autonomie

Auszug aus dem Buch

3.1. Voraussetzungen und Ursachen für den Konflikt

Eine wichtige Voraussetzung für den Konflikt um die Gründung des Universitätsstifts ist das Verhältnis zwischen den Herzögen Balthasar und Magnus von Mecklenburg und der Stadt Rostock sowie der Universität Rostock im 15. Jahrhundert.

Das Verhältnis zwischen den Landesherren und der Stadt Rostock war schon vor der Domfehde belastet gewesen. Albertus Krantz, der sowohl akademischer Lehrer an der Universität Rostock war als auch ein Augen- und Ohrenzeuge der Rostocker Domhändel, berichtet in seiner Chronik „Wandalia“ von Auseinandersetzungen über angespülte Strandgüter, welche die Herzöge für sich beanspruchen wollten. Dies stieß auf Widerstand bei der Stadt Rostock und endete in der Hinrichtung des Vogtes von Schwaan durch die Rostocker. Eine weitere Passage aus der „Wandalia“ erzählt von Streitigkeiten über frühere Lehen der Rostocker Bürger, bei welchen das Lehensverhältnis erloschen gewesen sei, die Lehen aber trotzdem durch die Fürsten zurückgefordert worden wären. Diese von Krantz berichteten Ereignisse deuten bereits auf die Habgier der Herzöge hin, die bestrebt waren ihren Besitz zu vermehren.

Aber auch zwischen der Universität, welche eine „Herzensangelegenheit“ der Fürsten war, und dem Rat der Stadt gab es bereits wenige Jahre nach der Universitätsgründung Zwistigkeiten. Nachdem der Universität innerhalb von kriegerischen Zuständen in der Stadt Rostock befohlen wurde, die Stadt zu verlassen, bemühte sich fortan der Rat der Stadt nach der Rückkehr der Universität, die Zahlungen an dieselbe auf ein Mindestmaß zu verringern und im Allgemeinen die Privilegien sowie die freie Entfaltung der Universität zu behindern und in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Universitätsstiften im Mittelalter ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Funktion des Rostocker Stifts als Unterstützung für die Universität oder als Instrument fürstlicher Macht.

2. Das Universitätsstift als Sonderform des Kollegiatstifts: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen erörtert, indem das Wesen und die Typologie von Kollegiatstiften sowie die spezifischen Besonderheiten des Universitätsstiftes dargestellt werden.

3. Die Gründung des Universitätsstift St. Jacobi in Rostock – die Rostocker Domfehde: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Ursachen, den Verlauf, die beteiligten Parteien und deren jeweilige Motive während der Rostocker Domfehde im Kontext der Stiftsgründung.

4. Fazit – Die Bedeutung des Universitätsstifts in Rostock: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Stift weniger eine Stütze für die Universität war, sondern vielmehr der landesherrlichen Politik und Machtverdichtung diente.

Schlüsselwörter

Universitätsstift, Kollegiatstift, Rostock, Rostocker Domfehde, Universität Rostock, Herzöge von Mecklenburg, Landesherrschaft, Stiftergedenken, Memoria, Kanonikat, Pfründe, Machtinstrument, Stadtprivilegien, Mittelalter, Kirchengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Gründung des Universitätsstifts Sankt-Jakobi in Rostock im 15. Jahrhundert und untersucht dessen Rolle im Spannungsfeld zwischen Universität, Stadt Rostock und den Herzögen von Mecklenburg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Typologie von Kollegiatstiften, die politischen Dynamiken innerhalb der Hansestadt Rostock sowie die strategische Ausnutzung kirchlicher Stiftungen zur Konsolidierung fürstlicher Macht.

Was ist die primäre Zielsetzung der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Motive der beteiligten Akteure zu ergründen und zu klären, ob das Universitätsstift tatsächlich der Absicherung der Hochschule diente oder primär als herrschaftliches Instrument eingesetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Chroniken (insbesondere Albertus Krantz) sowie einschlägiger Forschungsliteratur zu Kollegiatstiften und der Universitätsgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Kollegiatstiftwesens und eine detaillierte Aufarbeitung der Rostocker Domfehde, inklusive der Motive der Bürgerschaft, der Universität und der Landesherren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Universitätsstift, Kollegiatstift, Rostocker Domfehde, Landesherrschaft, Machtinstrument und Autonomie der Universität.

Warum lehnte die Rostocker Bürgerschaft das Stift so vehement ab?

Die Bürgerschaft fürchtete eine Einschränkung ihrer städtischen Privilegien und sah in der Installation eines geistlichen Kollegiums einen Ausbau des herzöglichen Einflusses in der Stadt, was als Bedrohung der eigenen Autonomie wahrgenommen wurde.

Welche Rolle spielte die Universität in diesem Konflikt?

Die Universität geriet in eine Zwangslage: Sie wurde von den Herzögen für deren Zwecke instrumentalisiert, musste sich jedoch gleichzeitig gegenüber der Stadt rechtfertigen, was zu erheblichen Spannungen und zeitweiligen Auszügen der Hochschule führte.

Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit in Bezug auf die Funktion des Stifts?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Stift in Rostock unzureichend ausgestattet war, um die Universität effektiv zu stützen, und vielmehr als Instrument der Herzöge diente, um die verschuldete Landesherrschaft zu konsolidieren und Einfluss auf die kirchliche Verwaltung zu nehmen.

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Details

Title
Das Universitätsstift St. Jakobi in Rostock – Eine Stütze für die Universität Rostock oder ein Herrschaftsinstrument der Landesherren?
College
University of Rostock
Grade
2,1
Author
Michel Stark (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V194264
ISBN (eBook)
9783656195207
ISBN (Book)
9783656199540
Language
German
Tags
Universitätsstift Universität Rostock St. Jakobi Dom Rostocker Domfehde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michel Stark (Author), 2010, Das Universitätsstift St. Jakobi in Rostock – Eine Stütze für die Universität Rostock oder ein Herrschaftsinstrument der Landesherren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/194264
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